Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Moderator: Giraeffchen
- danat
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Das hört sich insgesamt aber schon richtig gut an bei euch, Alioscha! Da seid ihr schon ein gutes Stück voran gekommen.
Hier geht es leider sehr unschön - zumindest mir gegenüber zu. Mein Sohn fühlt sich zum Glück recht wohl. Aber die Elternarbeit lässt leider echt zu wünschen übrig. Die Erzieherinnen machen keinen Hehl daraus, dass sie sich von meiner Anwesenheit sehr gestört fühlen. Ist total schade.
Kannst du dich zufällig an den genauen Titel des Buches erinnern? Das würde ich gern lesen, hört sich gut an.
Hier geht es leider sehr unschön - zumindest mir gegenüber zu. Mein Sohn fühlt sich zum Glück recht wohl. Aber die Elternarbeit lässt leider echt zu wünschen übrig. Die Erzieherinnen machen keinen Hehl daraus, dass sie sich von meiner Anwesenheit sehr gestört fühlen. Ist total schade.
Kannst du dich zufällig an den genauen Titel des Buches erinnern? Das würde ich gern lesen, hört sich gut an.
Liebe Grüße von danat
mit dem großen Frühlingskind (03/2011) und dem kleinen Frühlingskind (04/2014).
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Feuerkind
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Das finde ich schön, dass das mit dem Essen so machbar ist.
Dass die Kinder meist schon vorher sehr müde sind erlebe ich auch als normal, gerade bei den jüngeren, aber selbst den Kindergartenkindern geht es immer mal so, dass sie gerade in der Eingewöhnung vorm oder beim Mittag einschlafen.
Ich denke das braucht einfach nur seine Zeit, bis der KiTa-Rhythmus drin ist.
Ich finde auch, wenn du die Zeit hast das jetzt alles nacheinander zu machen, dann nutzt das auch. Es ist sooo viel neues, man glaubt gar nicht, wie anstrengend das für ein Kind ist, die ganzen neuen Eindrücke und dann ja auch Ansprüche, kein Wunder, dass man da früh müde ist.
Aber ich finde deine Erzählungen klingen so gut, ich denke die erzieherin wird gemeinsam mit ihm ganz sicher ein Tröst-ritual finden, gerade so etwas sensibles wie sich trösten lassen oder schlafen legen lassen braucht eben noch mal nen Schub mehr Vertrauen, aber das wird sich ganz sicher finden.
Jedes Kind braucht da etwas anderes und vom lesen her macht die Erzieherin mir den Eindruck, dass sie sensibel genug ist das heraus zu finden und da mit ihm einen Weg zu finden.
@danat: das ist ja wirklich schade, dass es bei euch nicht so läuft. Die Erzieher geben die das Gefühl du störst? wie denn das? das ist ja wirklich nicht schön.
Alioschas KiTa scheint nach dem Berliner Modell einzugewöhnen, da gibt es einige Literatur dazu.
zB dieses, das dreht sich um aktuelle Forschungsergebnisse und eben das Berliner Modell http://www.amazon.de/Die-ersten-Tage-Ei ... U809YR9WVT
Dass die Kinder meist schon vorher sehr müde sind erlebe ich auch als normal, gerade bei den jüngeren, aber selbst den Kindergartenkindern geht es immer mal so, dass sie gerade in der Eingewöhnung vorm oder beim Mittag einschlafen.
Ich denke das braucht einfach nur seine Zeit, bis der KiTa-Rhythmus drin ist.
Ich finde auch, wenn du die Zeit hast das jetzt alles nacheinander zu machen, dann nutzt das auch. Es ist sooo viel neues, man glaubt gar nicht, wie anstrengend das für ein Kind ist, die ganzen neuen Eindrücke und dann ja auch Ansprüche, kein Wunder, dass man da früh müde ist.
Aber ich finde deine Erzählungen klingen so gut, ich denke die erzieherin wird gemeinsam mit ihm ganz sicher ein Tröst-ritual finden, gerade so etwas sensibles wie sich trösten lassen oder schlafen legen lassen braucht eben noch mal nen Schub mehr Vertrauen, aber das wird sich ganz sicher finden.
Jedes Kind braucht da etwas anderes und vom lesen her macht die Erzieherin mir den Eindruck, dass sie sensibel genug ist das heraus zu finden und da mit ihm einen Weg zu finden.
