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Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 12.12.2012, 22:02
von Läuferin
Ich verstehe dich sooo gut! Mir steht morgen eine Untersuchung mit einem anderen Kontrastmittel bevor, nämlich MRT. Ich habe mich schon hier im Forum schlau gemacht, und auch wenn 12 Stunden wahrscheinlich reichen würden, möchte ich doch die 24 Stunden Stillpause, die mir der dortige Arzt empfohlen hat, einhalten.
Na ja ich bin ja nicht so wahnsinnig schlecht dran, denn der Herze ist ja schon groß und kann kräftig essen, er nimmt die Flasche und darf auch schon Vollmilch trinken. Trotzdem gibt es für ihn nix Besseres als die gute Milli von Mama, und ich hab schon so Angst vor der Nacht!!! In der Nacht ist es doch so schön an Mamas Busen zu nuckeln und dann gemütlich weiterzuschlafen.
Unter Tags ist es gar kein Problem, da bin ich mir sicher dass wir das schaffen. Aber die Nacht, oh Gott.
Ich hab die letzten Tage die Gefriertruhe mal vollgemacht mit Milli, keine Ahnung wieviel so ein Herze mit fast 14 Monaten noch an Milli trinkt aber es dürfte genug in der Truhe sein und wenn es wirklich nicht reichen sollte, muss er die letzten Stunden mit Kuhmilch überstehen. Aber ich habe es schon mal probiert vor ein paar Tagen mit der Flasche abgepumpter Milch, die ersten beiden Male aufwachen hat er ohne Protest aus der Flasche getrunken aber das dritte Mal, es war erst 1 Uhr morgens, oh je!
Er hat mir gleich die Flasche ins Gesicht gepfeffert und den Schnuller hinterhergeschmissen. Dann hat er sich seinen Busi genommen und genüsslich genuckelt und war sofort wieder eingeschlafen. Hmpf.
Hoffentlich hat er nur gemerkt dass es noch nicht ernst ist und ich nur so tue als ob, und morgen Nacht läuft es dann alles viel besser *zitter*.
Ich habe schon richtig Angst vor dieser Nacht. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, meinem Sohn in der Nacht die Brust zu verweigern.
Gut dass ich den Herzepapa noch im Nebenzimmer schnarchen habe, dort kann ich dann den Herze (oder mich?) hinverfrachten wenns gar nimmer geht. Zitter.
Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 12.12.2012, 22:24
von 4tiere
Schön, dass du deinen Geburtstag doch noch ein bisschen geniessen konntest! Und dass die Untersuchung verschoben werden kann!
Zwetschgle hat geschrieben:... rät aber, wenn ich die Szinit nicht vornehmen lasse, dann mit Medikamenten weiter zu verfahren. Das ist natürlich mit dem Stillen auch so eine Sache.
Aber auf jeden Fall werde ich versuchen ein wenig Zeit zu gewinnen, damit meine Kleine sich mehr und mehr an die Flasche gewöhnt. So von jetzt auf gleich ist das einfach ein Ding der Unmöglichkeit!

)
Ich glaube nicht, dass du deine Tochter an die Flasche gewöhnen musst, die medikamentöse Behandlung der Schilddrüse ist auch stillend möglich. Lies doch mal meine Links, da berichten andere Frauen hier aus dem Forum davon. Und wenn du dann weisst, postest du es hier und Mondenkind wird dir als Ärztin schon sagen können, ob du das nehmen kannst. Oder du wendest dich direkt per PN an sie.
Re: AW: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchun
Verfasst: 13.12.2012, 00:55
von Katha
honigtopf2010 hat geschrieben:Also erst mal sortieren:
Ich halte es für keine gute Lösung, eine notwendige Untersuchung aufzuschieben, wenn letztlich nur eine vertretbare Stillpause eingelegt werden muss.
Möchte nur kurz da unterschreiben. Ich hab nur gleichzeitig auch die Erfahrung gemacht, das manche HA andere Sachen medizinisch notwendig fanden wie manche FA. Einfach warten würde ich auch nicht, sondern das besprechen.

Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 13.12.2012, 08:52
von 4tiere
Läuferin hat geschrieben:Ich habe mich schon hier im Forum schlau gemacht, und auch wenn 12 Stunden wahrscheinlich reichen würden, möchte ich doch die 24 Stunden Stillpause, die mir der dortige Arzt empfohlen hat, einhalten.
Ich lese es erst jetzt und natürlich kannst du das machen, was du für richtig hälst. Ich möchte dir aber mal spiegeln, was bei mir ankommt, wenn ich sowas lese und was ich daraus folgern würde, wenn ich unsicher wäre.
"schon im Forum" suggeriert mir, dass es zwar ganz interessant war, zu hören was hier gesagt wurde aber ... "der dortige Arzt" hat recht. Und als eventuell unsichere Mutter wäre ich noch unsicherer! Wer hat denn nun recht?
