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Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 26.12.2012, 21:29
von blueberry
Ah, da ist Julia ja schon! Entschuldigung fürs "Dazwischenfunken" - ich wusste nicht, wann sich jemand melden würde...

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 26.12.2012, 21:31
von jusl
Kein Problem, vielen Dank für die Links. :D

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 26.12.2012, 21:32
von blueberry
Bitte, gern geschehen :D

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 26.12.2012, 21:40
von Lucccy
sonne2908 hat geschrieben:Beim Pumpen kommen jetzt morgens und abends je nur noch 20ml. Besser als nichts... oft er Pumpen schaffe ich tagsüber leider nicht wirklich, weil mein Baby beschäftigt werden will.
Hast Du vielleicht öfter ne Chance zu pumpen? Hält Dein Baby Mittagsschlaf? Kannst Du abends eventuell zweimal pumpen z.B. wenn der Papa nach Hause kommt und dann später nochmal?
Pumpst Du die 20ml ab oder pumpst Du eine feste Zeit (x Minuten)?

Gruß Lucccy

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 27.12.2012, 10:24
von sonne2908
Hallo,

so viele super Beiträge. Vielen vielen Dank. Ich pumpe eine Stunde. Meist sind es dann nur 20ml insgesamt:'( Das mit dem Trinklernbecher hat heute morgen nicht wirklich geklappt. Sie hat sich nur verschluckt und sich dann vom Becher weggedreht und geschrien. Dafür hat sie aber zwei Züge aus der Brust genommen. Jedoch hat sie dabei etwas gewürgt. Nun pumpe ich ab und mein Mann gibt ihr die Flasche. Er hat Urlaub:-) Zu meinen besten Zeiten habe ich 100ml abgepumt und sie hat eine Mahlzeiten am Tag nur Mumi bekommen. Also die Milchproduktion sollte bei Anregung funktionieren, denke ich zumindest. Habe mir jetzt Brusthütchen bestellt.

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 27.12.2012, 11:19
von blueberry
[Wie becherst Du denn? Es sollte idealerweise so aussehen:

Das Baby auf dem Schoß gut abgestützt so halten, dass es NICHT liegt sondern aufrecht ist (auch Erwachsene würden sich verschlucken, wenn sie im Liegen aus einem Becher trinken). Gegen fuchtelnde Ärmchen kann man eine Mullwindel/Handtuch um den Oberkörper wickeln (bei einem 5 Monate alten Baby aber vielleicht auch schon nicht mehr :wink: ).
Nun zum Bechern ansich: (Mit dem Wort "Trinklernbecher, das Du verwendest, kann ich mir immernoch nicht so richtig was vorstellen - ist das ein Becher mit einem Aufsatz irgendeiner Art? Zum Bechern sollten einfache kleine Becher zum Einsatz kommen, die wie ein Glas für Erwachsene aussehen, nur kleiner).
Eierbecherchen/Schnapsglas/kleinen Becher so halten, dass er in den Mundwinkeln liegt. Dann den Becher so neigen, dass das Baby - wie ein Kätzchen - die Milch mit der Zunge selbständig aus dem Becher herausschlecken kann. NICHT die Milch in den Mund des Babys kippen! Das führt zu Verschlucken und ist so auch nicht gedacht, das Baby soll die Menge selbst regulieren können.
]

Wenn ich Julia richtig verstanden habe, ist Bechern aber auch gar nicht Teil Eures Planes, sondern es geht nun als erstes darum, Dein Kind an verschiedenen Flaschensaugern unterschiedlicher Hersteller saugen zu lassen:
jusl hat geschrieben:
Gibt es einen Weg zurück zur Brust? Wie kann ich sie wieder zum Saugen an der Brust bringen?

Dafür gibt es ein klassisches Umgewöhnungsprogramm, mit dem ich für gewöhnlich arbeite und immmer sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es funktioniert mit kleinen Lernschritten, die im Wesentlichen so aussehen:
1. ein oder zwei Saugerwechsel, damit sich das Baby an ein neues Mundgefühl gewöhnt (welche Saugermarke ist praktisch wurscht)
2. Flaschefüttern in Stillposition
3. Nutzen des Flaschensaugers als Brusthütchen
4. Wechsel auf ein richtiges Brusthütchen
5. Abgewöhung des Brusthütchens.

