wird stillen schwer gemacht?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Schokolinchen
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von Schokolinchen »

Ja, in meinem Krankenhaus wird auch ein Stillcafe veranstaltet. Aber solange man auf Station ist, ist die Betreuung lächerlich schlecht. Beim nächsten Kind könnte ich bei manchen Dingen vielleicht die Ohren auf Durchzug schalten, aber damals war ich so unsicher und habe mich total unwohl gefühlt. Zum Glück hat es bei uns dann ab dem Zeitpunkt als ich zu Hause war keinerlei Probleme gesundheitlicher Art gegeben (Milchstau, Brustentzündung oder so), so dass ich "nur" Unsicherheiten ablegen musste.
Schokolinchen
mit dem grossen Quatschkopf (07/11) und dem kleinen Knuddel (09/14)
kuscheltiger
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von kuscheltiger »

Ich habe meine Große an einem stillfreundlichen Krankenhaus bekommen :roll:
Und mein Stillstart war eine große Katastrophe :roll: .
Die einzige Stillberaterin hatte einen 10 StundenJob (pro Woche!) und hatte 30 frische Stillmamas zu betreuen.
Und leider hatten die Hebammen und Schwestern, die während meines Aufenthaltes Dienst hatten, wirklich keine Ahnung.
Schade!
Beim zweiten habe ich eine sehr gute Stillberaterin (um die ich mich schon bei der ersten nach der großen Katastrophe gekümmert habe) gehabt, die mich drei Stunden nach der Geburt im Krankenhaus besucht hat und sich drei Stunden Zeit genommen hat, um alles wieder hochkommende und neue zu "bearbeiten".
Beim zweiten gab es Stillprobleme von Kind aus (frühgeboren) und nun stille ich schon 20 Monate :wink: .
Viele Grüße vom kuscheltiger
mit großer Maus 02/09 und kleiner Maus 03/11
MausMama
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von MausMama »

Hallo,

manchmal fragt man sich echt, wie die Leute früher ihre Babys ohne die ganzen Hilfsmittel groß gekriegt haben. Irgendwie scheint das Still-Wissen bei der breiten Masse verloren gegangen zu sein. Ich finde es so heftig, wenn von der heutigen Großeltern-Generation immer Sprüche kommen wie "Ohne Flasche geht ja gar nicht, das Kind braucht doch wenigstens Flüssigkeit (also Wasser)", oder "Der hat nur Muttermilch gekriegt und ist groß und stark geworden - und das nur von der Milch!" :shock: Und vielen ist Stillen scheinbar auch gar nicht so wichtig, weil Pulvermilch scheinbar so viel einfacher ist.

Ich habe mich leider - wie rueckenwind auch - vor der Geburt nicht wirklich informiert, weil ich dachte, Stillen ist die natürlichste Sache der Welt, mit etwas Geduld und üben am Anfang wird das schon klappen. Und außerdem war ich der festen Überzeugung, dass einem die Fachleute im Krankenhaus schon helfen werden. Mit dem Ergebnis, dass bei uns so ziemlich alles schief gelaufen ist was ging :evil: - wir sind mit Flasche, Stillhütchen und Schnulli aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen :( . Das Schlimme ist, ich hielt das für normal, weil die anderen im KH das auch alle so machten.. (wenigsten die Erstlingsmütter). Ich habe mir dann später ein Buch übers Stillen gekauft, und mir sind echt die Tränen gekommen, als ich gelesen habe, was man alles nicht machen soll, was mir aber von sogenannten Fachleuten empfohlen wurde!

Und nehmen dem schlechten Start machen mir die vielen Vorurteile und Unverständnis das Still-Leben noch zusätzlich schwer. Dass ich trotz Arbeiten und etlicher Probleme weiter stillen WILL, dafür hat in meinem Umfeld kaum jemand Verständnis.
mein Mausemädchen: * 09/2012
Nusserl
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von Nusserl »

Ich glaube dass das Stillwissen in der Normalbevölkerung in den 60er und 70er Jahren echt verloren gegangen ist. Damals wurde von den Fachleuten!!! gepredigt, dass PuMi viel besser ist.
Meine Mutter die 4 Kinder gestillt hat und als Krankenschwester auch mal auf einer Säuglingsstation gearbeitet hat, ist der fixen Meinung, das,s die Muttermilch von einem Tag auf den nächsten weg sein kann. Und es daher unverantwortlich ist, ohne Flasche und Pulver zu leben. Und Fencheltee muss man auch unbedingt geben.

