Stillen Kontra flasche
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Captainsparrow
Re: Stillen Kontra flasche
Ich denke die Entlastung durch das Flaschenfüttern bekommt man nur, wenn man z.b. nachts das Füttern an den Papa abgibt. Das ist bestimmt ganz OK wenn beide Elternzeit haben, wenn der Mann regulär arbeitet finde ich das doch etwas fragwürdig.....Ich habe ein Flaschenkind (mein Erstes) und ein Stillkind, und natürlich kam mein Flaschenkind auch nachts....ich wollte meinen Mann nicht wecken mit Licht zum Flasche-machen etc, also bin ich anfangs mit ihm runter, und einmal total schlaftrunken mit einem Säugling die Treppe runtergesegelt...bei beinem Stillkind hab ich schlaftrunken das Schlafanzugoberteil hochgeschoben, angedockt, Ende. Auch wenn durch das Stillen wirklich die komplette Säuglingsbetreuung an mir hängen blieb, würde ich es immer wieder so machen. Ich meine, klar ist es anstrengend, aber es sind ja nur Monate bis (bei uns) 2 Jahre, ich finde wenn man sich für ein Kind entscheidet kann man in der Zeit auch mal die *Arschbacken zusammenkneifen*, um dem Kind die Vorteile die es durch das Stillen hat, zukommen zu lassen.
Ein "ja" zum Baby ist nunmal kein "Ja" zu gutschi-gutschi, Krabbelgruppe und Mamitreff im schicken Cafe, sondern auch ein "Ja" dazu, sich und seine Bedürfnisse für eine gewisse Zeit sehr hintenan zu stellen. Ehm, sorry, das war aber vielleicht etwas OT....wie man vermuten könnte hab ich mich mal wieder an einen Spielplatz mit anderen Eltern "gewagt" LOL.....
Ein "ja" zum Baby ist nunmal kein "Ja" zu gutschi-gutschi, Krabbelgruppe und Mamitreff im schicken Cafe, sondern auch ein "Ja" dazu, sich und seine Bedürfnisse für eine gewisse Zeit sehr hintenan zu stellen. Ehm, sorry, das war aber vielleicht etwas OT....wie man vermuten könnte hab ich mich mal wieder an einen Spielplatz mit anderen Eltern "gewagt" LOL.....
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FCF
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Re: Stillen Kontra flasche
Ich habe ein "Flaschen-" und zwei Stillkinder und muss sagen: ich habe keinen Unterschied im Trinkverhalten entdeckt. Der Grosse kam nachts genauso oft wie die Mädels und hat abends auch mehr Milch gebraucht als Tagsüber. Interessant war, dass er, als er noch teilgestillt wurde, ungefähr drei Monate lang verlässlich durchgeschlafen hat. Abgestillt wars damit auf einen Schlag vorbei. (ob das allerdings am Abstillen lag oder auch so gekommen wäre, lässt sicz natürlich nicht sagen.)
Klammern tut von allen dreien auch das Flaschenkind am meisten. Das ist mMn eher vom Typ abhängig als von der Ernährung. Bindung finde ich bei allen drei gleich stark.
Zur Fremdbetreuung: meine Mittlere nahm problemlos auch die Flasche, sowohl mit abgepumter als auch mit Kunstmilch. Sie nahm auch Schnuller, von daher war es kein Problem, Sie mal bei PApa oder Oma zu lassen. Das Baby verweigert konsequent beides, aber mittlerweile kann Sie tagsüber auch schon ohne Stillen. Abends bin ich mit ihr noch sehr gebunden.
Und zu "Papa gibt nachts die Flasche": klingt doch sehr nach Utopie, wenn die Papas dann morgens um sechs zur Arbeit müssen...
Fazit: am "praktischsten" finde ich Stillkinder, die auch Flasche und Schnuller akzeptieren bzw sich um Tragetuch beruhigen lassen.
Klammern tut von allen dreien auch das Flaschenkind am meisten. Das ist mMn eher vom Typ abhängig als von der Ernährung. Bindung finde ich bei allen drei gleich stark.
Zur Fremdbetreuung: meine Mittlere nahm problemlos auch die Flasche, sowohl mit abgepumter als auch mit Kunstmilch. Sie nahm auch Schnuller, von daher war es kein Problem, Sie mal bei PApa oder Oma zu lassen. Das Baby verweigert konsequent beides, aber mittlerweile kann Sie tagsüber auch schon ohne Stillen. Abends bin ich mit ihr noch sehr gebunden.
