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Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:26
von LieschenMueller
Ah, ich habe gerade gegoogelt... Aber sie ist doch schon 13 Monate, wie lange kann man die benutzen?

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:27
von LieschenMueller
Achso und sie läuft noch nicht, macht auch keinerlei Anstalten bald zu laufen.

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:33
von mirahh
Mein Kleiner ist ein Jahr alt und wiegt ca 10kg. Er trägt Größe 80/86. Er passt so rein,dass die Füße noch gerade drin sind. Wir haben die Federwiege gekauft als er 7 Monate alt war - also auch nicht so ganz klein.
Für uns ist dieses Ding so eine Erleichterung,dass ich sogar die größere kaufen würde,wenn er dann weiter so entspannt darin einschläft. Ich schicke dir gerne ein Foto per PN,wenn du möchtest.
Man kann die auch leihen bei der Firma und erstmal testen.
Sorry,hört sich jetzt ja wie Werbung an aber ich habe 7 Monate lang Stunde um Stunde mit dem schlafenden Baby gesessen, weil er sich nicht hinlegen ließ.

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:38
von Prisemuth
Akzeptiert sie keinen Schnuller? Ehrlich gesagt, würde ich das testen, wenn sie nachts eh nur nuckeln will... :oops:
Denn alle halbe Stunde wach werden geht echt gar nicht. Das kann ich gut verstehen, dass du da am Stock gehst.
Bei uns hat auch nächtliches Abstillen geholfen. Er wurde die erste Zeit noch zu seinen gewohnten Zeiten wach, hat sich aber schnell durch Schnuller und streicheln beruhigen lassen. Mittlerweile sind 4 von 5 Nächten super bei uns, heißt: er schläft von neun bis mind. vier Uhr durch. Vorher hatten wir auch trinken alle 1,5 bis 2 Stunden, das ging über Monate. Deswegen hatte ich mich dann auch zum abstillen entschlossen, in der Hoffnung, dass es was bringt.
Ich wünsche euch baldige Besserung!

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:42
von LieschenMueller
Ja gerne!

Leute, ihr werdet es nicht glauben... Aber... Sie schläft gerade auf dem Sofa NEBEN (!), jawohl NEBEN mir. Eingeschlafen durch streicheln!! Ah, ich fass es nicht!
Anfang Dezember war sie dabei, sich selber abzustillen. Da wollte sie nicht mehr und da hat das bei mir mit dem Streichen auch für kurze Zeit geklappt. Daher haben wir das dann auch mit ihrem Papa eingeführt, dass er sie ins Bett bringt. Mit Papa klappt alles super gut.
Plötzlich aber wollte sie Übertag wieder die Brust haben und mit Streicheln ging rein gar nichts. War also nichts mit abstillen.
Und nun das!
Ich sollte mich öfters mal ausk***** :D

Wäre ja schön, wenn das jetzt immer so klappt. Sie muss ja Übertag nicht in ihrem Bett schlafen, auf dem Sofa reicht mir ja :D

Jetzt muss nur noch für Nachts eine Lösung her, denn so geht das nicht mehr.

Meint ihr, dass es was bringen könnte, wenn man ihr Bett in unser Zimmer stellt und sie dann dort schläft? Und wenn sie sich dann daran gewöhnt hat, das Bett in ihr Zimmer stellt? Dann ist es nicht zu viel Umgewöhnung auf einmal.

Wegen dem Schnuller: Eigentlich wollte ich damit nicht mehr anfangen, sie ist ja schon "groß". Sie wollte ihn damals partout nicht, genau wie ihr großer Bruder. Absolute Stillkinder :D
Aber eine Lösung wegen des Nuckelns muss her. Es schlaucht mich einfach sehr. Halbstündlich ist heftig für MICH.

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:43
von Campanula
Hallo Lieschen :-)

Ich kann Dich total gut verstehen! *drück*
Ich habe hier nämlich auch so ein Sofort-Wach-Exemplar, dass nur AN mir schlafen wollte und sofort aus wirklich jeder Lebenslage wach wurde, sobald ich es aus dem Arm legen wollte.
Und auch bei meiner Tochter kam noch erschwerend dazu, dass ich ihr selbst in sehr tiefen Schlafphasen so gut wie gar nicht die Brust aus dem Mund nehmen konnte, da sie selbst durch diese kleine Veränderung sofort wach wurde. Schnuller wurde ebenfalls nie akzeptiert, überhaupt kein Ersatz - nur "the real thing".
Du bist mit dieser Erfahrung also nicht allein!

Was kann ich Dir aus meiner Erfahrung für Tipps geben?
Leider in keinem Fall ein Patent-Rezept, wie man das "abstellt", aber vielleicht einige Anregungen, wie Ihr beide damit besser umgehen könnt?

Deine Probleme sind ja zweierlei Natur, wenn ich das richtig verstehe: einerseits Deine Eingeschränktheit tagsüber, andererseits der unruhige/wenige Schlaf für Dich nachts.

