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Re: AW: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 11:21
von WiLada
Ich denke sulamith meinte das mit Ausländern im Bezug auf die hier in Deutschland am meisten vertretenen.
Ich sehe das auch im Kindergarten...alle Kinder waren verwundert als ich meine Tochter dort stillte, außer paar Kinder mit migrationshintergrund, die dann sagten ihre Geschwister oder sie selbst würden auch "das da" trinken. Von den anderen Mamas Kindern im Alter meine Tochter oder jünger weiß ich, dass sie nicht stillen.
Wenn wir bei meinen schwiegereltern sind und ich mit den Kindern zu festen in die Moschee gehe sehe ich da auch öfter Mütter stillen und sie sind fast alle der Meinung dass stillen das beste ist und finden es super wichtig dass man dem Kind das so lange es gibt wie es danach verlangt.
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Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 12:34
von Angora
Schon klar. Da ich aber in Randdeutschland wohne, wo Franzosen teilweise mehr in der Innenstadt zu finden sind als deutsche.... Zähle ich die dazu!
Und da es in Frankreich anscheinend usus ist, nach 3 Monaten allerspätestens abzustillen weil die Damen dann ja wieder arbeiten gehen, wurde ich da des öfteren schief angeschaut. Und das obwohl ich 18 Monate vollgestillt habe UND seit dem 6.lebensmonat des Kindes aber auch wieder arbeiten gegangen bin... Geht also schon. Wenn frau will.
allgemein wäre Toleranz wünschenswert, egal welcher Nationalität jemand angehört.
und man kann hier überall mit anecken als Mutter egal ob man stillt oder eben nicht, familienbettet oder ferbert, schiebt oder trägt. Einer ist immer mindestens dagegen.

Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 16:04
von Tat
Ich habe mich gerade in der Vorstellungsecke vorgestellt.
Nun aber zu eurer Fragen:
Ich habe als Kind längere Zeit in Afrika gelebt. Dort war es etwas sehr Normales dass kleine Kinder noch gestillt werden. Damals hab ich es als so etwas Natürliches empfunden, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe. Durch meine eigene Schwangerschaft und den Fernsehbeitrag hab ich mich wieder daran erinnert.
Hart fand ich die Szene in der die eine Mutter (ich hab mir die Namen nicht gemerkt, entschuldigt bitte) interviewt wurde und weinen musste und die Kamera immer noch weiter draufgehalten hat. Da hätte man auch früher abbrechen können.
In dem Fernsehbeitrag kam es für mich so rüber als ob die Mütter ein psychisches Problem hätten (nicht böse gemeint) und Stillen in irgendeiner Form eine Ersatzbefriedung für sie ist.
Da das so mit meinen eigenen Erfahrungen kollidiert hat und ich weiß wie sehr man mit Schnitt, Szenenauswahl, Interviewfragen, …. ein gewisses Bild erzeugen kann, meine Frage hier.
Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 16:18
von Angora
oh ja, das wird ja so gern genannt, Mütter, die länger als die "empfohlenen" 6Monate stillen (denn danach kann man das Kind ja mit GEKAUFTER Milch ernähren. Hä?

) haben ja alle einen an der Klatsche und können nicht loslassen und im schlimmsten Falle ists auch noch ne Ersatzbefriedigung oder sowieso nur, damit der Mann sie in ruhe lässt... Oh, da könnt ich platzen.
Ich hab hier noch ein schönes Bild im Netz dazu gefunden:

und überlege, ob ich mir sowas nicht mal auf ein T-Shirt drucke!
Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 17:34
von Gast
Angora hat geschrieben:@sulamith: ähm Ausland ist nicht gleich Ausland... Im französischen Familienteil wurd ich schon blöd angeguckt als ich mein Kind mit einem halben Jahr "noch" stillte (insgesamt waren es dann 2 Jahre), denn in Frankreich ist alles über 3 Monate schon LZS!
Und ich muss gestehen, dass ich die Reportage noch immer nicht gesehen habe. Warum auch, meine Meinung steht fest, mich verwirren keine Tatsachen
So, und wer ist nun tat?