Verstehst du? Warum hier fragen und dann doch nicht die Kompetenz anzuerkennen, die Mondenkind als Ärztin hat, die sich mit dem Thema Stillen, Schwangerschaft und Medikamente durchweg beschäftigt, als ein Arzt, der nur alle Jubeljahre mal mit dem Thema konfrontiert wird und eventuell auch nicht bei embryotox nachfragt.
Solche Formulierung sind daher äusserst kontraproduktiv und helfen gar nicht.
(Ich versuche in solchen Situationen immer zu schauen, was ich erreichen will bzw. was dann mein Ziel ist und ementsprechend versuche ich zu posten. Klappt offt, aber nicht immer.

)
Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 13.12.2012, 16:26
von Zwetschgle
Nochmals vielen Dank für die vielen Anregungen!
Auf jeden Fall war es eine gute Entscheidung, erst einmal ein wenig durch zu schnaufen und Zeit zu gewinnen, sich an die Situation zu gewöhnen.
Die Szinti wurde nun auf 6 Wochen verschoben, bis dahin rät mit der Internist, Thiamazol 10mg täglich einzunehmen. Aufgrund der Werte ist es eher ersichtlich, dass dies notwendig ist. Würde ich nicht stillen, würde ich 40mg täglich benötigen. Da das Mittel jedoch in die Muttermilch übergeht - und auch Einfluss auf die Funktion von meiner Tochter haben könnte - nämlich dass sie eine Unterfunktion bekommen könnte. Das möchte ich natürlich auf keinen Fall - ich NOrmalwerte und meine kleine Maus Unterfunktion.
Mir meiner Hausärztin - auch Homöopathin - habe ich auch schon Kontakt aufgenommen - vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit hier alternativ einzusteigen, da ich darauf wirklich gut anspreche.
Mit Flasche und Pre Nahrung versuchen wir es auf jeden FAll weiter - leider funktioniert das Abpumpen mit der Handpumpe bei mir gar nicht - verkrampf mich zu sehr - aber ich versuchs weiter. Töglich wird ein wenig mit der Flasche herumgespielt - ich möcht sie nicht drängen. Auch mit Brei hab ich heruntergeschraubt - bzw. noch ganz in den HIntergrund gerückt - da zuviel ja auch nicht gut sein soll! Zuerst mal die Flasche mit der Pre Nahrung, und dann sehen wir weiter. Ich hoffe, das ist in 6 Wochen machbar.
Läuferin - auch bei mir ist die Nacht ein großes Problem - ohne Brust geht hier gar nichts - obwohl ich gestehen muss, dass ich noch nie versucht habe, mal eine andere Möglichkeit zu finden. ES hat sich so eingespielt und es geht allen gut damit.
Was gibt es denn da für andere Erfahrungen beim schlafen gehen und weiter schlafen - auch ohne Brust? Wie kann ich meiner Maus etwas anderes zeigen - ohne großes Schreien?
Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 13.12.2012, 16:59
von 4tiere
Zwetschgle hat geschrieben:Die Szinti wurde nun auf 6 Wochen verschoben,
Das ist doch schön, so hast du Luft, um genau zu gucken, wie du vorgehen wirst.
Zwetschgle hat geschrieben:bis dahin rät mit der Internist, Thiamazol 10mg täglich einzunehmen. Aufgrund der Werte ist es eher ersichtlich, dass dies notwendig ist. Würde ich nicht stillen, würde ich 40mg täglich benötigen. Da das Mittel jedoch in die Muttermilch übergeht - und auch Einfluss auf die Funktion von meiner Tochter haben könnte - nämlich dass sie eine Unterfunktion bekommen könnte. Das möchte ich natürlich auf keinen Fall - ich NOrmalwerte und meine kleine Maus Unterfunktion.
Dann drücke ich mal die Daumen, dass es genug ist!
Und hast du mal bei embryotox.de geguckt, dort steht, dass höhere Dosierungen mit Überprüfungen möglich seien.
Zwetschgle hat geschrieben:Mit Flasche und Pre Nahrung versuchen wir es auf jeden FAll weiter - leider funktioniert das Abpumpen mit der Handpumpe bei mir gar nicht - verkrampf mich zu sehr - aber ich versuchs weiter. Töglich wird ein wenig mit der Flasche herumgespielt - ich möcht sie nicht drängen. Auch mit Brei hab ich heruntergeschraubt - bzw. noch ganz in den HIntergrund gerückt - da zuviel ja auch nicht gut sein soll! Zuerst mal die Flasche mit der Pre Nahrung, und dann sehen wir weiter. Ich hoffe, das ist in 6 Wochen machbar.
Das musst du doch gar nicht!!!! Es stillfreundliche
Zufüttermethoden, lies dir das mal durch!
Denn Flasche bedeutet immer die Gefahr der Saugverwirrung und kann zu einem vorzeitigen Abstillen führen.
