Hallo Paniclady,
sorry ich habe Deinen Thread irgendwie übersehen.
Also: Abstilltabletten erfordern zwar keine Stillpause, das stimmt, aber: diese zu nehmen anstatt viel näherliegende Maßnahmen, und dazu weiterhin unverändert häufig zu stillen, ist vollkommen sinnfrei. Das bringt überhaupt nichts. Wenn Du eine Überproduktion hast, dann lässt sich diese nachweislich sehr wirkungsvoll mit dem
HIER vorgestellten Verfahren in den Griff kriegen - und das im Gegensatz zu den Tabletten nebenwirkungsfrei und mit deutlich höherer Wirksamkeit! (Die Wirkung der Tabletten lässt in dem Moment nach, wenn man sie nicht mehr nimmt)
Interessant ist die Tatsache, dass der Milchstau immer ein und dieselbe Stelle betrifft. Das legt den Verdacht nahe, dass dort irgendetwas besonderes vorliegt, eine anatomische Besonderheit wie ein verengter Milchgang oder ein kleiner harmloser gutartiger Tumor, vielleicht eine vernarbte Stelle, vielleicht eine Stoßverletzung, deren Schwellung dort den Milchgang etwas abklemmt... irgendsowas. Da nützen Abstilltabletten auch GAR NIX.
Kühlen hilft grundsätzlich wegen der abschwellenden Wirkung. Wenn jedoch gar nichts zum Abschwellen da ist, z.B. weil der Milchgang anatomisch dort eben eng ist oder sowas, dann bringt das eher wenig, dann muss man nach anderen Linderungsmaßnahmen Ausschau halten. Wenn gar nichts hilft, kann diese Seite abgestillt werden, so dass eben nur noch mit der nicht betroffenen Seite gestillt wird.
Durchaus bedeutsam für Dein Beschwerdebild könnten auch diese Zeilen hier sein:
Ja ich setze mich schon auseinander und zwar dergestalt, dass ich langsam nicht mehr stillen mag. Ich hab, wie schon bei meiner Tochter damals, extrem abgenommen beim Stillen (derzeit 57 kg auf 1,76) und merke einfach, dass es mir körperlich nicht mehr gut tut. Bei ihr habe ich 20 Monate lang gestillt und erst danach wieder an Gewicht zulegen können, insofern bin ich auch recht sicher, dass das Stillen bei mir die Ursache ist.
Wenn Du nicht mehr stillen magst, warum stillst Du nicht ab? Hält Dich ein "schlechtes Gewissen" oder sowas ab?
Das ist kann ebenfalls relevant sein:
Die Gynäkologin selbst hat per US nach einem Entzündungsherd geguckt, da ist aber wohl soweit noch alles in Ordnung, auch wenn ihr das Gewebe insgesamt schon leicht entzündlich vorkam, auch von meinem Schmerzbild her.
Also, wenn einer Gyn das Gewebe "insgesamt schon leicht entzündlich" vorkommt, dann nennt man das Brustentzündung, ganz einfach!.. Brustentzündung ist schmerzhaft und zieht Folgeprobleme nach sich, wenn sie nicht richtig behandelt wird (und das ist bei Dir wahrscheinlich), nämlich durch Entzündungen zunehmend vernarbtes Gewebe, was wiederum die Anfälligkeit für Staus und weitere Entzündungen erhöht. Eben deshalb sollte eine Brustentzündung SCHNELL und KONSEQUENT (in aller Regel mit Antibiotika) behandelt werden. Bei Nichtanschlagen bzw. Fortbestand der Beschwerden wäre auch eine weitere Diagnostik ratsam, um andere Erkrankungen der Brust auszuschließen.
Ich hoffe, dass Du bald eine gute Lösung findest - eine vernünftige Behandlung Deiner Beschwerden sollte in jedem Falle erfolgen, egal ob Du beidseitig oder einseitig weiterstillen oder direkt im Anschluss an die Genesung lieber abstillen möchtest.
LG und gute Besserung
Julia