Oh das ist aber schade, ja vielleicht auch wegen Industrieland? Ich weiß es nicht, aber ich finde es auffällig, dass in ärmeren Ländern Stillen auf lange Zeit normaler ist als hier....Insgesamt soll ja der Zeitdurchschnitt aller Länder der Welt bei 4, 25 Jahren liegen, hat die WHO mal berichtet, ich weiß aber nicht von welchem Jahr, das ist ja auch immer unterschiedlich. Ich habe aber das Gefühl, dass es in Deutschland auch wieder mehr vorkommt.
Re: AW: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 17:39
von Gast
WiLada hat geschrieben:Ich denke sulamith meinte das mit Ausländern im Bezug auf die hier in Deutschland am meisten vertretenen.
Ich sehe das auch im Kindergarten...alle Kinder waren verwundert als ich meine Tochter dort stillte, außer paar Kinder mit migrationshintergrund, die dann sagten ihre Geschwister oder sie selbst würden auch "das da" trinken. Von den anderen Mamas Kindern im Alter meine Tochter oder jünger weiß ich, dass sie nicht stillen.
Wenn wir bei meinen schwiegereltern sind und ich mit den Kindern zu festen in die Moschee gehe sehe ich da auch öfter Mütter stillen und sie sind fast alle der Meinung dass stillen das beste ist und finden es super wichtig dass man dem Kind das so lange es gibt wie es danach verlangt.
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Ja ich meine, dass viele Ausländer, die nicht im Christentum aufgewachsen sind eeher das lange Stillen als normal empfindne und auch tun, als Menschen, die in christlichen Ländern leben. Deswegen schrieb ich auch das mit der Kirche, da die Kirche vieles kaputt gemacht hat, was für uns Fraeun normal ist und biologisch, als auch für Männer und vieles als tabu oder im negativen Sinne als sexuel darstellen.
Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 18:19
von Seerose
Sulamith, ich finde diese multiplen Nicks in einem Forum sehr unangenehm und störend, reicht nicht eine normale Anmeldung?
Sulamith hat geschrieben:
weil das Stillen ab 1 Jahr und älter kaum in der Öffentlichkeit zu sehen ist
Kommt darauf an wo man wohnt. In großen Städten kann man inzwischen schon viele Kinder sehen die älter als 1 sind und noch draußen gestillt werden.
Wenn ich mich mit Ausländern unterhalte, z.B. Türkinnen, Indern, Afrikanern, dann ist für sie das Langzeitstillen völlig normal
Auch dies finde ich pauschal schwierig zu sagen. Der soziale Status u. ä. spielt m. E. auch eine Rolle. Ich kann Dir auf Anhieb Türken, Inder und Afrikaner nennen, die das lange Stillen in ihren Heimatländern für rückständig halten und ihre Kinder wenn überhaupt nur wenige Wochen gestillt haben.
Davon abgesehen, welches Land in Afrika meinst Du denn? Du wirst doch nicht über 50 Länder in einen Topf werfen wollen?
Ich weiß nicht ob das Stillen bis zum 6. Lebensjahr so gut für das Kind ist, wenn man ihm dann doch das Stillen wegen der Einschulung irgendwann verweigert,
Was hat die Einschulung mit dem Stillen zu tun? Der Kindergarteneintritt, der noch frühere Krippeneintritt hat ja auch nichts mit dem Stillen zu tun..
Übrigens werden die wenigsten Kinder in Deutschland im 6. Lebensjahr eingeschult. Die Mehrheit wird im 7. Lebensjahr eingeschult.
da das Kind sich schon lange an das Stillen gewöhnt hat und es eiin normales Ritual ist, dass es seit dem es denken kann kennt.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Kind im 6. Lebensjahr Stillen als Ritual sieht, da ja die Häufigkeit des Stillens im Vergleich zum 2. oder 3. Lebenjahr überhaupt nicht zu vergleichen ist. Kinder im 2. Lebenjahr stillen manchmal noch 10 oder 20 Mal innerhalb von 24 Stunden während Kinder im 6. Lebensjahr wohl eher 1-5x in der Woche/im Monat stillen, sofern man dies überhaupt als Stillen bezeichnen kann.