Und zu "Papa gibt nachts die Flasche": klingt doch sehr nach Utopie, wenn die Papas dann morgens um sechs zur Arbeit müssen...
Fazit: am "praktischsten" finde ich Stillkinder, die auch Flasche und Schnuller akzeptieren bzw sich um Tragetuch beruhigen lassen.
Liebe Grüße, M. mit großem Erfinder (2007), süßer Maus (2009) und kleiner Prinzessin (2011)
- BlueSwan
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Re: Stillen Kontra flasche
Also wir haben auch beides durch. 6 Wochen Flasche 6 Wochen beides und nun stillen.
And the winner is "Stillen"
Praktisch bedeutet für mich was mich am wenigsten einschränkt d.h. wenn wer Anruft "Lust auf nen Spatziergang?" "Klar" Kind ins Tuch und los. Nicht noch alles zusammenpacken oder groß überlegen wann er das näste mal dran ist und ob ich das schaffe.
Also Schlafverhalten ersten Wochen mussten wir ihn alle 4 Stunden füttern, mit 12 Wochen (als wir endlich vollstillten) schlief er durch. Mit 5 Monaten hat er wieder angefangen Nachts wach zu werden und zu trinken, inzwischen schläft er FB (vorher Beistellbett) von daher stört es mich nicht. Eine Bekannte "Flaschenmama" derren Kleine ist eine Woche älter, schlief seit der 8ten Lebenswoche durch (wurde aber auch schreien gelassen) und nu wacht sie plötzlich auch nachts auf und will spielen.
Zum Clusterfeeding denke ich das jedes Baby (mit ersten Wachphasen) abends anstrengender ist weil es viel erlebt hat und verarbeiten muss. Da ist Dauernuckeln nur eine super altanative Beschäftigungstherapie
Ich kann nur berichten das ich abend immer besonders anstrenget fand erst als ich von clusterfeeding hier gelesen hab und es akzeptiert hab da sind die Abende richtig gemütlich geworden. Ich vermisse es ja schon fast (Der Kleine geht seit 3 Wochen früher ins Bett weil er im WZ immer wieder wach wurde)
Und was beanspruche BW angeht das ist ja auch bei jedem anders. Ich hatte bisher ein Milchstau gleich zu beginn (falsch abgepumpt) und die ersten 3 Tage tat das stillen weh (wobei kein Wunder nach 6 Wochen nur pumpen war das echt ne Umgewöhnung) und seit her alles bestens.
Ach ja und sollte ich je so fertig mit der Welt sein das ich ne Nacht durchschlafen will dann wird abgepumpt und Papa kommt dran, aber bisher brauch ich das zum Glück nicht.
Der einzige Vorteil den ich beim Flasche geben sehe(ausser bei gewissen Stillschwierigkeiten) ist das man das Baby jederzeit abgeben kann. Und ich für meinen Teil bin froh das ich mein Kleinen nicht ständig her geben muss weil Oma und Opa in Ruhe tätscheln wollen, wenn dann bin ich halt dabei.
And the winner is "Stillen"
Praktisch bedeutet für mich was mich am wenigsten einschränkt d.h. wenn wer Anruft "Lust auf nen Spatziergang?" "Klar" Kind ins Tuch und los. Nicht noch alles zusammenpacken oder groß überlegen wann er das näste mal dran ist und ob ich das schaffe.
Also Schlafverhalten ersten Wochen mussten wir ihn alle 4 Stunden füttern, mit 12 Wochen (als wir endlich vollstillten) schlief er durch. Mit 5 Monaten hat er wieder angefangen Nachts wach zu werden und zu trinken, inzwischen schläft er FB (vorher Beistellbett) von daher stört es mich nicht. Eine Bekannte "Flaschenmama" derren Kleine ist eine Woche älter, schlief seit der 8ten Lebenswoche durch (wurde aber auch schreien gelassen) und nu wacht sie plötzlich auch nachts auf und will spielen.
Zum Clusterfeeding denke ich das jedes Baby (mit ersten Wachphasen) abends anstrengender ist weil es viel erlebt hat und verarbeiten muss. Da ist Dauernuckeln nur eine super altanative Beschäftigungstherapie
Und was beanspruche BW angeht das ist ja auch bei jedem anders. Ich hatte bisher ein Milchstau gleich zu beginn (falsch abgepumpt) und die ersten 3 Tage tat das stillen weh (wobei kein Wunder nach 6 Wochen nur pumpen war das echt ne Umgewöhnung) und seit her alles bestens.