@danat: das ist ja wirklich schade, dass es bei euch nicht so läuft. Die Erzieher geben die das Gefühl du störst? wie denn das? das ist ja wirklich nicht schön.
Alioschas KiTa scheint nach dem Berliner Modell einzugewöhnen, da gibt es einige Literatur dazu.
zB dieses, das dreht sich um aktuelle Forschungsergebnisse und eben das Berliner Modell http://www.amazon.de/Die-ersten-Tage-Ei ... U809YR9WVT
...Bist so wunderschön und ich kann kaum ertragen wenn du weinst. Und es kann niemals eine Macht auf dieser Welt so stark wie diese Liebe sein... [ASP- Duett]
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- danat
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
.Feuerkind hat geschrieben: @danat: das ist ja wirklich schade, dass es bei euch nicht so läuft. Die Erzieher geben die das Gefühl du störst? wie denn das? das ist ja wirklich nicht schön.
... Ja leider. Da fielen gestern Aussagen wie: "Sie bringen uns hier alles durcheinander. Wir getrauen uns ja nicht mal ordentlich mit den Kindern zu schimpfen, wenn sie da sind.", "Das geht so definitiv nicht weiter. Sie gehen morgen. Genau so wir wir das jetzt sagen. Egal was sie dazu sagen.", "Wenn wir mit ihrem Kind eine andere (langsamere) Eingewöhnung machen, dann wollen das alle anderen im Dorf auch. Das geht doch nicht." Normal mit mir gesprochen haben sie eigentlich noch nicht. Ich würde mir wünschen mal eine Rückmeldung zum aktuellen Stand zu bekommen und das man den Fahrplan für die den nächsten Tag gemeinsam abstimmt. ... Ist leider nicht drin.
Für A. läuft es aber eigentlich recht gut. Aber das liegt v.a. an seinem robusten selbstsicheren Charakter. Ich glaube nicht, dass jedes Kind das so mitmachen würde. Mir auch wichtig im Vorfeld oft schon mal zum Spielen vorbeizugehen. Er kennt das also alles schon recht gut und fängt eben nicht bei Null an.
Ich finde es aber sehr schwer da zu trennen. Wer mit einer Mutter so krass umgeht, kann doch nicht erwarten, dass sie dann leichten frohen Herzens das Kind gern abgibt. Es wäre so schön diese Phase einfach gemeinsam zu gestalten (also alle Erzieher, Mama und Kind) und nicht Erzieher gegen Mama und Kind gewöhnt sich selbst ein [/quote].
@Alioscha: bei euch klingt es wirklich so, als hätte dein Kind da eine sehr liebe und achtsame Erzieherin erwischt. Die dir scheinbar auch gut kommunizieren kann, was sie tut und wie es läuft und wie es weiter geht. Das ist toll!
Liebe Grüße von danat
mit dem großen Frühlingskind (03/2011) und dem kleinen Frühlingskind (04/2014).
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Feuerkind
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Danat das finde ich ja echt daneben.
Was sind das denn für Aussagen? Das geht wirklich nicht
Sie trauen sich nicht mal mit den Kindern "richtig zu schimpfen" wenn du da bist? bitte was?
Ich hoffe ja eigentlich, dass man sich nicht vor anwesenden Eltern verstellt, aber so eine Aussage suggeriert das ja.
Dass dich das verärgert und verunsichert kann ich vollstens verstehen.
Meinst du es ist möglich da mal ein Gespräch zu suchen?
Gibt es nach der Eingewöhnung ein Elterngespräch? Normalerweise wird das so ca nach 3 Monaten geführt und soll die Eingewöhnung reflektieren.
Oder gibt es eventuell einen anderen Ansprechpartner, die Leitung zum Beispiel?
Und gerade die Zusammenarbeit mit den Eltern und ein gemeinsames gestalten der Eingewöhnung ist ja auch wichtig...
Was sind das denn für Aussagen? Das geht wirklich nicht
Sie trauen sich nicht mal mit den Kindern "richtig zu schimpfen" wenn du da bist? bitte was?
Ich hoffe ja eigentlich, dass man sich nicht vor anwesenden Eltern verstellt, aber so eine Aussage suggeriert das ja.
Dass dich das verärgert und verunsichert kann ich vollstens verstehen.