Ich fange mal mit dem Problem tagsüber an.
Da möchte ich mich der Anregung meiner Vorrednerin anschließen: das einzige, das bei mir auch bei einem "Hallo wach!"-Kind funktionierte, wenn ich sie tagsüber schlafen lassen wollte ohne an meiner Brust zu liegen und sie auf Sofa oder im Bett stundenlang im Arm zu haben, war tragen.
Das kann ich Dir nur ganz, ganz starkt ans Herz legen. Und nicht, weil das hier ein Trage-affines Forum ist, sondern weil es wirklich so effizient und praktisch für uns war.
Ich habe meine Maus dabei vorrangig auf dem Rücken getragen, seit sie ca. 5 Monate alt war. Das bedeutete für mich sehr große Bewegungsfreiheit. Wenn ich wusste, dass die Schlafenszeit nächerrückt, habe ich für eine trockene Windel gesorgt, gestillt, gekuschelt, und meine Tochter dann auf den Rücken gebunden. Dann habe ich eine Hausarbeit gemacht, bei der ich mich im Stehen leicht bewegen musste (Wäsche aufhängen mit leichtem Hin und Her wiegen) oder bis eine Runde spazieren gegangen ... und mein Kind ist wunderbar und ohne Dauerstillen eingeschlafen.
Sobald sie dann eingeschlafen war, konnte ich mit wenigen Einschränkungen dann quasi tun was immer ich wollte :-D
Ist das eine Option für Euch?

Und zu dem nächtlichen Problem:
jaaa, ich weiß, wie das schlaucht. Und dieses Dauernuckeln kann einen auch so richtig um den Verstand bringen. Genauso der Eindruck, dass die eigene Nähe das Kind auch noch von längeren tiefen Schlafphasen abhält und man selbst dadurch dann wiederum noch mehr Nachteile hat.
Was mir dabei als erstes ein wenig zumindest psychisch geholfen hat: zu verstehen, weshalb mein Kind so ist!
Falls Du ihn noch nicht kennst, verlinke ich Dir hier mal einen Artikel, in dem etwas verständlicher wird, weshalb Dein Kind die von Dir geschilderten Grundbedürfnisse und Verhaltensweisen hat:
http://kinderverstehen.de/images/Schlaf ... 290909.pdf
Kinder werden ja alle in unterschiedlichen Ausführungen "geliefert", und wir haben zusätzlich Exemplare mit sehr starken und ausgeprägten Grundbedürfnissen abbekommen. Aber immerhin ein kleiner Trost: würden wir noch in Säbelzahntigerzeiten leben, so wären Dein und mein Kind große Stars, denn sie haben von der Natur besonders gute und starke Überlebensinstinkte mitbekommen und sorgen dafür, dass ihnen auch ganz gewiss nichts passiert und sie alle Säuglings-Bedrohungen überleben werden! ;-)
Ich finde, es hilft schon etwas, wenn sich die eigene Perspektive dahingehend verschiebt, dass man nicht mehr nur denkt "mein Kind ist so viel anstrengender als andere Kinder", sondern vielmehr auch denken kann "ich habe ein besonders starkes und überlebenswilliges Kind ausgebrütet, dem nichts so schnell passieren wird".

Mehr Schlaf hast Du dadurch natürlich noch nicht.
Dazu zwei Fragen/Vorschläge:
verständlcher Weise möchtest Du nicht ständig zwei Stunden mit dem Kind im Arm auf dem Sofa herumsitzen ... man hat ja auch nicht immer Zeit dazu.
Aber an den Tagen, an denen es geht, bzw. wenn die Nacht besonders kurz war: wie wäre es denn dann, sich halt einfach tagsüber zwei Stunden mit dem Kind im Arm selbst ins Bett zu legen und so zumindest schon mal auftanken zu können, indem man selbst mitschläft? Ginge das? Wären ja quasi zwei Fliegen mit einer Klappe ;-)
Und wie wäre als Versuch, wenn Du Dein Kind beim nächtlichen Schlafen nicht direkt bei Euch im Bett hast, sondern in einem an Euer Bett angestellten Bett (also quasi gleiches Prinzip wie Babybay, nur größer), sodass zumindest Deine Bewegungen etc. sich nicht so direkt auf Dein Kind überträgen, Du selbst aber nicht größeren Aufwand beim Stillen hast als bislang, also nicht extra aufstehen musst? Könnte das helfen?

Generell noch zum Thema "bei meinem Mann geht es mit dem Einschlafen, bei mir aber nur mit Stillen":
Die Erfahrung kenne ich von ganz, ganz vielen Frauen, und bei uns ist es auch so.
Meine Tochter geht in die Krippe, da schläft sie problemlos mittags "alleine" ein, aber sobald ich verfügbar bin, geht es nur mit Einschlafstillen (oder eben auf demRücken tragen).
Mir hat es damals sehr geholfen, als ich gelesen habe, dass das bei vielen anderen Müttern genauso ist, und dass ein Dagegenankämpfen oder "Umpolenwollen" sowieso nichts bringt.
Statt dessen habe ich mir möglichst viele Alternativen, Erleichterungen und Zusatzoptionen zusammengebastelt. Das hat bei uns letztlich am besten funktioniert.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Dich bald besser fühlen kannst!

