Kitty312 hat geschrieben:
totoro, ja umbenannt klingt es schon viel besser

blueberry, ich werde nochmal mit meiner hebi drüber reden. habe wieder die gleiche wie bei meiner tochter.
Es freut mich, dass Du eine dem BES
* gegenüber aufgeschlossene Hebamme an der Hand haben wirst

. Solltest Du das BES in Erwägung ziehen wollen, mag ich Dir sehr die folgende Broschüre ans Herz legen, die den Umgang mit dem BES zuhause (im Gegensatz zur beiligenden Anleitung, die leider nicht allzu sehr hilft) ungemein erleichtert:
Stillen mit dem BES [z.B.
hier zu bestellen]
ich weiß, das man beim abpumpen meist nicht so viel bekommt, wie wenn das baby richtig trinkt, aber wir haben auch mehrmals stillproben gemacht (also vorm stillen wiegen, nach dem stillen nochmal genauso) und da war das höchste, was sie zugenommen hatte 14g. meist hatte sie sogar paar gramm abgenommen....also kommt die tagesmenge ja so ungefähr auch hin...
Stillproben sind eine ziemlich komplizierte Sache.
Ein Problem bei Stillproben ist: auch sie können (allein durch den Stress und Erwartungsdruck, der damit verbunden ist), wirksam einen MSR verhindern! Die ermittelte Milchmenge liegt dann u.U. weit unter der sonst vom Baby (unter normalen, entspannten Verhältnissen) aus der Brust geholten Milchmenge.
Das zweite Problem ist das Wiegen selbst, gerade wenn es um eher kleine Milchmengen geht:
Wenn es eine richtig gute Waage ist (modern, geeicht, Genauigkeit 5g) UND diese richtig gut benutzt wird (richtig aufgestellt, richtig abgelesen, richtig notiert), könnte man damit theoretisch Gewichtsunterschiede ab einer Größenordnung von ca 10 g messen.
(Achtung: damit meine ich jetzt ausdrücklich nicht vermeintliche "Zunahmen" durch Ermittlung von Gewichtsdaten an verschiedenen Tagen - warum das völlig ausgeschlossen ist, kannst Du im Thread "Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle" nachlesen...).
Soweit so gut. In den allermeisten Fällen treffen aber mindestens ein, meist mehrere der genannten Kriterien nicht zu auf die beim Babywiegen verwendete Waage. Außerdem bewegen sich Babys

... .
Du schreibst, Dein Baby habe "meist sogar ein paar Gramm abgenommen" während der Stillprobe. Da dies schonmal völlig ausgeschlossen ist (wo sollen diese Gramm denn hinverdampft sein während der Minuten des Stillens?

), kann man mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass da beim Wiegen Ungenauigkeiten aufgetreten sind. Gewichtsunterschiede von "ein paar Gramm Abnahme" oder "14 g Zunahme" hätten auf dieser Waage also vielleicht auch schlicht durch zweimal hintereinander Wiegen des ungestillten Kindes binnen einer Minute auftreten können

. Wieviel Milch Dein Kind also tatsächlich getrunken hat, hat sich so wahrscheinlich nicht feststellen lassen.
Aber nehmen wir mal die 14 g Milch an - das wären dann auf die durchschnittlich mindestens 8-12 Stillmahlzeiten, die ein Säugling in 24 h trinkt, schonmal 112 - 168 g Milch täglich gewesen. Deutlich mehr als das Doppelte Deiner damaligen Tagespumpmenge!
Dazu gerechnet, dass Du vielleicht weder bei Stillproben noch beim Pumpen einen MSR hattest (beides gut wahrscheinlich), kann man eben nur sagen:
Rückwirkend werden wir wohl nicht mehr feststellen können, wieviel Milch Du nun tatsächlich bilden konntest. Es könnte aber eben durchaus mehr gewesen sein, als sich anhand der Pumpmengen und Stillproben damals als wahrscheinlich dargestellt hat. Aber wie ich schon sagte: selbst wenn es "nur" die von Dir
ganz sicher messbaren 40-60ml pro Tag gewesen sein
sollten, ist das im Schnitt immerhin eine ganze Mahlzeit (!) pro Tag. Angesichts der Tatsache, dass jeder Milliliter Tausende lebender Zellen und Antikörper enthält, hast Du Deinem Baby damit auf jeden Fall etwas ganz Wertvolles zukommen lassen
Wenn Du diesmal evtl. längerfristig mit dem BES zufüttern würdest, kämen dazu ja noch die positiven Aspekte des Stillens als
Vorgang ansich: der viele Hautkontakt - mit allen positiven Einflüssen aufs Bonding - und auch die Förderung einer gesunden Kiefer- und Zahnstellung, der Zungen- und Gesichtsmuskulatur und damit der Sprachentwicklung. All diese nachgewiesenen "Stillnebenwirkungen" sind ja unabhängig davon, ob da nun PRE oder Muttermilch gefüttert wird beim Stillen

.
Ob das alles zusammen allerdings aufwiegen würde, was Du an Negativem mit dem Versuch des Teilstillens verbindest, kannst natürlich nur Du schauen - und vielleicht auch erst spontan in der Situation dann entscheiden. Wenn es Dir nur Kummer, Druck, Stress und dadurch vielleicht eine massiv beeinträchtigte Beziehung zu Deinem Baby bringen würde, wäre damit wohl wenig gewonnen. Aber vielleicht hilft es Dir bei der Entscheidung und der persönlichen Bewertung des Möglichen, wenn Du die Optionen kennst, die zwischen "Vollstillen" und "gar nicht stillen" liegen. Es gibt da ja noch eine Menge Graustufen zwischen "schwarz" und "weiß". Eine wundervolle davon ist es, das Kolostrum zu geben. Eine andere könnte das Teilstillen geringer Mengen Muttermilch (plus PRE aus dem BES als Stillhilfe) sein. Da ist erstmal viel "kann" und wenig "muss"...

.
LG, blueberry
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*(ich belass es jetzt hier im Thread mal bei der Abkürzung, unabhängig davon wie Du es dann zuhause nennen wollen wirst, weil "Stillhilfe" doch etwas unspezifisch ist. Du hast ja dann wahrscheinlich nur eine zuhause, so dass die Verwechslungsgefahr gering ist, und kannst Dir für den Alltag Deinen Lieblingsnamen aussuchen
. Ich sprech es tatsächlich übrigens "Be-Eh-Es" aus, einfach als von Assoziationen freier Name
)