Ach ja und sollte ich je so fertig mit der Welt sein das ich ne Nacht durchschlafen will dann wird abgepumpt und Papa kommt dran, aber bisher brauch ich das zum Glück nicht.
Der einzige Vorteil den ich beim Flasche geben sehe(ausser bei gewissen Stillschwierigkeiten) ist das man das Baby jederzeit abgeben kann. Und ich für meinen Teil bin froh das ich mein Kleinen nicht ständig her geben muss weil Oma und Opa in Ruhe tätscheln wollen, wenn dann bin ich halt dabei.
- Cocorella
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Re: Stillen Kontra flasche
In der Praxis halte ich das kaum für umsetzbar.greenie bird hat geschrieben:also, wenn es nur darum geht, wenn Mama allein sich um die ermährung kümmern muss,ist stillen sicher einfacher. aber es geht ja darum, dass man das Kind mit Flasche jedem für viele Stunden geben kann und wenn der mann nachts aufsteht, während Mutti schlafen kann, so gilt das allgemein hin als Vorteil der Flasche, weil Mama ist dann ausgeruht und der Vater hat dann die Bindung zum Kind 'gestärkt' - so sieht es doch mal aus.
und da muss man sich eben entscheiden...wuppt man es allein, oder hilft der Partner.
'Vorteile' der Flasche sind meistens vermeintliche 'Vorteile' für die Eltern.
dass das Kind so lang weinen muss bis die Flasche fertig ist, ist gewöhnungssache- das tangiert mit der zeit kein elternteil mehr- ist ja 'normal'
$3n7 ƒr0m m0b1£3
Mein Mann steht morgens um 6 auf und hat dann einen 10-11 Stunden-Tag vor sich. Ich kann mich tagsüber nochmal hinlegen, wenn ich müde bin. Abgesehen davon, dass ich meinen Mann nachts nicht aufstehen lassen würde (außer im Urlaub oder am WE), er würde es schlichtweg auch nicht hören. Er hört unseren Sohn wirklich nie und da ich ja dann eh schon wach bin, würde ich ihn nicht mehr wecken, sondern selbst füttern.
Ich habe keinen Vergleich, weil es mein erstes Kind ist und ich , zum Glück, von Beginn an problemlos gestillt habe, aber ich hätte definitiv keine Lust auf den Fläschchenzirkus. Viel zu viel Arbeit, viel zu wenig Spontanität im Alltag.
Und für mich immer eins der wichtigsten Argumente: Ich fühle mich fast nie müde. Dank Stillen im Familienbett habe ich seit ca. 4 Monaten richtig erholsame Nächte. Ich werde kaum wach, wenn Sohnemann sich nachts meldet und das wollte ich wirklich nicht missen. Mein Schlaf ist mir heilig.
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Ginevere
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Re: Stillen Kontra flasche
Meine Kleine bekam ja die Flasche seitdem sie ca 7 Monate alt war. Und ich habe die Entscheidung abzustillen sooo oft bereut!
Jedesmal wenn einer von uns nachts aufstehen und eine Flasche machen musste, unterwegs, im Urlaub usw. Von der Nähe die uns dadurch irgendwie fehlte mal ganz abgesehen.
Jedesmal wenn einer von uns nachts aufstehen und eine Flasche machen musste, unterwegs, im Urlaub usw. Von der Nähe die uns dadurch irgendwie fehlte mal ganz abgesehen.
LG Gini
… mit A
3/09 und E
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- Amber
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Re: Stillen Kontra flasche
...und natürlich ist jedes Kind anders, was nicht unbedingt am Stillen oder Flasche liegt. Mein Großer hat neugeboren alle 2 bis 3 Stunden gestillt, meine Kleine hat gleich bis früh um 4 durchgeschlafen (zumindest die ersten Monate
).
Und: Natürlich ist auch jede Mutterbrust anders. Ich habe fast drei Jahre ununterbrochen gestillt, ohne auch nur einmal eine Brustentzündung/wunde BW o.ä. gehabt zu haben. Wichtig ist, die richtige Stilltechnik von Anfang an z.B. von der Hebamme im Wochenbett kontrollieren zu lassen.