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:45
von Prisemuth
Ja, verstehe ich, aber so geht es ja auch nicht :wink:
Mein Sohn braucht den Nulli auch nur noch nachts zum wieder einschlafen, ich denke, das ist ok :) Nach ein paar Minuten spuckt er ihn dann auch aus. Und mir gehts gut damit, ich brauche dazu noch nicht mal richtig wach werden :lol:

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:58
von LieschenMueller
Zu früh gefreut. Sie ist wieder wach und hängt an der Brust :/

Dieses akzeptieren und Kind verstehen hat mir immer sehr geholfen in schwierigen Zeiten. Aber das ich jetzt so verzweifelt bin liegt an dem Schlafmangel. Ich habe noch 2 weitere Kinder und arbeite seit Anfang des Monats wieder halbtags und dann dieser Schlafmangel.
Ich habe sonst immer alles so hingenommen wie es kam, so akzeptiert und mich damit arrangiert. Aber so langsam - bitte nicht falsch verstehen - hätte ich gerne ein bisschen mehr "Freiraum" für mich. Durch das Dauernuckeln Tag und Nacht fühle ich mich eingeengt und erschöpft.
Wir haben einen Babybalkon, darin schläft sie aber nicht.... Wollte sie noch nie. Auch das habe ich akzeptiert. :)

Ich liebe das Stillen, aber so langsam würde ich gerne weniger stillen...

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 09:59
von mirahh
:wink: In dem Alter noch an den Schnuller gewöhnen? Wenn die Nächte ganz heftig sind,überlege ich das auch - obwohl ich Schnuller nicht gut finde.... Aber ich wüsste gar nicht WIE, weil er an nichts nuckelt (außer an mir....)

Re: Nächtliches Nuckeln abgewöhnen

Verfasst: 21.01.2013, 15:45
von canelle
Wir hatten vor etwa 2 Wochen das selbe Problem. Mausi ist ein totaler Nuckeljunkie. Sie ist damals nachts alle 30 min aufgewacht und wollte nuckeln. Mich hat das total fertig gemacht. Ich hab sie dann zwar angelegt und bin auch wieder eingeschlafen aber nach 2h mit Schmerzen im Rücken wieder aufgewacht und Mausi hatte sich immernoch "festgesaugt". Ich kann verstehen, dass Dich das völlig fertig macht. Wie du es allerdings seit 2 Monaten aushältst, kann ich nicht begreifen. Ich war nach ein paar Tagen bereits fix und fertig. Mausi nahm auch weder Schnuller noch ging abdocken oder irgendeine andere Art sie zu beruhigen...
Die Sache mit dem Kind verstehen und akzeptieren ist ja schön und gut, aber ab einem gewissen Punkt, ist man einfach so alle, da ist es einem egal ob das Kind das jetzt braucht. Mir kam es manchmal vor, als ob ein kleiner Parasit mir alle Kraft aussaugt! Ja und dann hatte ich ein schlechtes Gewissen für so böse Gedanken und mir ging es noch schlechter. Oh, Mann ich kann dich so gut verstehen!
Gerettet hat uns letztendlich die Federwiege. Darin schläft sie jetzt auch nachts. Ich stille sie abends noch im Bett, dann leg ich sie in die Federwiege und schunkel sie in den Schlaf. DIe ersten Nächte hat mein Mann sie geschunkelt, wenn sie aufgewacht ist. Bei ihm ist sie dann nach etwa 10 min weinen und meckern wieder eingeschlafen. Bei mir hat es am Anfang nicht geklappt. Aber nach 3-4 Tagen hat sie gemerkt, dass sie keine BW zur Beruhigung braucht. Jetzt schläft sie von 20:30 bis etwa 03:00 durch. Gegen 03:00 still ich sie ca. eine halbe STunde, leg sie wieder in die wiege und dann schläft sie wieder bis etwa um 07:00.Wenn sie zwischendurch aufwacht schunkel ich kurz und sie schläft wieder ein. Ein Segen diese Federwiege!
Zuerst hatte ich so meine Bedenken sie die ganze Nacht darin schlafen zu lassen. Aber mittlerweile sind mir einige STunden Shclaf am Stück für sie und mich wichtiger als unsere westlichen Vorstellungen von einem Kind das im Bett schlafen muss. Schließlich schlafen in anderen Kulturen die kinder auch in der Hängematte. Wie ich sie später mal ans Bett gewöhne ist eine andere Frage, aber die hat noch Zeit ;-)

Warum sie übrigens damals so schlechte Nächte hatte, weiß ich nicht. Vielleicht hing es mit dem Zahnen zusammen, vielleicht auch mit der Erkältung die sie damals hatte. Ist mir aber auch egal, ich hoffe einfach dass diese gute Phase im Moment recht lange anhält!

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und dass ihr eine Lösung findet, die Euch Entlastung schafft!

Viele Grüße
Canelle