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Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

ich bin so froh das Du uns hilfst. Vielleicht können wir es diesmal mit Deiner Hilfe überwinden. Aber so schwierig wie diesmal war es wirklich noch nie. Heute läuft es auch nicht so gut. Um 18:30 musste ich schon die zweite Flasche geben. Ich hoffe das wir nicht noch eine 3 brauche.
Nicola hat wieder nur kurz gezogen und weil dann nicht sofort was kommt wird er sauer und zieht weg. Immer wenn ich ihn andocken wollte, wurde es noch schlimmer er wird San richtig sauer, brüllt und trückt seinen Rücken durch :-(
Ich glaube der 19 Wochen Wachstumsschub macht es uns jetzt auch noch schwer.
Dachte eigentlich wir wären da schon die ganze Zeit drinn, aber entweder fængt der jetzt erst an oder ist San jetzt auf dem Höhepunkt.
Nicola hat heute Nacht schon ganz unruhig geschlafen und hat heute auch viel geweint. Ich hoffe wir das wir es trotzdem schaffen.

Hier mal die Pipiwindeln der letzten Tage bzw. sei ich die wiege.
29.03.12. 500 ml
30.03.12. 680 ml
31.03.12. 500 ml
01.04.12. 380 ml. ( hier habe ich eine weg, wie Stuhlgang mit dabei war und ich war mir nicht sicher, ob man die dazu rechnet? Heute habe ich wieder eine soll ich die dazu rechnen?
02.04.12. 400 ml
03.04.12. 325 ml

Die Mahlzeiten die ich zugefuttert habe, kann ich nicht ganz genau sagen.
Seit letzten Donnerstag waren es immer nur zwei Flaschen a 200 ml. Gestern war es eine a 150 ml.
Die Zeit davor kann ich grob sagen das es meist 2-3 Flaschen waren.
Wenn ich mal wieder die Panik bekommen habe oder das stillen ganz schlecht lief 4-5 Flaschen, aber das kam ca. 1 x in 2 Wochen vor.
Ich glaube auch das ich schon genug Milch habe, mein Problem ist Nicola dazu zu bringen weiter zu saugen.
Jetzt zum Beispiel ist Dr im Halbschlaf und trinkt ohne Hüttchen, als würde er nie was anderes machen. Und vor einer Stunde konnte ich ihn überhaupt nicht dazu bekommen.
Und außer heute Morgen das erste stillen, hat er auch nicht Hüttchen getrunken und jetzt im Schlaf geht das wieder.......
Warum ist das so? Wie sollen wir das überwinden oder hilft mit hier die Zeit?
Genauso die Pausen zwischen den Milchspendereflexen. Da will er dann auch nicht mehr. Früher hat er wirklich lange bei mir getrunken und jetzt......ich habe dann auch oft das Gefühl, das er nicht richtig satt ist. Ich habe noch das leflax von der pupszeit, dar mache ich dann immer mal ins Hüttchen, damit er weiter saugt, aber das geht nicht immer und ist ja auch keine Dauerlösung. Ich weiss einfach nicht wie ich das machen soll.?.

Du wollte noch wissen wie oft wir stillen, leidet weiss ich das nicht genau, aber seit heute schreib ich das auch auf.
Ich versuche Nicola immer bevor er Hunger hat anzulegen, aber gerade Abends bekomme ich ihn dann kaum noch wach, weil er dann immer so kaputt ist.
Der kleine Mann schläft tagsüber nicht genug, weil es viel interessanter ist, sich von der Trage aus alles anzuschauen :-)
Heute Nacht bin ich dann um 3 noch mal aufgestandn, dann hat er wenigtens noch mal 10 Minuten getrunken.
Ich schätze mal 6-8 x stillen und die zwei Flaschen.
Soll ich ihn vieleicht doch öfter wecken, auch wenn er dann nur 5 oder 10 Minuten trinkt?

