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Re: Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 29.02.2012, 23:38
von Miracleine
Für mich klingt das alles gut. Da habe ich leider auch keine Ideen mehr.

Dann drücke ich Euch für morgen die Daumen! Das wird schon. Wenn alles gut läuft, wird Deine Kleine auch zunehmen.

Ach so, die Kinderarzteinschätzung finde ich bei uns immer schwer. Ich dachte bisher auch immer, einen super stillfreundlichen KiA zu haben. Er meinte immer, Stillen sei das Beste, was ich tun könne. Und Montag fing er bei uns mit dem Thema Zufüttern an, weil meine Kleine so leicht ist. Kinder sollten in den ersten zwölf Lebensmonaten über der mittleren Perzentile liegen. :roll: Das hat ihn beim Thema Stillen ein wenig disqualifiziert. 8)

Re: Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 29.02.2012, 23:39
von jusl
Hallo und herzlich Willkommen hier im SuT!

Erstmal: herzlichen Glückwunsch zum Baby. :D Ich drücke Dir die Daumen, dass Euer Wiegetermin morgen zur Entspannung beiträgt. ;-) Bis dahin vielleicht folgende Hinweise:
ich stille etwa 8 bis 10 mal am Tag.
Gut! Das ist eine völlig normale Stillfrequenz für junge Babys. Seltener sollte es nicht sein - behalte als Richtwert "8-12 mal" im Hinterkopf, dann wird ganz sicher genug Milch produziert.
Wir haben immer um die 8 bis 10 Windeln am Tag und auch fast jedes Mal ist ordentlich Urin drin.
Wenn keinerlei andere Flüssigkeit zugegeben wird, ist das Windelgewicht ein sehr aussagekräftiges Mittel, um auf genug Milch zu schließen. 8 nasse Windeln sind ein sehr sicheres Zeichen dafür, dass Dein Baby genug Milch bekommt. Wie oft hat Dein Baby denn Stuhlgang? Das wäre noch wichtig zu wissen.
SD ist gut eingestellt, jeglich schlechte Einstellung merke ich sofort, nächste Kontrolle ist 4 Wochen nach der Entbindung geplant, zu früh würde es nichts bringen. Wobei ich wie gesagt, sofort merke wenn sie schlecht eingestellt ist, also wenn ich zu wenig SD Hormone habe, als auch eine mögliches zuviel an Hormonen.
Gut! Es ist in der Tat sinnvoll, die SD häufig kontrollieren zu lassen, denn SD-Erkrankungen sind bei falscher Behandlung/Einstellung eine der häufigsten Ursachen für Milchbildungsstörungen.
wenn ich sie beim stillen auf die andere Seite nehme oder die Position wechsel wird sie sehr hysterisch, damit zeigt sie mir deutlich, dass sie noch nicht fertig ist. Wenn sie fertig ist, wird sie sehr träge und lässt die Brustwarze los und schläft dann ein
Prima. Es ist wichtig, dass Dein Baby die erste Seite wirklich FERTIG trinken darf, denn zum Ende der Stillmahlzeit steigt der Fettgehalt und damit auch der Kaloriengehalt. Danach solltest Du noch immer noch die zweite Seite anbieten, die darf Dein Baby annehmen oder auch ablehnen, ganz nach Bedarf. Und nach der zweiten Seite solltest Du ruhig noch mal die erste Seite anbieten, falls Dein Baby noch wach ist.

Und zum Gewicht:
Soweit ich das Gewicht noch auf die Reihe bekomme:

* 14.02.2012 3730g KH - Geburtsgewicht
* 17.02.2012 3370g KH - Entlassgewicht
* 19.02.2012 34xxg Hebamme (genauer weiß ich es nicht mehr)
* 21.02.2012 3390g Hebamme
* 25.02.2012 3450g Hebamme
* 27.02.2012 3510g Hebamme
* 29.02.2012 3510g Hebamme
Dazu folgende Anmerkungen:
* Dein Baby hat rund 10% abgenommen, das ist sehr viel - so viel, dass da eigenlich hätte genauer geschaut werden sollen (Teegaben sind eine praktisch sinnfreie Maßnahme, die im besten Falle keinen Nutzen, im schlechtesten Falle durchaus Nachteile haben kann :? ). Du schriebst, Du hast Dein Baby per KS bekommen. Ich nehme an Du hattest einen Flüssigkeitstropf? PDA/SPA? Dann kann es sein, dass auch Dein Baby etwas Wasser eingelagert hatte. D.h. das Geburtsgewicht ist eigentlich nach oben verfälscht. In diesem Fall wäre der Gewichtsverlust auch geringer. Falls Dein Baby in den folgenden Tag bis ca 21.02. sehr viel gepinkelt hat, könnte es durchaus sein, dass es normal Speck zugelegt hat, aber eben gleichzeitig überschüssiges Wasser verloren. Auf der Waage zeigt sich dann "Stillstand", weil sich das ausgleicht.
* Das niedrigste Gewicht lag wahrscheinlich noch unter den 3370 (denn es wäre ja ein großer Zufall, wenn GENAU beim niedrigsten Gewicht gemessen worden wäre). Daraus ergäbe sich logischerweise eine eine höhere Gewichtszunahme ab den niedrigsten Gewicht.
* In der letzten Woche stieg die Gewichtszunahme dann auf 120g/Woche.
* Mit was für einer Waage misst Deine Hebamme? Modern und digital? Eine, die auf dem Tisch steht, oder eine mit Stoffbeutel zum Dranhängen?

