So, jetzt komme ich endlich zum In-Ruhe-Antworten - danke 4tiere auch fürs Nachfragen!
Also dann versuch ich mal der Reihe nach meine Gedanken zu Euren Gedanken zu formulieren:
Danke Viveca für Deine unterstützenden Worte! Ich glaube, mir rutscht in den Diskussionen mit meinem Mann immer wieder weg, dass ich da schon hinschaue, wie sich das Stillen verändert und was die Bedürfnisse unserer Tochter und von mir sind. Irgendwie fühle ich mich schnell in die Ecke gedrängt (meine schwache Stelle) und dann wird seine Kritik gleich ganz absolut, weil ich dicht mache. Da muss ich eindeutig an mir arbeiten. In das Handbuch werde ich dann mal schauen, ich hab auch gedacht, dass das "Wir stillen noch" zu sehr pro-Stillen ist, um wirklich eine Diskussionsgrundlage für uns zu bilden.
Lucccy, ich fand Deine Gedanken gar nicht wirr, ganz im Gegenteil. - Vielleicht, weil sie auch meine Sorge aufgreifen, also dass ich mich natürlich schon auch frage, was ich mache, wenn Töchterchen immer weiter trinken will. Aber eigentlich denke ich schon, dass das irgendwann aufhört. Ganz lange musste ich ja auch immer präsent sein (und war es auch, weil es so für alle stimmig war), seit einer guten Weile ist es jetzt so, dass ich sofort abgemeldet bin, sobald hier Freunde oder Familie auftauchen (off-topic - Besuch kann sooooooooooo entspannend sein!). Das ist, denke ich, eine gute Parallele, die ich bei der nächsten Diskussion anführen kann. Und auch die Beikosteinführung haben wir genauso gehandhabt, also geschaut, wann Töchterchen wollte.
Danke Honigtopf, dass Du auch meinen Mann verstehst (denn das tue ich schon auch, wenn ich mich nicht gerade angegriffen fühle) und Deine vermittelnden Worte. Ich befürchte, Renz-Polster ist zu evolutionsbiologisch für unseren Hintergrund (wir sind beide Psychologen und das ist so gar nicht unsere Richtung - bitte korrigiere mich, wenn die Bücher weniger dogmatisch sind, als bei mir das Wort Evolutionsbiologie an Assoziationen auslöst!). Trotzdem danke für die Empfehlung.
4tiere, den Beruf hab ich ja grad schon genannt - und was er von besagtem Patienten berichtet ist leider wirklich KEIN Vorurteil, sondern traurige Realität. Insofern kann ich ihm da folgen, nur, und damit hast Du recht, es lässt sich eben nciht 1:1 auf unsere Situation übertragen. Ich denke, dass ich das das nächste Mal einfach deutlich so benennen muss, wenn das Thema wird. Dein Vorschlag, nicht sofort auf seine Argumente zu antworten, sondern erstmal zu überlegen (und ggf. hier zusammen mit Euch - danke für das Angebot) ist super. Und das "Alle Lust will Ewigkeit" ist der psychoanalytischen Theorie geschuldet - und der kann ich sonst schon auch folgen, das ist ja grad mein Dilemma mit dem Stillen bzw. Von-Selbst-Abstillen. Aber wenn man das Bedürfnis nach Unabhängigkeit des Kindes mitdenkt, das ihr ja auch betont habt, kann da vielleicht doch ein Schuh draus werden. Da muss ich nochmal nachdenken.
Danke Schneekugel, dass Du geteilt hast, dass Abstillen nicht ganz so fern des 2. GEburtstages funktionieren kann! Und den - für mich wichtigen - Hinweis, irgendwann das Stillen nicht mehr aktiv selbst anzubieten, das habe ich vielleicht doch noch zu oft gemacht, also routinemäßig z. B. vorm Losgehen danach gefragt, aus der Erfahrung heraus, dass es Töchterchen sonst unterwegs nach 5 Minuten einfällt, aber da ist sie mittlerweile wirklcih groß genug zu verstehen, dass das dann eben nicht mehr geht. Das mache ich jetzt übrigens und es funktioniert super!
08und11, ich hab sehr gelacht über die Gummibärchen! Das könnte auch von meiner Tochter kommen, so ne Spitzfindigkeit! Schön zu wissen, dass es anderen ähnlich geht. Töchterchen ruft hier übrigens nicht "Milch", sondern "Brust" und das ist z. B. in einer vollen S-Bahn mit einem sonst fröhlich plapperndem Kleinkind nicht mehr so lustig

Aber es funktioniert mittlerweile eben auch gut, dann ganz klar zu sagen, zu Hause, und dann ist das Thema gegessen (und das, obwohl sie sonst große Wutanfälle hinlegen kann mittlerweile!).Aber ich vermute, dass sie da schon auch merkt, dass da dann ganz schnell sofort Schluss wäre mit Stillen, wenn wir solche Kämpfe in der Öffentlichkeit hätten. Ist für mich eben immer auch noch - neben der Milch - meine Brust und das ist, wie ich finde, ein intimer Körperteil.
Danke Julia fürs Korrigieren - ich meinte natürlich das Ü2-Forum. Aber, wie ich gemerkt habe, bekomme ich ja auch im "normalen" Forum viele wichtige Denkanstöße, habe nur die Einleitung für mich gebraucht, weil viele der sonstigen Themen ja um eher früheres Stillen gehen und ich so damals uach zu Euch gefunden habe, weil wir einen komplizierten Stillstart hatten und da war hier zu lesen sehr wohltuend - und so ist das Forum bei mir innerlich wohl ncoh abgespeichert!
Allen nochmals vielen Dank fürs Lesen und MItdenken - und jetzt bin ich mal gespannt, was Euch noch einfällt oder ihr von euren Erfahrungen mitteilen mögt.