LG
Vanessa
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo nochmal,

ich hatte vorhin noch was vergessen.
Nicola nimmt ja auch einen Schnuller. Ich weiss nur nicht ob das bei unserem Problem gut ist?

Ich hatte schon überlegt das zu reduzieren, aber auf der an deren Seite weiss ich auch nicht wie das gehen soll.
Bei mir kann ich ihn meistens nicht mehr beruhigen, weil ihn das stillen eher aufregt.
Vorher konnte ich ihn auch immer mal in den Schlaf stillen, wenn er keine Ruhe fand.
Wenn er jetzt nicht einshlafen kann und ich ihn anlege, regt ihn das noch mehr auf. :-(
Dr schläft beim stillen nur ein, wenn Dr vorher schön getrunken hat, ansonsten keine Chance.
Wenn er sich weigerz zu stillen, versuche ich ihn auch erst mal mit dem Schnulli zu beruhigen.
Wie soll ich das dann machen :-(

LG
Vanessa
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

ich weiss nicht ob Du Dir meine Daten von gestern schon angeschaut hast.
Die Pipiwindeln wollte ich noch um einen Tag ergänzen:
04.04.12. 500 ml
Zum Glück wieder mehr.
Am Tag davor war es ja doch etwas wenig.
Heute Nacht hat er auch mal länger bei mir getrunken.
Dafür ging es dann heute Morgen nicht so gut.
Na ja im Moment ist es ein auf und ab.
Kannst Du Dir bitte das was ich gestern geschrieben hatte mal anschauen?
Ich habe zwar das Gefühl, das Dr sich jetzt schon mehr rausholt, aber ich bin doch ganz schön unsicher, ob das alles so richtig ist, wie ich das mache.
Bin schon ganz gespannt auf Deine Antwort.

Vielen Dank!
LG
Vanessa
jusl
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Hallo Vanessa,

vielen Dank für Deine Daten. Direkt vorneweg: die Urinmengen sind absolut unauffällig. Das ist ein sicherer Hinweis darauf, dass er derzeit bestens versorgt ist. Normalerweise stellt sich die Milchbildung auf die Nachfrage ein. Wenn ein Baby also beispielsweise eine Weile lang täglich 300 ml zugefüttert bekommt, dann produziert die Mutter in Folge dessen höchstwahrscheinlich 300 ml weniger, als wie es fürs volle Stillen notwendig wäre.
Die Mahlzeiten die ich zugefuttert habe, kann ich nicht ganz genau sagen.
Seit letzten Donnerstag waren es immer nur zwei Flaschen a 200 ml. Gestern war es eine a 150 ml.
Die Zeit davor kann ich grob sagen das es meist 2-3 Flaschen waren.
Wenn ich mal wieder die Panik bekommen habe oder das stillen ganz schlecht lief 4-5 Flaschen, aber das kam ca. 1 x in 2 Wochen vor.
Also: ein 4 Monate altes Babys trinkt durchschnittlich rund 800 ml Muttermilch in 24 Stunden. Die meisten Babys dieses Alters liegen im Bereich 670 bis 930 ml täglich (Quelle).
Angenommen Dein Baby gehört zufällig zu den 670 ml-Babys (das wissen wir nicht!), dann sind die 2 Flaschen à 200 ml (= 400 ml) rund 60 % des Gesamttagesbedarf. Das würde bedeuten, dass Deine Milchbildung derzeit bei rund 40 % des Vollstillniveaus liegt.
Angenommen Dein Baby gehört zufällig zu den 900 ml-Babys (ebenfalls Spekulation), dann wären die 400 ml tägliche Zufüttermenge rund 45 % des Gesamttagesbedarf. Das würde dann bedeuten, dass Deine Milchbildung derzeit bei rund 55 % des Vollstillniveaus liegt.

Unterm Strich realistisch ist vermutlich die Annahme, dass Deine Milchbildung derzeit in der Größenordnung 50 % liegt.