Zusammengefasst ergibt sich bis hierher:
* Ihr stillt ausreichend oft, Dein Baby scheidet viel Urin aus; für den Fall, dass es auch mehrmals täglich Stuhlgang hat, ist dies ein sicheres Zeichen für ein gutes Stillverhalten und genug Milch.
* Aus den Messwerten "Heute 3500 g und vorgestern auch 3500 g" lässt sich NICHT ableiten, dass das Baby seit vorgestern nicht zugenommen hat. Aus zwei Messwerten mit ein paar Tagen dazwischen allein lässt sich ÜBERHAUPT NICHTS ableiten. Vielleicht war der Darm vorgestern randvoll und heute leer? Dann kann's gut sein, dass Dein Baby in 2 Tagen 150g zugenommen hat! Man KANN das aber eben so genau nicht messen... Deshalb müssene immer MEHRERE Messdaten über einen LÄNGEREN Zeitraum betrachtet werden. Nähere Infos zu guter Messmethodik und Interpretation von Gewichtsdaten findest Du in dem schon verlinkten Thread "Grundinfo Gedeihen".
Morgen früh kommt die Hebi nochmal zum wiegen und wenn dann wieder keine/kaum Zunahme da ist, müssen wir zum Kinderarzt.
Und was soll der dann machen? Nochmal wiegen? (Vorsicht, andere Waage!..) Oder umfangreiche Untersuchungen auf Stoffwechselstörungen und Malabsorptionserkrankungen??... Ihr habt noch Zeit! Gutes Stillverhalten und reichlich Ausscheidungen geben keinerlei Anlass zur Hetze. Für sinnvoll halte ich:

* Warte in Ruhe den Wiegewert morgen ab, und wiegt in den nächsten 4-6 Woche noch 1-2 mal pro Woche. Aus diesen Daten wird sich dann mit Sicherheit ablesen lassen, ob Dein Baby gut gedeiht.
* Optimiere das Stillmanagement: Mindestens 10 x in 24 Stunden anbieten, keine Pausen länger als 3-4 Stunden, die Seiten immer fertig trinken lassen. Falls Du sehr viel Milch hast: Streich den ersten Schwung aus, in ein Tuch oder eine Tasse, denn diese ersten Schlucke sind fettarm. Falls Dein Baby zufällig einen sehr kleinen Magen hat, wäre das Bäuchlein damit schon voll, deshalb kann es sinnvoll sein, die ersten Schlucke auszustreichen und Dein Baby erst DANACH anzulegen, dann nimmt es mit der selben Menge Milch mehr Kalorien auf.
* Energieverlust minimieren.

Was meinst Du dazu?

Halt uns doch bitte auf dem Laufenden, wie es morgen beim Wiegen läuft.
Ich hoffe diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und LG
Julia

Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 07:53
von CarpeDiem
Sie bekommt keine andere Flüssigkeit von mir als MuMi. Das mit Tee haben wir nur gemacht, weil sie halt kaum was im Magen hatte und dann noch was wollte. Haben wir aber nur 2 bis 3 mal am Tag gemacht und das letzte Mal am 16.02. danach kam die Milch ja. Sie wurde anfangs überwiegend im Neugeborenemzimmer gewickelt. Daher weiß ich nicht wie viel Pipi sie drin hatte am Anfang. Man hat mit Einschuss der Milch gemerkt das die Pipimenge deutlich erhöht ist. Sie hat jeden Tag mehrmals auch Stuhlgang. Der genauso ist wie überall Stillstuhl beschrieben wird.

Die Hebi wiegt mit Tuch und digitaler Waage.

