nicht stillen, aber kolostrum geben?
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Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
Noch ein Tipp: Lege deine Wünsche als Geburtsplan zur Anmeldung dazu.
Also einfach schriftlich fixieren, bei der Anmeldung im Krankenhaus in deine Akte legen lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht: sie lesen es auch.
Und du kannst im zweifelsfall dann einfach, ohne viele Worte, darauf verweisen.
Also einfach schriftlich fixieren, bei der Anmeldung im Krankenhaus in deine Akte legen lassen. Ich habe die Erfahrung gemacht: sie lesen es auch.
Und du kannst im zweifelsfall dann einfach, ohne viele Worte, darauf verweisen.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

klimaforscherin
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Kitty312
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Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
ich danke euch für eure antworten 
@ blueberry, das set hatte mir meine hebi bei meiner tochter auch gezeigt, aber ich kam damit irgendwie nicht klar. also technich schon, aber vom gefühl her, war es einfach komisch. schwer zu beschreiben....
@ klimaforscherin, in dem kh, wo ich entbinden werde, meldet man sich nicht vorher an. ich werde es aber aufschreiben und mein mann weiß darüber jetzt auch bescheid und kann es mitteilen.
@ blueberry, das set hatte mir meine hebi bei meiner tochter auch gezeigt, aber ich kam damit irgendwie nicht klar. also technich schon, aber vom gefühl her, war es einfach komisch. schwer zu beschreiben....
@ klimaforscherin, in dem kh, wo ich entbinden werde, meldet man sich nicht vorher an. ich werde es aber aufschreiben und mein mann weiß darüber jetzt auch bescheid und kann es mitteilen.
- Totoro
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Re: AW: nicht stillen, aber kolostrum geben?
Ich hab einige Monate mit BES gestillt (dank Domperidon hat mein Kind immerhin fünfzig Prozent Milch von mir bekommen) und kann nur sagen, es wird nach ein paar Wochen normal. Irgendwann hatte ich mich damit versöhnt.
Übrigens hab ich mit der Pumpe kaum was rausbekommen. Das Kind hat deutlich mehr heraus bekommen, das haben Wiegeproben ergeben! Insofern ist das kein guter Anhaltspunkt.
Vielleicht versuchst du es noch ein mal mit dem Stillen, neue Runde neues Glück, und wenn es nur für eine Teilmenge reicht profitiert ihr beiden doch trotzdem davon. Du musst ja mit dem Zufüttern keine Ewigkeiten warten bis das Kind halb verhungert und du ein nervliches Wrack bist. Ich kenne auch Frauen die immer nur am Abend zB zugefüttert haben und ansonsten so stillen konnten. Teilstillen bedeutet nicht automatisch BES. Es gibt da eine Menge Möglichkeiten.
Übrigens hab ich mit der Pumpe kaum was rausbekommen. Das Kind hat deutlich mehr heraus bekommen, das haben Wiegeproben ergeben! Insofern ist das kein guter Anhaltspunkt.
Vielleicht versuchst du es noch ein mal mit dem Stillen, neue Runde neues Glück, und wenn es nur für eine Teilmenge reicht profitiert ihr beiden doch trotzdem davon. Du musst ja mit dem Zufüttern keine Ewigkeiten warten bis das Kind halb verhungert und du ein nervliches Wrack bist. Ich kenne auch Frauen die immer nur am Abend zB zugefüttert haben und ansonsten so stillen konnten. Teilstillen bedeutet nicht automatisch BES. Es gibt da eine Menge Möglichkeiten.
Unsere krasse Herde




- blueberry
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Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
Liebe Kitty312,
bitte entschuldige, ich war einige Tage offline - darum erst jetzt eine Antwort:
Wenn Du zumindest schonmal technisch gut mit dem BES zurechtgekommen bist, hast Du die größte Hürde eigentlich schon genommen - das ist eine prima Voraussetzung, dass es mit dem BES vielleicht doch noch "Liebe auf den zweiten Blick" werden könnte
. Das BES ist bei den meisten Müttern ja keine Sache, mit der sie sich für die gesamte Stillzeit arrangieren müssen. Meist wird die Verwendung mit Beginn der Beikost nach und nach ausgeschlichen und es bleiben Beikost/Familientisch plus Stillen übrig - oft bis weit ins zweite Lebensjahr hinein (oder noch länger - wenn Mama und Kind dies möchten).