Das Angebot, also wie viel Milch die Mutter produziert, hängt von der Nachfrage ab. Babys, die zu selten oder zu kurz oder zu schwach oder technisch falsch saugen, regen die Milchbildung nicht ausreichend an; entsprechend geht die Milchproduktion zurück. Wahrscheinliche Ursache bei Euch dürfte der Mix aus Hütchen, Flaschensauger und Schnuller sein. Viele junge Babys schaffen es nicht, all diese unterschiedlichen Saugtechniken plus Stillen gleich gut zu beherrschen. Der Fachbegriff hierzu ist "Saugverwirrung". In unserer Linksammlung Stillwissen findest Du ausführliche Info zu Saugverwirrung, am besten stöberst Du dort mal ein bisschen.

Ich glaube auch das ich schon genug Milch habe, mein Problem ist Nicola dazu zu bringen weiter zu saugen.
Jetzt zum Beispiel ist Dr im Halbschlaf und trinkt ohne Hüttchen, als würde er nie was anderes machen. Und vor einer Stunde konnte ich ihn überhaupt nicht dazu bekommen.
Und außer heute Morgen das erste stillen, hat er auch nicht Hüttchen getrunken und jetzt im Schlaf geht das wieder.......
Warum ist das so?
Dieses Verhalten ist typisch für saugverwirrte Babys. Mal klappt es gar nicht, mal eher schlecht als recht, mal besser, dann wieder nicht... das ist sehr stressig so. (Eine KOMPLETTE Verweigerung der Brust ist sozusagen die schlimmstmögliche Ausprägung von Saugverwirrung. Stillen ist so zunächst unmöglich - aber auch diese schwerste Form ist durchaus behandelbar).
Wie sollen wir das überwinden oder hilft mit hier die Zeit?
Hier stellst Du die entscheidenden Fragen. Das A und O ist eine gute Stilltechnik - diese würde auch praktisch automatisch den Milchmangen beheben. Dein Baby braucht dabei Deine Hilfe; Du musst es unterstützen, eine korrekte Technik zu entwickeln. Dies bedeutet: Viel Stillwissen Deinerseits über korrektes Anlegen/verschiedene Anlegetechniken, Üben üben üben, möglichst vollständiger Verzicht auf künstliche Sauger in der nächsten Zeit. Hast Du eine Stillberaterin vor Ort, die Dich dabei unterstützen könnte?
Du wirst die Zufüttermilch nicht von jetzt auf gleich komplett weglassen können. Langsames, schrittweises Reduzieren ist besser. Unbedingt sinnvoll ist, in dieser Zeit, solange Zufütter notwendig ist, eine stillfreundliche Zufüttermethode zu wählen.
Idealerweise begleitet Dich eine Stillberaterin vor Ort bei der Auswahl und Ausprobieren einer für Euch geeigneten Methode.

Sind diese Zeilen hilfreich für Dich?

Rückfragen immer gerne und liebe Grüße
Julia
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

erst mal wieder vielen Dank. Bin froh, das ich dieses Forum gefunden habe.

Ok, dann weiss ich schon mal, das er mit zwei Flaschen und viel stillen genug Flüssigkeit bekommt. Dann muss ich einfach versuchen die Menge ganz langsam zu reduzieren. Ich würde sagen von meiner Milchmenge könnten wir auch schon auf eine Flasche zurück gehen, wenn ich ihn zum trinken bringe. Durch das viele anlegen auch spät abends oder Nachts gibt es wieder reichlich. Die Brüste waren heute auch die ganze Zeit prall, weil Nicola heute wieder mal nicht so trinken mag und wir am kämpfen sind :-( Solange das so läuft kann ich ja leider nicht weiter reduzieren. Wie reduziert man die Menge dann am besten?

Zufüttern mache ich ja seit ein paar Tagen nur mit dem Becher in der Hoffnung das Dr bald den Sauger vergisst.
Das zufüttern hat mir zwar keiner gezeigt, aber mittlerweile schaffen wir es ganz gut, das nicht mehr so viel daneben geht. Außer wenn Nicola sehr ungeduldig ist......
Den Schnuller muss ich dann wohl weg tun. Dachte ich mir schon. Hoffentlich kann ich ihn beruhigen, wenn er sich beim stillen so aufregt.