Mit dem Kinderarzt will sie sich in sofern absichern, dass wenn er das Kind für gesund befindet und wir so weiter machen sollen, dass es damit aus ihrem Verantwortungsbereich ist. Sie wirkte etwas ratlos gestern, weil sie es nicht verstehen kann das Katharina nicht zu nimmt. Und wenn wir das Gewicht nicht kennen würden, würde niemand ein Problem vermuten.

Vielleicht noch wichtig, mein Mann hat Colitis Ulcerosa und nimmt selbst extrem langsam nur zu, muss dafür eine hohe Kalorienzahl essen. Nun war meine Überlegung ob Katharina ähnlich schlecht die Nahrung verwertet, dass sie da nach im kommt.

Danke Euch sehr für die vielen Tipps. Ich werde nach dem Besuch der Hebi berichten. Ich hoffe auf ne gute Zunahme, dass damit erstmal das Ganze etwas entspannt gesehen werden kann. Hab bisschen Angst das ich mir irgendwann doch Druck mache und das dann die Milch weniger wird.


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Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 08:02
von CarpeDiem
Stichwort Energieverlust. Sie ist ein Heizofen. Muss aufpassen das ich ihr nicht zuviel anziehe. Sie kriegt dann nen roten Kopf und der Nacken glüht schon fast. Anfangs hab ich ihr zuviel angezogen.


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Re: Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 08:09
von jusl
Sie hat jeden Tag mehrmals auch Stuhlgang. Der genauso ist wie überall Stillstuhl beschrieben wird.
Prima, das ist sehr gut. Ein sehr sicherer Hinweis darauf, dass sie genug Milch bekommt und keinerlei Stillproblem vorliegt.
Die Hebi wiegt mit Tuch und digitaler Waage.
Hm, OK, diese Waagen messen nämlich angeblich nicht so zuverlässig wie solche, die auf dem Tisch stehen.
Mit dem Kinderarzt will sie sich in sofern absichern, dass wenn er das Kind für gesund befindet und wir so weiter machen sollen, dass es damit aus ihrem Verantwortungsbereich ist. Sie wirkte etwas ratlos gestern, weil sie es nicht verstehen kann das Katharina nicht zu nimmt. Und wenn wir das Gewicht nicht kennen würden, würde niemand ein Problem vermuten.

Vielleicht noch wichtig, mein Mann hat Colitis Ulcerosa und nimmt selbst extrem langsam nur zu, muss dafür eine hohe Kalorienzahl essen. Nun war meine Überlegung ob Katharina ähnlich schlecht die Nahrung verwertet, dass sie da nach im kommt.
Eine Absicherung durch den KiA ist dann durchaus sinnvoll. Wenn es in der Familie schon eine medizinische Vorgeschichte, dann sollte natürlich geschaut werden, ob Dein Baby evtl. Ernährungs- bzw. Supplementierungsbedürfnisse hat, die über normales, problemloses Stillen hinausgehen. Ich drücke die Daumen, dass Ihr da einen kompetenten KiA habt, dessen Ideen weiterreichen als bis "täglich eine Flasche zufüttern".

Hab bisschen Angst das ich mir irgendwann doch Druck mache und das dann die Milch weniger wird.
Da brauchst Du Dir sicher keine Sorgen zu machen! Bei Euch gibt es doch im Grunde nur zwei Möglichkeiten:
1. Stillen läuft problemlos, Dein Baby ist kerngesund. Dann wird es zweifellos bald gut zunehmen, und es sind keinerlei Maßnahmen nötig.
2. Stillen läuft problemlos, Dein Baby hat aber irgendein med. Problem. Dann wird das behandelt, ggf. supplementiert, Ihr stillt währenddessen fröhlich weiter und alles ist ebenfalls gut.
Also: Kein Grund für Druck, so oder so! :wink:
Stichwort Energieverlust. Sie ist ein Heizofen. Muss aufpassen das ich ihr nicht zuviel anziehe. Sie kriegt dann nen roten Kopf und der Nacken glüht schon fast. Anfangs hab ich ihr zuviel angezogen.
Klar, zu warm ist ebenfalls nicht gut (und kostet wiederum viel Energie, der Körper muss dann zwecks Kühlung viel schwitzen, und wohl fühlen sich die Babys dann ja auch nicht.) Wenn Du Dein Baby möglichst wenig oder gar nicht ablegst, dann merkst Du schnell, ob es zu kühl oder zu warm ist und kannst schnell reagieren. Der Temperaturhaushalt von jungen Säuglingen funktioniert noch nicht ausgereift.

LG und meine besten Wünsche für Entwarnung gleich beim Wiegen,
Julia

Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 08:24
von CarpeDiem
Danke Euch :)

Ich hoffe gleich auf ein kleines Wunder in Sachen Gewicht.