Die Schritte 3. - 5. werden mit dem Brusternährungsset begleitet, einem Stillhilfsmittel, das das Zufüttern WÄHREND des Stillens erlaubt.
Es gibt keine zeitlichen Vorgaben, wie lange jeder dieser Lernschritte dauert - das können 2 Stunden oder 2 Wochen sein. Man richtet sich da komplett nach dem Tempo des Kindes. Die Lernschritte sind nicht festzementiert, manchmal wählt man einen leicht veränderten Ablauf; das hängt von der individuellen Sitation ab, d.h. vor allem mit der Frage, womit das Baby die größten Schwierigkeiten hat. Hier gibt es eine empfehlenswerte, kostengünstige Broschüre mit dem Titel "Umgewöhnung von der Flasche zur Brust", in der diese Schritte bebildert beschrieben werden.
Ganz wichtig wäre, dass Du noch die ausstehenden Informationen nachlieferst, vor allem wie oft am Tag Dein Kind wieviel Milch bekommt etc. Diese Daten brauchen die Stillberaterinnen hier unerlässlicherweise für die Beratung. Mit einzelnen kleinen Puzzlestückchen wie diesen:
sonne2908 hat geschrieben: Zu meinen besten Zeiten habe ich 100ml abgepumt und sie hat eine Mahlzeiten am Tag nur Mumi bekommen.
...aus dem man jetzt evtl. ableiten könnte, dass Dein Kind pro Mahlzeit 100ml trinkt (??), könnte hier höchstens Detektivarbeit geleistet werden. Die systematischen Infos sind da unerlässlich. (Die Links zum Thread "wie funktioniert Stillberatung hier im SuT" findest Du oben im Board angepinnt und auch hier im Thread mehrfach verlinkt).

Zum Pumpen findest Du übrigens in der Linksammlung auch hilfreiche Hinweise - es klingt bei Dir so (20ml in einer Stunde) als ob es Dir momentan einfach nicht gelingt, den Milchspendereflex durch die Pumpe auszulösen - das ist ein gar nicht so seltenes Problem und geht vielen Müttern so. Mit entsprechenden Tipps kann man das wieder hinbekommen (siehe Linksammlung).

Alles Gute Euch :D

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 27.12.2012, 11:22
von blueberry
blueberry hat geschrieben:Zum Pumpen findest Du übrigens in der Linksammlung auch hilfreiche Hinweise - es klingt bei Dir so (20ml in einer Stunde) als ob es Dir momentan einfach nicht gelingt, den Milchspendereflex durch die Pumpe auszulösen - das ist ein gar nicht so seltenes Problem und geht vielen Müttern so. Mit entsprechenden Tipps kann man das wieder hinbekommen (siehe Linksammlung).
Hier noch der konkrete Link:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... s+abpumpen

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 27.12.2012, 14:01
von sonne2908
Pia-Sophie trinkt je Mahlzeit ca. 150ml. 8-10 Mahlzeiten pro Tag. Davon bekommt sie nur 40ml Mumi. Außerdem bekommt sie mittags etwas Brei. Damit sind wir letzte Woche angefangen. Ihr Saugbedürfnis ist hoch, aber sie benutzt ihre Hände Schnuller mag sie nicht, obwohl auch von Avent. Wenn sie an der Brust saugt, kommt auch Milch, denn ihr Mund ist voll und sie schluckt. Ich versteh nicht, warum sie nach zwei Zügen aufhört und nicht weiter macht. Die Brust stimuliere ich vor dem Anlegen, damit sie es leichter hat. Die Pre Flasche bekommt sie auf dem Stillkissen in Stillposition. Es ist so frustrierend, gleich wieder Geschrei zu haben, wenn sie an der Brust ist. Meine Hebamme meinte, dass ich mich damit Abfinden muss. So wie meine Planung für die Geburt nicht geklappt hat, könne man das Stillen auch nicht Erzwingen. Die Flasche würde doch jetzt super funktionieren und damit soll ich mich zufrieden geben. Meine Tochter hat jeden Tag ihres Lebens Mumi bekommen. Ich habe auf der Intensivstation gepumpt und gepumt wie ein Löwe und jetzt soll ich das komplette Abstillen hinnehmen? Ich kann das nicht. Deshalb hoffe ich, mit Euch finde ich einen Weg:-)

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 27.12.2012, 17:41
von jusl
Hallo,

schön dass es Du es mit der Relaktation versuchen willst. Empfehlenswert dafür sind folgende Anschaffungen:

* 1 oder 2 andere Flaschensauger (egal welche, können natürlich auch geliehen sein)
* ein Brusternährungsset (notwendig)
* die verlinkte Broschüre "Stillen mit dem Brusternährungsset (dringend empfohlen)
* die verlinkte Broschüre "Umgewöhnung von der Flasche zur Brust" (falls Du gerne zuhause was in Papier zu dem Thema haben möchtest)
* Brusthütchen (möglicherweise verzichtbar, wird man sehen)
Ich versteh nicht, warum sie nach zwei Zügen aufhört und nicht weiter macht.[...]Es ist so frustrierend, gleich wieder Geschrei zu haben, wenn sie an der Brust ist.
Ich rate davon ab, es weiterhin "einfach so" mit dem Anlegen zu probieren. Es bringt nichts hinsichtlich der Milchbildung oder positiven Prägung des Babys, sondern bringt nur Frust und Geschrei. Das Risiko dabei ist, dass Pia-Sophie auf diese Weise NEGATIV auf die Brust geprägt wird, das wäre sehr ungünstig. Deshalb: ab jetzt lieber nicht mehr, sondern kleinschrittig umgewöhnen.
Meine Hebamme meinte, dass ich mich damit Abfinden muss.
Das darf als Hinweis darauf gewertet werden, dass Deine Hebamme keinerlei Erfahrung mit Relaktation hat. Ist OK, aber Deine Hebamme ist damit bei Relaktationswunsch definitiv nicht der richtige Ansprechpartner.
Ihr Saugbedürfnis ist hoch, aber sie benutzt ihre Hände Schnuller mag sie nicht, obwohl auch von Avent.
Das hört sich schon mal gut an. ;-)
Pia-Sophie trinkt je Mahlzeit ca. 150ml. 8-10 Mahlzeiten pro Tag.
Echt, durchschnittlich 8-10 mal 150 ml?? Das wären 1200 bis 1500 ml täglich - ECHT VIEL. Die meisten (Still-)Babys trinken ganz erheblich weniger (Quelle). Also entweder verwertet Pia-Sophie die viele PRE nicht gut und trinkt deshalb so viel, oder es ist in echt doch weniger... könntest Du das in den nächsten 2 Tagen noch mal spaßeshalber genauer protokollieren, falls Du Dir mit den Trinkmengen nicht ganz sicher bist? Muss nicht auf den Milliliter genau sein, aber so grob halt. Und könntest Du bitte mal alle Gewichtsdaten posten, die Du hast?
Ich pumpe eine Stunde. Meist sind es dann nur 20ml insgesamt:
Eine Stunde ist viel zu lang. ;-) Zwei mal pro Tag eine Stunde bringt praktisch nichts!!.. Diese 120 Minuten Pumpzeit könntest Du viiiel sinnvoller nutzen, in dem Du MEHRMALS TÄGLICH erheblich KÜRZER pumpst. Beispielsweise: 8 mal täglich, für jeweils 15 Minuten. Dauert in der Summe exakt genauso lang, aber mit 8 mal Pumpen hast Du eine realistische Chance, die Milchmenge ganz erheblich zu steigern.
Hast Du mal über medikamentöse Unterstützung nachgedacht? Die meisten relaktierenden Mütter sind darauf angewiesen. Benötigst Du dazu weitergehende Info?

Ich schlage folgendes vor:

* Lies die verlinkten Themen, und gib bitte kurz Rückmeldung, wenn Du das getan hast.
* Besorg Dir die oben angegebenen Dinge aus der Anschaffungsliste, und gib bitte kurz Rückmeldung, wenn das erledigt ist.
* Reiche bitte die Infos zu Gewichtsentwicklung (und ggf. genaueren Trinkmengen) nach.
* Gib Bescheid, wenn Du wirklich konkret loslegen möchtest. Tag 1 sieht wie gesagt vor, den Flaschensauger zu wechseln. Das Baby soll damit lernen "fühlt sich anders an als sonst, ist aber nicht schlimm, ich werde trotzdem gut satt". Und dann sehen wir weiter und planen Schritt 2.

Was meinst Du dazu?

LG
Julia

Re: wie zurück von Flasche an die Brust?

Verfasst: 28.12.2012, 10:58
von sonne2908
Hallo,
die Links habe ich mir durchgelesen. Dinge aus der Anschaffungsliste sind bis auf den Teil Brusternährungsset bestellt. Wir haben neben der Magensonde im KH damit gearbeitet, hat aber gar nicht gut funktioniert, so dass wir dies ziemlich schnell wieder gelassen haben. Mein Pumpen verkürze ich heute auf 15 Minuten je Seite /am Anfang wird dann sehr wenig Mumi zum Füttern vorhanden sein, aber der langfristige Erfolg zählt. Heute Morgen hat sie keine Brust genommen, aber auch nicht geweint, sondern mich nur mit großen Augen angesehen. Erste Fütterung heute mit NUK Flasche. Da hat sie kurz gezögert, dann aber 50ml getrunken. Weniger als sonst, aber immerhin.


Geburtsgewicht 19.07. 2.280g
22.07. 2.115
29.07. 2.020
01.08. 2.406
14.08. 2.994
22.10. 5.190
17.12. 6.515

Ich werde die Trinkmengen dann heute genau aufschreiben.