Meinst du es ist möglich da mal ein Gespräch zu suchen?
Gibt es nach der Eingewöhnung ein Elterngespräch? Normalerweise wird das so ca nach 3 Monaten geführt und soll die Eingewöhnung reflektieren.
Oder gibt es eventuell einen anderen Ansprechpartner, die Leitung zum Beispiel?
Da hast du recht!Wer mit einer Mutter so krass umgeht, kann doch nicht erwarten, dass sie dann leichten frohen Herzens das Kind gern abgibt. Es wäre so schön diese Phase einfach gemeinsam zu gestalten (also alle Erzieher, Mama und Kind) und nicht Erzieher gegen Mama und Kind gewöhnt sich selbst ein
Und gerade die Zusammenarbeit mit den Eltern und ein gemeinsames gestalten der Eingewöhnung ist ja auch wichtig...
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- danat
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
@Feuerkind: Ja, ich find es auch echt krass. Die Leitung ist leider grad im Urlaub. Heute war er allein mit den Kindern im Wald. Es hat wohl ganz gut geklappt. Mittagsschlaf wirds bei uns erstmal auf unbestimmte Zeit nicht geben. Würde es wie bei Alioscha laufen, hätte ich auch ein ganz gutes Gefühl mich bald auch auf Mittagsschlaf einlassen zu können. V.a. wenn das dann mit dem Trösten bald gut klappen sollte.
Liebe Grüße von danat
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Alioscha
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Hallo Danat,
hab leider grad keine Zeit ausführlich zu schreiben, das mache ich heute Abend oder spätestens morgen! Ziemlich krass was Du da schreibst über die Kita, so geht das wirklich nicht.
Nur schnell, das Buch heißt "Ohne Eltern geht es nicht" aus dem Cornelsen Verlag, gibt es bei Amazon, das mit dem Link klappt nur grad nicht. Geht sicher in die gleiche Richtung wie das Buch, das Feuerkind empfohlen hat. Ein Satz ist mir übrigens besonders im Gedächtnis geblieben, der lautet ungefähr: "Verabschieden Sie sich IMMER von Ihrem Kind denn sonst spielen Sie mit dem Vertrauen Ihres Kindes zu Ihnen."
Ganz liebe Grüße und bis bald in längerer Form!
Alioscha
hab leider grad keine Zeit ausführlich zu schreiben, das mache ich heute Abend oder spätestens morgen! Ziemlich krass was Du da schreibst über die Kita, so geht das wirklich nicht.
Nur schnell, das Buch heißt "Ohne Eltern geht es nicht" aus dem Cornelsen Verlag, gibt es bei Amazon, das mit dem Link klappt nur grad nicht. Geht sicher in die gleiche Richtung wie das Buch, das Feuerkind empfohlen hat. Ein Satz ist mir übrigens besonders im Gedächtnis geblieben, der lautet ungefähr: "Verabschieden Sie sich IMMER von Ihrem Kind denn sonst spielen Sie mit dem Vertrauen Ihres Kindes zu Ihnen."
Ganz liebe Grüße und bis bald in längerer Form!
Alioscha
Alioscha mit Wunschkindsohn *04/2011 und dem zweiten Wundersohn *08/2013 sowie einem Wintersternchen 02/2010
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Alioscha
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Hallo zusammen,
so, nun hab ich etwas mehr Zeit, bin heute erstmal nicht mehr im Kitagebäude während der Trennung sondern zuhause...
Danat, ich würde wirklich ein Gespräch mit der Kitaleitung suchen, das kann nicht sein, dass mit den Eltern so respektlos umgegangen wird. Ich bin mir bei unserer Kita sicher, dass die Erzieherinnen auch innerlich drei Kreuze machen wenn alle Eingewöhnungen vorbei sind und sie mal wieder "unter sich" sind und ihren normalen Tagesablauf machen können (während der Eingewöhnung wird z.B. nicht rausgegangen, keine Ausflüge etc) aber ich habe trotzdem bisher nie den Eindruck gehabt, dass sie sich vor mir oder anderen Müttern anders/besonders liebevoll verhalten. Ich glaube die sind authentisch so wie ich sie erlebt habe. Und Schimpfen bspw. hat mein Sohn ja gleich in den ersten Tagen viel erlebt (wegen dieser Hauphase, die weitestgehend rum ist gottseidank), aber da wurde eben mit ruhiger Stimme gesagt "Nein P., nicht hauen, Kind xy darf das Spielzeug auch haben" und dem anderen Kind wurde immer gesagt "Sag wenn Du das nicht willst" etc. Also als wirkliches Schimpfen würde ich das nicht bezeichnen. Genau so würde ich es selbst auch machen.