Stillberaterin habe ich leider nicht. Bei einer war ich und mit einer anderen habe ich mehrmals telefoniert. Aber das war da nicht richtige. Da hast Du mir schon mehr geholfen. Beide haben nicht verstanden warum das BES für uns nicht in Frage kommt. Habe ich ja inzwischen ausprobiert und wie ich mir dachte, geht nicht wg. Nicolas Bauchschmerzen. Aber ich glaube das habe ich schon geschrieben. Ausserdem meinte sie vollstillen könnte ich vergessen. Und wenn ich sehe wie Du hier damit umgehst, komme ich schon ins grübeln. Da hat sich keiner die Mühe gemacht mal zu schauen ob wg. den ganzen Gewichtsdaten überhaupt zugefüttert werden muss.
Kannst Du mir vielleicht jemanden empfehlen? Ansonsten muss ich es alleine weiter versuchen.
LG
Vanessa
jusl
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Ich geh mal der Reihe nach:
erst mal wieder vielen Dank. Bin froh, das ich dieses Forum gefunden habe.
Schön! :D

Dann muss ich einfach versuchen die Menge ganz langsam zu reduzieren. Ich würde sagen von meiner Milchmenge könnten wir auch schon auf eine Flasche zurück gehen, wenn ich ihn zum trinken bringe. Durch das viele anlegen auch spät abends oder Nachts gibt es wieder reichlich. Die Brüste waren heute auch die ganze Zeit prall, weil Nicola heute wieder mal nicht so trinken mag und wir am kämpfen sind :-( Solange das so läuft kann ich ja leider nicht weiter reduzieren. Wie reduziert man die Menge dann am besten?
Schau mal in die Linksammlung Stillwissen, dort findest Du auch den Link "Verringerung der Zufüttermengen, zurück zum Vollstillen". Darin wird das klassische Vorgehen beschrieben. Prinizipiell läuft das so, dass man nach und nach weniger Zufüttermilch anbietet, etwa 100 ml pro Woche bzw. 10-20 ml täglich weniger. Dieses Tempo ist langsam genug, dass sich die Brust auf den nun erhöhten Bedarf einstellen kann. Selbstverständlich ist die Voraussetzung, dass das Stillen AN SICH gelingt! Ein komplett oder beinahe komplett saugverwirrtes Babys, dass sich nicht oder fast nicht stillen lässt, hat erstmal ANDERE Baustellen (nämlich Saugtraining!..) als die Reduktion des Zufütterns.
Zufüttern mache ich ja seit ein paar Tagen nur mit dem Becher in der Hoffnung das Dr bald den Sauger vergisst.
Das zufüttern hat mir zwar keiner gezeigt, aber mittlerweile schaffen wir es ganz gut, das nicht mehr so viel daneben geht. Außer wenn Nicola sehr ungeduldig ist......
Das ist klasse. Diese Zielstrebigkeit wird Dir noch viel nutzen!.. ;-)
Den Schnuller muss ich dann wohl weg tun. Dachte ich mir schon. Hoffentlich kann ich ihn beruhigen, wenn er sich beim stillen so aufregt.
Ja, das ist eine Aufgabe... man muss da wirklich abwägen: auf der einen Seite kann der Schnuller nachweislich mit Schuld sein an Saugstörungen. Auf der anderen Seite: Es hat keinen Sinn, konsequent den Schnuller einem Baby zu verweigern, das sich ohne den gewohnten Schnuller so sehr aufregt, dass gerade DESWEGEN gar kein Stillen mehr möglich ist. Dogmatismus nützt da nichts. Aber Wachsamkeit, Sensibilität und feines Abwägen, jeden Tag, jede Stunde neu.
Stillberaterin habe ich leider nicht. Bei einer war ich und mit einer anderen habe ich mehrmals telefoniert. Aber das war da nicht richtige. Da hast Du mir schon mehr geholfen. Beide haben nicht verstanden warum das BES für uns nicht in Frage kommt. Habe ich ja inzwischen ausprobiert und wie ich mir dachte, geht nicht wg. Nicolas Bauchschmerzen. Aber ich glaube das habe ich schon geschrieben.
Nicht alle Beraterinnen kennen sich speziell mit Saugstörungen oder Spezialstillhilfsmitteln wie dem BES oder dessen Alternativen gut aus, das ist so ein bisschen Glückssache.
Das BES ist ein sehr leistungsfähiges Stillhilfsmittel; ich arbeite recht viel damit und das in aller Regel auch erfolgreich, aber: es passt definitiv NICHT zu jedem Stillproblem. Bei Saugstörungen, die dem Themenfeld Saugverwirrung zuzuordnen sind, hilft das BES oft nicht; hier muss wirklich gut abgewogen werden. Das Baby dockt damit halt auch nicht besser an usw...
Bei Euch würde ich viel mehr ein klassisches Umgewöhnungsprogramm vorschlagen, an dessen ENDE(!), kurz vor Ziel sozusagen, eventuell noch das BES zum Einsatz kommt, wahrscheinlich aber eher nicht. ;-)
Ausserdem meinte sie vollstillen könnte ich vergessen.
Diese Einschätzung teile ich nicht. Du hast 8 Wochen VOLLgestillt. Damit ist sichergestellt, dass sich Drüsengewebe und Hormonlage auf volle Milchproduktion ausgebildet haben. Ich habe schon ziemlich viele Relaktationen (= Wiederaufnahme des Stillens nach vorherigem Abstillen) und Zufütterreduktionen begleiten dürfen und kann da entsprechend aus Erfahrung sagen: Eure Chancen auf wieder Vollstillen sind ziemlich hoch. ;-) (Lies mal in der Linksammlung Stillwissen unter den Stichworten Relaktation.)
Kannst Du mir vielleicht jemanden empfehlen? Ansonsten muss ich es alleine weiter versuchen.
Nennst Du mir Deine PLZ? Dann schau ich mal. Ansonsten: ganz alleine bist Du nicht ;-) - hier im SuT findest Du die größtmögliche Unterstützung, die übers Internet möglich ist. Wird schon klappen. ;-)