Wenn Du die Option kennst, kannst Du sie vielleicht ja im Hinterkopf behalten und dann spontan entscheiden, wieviel Stillen Du probieren möchtest - oder auch nicht.
(Was die Pumpmenge anbelangt, möchte ich mich übrigens ebenfalls Totoro anschließen. Deine Abpumpmenge - Du schriebst etwas von 40-60 ml am Tag - lässt kaum Rückschlüsse auf die tatsächliche Milchmenge zu, die Dein Baby aus der Brust bekommen konnte. Es gibt zahlreiche Frauen (sogar solche, die problemlos Zwillinge vollstillen können), die Probleme haben, beim Pumpen einen Milchspendereflex (MSR) auszulösen. Und da die Milch überwiegend während der Stillmahlzeit nach Auslösen des Milchspendereflexes gebildet wird, können diese Frauen dann oft nur wenige Milliliter abpumpen... . Man kann das Pumpen optimieren, lernen, den MSR auszulösen - aber "pumpen, um zu sehen, wieviel Milch man eigentlich hat" funktioniert so nicht.)
Ich wünsche Dir und Deinem Baby auf jeden Fall alles Gute. Du wirst bestimmt den passenden Weg für Euch finden - ob mit oder ohne Stillen
! Und bei Fragen kannst Du Dich jederzeit gern an uns wenden.
LG, blueberry
bitte entschuldige, ich war einige Tage offline - darum erst jetzt eine Antwort:
Der Umgang mit dem BES ist (wie Totoro bereits schrieb) oft Gewöhnungssache für die Mütter. Anfangs ist dabei so viel Technisches bewusst zu beachten, dass diese Empfindung (des "Technischen", vielleicht erstmal wenig "organischen", ...) bei der Wahrnehmung des BES in den Vordergrund rücken kann. Bei den zahlreichen erfolgreichen BES-Stillgeschichten, die ich hier schon mitverfolgen durfte, wird aber auch immer wieder deutlich, wie schnell das Stillen mit BES schon nach einigen Wochen zur Routine werden kann - und dann eben die Stillbeziehung als solche nicht nur für das Baby sondern auch für die Mutter in den Vordergrund rückt.Kitty312 hat geschrieben:@ blueberry, das set hatte mir meine hebi bei meiner tochter auch gezeigt, aber ich kam damit irgendwie nicht klar. also technich schon, aber vom gefühl her, war es einfach komisch. schwer zu beschreiben....
Wenn Du zumindest schonmal technisch gut mit dem BES zurechtgekommen bist, hast Du die größte Hürde eigentlich schon genommen - das ist eine prima Voraussetzung, dass es mit dem BES vielleicht doch noch "Liebe auf den zweiten Blick" werden könnte
Wenn Du die Option kennst, kannst Du sie vielleicht ja im Hinterkopf behalten und dann spontan entscheiden, wieviel Stillen Du probieren möchtest - oder auch nicht.
(Was die Pumpmenge anbelangt, möchte ich mich übrigens ebenfalls Totoro anschließen. Deine Abpumpmenge - Du schriebst etwas von 40-60 ml am Tag - lässt kaum Rückschlüsse auf die tatsächliche Milchmenge zu, die Dein Baby aus der Brust bekommen konnte. Es gibt zahlreiche Frauen (sogar solche, die problemlos Zwillinge vollstillen können), die Probleme haben, beim Pumpen einen Milchspendereflex (MSR) auszulösen. Und da die Milch überwiegend während der Stillmahlzeit nach Auslösen des Milchspendereflexes gebildet wird, können diese Frauen dann oft nur wenige Milliliter abpumpen... . Man kann das Pumpen optimieren, lernen, den MSR auszulösen - aber "pumpen, um zu sehen, wieviel Milch man eigentlich hat" funktioniert so nicht.)
Ich wünsche Dir und Deinem Baby auf jeden Fall alles Gute. Du wirst bestimmt den passenden Weg für Euch finden - ob mit oder ohne Stillen
LG, blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
- Totoro
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Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
Zum Thema BES möchte ich noch eine Kleinigkeit ergänzen.
Mir hat es geholfen, das "Wording" anzupassen. Ich finde den Namen "Brusternährungsset" nämlich schlicht grauenvoll.