Andererseits habe ich bisher auch noch nicht wirklich die Konfrontation gesucht, mir erscheint zwar die Eingewöhnung recht schnell insgesamt (wir sind jetzt schon bei 2,5 bis 3 Stunden allein, also eigentlich fast schon bei der Maximalbetreuungszeit für die nächsten Wochen und ich verabschiede mich jetzt schon nach 10 bis 15 Minuten) aber bisher habe ich darauf vertraut, dass die Erzieherinnen wissen was sie tun und mein Kind einschätzen können. Außer eben, dass ich das mit dem Mittagschlaf erstmal verschoben habe. Und am Montag wollte P.s Erzieherin, dass ich mich schon nach einer Viertelstunde verabschiede und da habe ich gesagt, dass ich lieber noch bis nach dem Frühstück dableiben möchte (eine Stunde dann so insgesamt) weil ja grad Wochenende war. Das hat die Erzieherin dann sofort akzeptiert auch wenn ich ihr widersprochen habe. Also eigentlich doch eine klitzekleine Konfrontation wenn ich grad so drüber nachdenke
Mal eine andere Frage an Dich und auch an Feuerkind als Frau vom Fach: mein Sohn hat ja bisher nie geweint bei der Verabschiedung. Meist hat er mich noch einmal kurz umarmt und sich dann der Erzieherin zugewandt, mir aber hinterher geguckt. An der Tür habe ich immer noch einmal gewunken und "Bis später" gesagt, zurückwinken will er dann allerdings nicht. HEUTE hat er aber die Verabschiedung einfach ignoriert. Ich bin zu ihm hingegangen und habe mich verabschiedet wie immer, er hat sich aber nur ganz passiv umarmen lassen und mich eigentlich gar nicht angeguckt. Winken wollte er dann auch wieder nicht. Ist das jetzt gut oder schlecht, so bindungstheoretisch? Ist das nun Zeichen einer sicheren Bindung oder eher das Gegenteil? Fühlt er sich sicher oder fühlt er sich von mir im Stich gelassen und wollte mich das spüren lassen? Oder (was ich am schlimmsten fände) versucht er so seinen Trennungsschmerz zu unterdrücken? Irgendwie wäre mir entweder ein fröhliches Winken oder ein kurzes Weinen lieber, versteht ihr was ich meine? Auch wenn ich nach der Trennung wieder komme deutet er vor allem auf meine Brust und will dann stillen, so richtig zu freuen scheint er sich erst nach zehn Minuten oder so. Gestern hatte ich nach der Trennung den Eindruck, er weicht meinem Blick ein wenig aus. Oder interpretiere ich da zu viel rein?
Liebe Grüße,
Alioscha
so, nun hab ich etwas mehr Zeit, bin heute erstmal nicht mehr im Kitagebäude während der Trennung sondern zuhause...
Danat, ich würde wirklich ein Gespräch mit der Kitaleitung suchen, das kann nicht sein, dass mit den Eltern so respektlos umgegangen wird. Ich bin mir bei unserer Kita sicher, dass die Erzieherinnen auch innerlich drei Kreuze machen wenn alle Eingewöhnungen vorbei sind und sie mal wieder "unter sich" sind und ihren normalen Tagesablauf machen können (während der Eingewöhnung wird z.B. nicht rausgegangen, keine Ausflüge etc) aber ich habe trotzdem bisher nie den Eindruck gehabt, dass sie sich vor mir oder anderen Müttern anders/besonders liebevoll verhalten. Ich glaube die sind authentisch so wie ich sie erlebt habe. Und Schimpfen bspw. hat mein Sohn ja gleich in den ersten Tagen viel erlebt (wegen dieser Hauphase, die weitestgehend rum ist gottseidank), aber da wurde eben mit ruhiger Stimme gesagt "Nein P., nicht hauen, Kind xy darf das Spielzeug auch haben" und dem anderen Kind wurde immer gesagt "Sag wenn Du das nicht willst" etc. Also als wirkliches Schimpfen würde ich das nicht bezeichnen. Genau so würde ich es selbst auch machen.
