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Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 08.10.2012, 12:42
von jusl
Hallo Mrs Nettible,
da hast Du wirklich einen schweren Start gehabt. Schmerzen beim Stillen sind schlimm (und praktisch immer ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Anlegetechnik, Saugverhalten, Milchmenge... da hätte man auf jeden Fall stillberaterisch etwas machen können). Wirkungsvolle, stillverträgliche Schmerzmittel sind dann sehr sehr sinnvoll, denn wenn bereits Tonnen an Schmerz- und Stresshormonen durch den Körper rauschen, dann wird es für die Milchbildungs- und Milchspendereflex-Hormone schwierig... Entsprechend können bestimmte Stillprobleme FOLGE anstatt URSACHE von Schmerzen beim Stillen sein. Deshalb ist einfach nur "aushalten" gar nicht sinnvoll!..
Fakt ist, dass ich mir erhoffe, zumindest mal eine volle Mahlzeit stillen zu können und nicht immer noch hinterherfüttern zu müssen. Ob das dann eine, drei oder acht Mahlzeiten am Tag sind, ist mir erst mal nicht so wichtig. Ist das ein realistisches Ziel?
Ja, das ist durchaus realistisch. Die allermeisten relaktierenden Frauen mit nennenswerter Milchbildung können irgendwann EINIGE Mahlzeiten pro Tag OHNE BES stillen, bei den anderen dann eben MIT. Sicher wissen wirst Du das aber nur, wenn Du es ausprobierst.
LG
Julia
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 08.10.2012, 13:39
von EhMiSFR
Na das ist doch mal ne Aussage

klingt gut und macht mir Mut.
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 08.10.2012, 14:15
von amanite
hallo, ich hab zwar keine stillberatungs-ahnung, aber wollte dir trotzdem nochmal mut zusprechen, falls ich das hier darf.
als ich damals mit stillen angefangen habe, hatte ich keinen richtigen milcheinschuss, er kam auch nie. die stillberaterin vom krankenhaus, die schon mehrere tausend kinder betreut hatte, meinte sie hätte sowas in der art nur dreimal erlebt, und das wäre immer bei hormonbehandelten frauen gewesen. war ich aber nicht.
naja auf jeden fall war der stillstart frustrierend und ich musste immer pumpen, und wurde dann gedrängt zuzufüttern, etc. obwohl ich voll stillen wollte. zuhause hab ich dann noch ein zwei wochen gepumpt, aber es war einfach nicht mein herzens-weg. meine tochter gehört zu den kindern die gut an die brust gegangen sind und immer einen guten zug drauf hatten. ich hab die pumpe und die ersatzmilch weg gepackt und hab gestillt was das zeug hielt. und ich hatte das große glück, dass die milch durch das stillen immer mehr wurde und dass ich voll stillen konnte und weder pumpen noch zufüttern musste. das hat zwar jetzt nichts mit deiner geschichte zu tun, aber ich wollte dir sagen, dass du vielleicht mal in dich hinein hören solltest, was dir dein körper sagt, ob es zu schaffen ist, dass du das von dir anvisierte ziel schaffen kannst. irgendetwas tief in mir,wusste dass ich es schaffen kann. auch wenn mir viele immer zum pumpen und zufüttern geraten haben, ich wusste dass mein kind stillen muss, damit es was wird. und ich sollte recht behalten. zum glück war meine hebamme da einigermaßen entspannt und kam halt nur vorbei um regelmäßig zu wiegen und das gewicht zu kontrollieren.
also hör auf dich und wenn deine tochter so toll trinkt und stillen will, dann werdet ihr das auch schaffen, wenn du das willst.
eine ganz herzliche umarmung und ganz viel mut von uns. versuch es, dann musst du dich später nicht fragen, was gewesen wäre, wenn du es weiter versucht hättest. alles liebe von mir. ich hoffe ich konnte dir etwas mut machen, auch wenn meine geschichte einen anderen ansatz hatte.
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 08.10.2012, 18:02
von EhMiSFR
So viel zum Thema BES: am Freitag bringt meine Hebi mir eins mit. Bis dahin lege ich so oft es geht an und versuche auch oft zu pumpen. Die Gewichtszunahme war in den vergangen 6 Tagen sehr gut.
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 11.10.2012, 06:35
von EhMiSFR
Guten Morgen, da bin ich wieder

