wir haben unseren Katzen nie verboten, den Stubenwagen, den Kinderwagen, den Autositz oder was auch immer genau zu untersuchen (Schnuller und andere "Hygieneartikel" ausgenommen, die werden immer verschlossen aufbewahrt). Hintergrund: man kann eine Katze zwar dahingehend erziehen, dass sie Dinge dann nicht macht, wenn man anwesend ist, aber sobald Du weg bist, ist das Verbot aufgehoben, denn sie assoziiert das Verbot mit Deiner Anwesenheit...
Unser einer Kater ist ein Menschenschläfer, da habe ich mir Sorgen gemacht, ob er sich wohl auf unseren Sohn legen würde, hat er aber nie gemacht. Dafür halten die beiden bis heute gemeinsam Mittagsschlaf, Kater immer an den Füßen. Unser einer Kater liebt also unseren Sohn abgöttisch, was uns das Leben mittlerweile aber schwer macht, denn er geht auch nicht, wenn Sohnemann ihn "quält". Also müssen wir inzwischen den Kater vor dem Kind retten... Wir haben wirklich mittlerweile mehr Angst um den Kater wie um unseren Sohn, weil wir feststellen mußten, dass er sich bei ihm einfach überhaupt nicht wehrt. Ok, bei uns tut er das auch nur, wenn es darum geht, ihn in die Box zu packen, aber ich hatte schon die Hoffnung, dass er wenigstens geht, wenn es ihm zu viel wird. Aber nein, er schaut uns nur an und wartet, dass wir ihm helfen. Wobei ich sagen muss, dass es seit 2 oder drei Wochen deutlich besser geworden ist. Davor hatten wir so 2 Monate, wo es echt schwierig war...
Unser zweiter Kater läßt sich von uns seiner langjährigen spanischen Tierheimgeschichte sei Dank kaum anfassen, er nähert sich unserem Sohn nur auf 50cm, wenn der Trockenfutter verteilt.
Und unsere Katze hatte gleich bei der ersten Begegnung eine negative Erfahrung: sie kitzelte das schlafende 5-Tage alte Baby mit ihren Schnurrbarthaaren an der Backe, worauf dieses mit einem spontanen Ausbreiten der Arme reagierte. Katze sprank 2m rückwärts und seitdem macht sie einen großen Bogen um ihn (auch 22 Monate später noch), da hilft auch kein TroFu. Sie kennt seinen Aktionsradius genau und traut sich nur nachts ans Kind. Sie wurde hin und wieder überrascht, wenn eine neue Ebene entdeckt wurde. Ihr Gesicht werde ich nie vergessen, wie Valentin sich das erste Mal an dem Stuhl hochgezogen hat, auf dem sie lag
Ich kann allerdings von allen drei Katzen sagen, dass sie 0 Aggressionspotential gegen Menschen haben. Die beiden Scheuen flüchten, da wird dann schon mal eine Kralle irgendwo versenkt, um besseren Grip zu haben, aber noch nie wurde hier die Kralle oder gar das Gebiss zur Abwehr eingesetzt (wie gesagt, Ausnahme: Kampfkuschelkater muss in die Box). Insofern habe ich keine Bedenken, Kind und Katzen alleine zu lassen. Als Sohnemann noch klein war, war er entweder im Stubenwagen immer bei uns im Zimmer, wenn er geschlafen hat oder die Tür zum entsprechenden Zimmer war zu und alle Katzen draußen. Seit er sich drehen kann (und mehr wiegt wie der 5kg-Kampfkuschler), sind wir ganz entspannt...
Alles Gute Euch! Und auch hier gilt: was für andere gut ist, muss bei EUch nicht passen. Hört auf Euren Bauch, der sagt Euch schon das Richtige.
Trotz allem schlafen auch die beiden Nicht-Kinder-Katzen bei uns im Familienbett... Und wie gesagt, ich wünschte mir manchmal unser Kampfkuschelkater wäre nicht ganz so verliebt in Menschen, das würde unser Leben deutlich vereinfachen.