Andererseits habe ich bisher auch noch nicht wirklich die Konfrontation gesucht, mir erscheint zwar die Eingewöhnung recht schnell insgesamt (wir sind jetzt schon bei 2,5 bis 3 Stunden allein, also eigentlich fast schon bei der Maximalbetreuungszeit für die nächsten Wochen und ich verabschiede mich jetzt schon nach 10 bis 15 Minuten) aber bisher habe ich darauf vertraut, dass die Erzieherinnen wissen was sie tun und mein Kind einschätzen können. Außer eben, dass ich das mit dem Mittagschlaf erstmal verschoben habe. Und am Montag wollte P.s Erzieherin, dass ich mich schon nach einer Viertelstunde verabschiede und da habe ich gesagt, dass ich lieber noch bis nach dem Frühstück dableiben möchte (eine Stunde dann so insgesamt) weil ja grad Wochenende war. Das hat die Erzieherin dann sofort akzeptiert auch wenn ich ihr widersprochen habe. Also eigentlich doch eine klitzekleine Konfrontation wenn ich grad so drüber nachdenke
Mal eine andere Frage an Dich und auch an Feuerkind als Frau vom Fach: mein Sohn hat ja bisher nie geweint bei der Verabschiedung. Meist hat er mich noch einmal kurz umarmt und sich dann der Erzieherin zugewandt, mir aber hinterher geguckt. An der Tür habe ich immer noch einmal gewunken und "Bis später" gesagt, zurückwinken will er dann allerdings nicht. HEUTE hat er aber die Verabschiedung einfach ignoriert. Ich bin zu ihm hingegangen und habe mich verabschiedet wie immer, er hat sich aber nur ganz passiv umarmen lassen und mich eigentlich gar nicht angeguckt. Winken wollte er dann auch wieder nicht. Ist das jetzt gut oder schlecht, so bindungstheoretisch? Ist das nun Zeichen einer sicheren Bindung oder eher das Gegenteil? Fühlt er sich sicher oder fühlt er sich von mir im Stich gelassen und wollte mich das spüren lassen? Oder (was ich am schlimmsten fände) versucht er so seinen Trennungsschmerz zu unterdrücken? Irgendwie wäre mir entweder ein fröhliches Winken oder ein kurzes Weinen lieber, versteht ihr was ich meine? Auch wenn ich nach der Trennung wieder komme deutet er vor allem auf meine Brust und will dann stillen, so richtig zu freuen scheint er sich erst nach zehn Minuten oder so. Gestern hatte ich nach der Trennung den Eindruck, er weicht meinem Blick ein wenig aus. Oder interpretiere ich da zu viel rein?
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Alioscha
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
So, jetzt habe ich noch einmal die Merkmale der "unsicher-vermeidenden Bindung" im Fremden-Situationstest nachgeschlagen und bin noch irritierter. Denn genau bei dieser Bindungsform ist es typisch, dass die Kinder nach außen hin unbeeindruckt sind von der Trennung, in Wahrheit sind sie aber besonders gestresst. Auch beschäftigen sich diese Kinder dann wohl eher mit Spielzeug/mit sich selbst als Kontakt zu anderen zu suchen. Und P.s Bezugserzieherin hat mir nach der ersten Trennung letzte Woche gesagt, dass P. sich primär alleine an so einer Spielwand beschäftigt hätte und weder zu ihr noch zu den anderen Kindern viel Kontakt gesucht hätte. Am darauffolgenden Tag hat sie mir allerdings gesagt, dass er diesmal Kontakt gesucht hätte, zu ihr und zu den anderen Kindern und seitdem ist das so geblieben.
Jetzt fühle ich mich grade ganz schlecht, ich bin grundsätzlich kein Fan von U3-Fremdbetreuung (ist aber leider notwendig in unserem Fall wie in den allermeisten Fällen
) und nun fürchte ich auch noch um die Bindung zwischen mir und meinem Sohn.