Ich denke, dass dann die Abnabelung noch schwerer fällt,
Ich denke, daß die Abnabelung zwischen Mutter und Kind überhaupt nichts mit dem Stillen zu tun hat. Auch wenn ich meine Umgebung anschaue, sehe ich da keine Zusammenhänge.
Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 19:20
von zierfisch
@Angora: wie wäre es mit, auf dem rücken vom Bauchbaby, so dass man es lesen kann, wenn es in wiegehalthung stillt?
Ach, die Doku war... Toll. Ich erinner mich. Wo der eine Papa “überfordert“ war mit Kleinkind, aber ohne Brust. ... Und ich dachte “Hä!? So läuft hier JEDER Abend ab, mit und ohne Brust ist egal!“ *kopfschüttel*
Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 19:31
von Angora
Das ist ne Idee! Ich dachte ja zuerst an so nen stillponcho wie er im prüden Amerika genutzt wird, aber ähm.. Nee, das wäre ja wieder unsinnig!
Und seerose, du hast absolut recht. Mir fällt übrigens grad meine eine Klassenkameradin ein, Türkin, eigentlich total traditionsbewusst u total mit ihrem Heimatland verbunden, sie hat sich nach der Geburt allerdings abstilltabletten geben lassen..... Und hier in D.kenn ich dafür (ja auch dank des Forums) ganz viele die eben auch über den ersten Geburtstag hinaus noch ganz selbstverständlich stillen. Auch in der Öffentlichkeit. So pauschalisieren ist immer schwierig....
Es müsst im TV deutlich mehr sinnvolle Beiträge in Richtung LZS, tragen, familienbetten und Hausgeburten geben. Aber was haben wir: krankenhausgeburten mit viel Intervention u flaschennahrungwerbung u ein ultravielfältiges breiangebot sowie massig kinderwagenwerbung in tv u Printmedien.... Alles noch ausbaufähig!
Re: Stillen bis der Schulbus kommt
Verfasst: 26.01.2013, 19:44
von vicci
Tat hat geschrieben:Ich habe mich gerade in der Vorstellungsecke vorgestellt.
Nun aber zu eurer Fragen:
Ich habe als Kind längere Zeit in Afrika gelebt. Dort war es etwas sehr Normales dass kleine Kinder noch gestillt werden. Damals hab ich es als so etwas Natürliches empfunden, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe. Durch meine eigene Schwangerschaft und den Fernsehbeitrag hab ich mich wieder daran erinnert.
Hart fand ich die Szene in der die eine Mutter (ich hab mir die Namen nicht gemerkt, entschuldigt bitte) interviewt wurde und weinen musste und die Kamera immer noch weiter draufgehalten hat. Da hätte man auch früher abbrechen können.
In dem Fernsehbeitrag kam es für mich so rüber als ob die Mütter ein psychisches Problem hätten (nicht böse gemeint) und Stillen in irgendeiner Form eine Ersatzbefriedung für sie ist.
Da das so mit meinen eigenen Erfahrungen kollidiert hat und ich weiß wie sehr man mit Schnitt, Szenenauswahl, Interviewfragen, …. ein gewisses Bild erzeugen kann, meine Frage hier.
Eine psychisch kranke Mutter braucht keine Brust, um ihr Kind künstlich an sich zu binden. Das soll auch schon Flaschenmamas gelungen sein

Ich denke mitunter findet in der westlichen Welt eine überbewertung der (früh-)kindlichen Selbstständigkeit statt. Ich bin vor meiner Mutterschaft viel gereist und mir ist oft aufgefallen, wie selbstverständlich kindliche Abhängigkeit in anderen Kulturen akzeptiert wird. Kinder entwachsen Abhängigkeit ganz natürlich, das eine früher, das andere später, auch, wenn sie noch gestillt werden.