So, jetzt komme ich, nachdem hier in den letzen Tagen irgendwie das Chaos tobte, endlich dazu hier weiter zu schreiben.
Zunächst erstmal tausend Dank für Eure ausführlichen Antworten! Sie waren schon sehr hilfreich für mich und haben einige Aspekte angesprochen, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte.
Feuerkind, ich finde es ja toll, dass Du Dich in Deiner Einrichtung so erfolgreich für das Tragen stark machst!

Aber Tragehilfen aus eigener Tasche bezahlen, oje, das kann's doch nicht sein, oder? Wie habt Ihr das denn mit Sternschnuppes Beratung organisiert, wenn ich fragen darf? Aus dem Fortbildungstopf bezahlt?
Und bitte berichte weiter von Euren Erfahrungen! Ich bin da ganz gespannt, bei mir wird es ja erst im nächsten Jahr "ernst"!
Auch die Hinweise zur Auswahl der TH sind prima. Noch weiß ich nicht genau, welches Alter die Kinder haben, da muss ich dann von Kita zu Kita gucken.
Morgaine, das ist ja schade, dass das Tragen trotz Deines Engagements dann so im Sande verlaufen ist! Hast Du eine Idee, warum das so war oder wie es hätte besser klappen können?
Ja, und dann die viele Argumente, warum Tragen für die Kinder gut und natürlich ist. Normalerweise denke ich beim Tragen immer zuerst an die Vorteile für das Kind und dann an die für den Tragenden, aber in meiner Beratungsarbeit in den Kitas ist es quasi umgekehrt. Wie schon geschrieben, werde ich einige Kitas beraten, wie sie den inzwischen ja tariflich festgeschriebenen Anspruch auf Betriebliche Gesundheitsförderung für ihre Mitarbeiterinnen umsetzen können. Dabei geht es sowohl um physische als auch um psychische Belastungsfaktoren. Das ist quasi die "Brille", die ich aufhabe, die Richtung, aus der ich schaue. Ich gucke also z.B. wie die körperlichen Belastungen, die durch das Heben und Tragen von Kindern entstehen, reduziert werden können. Und da ist das richtige Tragen in vernünftigen Tragehilfen einfach ein wichtiger Punkt. Für meine eigene Beratungsarbeit ist es von daher wichtig, zunächst die praktischen Aspekte und die ergonomischen Vorteile des Tragens für die
Trägerin hervorzuheben.
Ich hatte auch schon die Idee, die eigentliche dann Beratung an eine Trageberaterin abzugeben und freue mich, dass Ihr damit schon gute Erfahrungen gesammelt habt. Ich könnte es mir so vorstellen, dass ich in meinen Beratungen das Tragen als
eine geeignete Maßnahme vorstelle, wie körperliche Belastungen reduziert werden können. Da ich selbst überhaupt nicht ATTA bin

, habe ich jetzt nicht so die Riesenauswahl an Tüchern oder Tragehilfen zur Verfügung, aber ich könnte z.B. meinen Bondolino und auch einen Sling mit in die Beratung nehmen, einfach um praktisches Anschauungsmaterial zu haben und es vielleicht auch schon einmal auszuprobieren. Und wenn dann das Interesse geweckt ist, würde ich gerne im Rahmen einer Fortbildung mit einer Trageberaterin zusammenarbeiten. Was haltet Ihr von diesem Vorgehen?
Ich habe jetzt schon auf der Seite des Tragenetzwerks geschaut (danke für den tollen Tipp!). Da sind viele gute Artikel verlinkt, die ich auch weitergeben würde. Leider ist dort niemand aus unserer Region. Wo könnte ich noch nach einer Trageberaterin suchen? Da ich sie dann quasi empfehlen oder auch direkt mit ihr zusammenarbeiten würde, ist es mir wichtig, dass sie viel Erfahrung, nach Möglichkeit auch Erfahrung in der Beratung von Gruppen hat, denn das ist ja schon nochmal was anderes als eine 1:1-Beratung. Und Gelassenheit und Überzeugungskraft im Umgang mit Vorbehalten wäre auch sicher nicht schlecht!