Oder kann man vielleicht den Fremden-Situationstest auf die erste Trennung in der Kita nicht so ohne weiteres anwenden? Denn bei diesem Test ist die Trennung ja plötzlich und unvorbereitet in fremder Umgeben mit einer völlig fremden Person, bei einer ordentlichen Kitaeingewöhnung gehen der Trennung ja ein paar Tage gemeinsames Dortsein mit einem Elternteil voraus.
Weiß dazu vielleicht jemand was?
Schon wieder nachdenkliche Grüße,
Alioscha
Jetzt fühle ich mich grade ganz schlecht, ich bin grundsätzlich kein Fan von U3-Fremdbetreuung (ist aber leider notwendig in unserem Fall wie in den allermeisten Fällen
Oder kann man vielleicht den Fremden-Situationstest auf die erste Trennung in der Kita nicht so ohne weiteres anwenden? Denn bei diesem Test ist die Trennung ja plötzlich und unvorbereitet in fremder Umgeben mit einer völlig fremden Person, bei einer ordentlichen Kitaeingewöhnung gehen der Trennung ja ein paar Tage gemeinsames Dortsein mit einem Elternteil voraus.
Weiß dazu vielleicht jemand was?
Schon wieder nachdenkliche Grüße,
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Nur kurz, da ich gleich zur Arbeit muss
An sich macht einen den "Bindungstyp"(salopp gesagt) nicht unbedingt an der Trennung selbst fest, sondern am Verhalten, wenn die Bezugsperson wieder kommt.
Dabei würde ich aber in der KiTa-Situation auch nicht nur ein einmaliges Ereignis als ausschlaggebend erachten (Also jetzt überspitzt gesagt ich bin das erste mal da erlebe das erste mal xy bei der abholsituation und xy fängt an zu weinen weil mama kommt und er noch spielen will und ich schlussfolgere dann daraus xy ist in der Bindung unsicher-vermeidend), sondern eine längere Beobachtung.
Man kann zB auch nicht pauschal sagen,dass wenn ein Kind bei der Trennung weint es nicht sicher gebunden ist.
diesen "Test" den du meinst, macht man ja wirklich plötzlich und unvorhergesehen, das ist etwas anderes als bei einer Eingewöhnung, das siehst du richtig. Bei einer Eingewöhnung sieht man in der Beobachtung dann eher die Summe des ganzen.
Grundsätzlich so wie ich die Eingewöhnung von euch als Außenstehende vom lesen her beurteilen kann (was natürlich schwer ist, ich bin ja nicht dabei und erlebe dein kind nicht), habe ich schon das gefühl, dass es eben so gut klappt, weil dein kind eine gute/sichere bindung hat.
Das mit dem Spielzeug sollte dich nicht so verunsichern, denn das ist etwas alterstypisches. Er ist 1 jahr und 4 monate, oder? Da ist es an sich sehr typisch, dass er mehr "allein" und mit dingen spielt, das die Kinder "so richtig" miteinander spielen kommt erst später, erst mal spielen sie nebeneinander her.
Er verhält sich also altersentsprechend.
Nun muss ich leider los, aber wenn du noch fragen hast, dann kannst du sie gerne stellen
ich drück dich mal wenn ich darf, ich finde ihr macht das alle ganz toll!
An sich macht einen den "Bindungstyp"(salopp gesagt) nicht unbedingt an der Trennung selbst fest, sondern am Verhalten, wenn die Bezugsperson wieder kommt.
Dabei würde ich aber in der KiTa-Situation auch nicht nur ein einmaliges Ereignis als ausschlaggebend erachten (Also jetzt überspitzt gesagt ich bin das erste mal da erlebe das erste mal xy bei der abholsituation und xy fängt an zu weinen weil mama kommt und er noch spielen will und ich schlussfolgere dann daraus xy ist in der Bindung unsicher-vermeidend), sondern eine längere Beobachtung.
Man kann zB auch nicht pauschal sagen,dass wenn ein Kind bei der Trennung weint es nicht sicher gebunden ist.
diesen "Test" den du meinst, macht man ja wirklich plötzlich und unvorhergesehen, das ist etwas anderes als bei einer Eingewöhnung, das siehst du richtig. Bei einer Eingewöhnung sieht man in der Beobachtung dann eher die Summe des ganzen.
Grundsätzlich so wie ich die Eingewöhnung von euch als Außenstehende vom lesen her beurteilen kann (was natürlich schwer ist, ich bin ja nicht dabei und erlebe dein kind nicht), habe ich schon das gefühl, dass es eben so gut klappt, weil dein kind eine gute/sichere bindung hat.