Flaschennachteile die man beim Stillen nicht hat gibt es viele:
Milch kaufen, immer einen Vorrat haben, Flaschen/Sauger etc. reinigen und kontrollieren, Ausflüge müssen gut geplant sein mit einer "Nahrungstasche". Das alles fällt beim Stillen weg. Wenn das Kind quengelig ist, liegt es nicht immer am Hunger. Ist das Fläschchen einmal gemacht und das Baby will dann doch nicht trinken, darf man alles wegschütten und die Flasche spülen. Das nervt und kostet Geld.
Auch wenn die zukünftige Mama nicht so unbedingt vom Stillen überzeugt ist, so kann sie es doch einfach mal ausprobieren. Zur Flasche kann sie immer noch wechseln!
Und: Natürlich ist auch jede Mutterbrust anders. Ich habe fast drei Jahre ununterbrochen gestillt, ohne auch nur einmal eine Brustentzündung/wunde BW o.ä. gehabt zu haben. Wichtig ist, die richtige Stilltechnik von Anfang an z.B. von der Hebamme im Wochenbett kontrollieren zu lassen.
Flaschennachteile die man beim Stillen nicht hat gibt es viele:
Milch kaufen, immer einen Vorrat haben, Flaschen/Sauger etc. reinigen und kontrollieren, Ausflüge müssen gut geplant sein mit einer "Nahrungstasche". Das alles fällt beim Stillen weg. Wenn das Kind quengelig ist, liegt es nicht immer am Hunger. Ist das Fläschchen einmal gemacht und das Baby will dann doch nicht trinken, darf man alles wegschütten und die Flasche spülen. Das nervt und kostet Geld.
Auch wenn die zukünftige Mama nicht so unbedingt vom Stillen überzeugt ist, so kann sie es doch einfach mal ausprobieren. Zur Flasche kann sie immer noch wechseln!
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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Ginevere
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Re: Stillen Kontra flasche
Vergessen: Unser Flaschenkind trank bis vor ein paar Monaten noch mindestens eine Flasche pro Nacht und schläft bis heute nicht durch.
Also soviel dazu.
Also soviel dazu.
LG Gini
… mit A
3/09 und E
3/12
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- manuela_85
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Re: Stillen Kontra flasche
Danke euch. Habe heute noch mal mit meiner Schwägerin geredet und ihr eure beiträge gezeigt und nun will sie stillen sofern es klappt eine stillberaterin habe ich hier ja schon kennen gelernt und da wir dachten dass es die ganzen Probleme bei Flaschenkinder nicht gibt und sie im allgemeinen länger durchhalten hat sich jetzt als falsch bewiesen. Und die Idee falls man wirklich mal weg will oder mal schlafen will kann man abpumpen hilft viel. Danke
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amazingmum
- hat viel zu erzählen
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Re: Stillen Kontra flasche
Mein großer war Flaschenkind ich durfte nicht stillen. Bei der kleinen habe ich mir gedacht ich probiete das jetzt wenigstens aus. 2 Monate zum probieren wenns klappt bleiben wir dabei. Jetzt sind es fast 11 Monate
ich würde ihr sagen was spricht gegen ausprobieren? Aufhören kann MSN immer aber umgekehrt wirds schwierig ..
Alleinerziehende mit dem großen Gymnasiasten (01/07) der Waldorf-Zweitklässlerin (04/11) und dem Waldorf-Kindergartenzwerg (06/13)
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EhMiKS
Re: Stillen Kontra flasche
manuela_85 hat geschrieben:Danke euch. Habe heute noch mal mit meiner Schwägerin geredet und ihr eure beiträge gezeigt und nun will sie stillen sofern es klappt eine stillberaterin habe ich hier ja schon kennen gelernt und da wir dachten dass es die ganzen Probleme bei Flaschenkinder nicht gibt und sie im allgemeinen länger durchhalten hat sich jetzt als falsch bewiesen. Und die Idee falls man wirklich mal weg will oder mal schlafen will kann man abpumpen hilft viel. Danke
ich bin auch schonmal 3-4 stunden weg, da stille ich direkt vorm losgehen und pumpe die tage vorher etwas ab, das klappt gut wenn papa die flasche gibt. das ist also auch kein problem! und es ist einfach soooo gut für das baby, da könnte ich gar nicht geplant darauf verzichten. (wenn es nicht anders geht ist es was anderes, aber versuchen würde ich es immer wieder und das obwohl ich auch mal fiese stillphasen hatte...)
glg!