Ich kann Katharina nicht die ganze Zeit tragen, zum einen wg der KS Narbe und meiner Hüftproblematik. Ich prüfe ihren Nacken regelmäßig. Beim wickeln haben wir auch nen Heizstrahler, damit da nicht unnötig Wärme verschwendet wird.

Ich war noch lange ruhig, aber so langsam werde ich doch unruhig und mach mir viel Gedanken drum. Weil es für mich so unverständlich ist, dass sie nicht ordentlich zu nimmt. Und wenn ich nur ein wenig Angst hätte sie würde zu wenig Milch bekommen wäre ich sofort bereit zu Maßnahmen in Sachen abpumpen oder zu füttern.


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Re: Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 08:27
von jusl
Ich kann Katharina nicht die ganze Zeit tragen, zum einen wg der KS Narbe und meiner Hüftproblematik.
Das brauchst Du auch nicht. Kuschelt Euch zusammen auf die Couch, legt Euch zusammen ins Bett, wann immer das geht. Die Erfahrung zeigt einfach, dass Babys, die viel Zeit am Körper der Mutter verbringen, besser zunehmen.

LG
Julia

Re: Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 12:33
von Sibi
CarpeDiem hat geschrieben: Ich kann Katharina nicht die ganze Zeit tragen, zum einen wg der KS Narbe und meiner Hüftproblematik.
Auch ohne Kaiserschnitt konnte ich in den ersten zwei Wochen mich kaum bewegen. Also haben Kind und ich fast den ganzen Tag auf der Couch verbracht - Kind neben oder auf mir. Oder Kind hat auf dem Bauch von seinem Papa geschlafen.

Re: Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 13:05
von CarpeDiem
Das machen wir sowieso. Sie hat ein starkes Nähebdürfnis und ich auch :mrgreen: aktuell liegt sie auch auf meiner Brust und die Arme müssen lang werden, um noch an das Netbook zu kommen.

Hebamme war gerade da. Aktuell damit 3550g, also nur noch 180g bis zum Geburtsgewicht. Hebamme kommt morgen wieder. Wenn Katharina bis Dienstag nicht fast an das Geburtsgewicht wieder ran kommt, soll ich dann zum Kinderarzt gehen oder wenn morgen nicht weiterhin eine leichte Tendenz nach oben zu erkennen ist. Habe mich mit der Hebamme jetzt soweit geeinigt, dass ich dann abpumpen würde und ich dann nach dem stillen abpumpen würde und diese Milch dann extra geben würde.

Es belastet mich schon enorm. Weil ich halt nicht weiß was ich noch machen kann. Ich hab mich so gefreut das ich so gut Milch bekommen habe und das trotz KS und Hashimoto. Und ich hab an vieles vorher gedacht, was das stillen anfangs schwierig gestalten könnte, aber an eine fehlende Zunahme beim Kind, wenn sie genug bekommt, damit hab ich nie im Leben gerechnet.

Ich kann mich gut bewegen trotz des KS und der Narbe. Ich darf nur nicht soviel und ständig tragen, weil das die Narbe belasten kann.

Re: Kind nimmt nicht zu

Verfasst: 01.03.2012, 13:53
von jusl
Hebamme war gerade da. Aktuell damit 3550g, also nur noch 180g bis zum Geburtsgewicht. Hebamme kommt morgen wieder.
Prima!
Habe mich mit der Hebamme jetzt soweit geeinigt, dass ich dann abpumpen würde und ich dann nach dem stillen abpumpen würde und diese Milch dann extra geben würde.
Das halte ich für sinnfrei. Was soll das bewirken? Dass sie 10 anstatt 8 nasse Windeln hat und 5 mal statt 3 mal täglich Stuhlgang?? Ihr stillt problemlos! Das ist ein nicht verbesserungsfähiger Zustand. Falls Dein Baby ein med. Problem haben sollte, dann braucht sie ärztliche Betreuung und nicht abgepumpte Milch, und falls Dein Baby, was viel wahrscheinlicher ist!, kerngesund ist, dann braucht sie sowieso keine abgepumpte Milch. Der einzige zu erwartende Effekt unnötiger Zufütteraktionen ist grundsätzlich nur: Zunehmende Zweifel, Sorgen und Verunsicherung bei der Mutter.

Also: Weiterhin Ruhe bewahren, Baby genießen, häufig stillen.

Gedrückte Daumen für ein entspanntes Wochenende und ein erleichterndes Wiegeergebnis am Dienstag,
LG
Julia