Ich hatte auch einen (sekundären) Kaiserschnitt und mein Sohn ist am 3. Tag auch auf 3080g (von 3490g also 12%) gerutscht. Wurde dann total überrumpelt mit der Notwendigkeit des Zufütterns . Die Häufigkeit der Mahlzeiten wurde dann genauer beobachtet und ich sollte stillen (im Stillzimmer wo ich überhaupt nicht mit dem anlegen klar kam wg. Stuhl und Rückengriff) danach bekam er ne Pre Flasche und dann abpumpen. Beim nächsten Mal wurde dann erst meine Mumi in der Flasche gegeben und dann ggf. nochmals Pre hinterher). Am 3./4. Tag kam auch nur Kolostrum beim pumpen erst danach dann langsam "richtige" Milch.
Tja aber die Stillberaterin/Säuglingsschwester war bei Problemen beim anlegen meistens grad beschäftigt. Sie haben mir dann für die eine Brust auch ein Stillhütchen gegeben. Das hat mir meine Hebamme zuhause dann gleich wieder weggenommen und siehe da es ging tatsächlich plötzlich auch ohne!
Ich finde es schade, dass einem nach dem Kaiserschnitt und aufwachen aus der Narkose das Kind nur kurz gezeigt wurde und dann haben wir ihn erst nach 1,5h wieder bekommen. Das erste Mal angelegt wurde mittags/nachmittags (kurz nach Mitternacht geboren). Letztendlich bin ich einfach nur froh, dass es mit dem stillen dann doch geklappt hat. Durchs pumpen kam die Milch (schneller?) und wir konnten ab dem 6. Tag das Zufüttern wieder sein lassen. Was für eine Erleichterung. Mit 4,5 Monaten hat er jetzt knapp über 8kg
bei mir war es ähnlich.
Hatte auch einen sekundären Kaiserschnitt in Vollnarkose und hab aber trotzdem ca 30 min nach der GEburt schon angelegt.
Milcheinschuss erst nach 5 Tagen
Das zufüttern konnte ich noch ein wenig hinauszögern und hab irgendwann mal einem Fläschchen zugestimmt, da das Kind recht apatisch wurde Damit konnte ich leben, da die SChwester recht einfühlsam war und ich noch ein verhandeln konnte.
GEhasst habe ich die Wiegeproben.
#Stillhüttchen bekam ich auch, die mir die ersten 7 Wochen auch eine große Hilfe waren..
Insgesamt gesehen, hat das KH in SAchen Stillen vieles falsch gemacht, dafür aber durch liebevolle Betreuung vieles wett.
Schlingoline mit dem kleinen Sensibelchen 19.09.2011, dem wilden Rabauken 1.10.2013 und für immer im Herzen unser Engelchen Eva Maria 07.04.2106 - 13.04.2016
Regenbogenbaby Anna Maria 13.09.2017
jusl hat geschrieben:Ab einem Gewichtsverlust von 7% sollte auf jeden Fall seitens des Fachpersonals genauer geschaut werden. Das heißt: Auf Stillmanagement und Anlegetechnik achten und ggf korrigieren, Komplikationen ausschließen, engmaschige, intensive stillberaterische Begleitung.
Leider hapert es ja in vielen Kliniken an dem Fachpersonal. In den 5 Tagen nach dem KS habe ich 1x eine Schwester mit Stillberaterausbildung gesehen, die anderen Schwestern waren leider nicht auf dem neuesten Stand und haben alle unterschiedliche Sachen erzählt, was mich total verwirrt hat...
Lange gestillt und getragen habende Mama von Bondolinchen (Anfang 2009) und Mini-Bondolinchen (Frühj. 2012) .
Ich hatte auch nen KS, anlegen hab ich selbst im Kreißsaal danach gemacht, hab gar nicht gewartet, ob die Hebi was macht. Gesehen hatte ich unsere Kleine ja schon im OP einige Zeit. Dienstag hab ich entbunden und in der Nacht zu Freitag kam die Milch und war dann am Abend voll da.
Katharina hat auch fast 10% abgenommen, glaube aber, dass das Geburtsgewicht nicht ganz passt. Da ich ja doch einiges an Infusionen hatte, auch schon in den Wochen vor der Entbindung. Gerade wenn ich die ersten Bilder anschaue und dann am morgen danach, ist ein großer Unterschied.
Mir wurde ne Stillprobe angeboten, die ich aber abgelehnt habe, mir war klar, dass ich wenig Vormilch hab. Katharina hat dann trotz enorm viel Milch langsam zugenommen. Aber da dies auch weiterhin so ist und sie ein fittes und gesundes Baby ist, gehört sie wohl zu den Babys die einfach zarter sind. Sie ist außerdem enorm groß, da scheint wohl die Energie ins Größenwachstum zu gehen.