Nachdem ich mir angewöhnt hatte das "Stillhilfe" zu nennen, fiel es mir deutlich leichter das Ding nicht als Prothese zu empfinden, sondern eben einfach als das was es ist: eine Stillhilfe! Denn man stillt ja trotzdem!
Mir hat es geholfen, das "Wording" anzupassen. Ich finde den Namen "Brusternährungsset" nämlich schlicht grauenvoll.
Nachdem ich mir angewöhnt hatte das "Stillhilfe" zu nennen, fiel es mir deutlich leichter das Ding nicht als Prothese zu empfinden, sondern eben einfach als das was es ist: eine Stillhilfe! Denn man stillt ja trotzdem!
Unsere krasse Herde




- blueberry
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Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
Wie man etwas nennt, kann tatsächlich einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung und die damit verbundenen Gefühle haben. Ich finde das eine sehr schöne Idee, sich durch Umbenennen den Umgang mit etwas zu erleichtern 
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Kitty312
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Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
ich danke euch.
totoro, ja umbenannt klingt es schon viel besser
blueberry, ich werde nochmal mit meiner hebi drüber reden. habe wieder die gleiche wie bei meiner tochter.
ich weiß, das man beim abpumpen meist nicht so viel bekommt, wie wenn das baby richtig trinkt, aber wir haben auch mehrmals stillproben gemacht (also vorm stillen wiegen, nach dem stillen nochmal genauso) und da war das höchste, was sie zugenommen hatte 14g. meist hatte sie sogar paar gramm abgenommen....also kommt die tagesmenge ja so ungefähr auch hin...
totoro, ja umbenannt klingt es schon viel besser
blueberry, ich werde nochmal mit meiner hebi drüber reden. habe wieder die gleiche wie bei meiner tochter.
ich weiß, das man beim abpumpen meist nicht so viel bekommt, wie wenn das baby richtig trinkt, aber wir haben auch mehrmals stillproben gemacht (also vorm stillen wiegen, nach dem stillen nochmal genauso) und da war das höchste, was sie zugenommen hatte 14g. meist hatte sie sogar paar gramm abgenommen....also kommt die tagesmenge ja so ungefähr auch hin...
- blueberry
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Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
Kitty312 hat geschrieben: totoro, ja umbenannt klingt es schon viel besser
Es freut mich, dass Du eine dem BES* gegenüber aufgeschlossene Hebamme an der Hand haben wirstblueberry, ich werde nochmal mit meiner hebi drüber reden. habe wieder die gleiche wie bei meiner tochter.
Stillen mit dem BES [z.B. hier zu bestellen]
Stillproben sind eine ziemlich komplizierte Sache.ich weiß, das man beim abpumpen meist nicht so viel bekommt, wie wenn das baby richtig trinkt, aber wir haben auch mehrmals stillproben gemacht (also vorm stillen wiegen, nach dem stillen nochmal genauso) und da war das höchste, was sie zugenommen hatte 14g. meist hatte sie sogar paar gramm abgenommen....also kommt die tagesmenge ja so ungefähr auch hin...
Ein Problem bei Stillproben ist: auch sie können (allein durch den Stress und Erwartungsdruck, der damit verbunden ist), wirksam einen MSR verhindern! Die ermittelte Milchmenge liegt dann u.U. weit unter der sonst vom Baby (unter normalen, entspannten Verhältnissen) aus der Brust geholten Milchmenge.
Das zweite Problem ist das Wiegen selbst, gerade wenn es um eher kleine Milchmengen geht:
Wenn es eine richtig gute Waage ist (modern, geeicht, Genauigkeit 5g) UND diese richtig gut benutzt wird (richtig aufgestellt, richtig abgelesen, richtig notiert), könnte man damit theoretisch Gewichtsunterschiede ab einer Größenordnung von ca 10 g messen.
(Achtung: damit meine ich jetzt ausdrücklich nicht vermeintliche "Zunahmen" durch Ermittlung von Gewichtsdaten an verschiedenen Tagen - warum das völlig ausgeschlossen ist, kannst Du im Thread "Grundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle" nachlesen...).