Ich hoffe einfach, dass wir da gescheiter sind und unser Stillwissen an die nächste Generation weiter geben. Ich kann meinen Töchtern da hoffentlich mal bessere Tipps geben.
Glücklich mit drei Mädels und Mann
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julimama
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von julimama »

Ich habe in einen stillfreundlichen Krankenhaus entbunden, aber wie schon von den Vorposterinnen geschrieben, kann man da geteilter Meinung sein, ob das Zertifikat gerechtfertigt ist.
Im Kreissaal Bonding und Zeit zu zweit etc, war alles okay. Aber das Kind jeden Tag wiegen, nach 1 Tag schon Milch abpumpen, weil angebl. nicht genügend kommt, solche Sätze wie, "am 1 Tag müssen es schon 10ml pro Mahlzeit sein, am 3. Tag muss das Kind mind. 30ml pro Mahlzeit trinken." Jede Schwester erzählt was anderes. Das machts einem als Erstgebärende nicht einfach, auch wenn man sich davor über Stillen belesen hat. In besagtem KH gab es aber wenigstens keine Schnuller oder Fläschen und die Kinder waren tags und nachts bei ihren Müttern.
Es verunsichert einen aber gemein, wenn das Kind jeden Tag mehr abnimmt und man gesagt bekommt, mehr als 10% vom Geburtsgewicht dürfen nicht fehlen, sonst müssen wir zufüttern.
Wie ich diesen Satz gehasst habe!
Mama von Räuber (07/12) und Knopfauge (08/15)
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von LaOvejaNegra »

Ich hab meine Kleine im Geburtshaus bekommen und da war die Hilfe beim Stillbeginn klasse. Bei jedem kleinsten Problem wusste meine Hebamme eine Lösung...hätte ich das beim ersten Kind schon gewusst!
Aber es geht dann ja noch weiter: es redem ja alle mit ihrem Halbwissen rein und da kann man sich beim ersten Kind ganz schön verunsichern lassen.
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von jusl »

Es verunsichert einen aber gemein, wenn das Kind jeden Tag mehr abnimmt und man gesagt bekommt, mehr als 10% vom Geburtsgewicht dürfen nicht fehlen, sonst müssen wir zufüttern.
Wie ich diesen Satz gehasst habe!
Das ist ein schönes Beispiel dafür, das "Fakten" und "Umgang mit den Fakten" nicht das selbe sind. ;-) Die Sachlage stimmt ja - eine Abnahme über 10% gilt als Zufütterindikation. Bei einer Abnahme über 7% sind erhöhte Wachsamkeit beim Personal und Verbesserungen beim Stillmanagement angesagt. ABER was nützt es, dass einer Wöchnerin "einfach so" mitzuteilen??.. Was soll die Mutter mit der nackten Info anfangen, außer "Aha." und sich Sorgen machen und unter Druck fühlen? Gute Stillberatung sieht anders aus.

LG
Julia
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Re: AW: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo,

ja Stillen wird uns oft schwer gemacht. Aber ich finde oft, dass wir es uns auch schwer machen.
Wir Frauen müssen zuerst anfangen nicht mehr an den Arzt als Gott in Weiß zu glauben und unseren gesunden Menschenverstand bei jeder Gelegenheit abgeben. Wir müssen uns informieren. Mehr Selbstbewusstsein Mädels.
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
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metri
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von metri »

gibt es verschiedene Zertifizierungen, ich war in einem das hiernach zertifiziert war
http://www.babyfreundlich.org/
und da war alles so wie es sein sollte, die dürfen dann auch keine Werbung für Pulvermilch, Fläschchen, Schnuller etc. machen, und es gab auch keinerlei Werbung oder Proben, stattdessen hat man ein Kirschkernkissen geschenkt bekommen
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palme56
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Re: wird stillen schwer gemacht?

Beitrag von palme56 »

Ich glaube, dass viele werdende Mütter nicht ausreichend über Stillen informiert werden und sich auch selbstnicht informieren. Das Ziel, gerade beim ersten Kind, ist die Geburt und vieles andere danach steht erstmal im Schatten. Stillen läuft so nebenbei, wird schon klappen und wenn nicht gibt es ja noch Kunstmilch. Stillen wird oft nicht als Lernprozess von Mutter und Kind gesehen. Kommt dann noch eine schlechte Stillberatung im Krankenhaus oder zu Hause dazu, in diesen sensiblen ersten Wochen, scheitert es oft.
Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
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