Ich merke jetzt schon, dass ich beim zweiten Kind einfach mehr Routine haben werde. Da bin ich überzeugt, wird es Dir genauso gehen. Außerdem kann man reflektieren und schauen, wo man beim zweiten Kind vielleicht anders reagieren würde.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert
K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
A: unendlich geliebt, wird groß, stolze große Schwester
F: unendlich geliebt, gestillt, getragen, familiengebettet, macht uns komplett
ich möchte an dieser Stelle auch mal von meinen Erfahrungen berichten.
Mein Sohn kam auch per Sectio, ich hatte ein Gestationsdiabetes und mein Kind kam mit ca 4200g auf die Welt. Wir hatten Startschwierigkeiten beim Stillen, durch die starken Schmerzen vom Kaiserschnitt konnte ich kaum aufrecht sitzen, geschweige denn auf der Seite liegen. Ein Stillkissen wurde mir verweigert mit der Begründung: "Alle bereits ausgeliehen..." (Im Stillzimmer lagen min. 5 aber keins davon durfte ins Patientenzimmer mitgenommen werden.) Ich klingelte immer wieder nach den Hebammen, damit diese mir beim Anlegen halfen. Da meine eine Brustwarze eher nach unten zeigt brauchte ich besonders viel Hilfe um meinen Sohn auch an diese Brust richtig anzulegen. Doch die Hebammen waren schließlich genervt und ließen sich Zeit bis sie in mein Zimmer kamen oder kamen gar nicht.
Bereits am zweiten Tag hatte er 10% seines Gewichts verloren und der Druck im Krankenhaus wurde so stark, dass ich schließlich zufüttern ließ.
Man sagte mir wörtlich: "Frau ... Ihr Sohn stirbt, wenn wir jetzt nicht handeln, Er wird einfach verhungern.!" Saugverwirrung? "Aber Frau... das existiert nicht... Das ist ein Mythos, wir haben noch kein Kind gesehen dass nicht wieder an die Brust wollte. "
Mir wurde regelrecht übel wenn ich gesehen habe wie die Hebammen ihm den Sauger in den Mund gezwungen haben... Ich weigerte mich mein Kind mit der Flasche zu füttern und überließ diese ausschließlich den Hebammen und später dann meinem Mann.
Milcheinschuss kam dann erst am 4. Tag und da hatte ich dann auch endlich mein eigenes Stillkissen.
Nach 5 Tagen Krankenhaus-Horror ( angeblich sehr stillfreundliches KH) dann endlich die Erlösung. Zuhause ging alles viel leichter. Allerdings musste ich wirklich kämpfen darum, dass mein Sohn wieder ausschließlich Muttermilch trank. Ich habe die ersten Tage NUR gestillt. Ich saß permanent mit meinem Stillkissen irgendwo und habe gestillt. Ich konnte das Haus 2 Wochen nicht oder nur sehr kurz verlassen.
Dann der Schock! Tachykardie wg. Herzfehler wieder Krankenhaus. Intensivstation. Kind verliert wieder Gewicht. Schwestern zwingen uns erneut zum Zufüttern.
Wir müssen wieder von vorn anfangen! Die Saugverwirrung kehrt sofort zurück. Wieder muss ich wochenlang fast "dauerstillen".
Ich hoffe einfach, dass ich bei meinem zweiten Kind in einem Geburtshaus oder sogar zuhause entbinden kann, denn ich will das nicht noch mal durchmachen.
Aber vielleicht ist man beim zweiten Kind auch gefestigter...
Ich frage mich allerdings, ob bei der 10% Regel auch berücksichtigt wird, dass ein Neugeborenes, dessen Mutter an Gestationsdiabetes litt, ja ohnehin zu viel Gewicht hat, das eigentlich überschüssig ist.
jusl hat geschrieben:Ab einem Gewichtsverlust von 7% sollte auf jeden Fall seitens des Fachpersonals genauer geschaut werden. Das heißt: Auf Stillmanagement und Anlegetechnik achten und ggf korrigieren, Komplikationen ausschließen, engmaschige, intensive stillberaterische Begleitung.
Leider hapert es ja in vielen Kliniken an dem Fachpersonal. In den 5 Tagen nach dem KS habe ich 1x eine Schwester mit Stillberaterausbildung gesehen, die anderen Schwestern waren leider nicht auf dem neuesten Stand und haben alle unterschiedliche Sachen erzählt, was mich total verwirrt hat...