LG
Julia
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

meine PLZ ist die 65779.

Ich habe gerade versucht Nicola ohne Schnuller zum schlafen zu bringen. Nach 1,5 Stunden habe aufgegeben :-( Der kleine war dann so fertig. Ich konnte ihn zwar die ganze Zeit beruhigen und er hat auch immer wieder mal kurz bei mir genuckelt, aber eben nur kurz. Und beruhigt hat ihn das leider auch nicht. Im Gegenteil er regt sich dann total auf und irgendwann will er dann nicht mehr dran ............Na ja ich werde es weiter versuchen, aber vorhin hat er mir schon arg Leid getan. An so Tagen wie heute, werde ich echt traurig weil ich mich frage ob wir das noch schaffen können.........Vielleicht liegt es aber auch an der Erschöpfung. So langsam gehen mir die Kräfte aus, das zieht sich jetzt halt schon einige Wochen(mit kurzen Pausen) hin und ich bin nur noch am Ende. Ich möchte nur mein Baby wieder voll stillen und vor allem das sich mein kleiner mal wieder freut wen wir stillen, jetzt ist es ja leider oft so, das Dr schon zu weinen anfängt, wenn ich mir daOberteil ausziehe :-(

Ich werde mir auf jeden Fall mal als durch lesen, vielleicht finde ich noch in paar Tipps wie ich es besser machen kann.