Das mit dem Spielzeug sollte dich nicht so verunsichern, denn das ist etwas alterstypisches. Er ist 1 jahr und 4 monate, oder? Da ist es an sich sehr typisch, dass er mehr "allein" und mit dingen spielt, das die Kinder "so richtig" miteinander spielen kommt erst später, erst mal spielen sie nebeneinander her.
Er verhält sich also altersentsprechend.
Nun muss ich leider los, aber wenn du noch fragen hast, dann kannst du sie gerne stellen
ich drück dich mal wenn ich darf, ich finde ihr macht das alle ganz toll!
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Re: Ab wann Mittagschlaf in der Kita
Alioscha, ich sehe das auch so wie Feuerkind. Diese Verabschiedungssituation ist nicht so wirklich vergleichbar mit dem Fremde-Situations-Test. Alles in allem klingt es positiv was du berichtest und es klingt nach einer sicheren Mutter-Kind-Bindung. Das mit dem Alleinspielen kann ich auch so bestätigen ... in dem Alter ist das so.
Vielleicht war es auch erstmal einmalig. Vielleicht ist er morgen wieder aktiver beim Verabschieden.
Mich würde auch mal interessieren, wie ihr unsere Situation einschätzt (darf ich das hier mit in deinem Threat weiter tun, Alioscha? ... es ist halt thematisch so schön nah beieinander). Beim Verabschieden war es heute im ersten Moment ok, er weinte aber als ich dann zur Tür raus war. Allerdings ließ er sich wohl recht schnell ablenken. Als ich später wieder kam, konnte ich durch die Scheibe sehen, wie er am Tisch saß und so ein Steck-Spiel machte. Eine Erzieherin saß daneben, ging aber auch mal weg oder beschäftigte sich mit anderen Kindern. Er schnaufte immer mal wieder auf (weinte nicht; aber wie man es macht, wenn man im Vorfeld geweint hat ... wißt ihr was ich meine?). Als er mich dann sah, fiel er mir aufschluchzend in die Arme und weite sich erstmal kurz aus.
Er wollte dann zwar auch bald wieder runter ... und führte mich zu der Taschentücherbox, damit ich ihm die Nase putze. ... das hat er also wohl gelernt in der Zeit
. Dieses Aufschnaufen machte er dann noch eine ganze Weile immer mal wieder. Also es hat ihn schon deutlich gestresst war mein Eindruck.
Gestern war es auch so, als ich ihn nach dem Waldspaziergang abholte, dass er kurz aufweinte als er mich sah und sich kurz ausweinte. Da war es aber wirklich sehr kurz und er wollte schnell wieder runter und weiter mit seinem Ball spielen (die Bälle hatten sie schon mit im Wald und alle Kinder hantierten damit noch rum).
Heute zeigte mir die Erzieherin auch Fotos die sie geknipst haben (das ist zum ersten Mal, dass ich den Eltern gegenüber etwas Positives erlebt habe). Allerdings fand habe ich mein Kind in den Situationen jetzt nicht sooo gut wiedererkannt. Einmal saß er verhalten mit einem anderen Jungen auf einem Kindersofa und ein anderes mal mit am Tisch beim Trinken. Auch da wirkte er verhalten. Eine Spielsituation war nicht dabei bei den Bildern.
Dann gab es noch eine Situation am Rande, die ich eigentlich auch richtig schlimm fand. Ein anderes Kind, knapp ein Jahr, erst halbwegs neu dabei (vielleicht zwei/drei Wochen, dann war es zwei Wochen im Krankenhaus und jetzt war es den 6. Tag wieder neu da). Dieser Junge war offensichtlich schon ziemlich müde und weinte. Sie haben ihn in die Kuschelecke auf ein Kissen gelegt. Und da lag er allein und weinte. Also er weinte wirklich richtig herzzerreissend und nicht erst seit gerade eben, dass war offensichtlich. Er weinte schon als ich zum ersten Mal in den Raum kam, also sie hatten ihn schon vorher dort abgelegt gehabt. Als wir dann nach dem Anziehen noch mal reingeschaut haben, weil wir uns noch nicht verabschiedet hatten, weinte dieser Junge immer noch allein. Die Erzieherinnen (2 Erz, mit dann 8 Kindern) tanzten und sangen und trommelten im hinteren Teil des Raumes mit den restlichen Kindern im Spielkreis. Das hätte ebensogut eine Erzieherin machen können und die andere hätte sich um den weinenden Jungen kümmern können.
