Auch hmMomo hat geschrieben:Hmmmh, ich denke, es kommt immer drauf an, wie intensiv der Verzicht ist...
Was machst Du, wenn in der Zeit Dein absolutes Traumtuch rauskommt, streng limitiert?!?
Geht der Verzicht soweit, dass Du das dann gar nicht mitbekommst? Verzichtest Du komplett auf alles aus den 7 Wochen, oder holst Du das im Anschluss alles nach und kaufst Dir die Tücher dann vielleicht teurer trotzdem noch? Welches Ziel verfolgst Du mit Deiner Fastenzeit?
Ich fände es sinnlos und auch irgendwie unehrlich, sich in der Zeit zu zügeln, die Tage runterzuzählen und danach richtig zuzuschlagen. Verstehst Du, was ich meine?
Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber für mich inkludiert so ein Verzicht definitiv auch, dass man ggf. ein schönes Tuch verpasst und das dann halt so ist.
Sinnvoll ist so ein Verzicht ja letztlich nur, wenn man sich davor, dabei und danach bewusst macht, dass es eben durchaus auch ein Leben ohne DAS Traumtuch gibt - bzw., dass es eine totale Illusion ist, dass es "DAS" Traumtuch überhaupt gibt, das man unbedingt haben MUSS
Das ist für mich sonst nur eine Form von Gier (was btw. inhaltlich sehr schön in spirituellen Zusammenhang von talismamas "Aufhänger" passt).
Es gibt viele schöne Tücher, manche hat man - andere hätte man gerne, bekommt sie aber nicht und gönnt sie halt den anderen
Und ich denke, wenn man guten Gewissens sagen kann, dass einem das klar ich (noch - wieder - immer?), dann kann man sich wiederum mit voller Lust und Laune in die ATTA-Welt stürzen und seinen Spaß daran haben. Und durchaus auch mal einen Satz äußern wie "oh mein Gott, wie schön - dieses Tuch MUSS ich einfach haben." Wenn einem halt gleichzeitig bewusst ist, dass das nur ein Spiel ist und man es natürlich nicht wirklich "auf Leben und Tod" haben muss, einem deswegen nicht die Tränen in den Augen stehen, man keine schlafosen Nächte davon bekommt und die Gedanken nicht dauern darum kreisen. Es bedarf der innen Distanz.
Tücher sind schön, aber nicht wirklich wichtig. Wir alle wissen, dass auch ein einziges Tuch - und zu Not ein Kartoffelsack - ausreichen würde, um unser Kind genau so glücklich sein zu lassen.