LG Vanessa
Lösche Benutzer 7240

Re: Hilfe

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

Liebe Vanessa,
ich wollte Dir auch nochmal gut zureden ;) Ihr schafft das bestimmt! Ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie schwer und anstrengend das alles für Dich ist, aber ich weiss noch, als mein Sohn so ca. 2-3 Monate alt war, hatte er auch so eine Phase, wo er tagsüber an der Brust nur noch geschrien hat. Nach ein paar Tagen hab ich heulend meine Hebamme angerufen, so fertig hat mich das gemacht. Und da war das einzige Problem zuviel Milch mit zuviel Druck, also nichts wirklich dramatisches ...
Wegen der Erschöpfung, hast Du denn (stillfreundlich eingestellte) Unterstützung, irgendjemand, der/die Dich ein bisschen unterstützen kann, dass Du auch mal durchatmen kannst und den Kopf ein bisschen freibekommst von gemittelten Wiegedaten, Pipiwindeln und Anlegetechniken? Oder hat es bei Euch eine Stillgruppe? Die hatte einer Freundin, die auch monatelang um's Stillen gekämpft hatte, viel geholfen, da kann man sich unter Gleichgesinnten auch mal alles von der Seele reden und vielleicht auch etwas seelische Unterstützung bekommen. Du klingst einfach so angespannt und unter Druck, was ich verstehen kann, was aber auf Dauer vermutlich nicht so hilfreich ist?
Zum Beruhigen: Weiss nicht, ob ich das überlesen habe, hast Du ein Tragetuch oder eine Trage? Weil dann pack das Kind ein und geh sportlich (!) spazieren, Tempo war zumindest bei meinem Sohn Grundvoraussetzung, am besten war Treppenrunterlaufen, da war er sofort ruhig. Notfalls wippen auf so einem Gummi-Gymnastikball.
Was mir noch geholfen hat (aber ich hatte auch kein saugverwirrtes Kind, das muss also kein guter Tipp sein): Stillen im Gehen, also mit Kind auf dem Arm durch die Wohnung, das hat oft geholfen in der Brust-anschrei-Phase.
Viel Glück Euch beiden!
NicolasMama
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Re: Hilfe

Beitrag von NicolasMama »

Hallo Julia,

ich wollte Dich noch was fragen. Am Sonntag möchte ich langsam anfangen die ersten 200 ml die Nicola bekommt 20 ml weise zu reduzieren. Wie soll ich dann in nächster Zeit mit dem Gewicht um gehen? Oder soll ich das hier lieber Regel. Posten? Bzw. Die andere Frage wäre noch wie soll ich mich verhalten, wenn wir einen guten Tag (so wie heute) haben und evtl. die zweite Flasche nicht brauchen. Soll ich die dann trotzdem geben oder lassen und noch mehr stillen? Die letzten Tage kamen wir inkl. Der zwei Flaschenmahlzeiten auf 9 Mahlzeiten. Was ich auch noch als Positiv sehe, gestern hatte Nicola ja nicht so gut bei mir getrunken, dafür hat Dr sich dann heute Nacht von alleine mehrmals gemeldetet und sich so den Rest geholt. Das hat er lange nicht mehr gemacht. Ich weiss nur nicht warum es jeden Tag wechselt. Heute denke ich wieder klasse wir schaffen das und morgen läuft es dann wieder schlecht und ich bin total geknickt

Wenn ich mit Nicola unterwegs bin läuft es sowieso meistens schlechtvwarum weiss ich nicht, deswegen graut mir schon vor Morgen, da gehen wir zur Schwiegermutter (da gehe ich überhaupt nicht mehr gern hin, weil ich da stændig nur das Wort verwöhnt höre und das nervt mich) habe Angst das es dort mit dem stillen überhaupt nicht klappt.
Morgen wollte ich auch meine Trage mit nehmen, damit ich mit meinem Kleinen mal raus gehen kann, das wird das nächste gefundene Fressen sein....j :evil:
LG
Vanessa

LG Vanessa
jusl
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Re: Hilfe

Beitrag von jusl »