Zwetschgle hat geschrieben:Läuferin - auch bei mir ist die Nacht ein großes Problem - ohne Brust geht hier gar nichts - obwohl ich gestehen muss, dass ich noch nie versucht habe, mal eine andere Möglichkeit zu finden. ES hat sich so eingespielt und es geht allen gut damit.
Auch hier gibt es Lösungen! Morgens die Szinti ggf. Stillpause tagsüber mit eben den oben genannten Methoden überbrücken und abends (und nachts) dann wie gewohnt wieder stillen.
Dazu habe ich übrigens in der Linksammlung Stillwissen
das hier gefunden.
Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 13.12.2012, 19:44
von Zwetschgle
Noch eine Frage dazu, keine Flasche zu geben wegen einer möglichen Saugverwirrung.
Unsere Hebamme in der amublanten Betreuung zu Hause hat uns geraten, sogar früher mal mit Flasche zu füttern, damit sie sich daran gewöhnt. Es wird ja auch an der Flasche gesogen und Schnuller sind ja auch ähnlich?
Hab mir jetzt mal die stillfreundlichen Zufütterungsmethoden angesehen - einzig die Pinpette kommt da für mich in Frage, da ich das sowieso hier habe - und daran kann sie ja auch nicht saugen - für mich schon irgendwie etwas, was ihr auch gut tut und sie beruhigt.
Außerdem kann ich mir ganz schwer vorstellen, wie sie das an der Brust saugen überhaupt noch "verlernen" kann
Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 13.12.2012, 20:08
von AnnaKatharina
Zwetschgle hat geschrieben:
Außerdem kann ich mir ganz schwer vorstellen, wie sie das an der Brust saugen überhaupt noch "verlernen" kann
Klar ist eine Saugverwirrung in den ersten Tagen sicher häufiger, aber sie kann eben
jederzeit auftreten. Meine Tochter hat mit knapp 6 Monaten zum ersten Mal einen Schnuller bekommen, und ich habe eine deutliche Veränderung im Stillverhalten gemerkt. So schön und völlig schmerzfrei wie vorher wurde Stillen
nie wieder!
Es hat unsere Stillbeziehung nicht so nachhaltig gestört, dass ich an's Abstillen gedacht hätte, aber es war eben ganz deutlich spürbar.
Es geht bei euch jetzt doch nur um einen kurzzeitige Stillpause - warum nicht Becher oder Softcup?
Grüße,
Anna-Katharina
Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 13.12.2012, 21:11
von jusl
Zwetschgle hat geschrieben:Noch eine Frage dazu, keine Flasche zu geben wegen einer möglichen Saugverwirrung.
Unsere Hebamme in der amublanten Betreuung zu Hause hat uns geraten, sogar früher mal mit Flasche zu füttern, damit sie sich daran gewöhnt. Es wird ja auch an der Flasche gesogen und Schnuller sind ja auch ähnlich?
Hab mir jetzt mal die stillfreundlichen Zufütterungsmethoden angesehen - einzig die Pinpette kommt da für mich in Frage, da ich das sowieso hier habe - und daran kann sie ja auch nicht saugen - für mich schon irgendwie etwas, was ihr auch gut tut und sie beruhigt.
Außerdem kann ich mir ganz schwer vorstellen, wie sie das an der Brust saugen überhaupt noch "verlernen" kann
Hallo Zwetschgle,
natürlich darf man Säuglingen nicht dauerhaft das Saugen vorenthalten (einige Stunden sind in dem Alter aber definitiv zumutbar!), aber das Problem ist, dass Brust, Flasche, Schnuller und andere künstliche Sauger UNTERSCHIEDLICHE Saugtechniken erfordern. Viele Babys kommen mit dem Wechsel nicht zu gut zurecht (das nennt man dann "Saugverwirrung" - die Schwierigkeiten können von leichten Irritationen wie Beißen, Kauen oder Verschlucken reichen bis hin zur vollständigen technischen Unfähigkeit an der Brust zu trinken, was das Stillen erstmal praktisch unmöglich macht und saugtherapeutische Behandlung erfordert). Je jünger das Baby, desto größer ist die Gefahr für das Auftreten von Saugverwirrung (deshalb ist es sinnvoll, AUF KEINEN FALL unnötig das Baby "an die Flasche zu gewöhnen"). Je älter das Baby, desto schwieriger die Therapie (deshalb ist es sinnvoll, auch nach den ersten Lebensmonaten auf unnötige künstliche Sauger zu verzichten).
Ausführliche Info dazu - zu Saugverwirrung und Behandlungsmethoden, und Erfahrungsberichte zahlreicher betroffener Mütter und Kinder - findest Du in unserer
Linksammlung Stillwissen.
LG
Julia
Re: Verzweifelt! Plötzliches Abstillen wegen Untersuchung!
Verfasst: 13.12.2012, 22:56
von 4tiere
Wenn du dir den
Threat von
Himbeerwurst anguckst, sie füttert nur mit dem Becher zu und kommt gut damit zurecht. Du kannst sie ja mal fragen wie sie damit zurecht kommt.