Seite 2 von 2
Re: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalten?
Verfasst: 06.09.2012, 08:42
von klimaforscherin
Dann warst du aber sicherlich nicht auf einer gynäkologischen Station. Dort kennen (oder sollten zumindest) sie embryotox oder haben eh den Spielmann/Schäfer.
Ob man vielleicht "drohen" kann wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht bzw. Weigerung der Behandlung die Kassenärztlichen Vereinigung darüber zu informieren?
Re: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalten?
Verfasst: 06.09.2012, 09:03
von Mijoco
Es gibt ja sicher eine Stelle wo man sich beschweren kann, wenn man sich nicht richtig beraten fühlt. Wäre das die kassenärztliche Vereinigung? Dann kann man das im Gespräch schon direkt klar machen, dass es Folgen haben wird, wenn der Arzt sich weigert dort anzurufen. Und im KH kann man sich an die Leitung wenden.
Ich finde diese Ignoranz von vielen Ärzten auch schlimm.
Re: AW: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalte
Verfasst: 06.09.2012, 09:11
von Leyket
honigtopf2010 hat geschrieben:Deine Frage ging ja eher in die Richtung, ob du ein Recht auf die Verschreibung eines stillverträglichen Medikamentes hast und deshalb eine neue Verordnung verlangen kannst, oder? Ich glaube, dass dir das ganz exakt sicher deine KrankenKasse sagen kann. Nach aller Logik ganz bestimmt, denn der Arzt dürfte dir ja auch nix verordnen, was du nicht verträgst bzw. anderen Lebensumständen entgegen spricht, Wechselwirkungen verursacht etc.
Allerdings traue ich dem Vertragsrechtssystem mit den Kassen da nicht wirklich über den Weg.
Ja genau, so in diese Richtung geht meine Frage. Den Tipp mit der Krankenkasse werden ich mal verfolgen.
Eigentlich will ich ja nicht "drohen" müssen. Wer will das schon? Das fördert ja das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient auch nicht. Aber vielleicht irgendwelche logischen Aussagen, Quellen, die Ärzte kennen sollten, auf die ich mich berufen könnte zwecks Seriösität von Embryotox. Mein Arzt schien mir irgendwie nicht zu glauben, dass Embryotox Informationen hat, die im Beipackzettel nicht stehen.
Im Nachhinein bin ich mir relativ sicher, dass ich auch das Gespräch darüber völlig falsch aufgewickelt habe. Stillberaterin hat mir Nummer gegeben, Embryotox, Charite Berlin, haben auch ein Onlineverzeichnis *pling* Online>Internet!! *Alarm* ab da waren die Schotten, glaub ich, dicht...
Den Teil der Erklärung würde ich sicherlich beim nächsten Arzt weglassen, aber kann ich noch eine Kleinigkeit anfügen um meine Aussagen zu untermauern?
Eine "Drohung" mit irgendwelchen Meldungen wegen Pflichtverletzung ect., was immer es da geben könnte, würde ich ja zu allerletzt aussprechen wollen, aber eben auch nicht erst nach zig vergeblichen Bitten. Irgendwann merkt man ja auch ob Hopfen und Malz verloren ist.
Re: AW: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalte
Verfasst: 06.09.2012, 10:16
von honigtopf2010
Wahrscheinlich waren die Schotten schon bei StillBeraterin dicht. Vielleicht eher so in die Richtung FachAbteilung an der Charité angesiedelt...

Re: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalten?
Verfasst: 06.09.2012, 11:29
von Elena
Wenn man vorher ahnt, dass es Probleme gibt, kann man dem Arzt vielleicht einfach sagen, dass das Baby 2 Monate alt ist und keine Flasche nimmt. Dann ist er gezwungen, sich Gedanken zu machen.
Oder gleich an Ort und Stelle die Hebamme/Stillberaterin anrufen und bei Embryotox anrufen lassen?
Re: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalten?
Verfasst: 06.09.2012, 12:56
von Dickkopf-Mama
Elena hat geschrieben:Wenn man vorher ahnt, dass es Probleme gibt, kann man dem Arzt vielleicht einfach sagen, dass das Baby 2 Monate alt ist und keine Flasche nimmt. Dann ist er gezwungen, sich Gedanken zu machen.
Ich hatte schonmal nen Vertretungsarzt, der da dann meinte: Wenn es sein muss nimmt jedes Kind die Flasche, die verhungern nicht einfach so

. Glücklicherweise war die Kollegin in der gemeinschaftspraxis da deutlich einsichtiger

.
Re: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalten?
Verfasst: 06.09.2012, 13:31
von klimaforscherin
Gut, "drohen" ist doof, eher "Aufmerksammachen auf die Pflichten des Arztes" bzw. die "Rechte als Patientin", oder? So eine Argumentationsweise hätte ich auch gerne. Immer her damit.
Re: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalten?
Verfasst: 06.09.2012, 19:45
von Frau_Sandmann
- in der Packungsbeilage des Lokalanästhetikums steht drin, dass keine Stillpause erforderlich ist. Wenn ein Arzt dennoch eine Stillpause ausspricht, hat er meiner Meinung nach kein aktuelles Wissen, sondern reproduziert nur das damals im Studium gelernte...
- den Arzt könntest du bei der Ärztekammer melden. 1x wird da nichts passieren aber wenn 2,3 Patienten sich beschwerden gibts irgendwann Ärger für den Arzt.
Mir ist es selber schon passiert, dass der Arzt mir einen Anruf verweigern wollte. Ich habe ihn dann darauf hingewiesen, dass er verpflichtet ist mir best möglichst zu helfen und sich best möglichst zu informieren. Wenn er das nicht tut, werde ich ihn melden. (Da war das Gespräch aber schon auf einem sehr eisigen Level, bis ich ihm damit drohte.)
Der Arzt ist IMMER in der Verantwortung was er seinem Patient verabreicht, rät o.ä. und ja, er steht "mit einem Bein immer im Gefängnis". Daher sind manche Ärzte sehr vorsichtig.
Selbst wenn der Arzt sich ein Aufklärungsgespräch unterschreiben lässt, so dass der Patient erklärt alle Risiken gekannt zu haben, würde ein Gericht dennoch zu Gunsten des Patienten entscheiden. Begründung: Der Arzt ist der Fachmann, nicht der Patient. Der Arzt hätte es besser wissen müssen".
Da gab es bereits ein Urteil eines hohen Gerichts.
Re: AW: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalte
Verfasst: 06.09.2012, 20:41
von honigtopf2010
Also ich würde mir langfristig einen neuen Arzt suchen. Ist ja klar. Es sei denn, er ist halt sonst super - so wie meiner. Das muss man dann vorsichtig angehen. Früher hatte Dr nicht mal eigene FachLiteratur zur Verordnung in der StillZeit. Das hat sich schon verändert. Drohen lohnt sich doch meist nicht. sacken lassen. Neu anfragen.
Re: Arzt verweigert Anfrage bei embryotox - wie verhalten?
Verfasst: 06.09.2012, 21:30
von klimaforscherin
Wenn ich so überlege: man kann nur versuchen, embryotox als etwas tolles, vertrauenswürdiges darzustellen (Teil der (Charité, unterstützt vom Bundesgesundheitsministerium, fachlich immer aktuell in Fragen der Medikamentation in SWS und Stillzeit, kostenlose Hotline für Fachpersonal).
Sobald man mit Patientenrechten oder Arztpflichten kommt, duerfte der Arzt dichtmachen.
Oder hat noch jemand ne Idee?