Am Sonntag möchte ich langsam anfangen die ersten 200 ml die Nicola bekommt 20 ml weise zu reduzieren. Wie soll ich dann in nächster Zeit mit dem Gewicht um gehen?
Also ich würde folgendes vorschlagen:

Biete von Tag zu Tag ca 20 ml weniger an. Das ist nur eine grobe Richtschnur, kein Dogma. Wenn's mal einen doofen Tag dazwischen gibt, macht das nichts - zwei Schritte vor, einen zurück, zwei Schritte vor, einen zurück... das ist der Normalfall. ;-) (Daran muss man sich bewusst erinnern, wenn man gerade beim dem einen Schritt zurück ist.)
Während der Zeit einer Zufütterreduktion ist eine sorgfältige Beobachtung des Gedeihens des Babys unbedingt notwendig. Dazu gehört die Messung und Dokumentation der Gewichtsentwicklung ebenso wie alle anderen Kriterien für gutes Gedeihen. Diese sollten immer SÄMTLICH erfüllt sein. Ausführliche Infos dazu findest Du in unserem Grundinfo-Thread zum Thema Gedeihen und Gewichtsentwicklung, dessen Lektüre ich empfehle.
Die andere Frage wäre noch wie soll ich mich verhalten, wenn wir einen guten Tag (so wie heute) haben und evtl. die zweite Flasche nicht brauchen. Soll ich die dann trotzdem geben oder lassen und noch mehr stillen? Die letzten Tage kamen wir inkl. Der zwei Flaschenmahlzeiten auf 9 Mahlzeiten.
Wenn absehbar ist, dass die zweite Flasche an einem bestimmten Tag nicht notwendig sein wird, dann ist das OK (auch Hunger/Appetit ist nicht jeden Tag streng identisch, sondern variiert ein bisschen). Ihr solltet in diesem Falle aber auf jeden Fall auf HÄUFIGES Stillen achten:
* mindestens 10 mal in 24 Stunden anbieten,
* Pause höchsten 3 Stunden (besser nur 2),
* bei jeder Mahlzeit beide Seiten anbieten,
* so wenig Schnuller wie möglich (und wenn, niemals "anstatt Stillen" anbieten).
Was ich auch noch als Positiv sehe, gestern hatte Nicola ja nicht so gut bei mir getrunken, dafür hat Dr sich dann heute Nacht von alleine mehrmals gemeldetet und sich so den Rest geholt. Das hat er lange nicht mehr gemacht.
Prima! :D
Ich weiss nur nicht warum es jeden Tag wechselt. Heute denke ich wieder klasse wir schaffen das und morgen läuft es dann wieder schlecht und ich bin total geknickt
Ja, so ist das oft... versuche, es gelassen zu sehen. Mal läuft es gut, dann nicht so toll, aber am nächsten Tag geht's wieder besser. Abhaken und weitermachen. ;-) Und sich dolle über die GUTEN Tage freuen, denn was einmal klappt, klappt auch nochmal. ;-)
Wenn ich mit Nicola unterwegs bin läuft es sowieso meistens schlechtvwarum weiss ich nicht, deswegen graut mir schon vor Morgen, da gehen wir zur Schwiegermutter (da gehe ich überhaupt nicht mehr gern hin, weil ich da stændig nur das Wort verwöhnt höre und das nervt mich) habe Angst das es dort mit dem stillen überhaupt nicht klappt.
Diese Aufgabe kann momentan zu groß werden. Einem Baby korrektes Stillen beizubringen ist ein Fulltimejob, bei dem frau Unterstützung und Ermutigung aus ihrem Umfeld braucht (Wenn's keine Unterstützung gibt, dann Minimum: bitte KEINE Störungen!..). Ungeliebter Verwandtenbesuch kann ein großer Stressfaktor sein. Da hilft nur: Ohren auf Durchzug und schnell wieder abfahren, oder Besuch ganz verschieben. DU bist die Mutter; setz Prioritäten, in DEINEM Sinne und im Sinne Deines Sohnes!

Alles Gute dafür und LG
Julia
Gesperrt

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