noch ohne BES, aber irgendwie mit Veränderungen.
Beim Pumpen kommt nicht nennenswert mehr aber Mathilda trinkt an der Brust wesentlich energischer und seit gestern laufe ich an der jeweils anderen Brust aus wenn ich pumpe oder Stille. Ist das der Milchspendereflex? Dazu habe ich gestern Abend und die Nacht so ein Stecten in beiden Brüsten gehabt.
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 11.10.2012, 10:28
von Katha
Wow, bin Laie, aber das hört sich richtig, richtig gut an - und nach MSR

Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 11.10.2012, 22:36
von amanite
ich freu mich einfach mal mit. es hört sich doch gut an, oder? bin mal gespannt was die stillberaterinnen dazu meinen
wegen dem pumpen, da würd ich auch nicht soviel drauf geben. milchpumpen schaffen einfach nicht das, was ein kind trinkt.
meine beste freundin hat drei kinder gestillt, hatte immer wahnsinnig viel milch, aber bei milchpumpen kam bei ihr kaum was raus. glaube das kann auch echt von frau zu frau total unterschiedlich sein. ich hab mich mit pumpen auch in 80% der fälle arg schwer getan. es kann gut sein, dass dein kind problemlos den MSR auslöst, das muss beim pumpen nicht so einfach der fall sein.
also auf jeden fall halt ich euch weiter die daumen!
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 11.10.2012, 23:12
von teea
MrsNettible hat geschrieben: Dazu habe ich gestern Abend und die Nacht so ein Stecten in beiden Brüsten gehabt.
Ich hatte auch so ein Stechen in den Brüsten bei meiner Relaktation. Weiß zwar nicht, ob das auch irgendwie wissenschaftlich nachgewiesen ist, aber ich hatte dann immer das Gefühl, dass sich was tut in Sachen Milchbildung. Vielleicht liegt das irgendwie am Drüsengewebe? Wäre so meine "Laienvermutung"

, weiß aber nicht, ob da ein Zusammenhang besteht.
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 12.10.2012, 10:58
von blueberry
Ich finde auch, das klingt "verdächtig" nach Milchspendereflex
Zum Pumpen auch von mir nochmal: ich hatte ein Baby das in Vollstillzeiten ständig weit über der 97. Perzentile rumkurvte und TROTZDEM konnte ich so gut wie nicht pumpen. Ich hab mich da fürchterlich abgemüht und manchmal klappte es auf einmal, meistens kam aber nach vielleicht 10 ml nichts mehr... Es ist einfach so, dass die Pumpmenge überhaupt keine Rückschluss auf die Menge der Milch gibt, die das Baby bei einer Mahlzeit aus der Brust zu locken versteht! Dein Baby kann pro Mahlzeit einmal, zweimal, dreimal, ... einen MSR auslösen - und die Pumpe schafft es bei manchen Müttern schlicht keinmal. Dann kann man genau das abpumpen, was so an Milch zwischen den Mahlzeiten angesammelt wurde - und dann ist Schluss. Da aber die meiste Milch BEIM STILLEN gebildet wird... Naja, den Rest kannst Du Dir denken
Pumpen kann man aber lernen, wenn man es braucht. Ich brauchte es einfach nicht oft genug, um da Energie reinzustecken, kenne aber Mütter, die wegen Berufstätigkeit Pumpen gelernt haben - und auf einmal wesentlich mehr pumpen konnten als am Anfang. Alles eine Sache der Übung. Aber selbst dann: wieviel man pumpt lässt keine 1:1-Rückschlüsse auf die Trinkmenge des Babys zu.
Ich finde jedenfalls, dass sich bei Euch alles recht verheißungsvoll anhört!

Alles Gute weiterhin!
Re: Relaktation - lohnt durchhalten noch?!
Verfasst: 12.10.2012, 11:40
von EhMiSFR
Danke
