Huhu

ich wollte Dir nur auch noch schnell eine kleine Aufmunterung da lassen!
Du schreibst, dass Du Dich so ausgeliefert fuehlst. Das kann ich gut verstehen!
Seltsamerweise wird man waehrend der Schwangerschaft in Gespraechen und Berichten meist nur auf die Geburt vorbereitet - und darauf, wie es ist, wenn so ein kleines neues Wesen ploetzlich jeden bisherigen Rhythmus auf den Kopf stellt

Von schlaflosen Naechten ist da meist die Rede...
Wie es einem selbst aber KOERPERLICH in der Zeit NACH der Geburt geht, das wird eher selten und amRande thematisiert.
Das Kind ist da, alles ist so einigermassen imGriff... und trotzdem ist alles anders. Kein schwangerer Koerper mehr, mit dem man sich arrangiert hatte und der langsam heranwuchs, aber auch nicht der "normale". von vor der Schwangerschaft.
Sondern ganz ploetzlich und ohne Vorwarnung ein irgendwie fremder Koerper, der wieder neue Dinge tut, an die man sich erst gewoehnen muss.
Und ueberall zwickt und zwackt es, man hat Wunden, Wochenfluss... UND ein Baby (was toll ist, aber anstrengend).
Ja, da kann man sich durchaus auch mal hilflos und ausgeliefert fuehlen, das kann ich sehr gut verstehen!
Fuehl Dich mal ganz feste gedrueckt, es ist wirklich unangenehm, was Du da gerade erlebst!
Ich persoenlich hatte auch mit extrem explodierenden Bruesten beim Milcheinschuss zu kaempfen und kam mir sehr fremd im eigenen Koerper vor, der irgendwie lauter Dinge tat, an denen icht nicht beteiligt zu sein schien... dabei dachte ich, das sei nach der Geburt vorbei
Ich kann Dir ebenfalls versichern: diese Phase geht sehr schnell wieder vorbei!
Koerperlich wie seelisch.
Ich habe z.B. eigentlich Koerbchengroesse A-B, das hatte sich auch bis zur Geburt nicht geaendert.
Nach dem Milcheinschuss hatte ich irgenwas wie Tripple-E oder so - keiner der Still-BHs, die ich bis zu drei Nummern zu gross gekauft hatte, passte, alles schnuerte nur ein.
Mein Kind hatte ebenfalls damit zu kaempfen, bei so einer gespannten Brust mehr als die Brustwarze abzubekommen. Nach wenigen Tagen hatte sich der Spuk gelegt, die Brust war deutlich weniger geschwollen und die eigentliche Milchproduktion fand dann in einem Maße statt, mit dem man umgehen konnte.
Wenn Du es schaffst, die in Deinem Fall momentan leider so unangenehme Situation mit den vielen guten Tipps hier zu ueberbruecken und abzumildern, dann wirst Du schon ganz bald erleben, dass auch Du und Dein Koerper wieder mehr zueinanderfinden und Du nicht mehr das Gefuehl hast, irgendetwas hilflos ausgeliefert zu sein.
Herzlichen Glueckwunsch zu dem kleinen Wuermchen und hoffentlich ganz schnell gute Besserung!