Soweit so gut. In den allermeisten Fällen treffen aber mindestens ein, meist mehrere der genannten Kriterien nicht zu auf die beim Babywiegen verwendete Waage. Außerdem bewegen sich Babys
Du schreibst, Dein Baby habe "meist sogar ein paar Gramm abgenommen" während der Stillprobe. Da dies schonmal völlig ausgeschlossen ist (wo sollen diese Gramm denn hinverdampft sein während der Minuten des Stillens?
Aber nehmen wir mal die 14 g Milch an - das wären dann auf die durchschnittlich mindestens 8-12 Stillmahlzeiten, die ein Säugling in 24 h trinkt, schonmal 112 - 168 g Milch täglich gewesen. Deutlich mehr als das Doppelte Deiner damaligen Tagespumpmenge!
Dazu gerechnet, dass Du vielleicht weder bei Stillproben noch beim Pumpen einen MSR hattest (beides gut wahrscheinlich), kann man eben nur sagen:
Rückwirkend werden wir wohl nicht mehr feststellen können, wieviel Milch Du nun tatsächlich bilden konntest. Es könnte aber eben durchaus mehr gewesen sein, als sich anhand der Pumpmengen und Stillproben damals als wahrscheinlich dargestellt hat. Aber wie ich schon sagte: selbst wenn es "nur" die von Dir ganz sicher messbaren 40-60ml pro Tag gewesen sein sollten, ist das im Schnitt immerhin eine ganze Mahlzeit (!) pro Tag. Angesichts der Tatsache, dass jeder Milliliter Tausende lebender Zellen und Antikörper enthält, hast Du Deinem Baby damit auf jeden Fall etwas ganz Wertvolles zukommen lassen
Wenn Du diesmal evtl. längerfristig mit dem BES zufüttern würdest, kämen dazu ja noch die positiven Aspekte des Stillens als Vorgang ansich: der viele Hautkontakt - mit allen positiven Einflüssen aufs Bonding - und auch die Förderung einer gesunden Kiefer- und Zahnstellung, der Zungen- und Gesichtsmuskulatur und damit der Sprachentwicklung. All diese nachgewiesenen "Stillnebenwirkungen" sind ja unabhängig davon, ob da nun PRE oder Muttermilch gefüttert wird beim Stillen
Ob das alles zusammen allerdings aufwiegen würde, was Du an Negativem mit dem Versuch des Teilstillens verbindest, kannst natürlich nur Du schauen - und vielleicht auch erst spontan in der Situation dann entscheiden. Wenn es Dir nur Kummer, Druck, Stress und dadurch vielleicht eine massiv beeinträchtigte Beziehung zu Deinem Baby bringen würde, wäre damit wohl wenig gewonnen. Aber vielleicht hilft es Dir bei der Entscheidung und der persönlichen Bewertung des Möglichen, wenn Du die Optionen kennst, die zwischen "Vollstillen" und "gar nicht stillen" liegen. Es gibt da ja noch eine Menge Graustufen zwischen "schwarz" und "weiß". Eine wundervolle davon ist es, das Kolostrum zu geben. Eine andere könnte das Teilstillen geringer Mengen Muttermilch (plus PRE aus dem BES als Stillhilfe) sein. Da ist erstmal viel "kann" und wenig "muss"...
LG, blueberry
------------------------------
*(ich belass es jetzt hier im Thread mal bei der Abkürzung, unabhängig davon wie Du es dann zuhause nennen wollen wirst, weil "Stillhilfe" doch etwas unspezifisch ist. Du hast ja dann wahrscheinlich nur eine zuhause, so dass die Verwechslungsgefahr gering ist, und kannst Dir für den Alltag Deinen Lieblingsnamen aussuchen
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
-
Lucccy
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- Registriert: 19.03.2012, 12:12
Re: nicht stillen, aber kolostrum geben?
Und beim Lesen hier kannst Du ja Babys Einfache (oder Einzige) Stillhilfe denkenblueberry hat geschrieben:(ich belass es jetzt hier im Thread mal bei der Abkürzung, unabhängig davon wie Du es dann zuhause nennen wollen wirst, weil "Stillhilfe" doch etwas unspezifisch ist. Du hast ja dann wahrscheinlich nur eine zuhause, so dass die Verwechslungsgefahr gering ist, und kannst Dir für den Alltag Deinen Lieblingsnamen aussuchen. Ich sprech es tatsächlich übrigens "Be-Eh-Es" aus, einfach als von Assoziationen freier Name