Als kleines Stimmchen aus dem Off, das leider mangels Fachwissen ansonsten hier noch nicht viel sagen kann, hoff ihr verzeiht mir da das OT:
Auf meiner Wochenbettstation wars schlicht grausam: da wurde immernoch gesagt, dass man alle vier stunden anlegen soll, damit das Kind einen Rhythmus bekommt und die Brustwarzen nicht wund werden. Zum Glück hatte ich vorher gelesen, das die Würmer möglichst oft angelegt werden sollen, und mich nicht an den Rat der Schwestern gehalten... nur mal so als Einwurf, damit ich auch was sagen kann *lach*.
Da fällt mir auf, als Neuling mal wieder ne Frage: Was heisst ikterisch?
Danke, fürs Erklären schon mal im Vorraus
VG, Annika
mit Tristan, geboren am 12.2.2012
dauergetragen.familienbettschläfer.stillbaracuda.quatschnase.grinsekind.sockenvoudini.krümel.miniheld.wie doof geliebt.
Rechtschreibfehler sind tatsächlich aus Bequemlichkeit entstanden. Ich bitte meinen Anfall von Egoismus zu entschuldigen "Alles wesentliche geschieht von selbst, Haare wachsen auch nicht schneller, wenn man an ihnen zieht."
Ich frage mich allerdings, ob bei der 10% Regel auch berücksichtigt wird, dass ein Neugeborenes, dessen Mutter an Gestationsdiabetes litt, ja ohnehin zu viel Gewicht hat, das eigentlich überschüssig ist.
Nein, so funktioniert das nicht. Meine ersten beiden Kinder hatten beide je rund 4500 g. Ich hatte nachweislich keinen Diabetes, nicht mal ansatzweise. Es waren einfach große, kräftige, kerngesunde Kinder. (Heute beide immernoch groß, und sehr schlank(!); beides liegt in der Familie)
Bei einem 4200 g-Baby ist keineswegs klar, ob es dieses Gewicht WEGEN des mütterlichen Diabetes hat. Und selbst wenn: auf eine "Diät", die eine Art "gewünschten Gewichtsverlust" zur Folge hätte, darf man keinesfalls einen jungen Säugling setzen - die Gefahr für schwere Gelbsucht (= Ikterus) und Hypoglykämieprobleme wäre viel zu hoch. Gerade bei Diabetes-Babys ist häufiges Stillen und geringer Gewichtsverlust unbedingt wünschenswert.
Schwere Babys verlieren ihr "überflüssiges" Gewicht in den folgenden Monaten und Jahren allzumeist ganz automatisch, nämlich beim langen Stillen nach Bedarf und sinnig eingeführter Beikost.
VG, Annika
mit Tristan, geboren am 12.2.2012
dauergetragen.familienbettschläfer.stillbaracuda.quatschnase.grinsekind.sockenvoudini.krümel.miniheld.wie doof geliebt.
Rechtschreibfehler sind tatsächlich aus Bequemlichkeit entstanden. Ich bitte meinen Anfall von Egoismus zu entschuldigen "Alles wesentliche geschieht von selbst, Haare wachsen auch nicht schneller, wenn man an ihnen zieht."
Das hat ja viel Resonanz ausgelöst! Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte! Das beruhigt (und erschreckt und bekümmert gleichzeitig) dass es vielen anderen auch so ging.
Und danke nochmals Julia für die ausführliche Antwort!
Übrigens war ich in einem "stillfeundlichen Krankenhaus", was sich darin geäußert hat, dass ich gefragt wurde, wie lange ich stillen wolle, damit sie wüssten, wobei sie mich begleiten. Da war ich irgendwie verwundert, weil was macht es in den ersten 5 Tagen für einen Unterschied ob ich einen Monat oder 3 Jahre lang stillen möchte (und ich wusste darauf auch erstmal keine Antwort)? Die Stillberaterin selbst hatte, als ich da war, gerade keinen Dienst.
Da das offensichtlich vielen Gedanken macht, würde mich doch interessieren, was man tun kann, um sowas zu verhindern. Aus dem bisher Geschriebenen würde ich mitnehmen:
- KH so schnell wie möglich verlassen, wenn zuhause Betreuung (Habamme) vorhanden, da in entspannter Atmosphäre das Stillen besser klappt
- selbst alles tun, um das Stillen zu erleichtern: also oft anlegen, viel ausruhen. ggf. zusätzlich pumpen?
- nach Stillberaterin fragen, bzw. Stillberaterin kontaktieren bevor zugefüttert wird
- falls zugefüttert wird auf stillfreundliche Methode (was wäre das?) bestehen
Passt das so? Fällt Euch (vor allen den Expertinnen) noch was ein?