Zwischendurch hatte auch noch die Mama dieses Jungen angerufen, da hab ich nur mitbekommen, dass die Erzieherin schnell aus dem Raum ist (damit es die Mama nicht so hört?). "Ja, er hat es heute schwer." sagte sie am Telefon. Nach dem Telefonat ging sie wieder trommeln. Der Junge weinte immer noch. Er sollte offensichtlich dabei einschlafen. Also klassisches "Schreien lassen". Mir wurde richtig schlecht. Aber ich war so mit meinem Kleinen beschäftigt, der sich ja auch erstmal bei mir ausweinte, dass ich das erst so richtig auf dem Heimweg realisiert habe.
@Feuerkind: Mich würde sehr interessieren, wie du das als Fachkraft einschätzt.
Vielleicht war es auch erstmal einmalig. Vielleicht ist er morgen wieder aktiver beim Verabschieden.
Mich würde auch mal interessieren, wie ihr unsere Situation einschätzt (darf ich das hier mit in deinem Threat weiter tun, Alioscha? ... es ist halt thematisch so schön nah beieinander). Beim Verabschieden war es heute im ersten Moment ok, er weinte aber als ich dann zur Tür raus war. Allerdings ließ er sich wohl recht schnell ablenken. Als ich später wieder kam, konnte ich durch die Scheibe sehen, wie er am Tisch saß und so ein Steck-Spiel machte. Eine Erzieherin saß daneben, ging aber auch mal weg oder beschäftigte sich mit anderen Kindern. Er schnaufte immer mal wieder auf (weinte nicht; aber wie man es macht, wenn man im Vorfeld geweint hat ... wißt ihr was ich meine?). Als er mich dann sah, fiel er mir aufschluchzend in die Arme und weite sich erstmal kurz aus.
Gestern war es auch so, als ich ihn nach dem Waldspaziergang abholte, dass er kurz aufweinte als er mich sah und sich kurz ausweinte. Da war es aber wirklich sehr kurz und er wollte schnell wieder runter und weiter mit seinem Ball spielen (die Bälle hatten sie schon mit im Wald und alle Kinder hantierten damit noch rum).
Heute zeigte mir die Erzieherin auch Fotos die sie geknipst haben (das ist zum ersten Mal, dass ich den Eltern gegenüber etwas Positives erlebt habe). Allerdings fand habe ich mein Kind in den Situationen jetzt nicht sooo gut wiedererkannt. Einmal saß er verhalten mit einem anderen Jungen auf einem Kindersofa und ein anderes mal mit am Tisch beim Trinken. Auch da wirkte er verhalten. Eine Spielsituation war nicht dabei bei den Bildern.
Dann gab es noch eine Situation am Rande, die ich eigentlich auch richtig schlimm fand. Ein anderes Kind, knapp ein Jahr, erst halbwegs neu dabei (vielleicht zwei/drei Wochen, dann war es zwei Wochen im Krankenhaus und jetzt war es den 6. Tag wieder neu da). Dieser Junge war offensichtlich schon ziemlich müde und weinte. Sie haben ihn in die Kuschelecke auf ein Kissen gelegt. Und da lag er allein und weinte. Also er weinte wirklich richtig herzzerreissend und nicht erst seit gerade eben, dass war offensichtlich. Er weinte schon als ich zum ersten Mal in den Raum kam, also sie hatten ihn schon vorher dort abgelegt gehabt. Als wir dann nach dem Anziehen noch mal reingeschaut haben, weil wir uns noch nicht verabschiedet hatten, weinte dieser Junge immer noch allein. Die Erzieherinnen (2 Erz, mit dann 8 Kindern) tanzten und sangen und trommelten im hinteren Teil des Raumes mit den restlichen Kindern im Spielkreis. Das hätte ebensogut eine Erzieherin machen können und die andere hätte sich um den weinenden Jungen kümmern können.
@Feuerkind: Mich würde sehr interessieren, wie du das als Fachkraft einschätzt.
Liebe Grüße von danat
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