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Re: Was wissen die Stillberaterinen was Hebammen nicht wisse
Verfasst: 30.01.2012, 08:38
von 4tiere
Ich verschrieb mich: Ich meinte Wiegen ist nicht notwendig. Macht mich nur kirre. Aber eine Wiege haben wir auch nicht, auch keinen Kinderwagen.
Re: Was wissen die Stillberaterinen was Hebammen nicht wisse
Verfasst: 31.01.2012, 19:59
von Kitabuna
cher123blau hat geschrieben:Oh ja das kenne ich nur zu gut!
Kinderarzt (zu dem gegen wir aber nicht mehr)--> 4 Monate stillen dann mit Brei anfangen wegen Eisen Mangel
Hebamme -->6 Monate stillen dann Beikost
Stillberaterin/Hebamme --> so lange stillen wie es beide wollen und langsam mit der Beikost anfangen wenn Baby bereit ist, und nicht nach alter!
Dazu ne Nachfrage

Irgendwo (ich glaub es war in einem verlinkten Artikel von Missundercover) war eine Stillberaterin (?) zitiert, sinngemäß mit der Aussage, ein zu später Beikost sei auch nicht das Wahre. Wie ich es verstanden habe, ab etwa sechs Monaten sollte man anfangen etwas anzubieten, natürlich ohne Stress und Druck - auch BLW geht natürlich...
Mich würden Meinungen dazu interessieren.
Re: Was wissen die Stillberaterinen was Hebammen nicht wisse
Verfasst: 31.01.2012, 20:18
von posy
Kitabuna hat geschrieben:cher123blau hat geschrieben:Oh ja das kenne ich nur zu gut!
Kinderarzt (zu dem gegen wir aber nicht mehr)--> 4 Monate stillen dann mit Brei anfangen wegen Eisen Mangel
Hebamme -->6 Monate stillen dann Beikost
Stillberaterin/Hebamme --> so lange stillen wie es beide wollen und langsam mit der Beikost anfangen wenn Baby bereit ist, und nicht nach alter!
Dazu ne Nachfrage

Irgendwo (ich glaub es war in einem verlinkten Artikel von Missundercover) war eine Stillberaterin (?) zitiert, sinngemäß mit der Aussage, ein zu später Beikost sei auch nicht das Wahre. Wie ich es verstanden habe, ab etwa sechs Monaten sollte man anfangen etwas anzubieten, natürlich ohne Stress und Druck - auch BLW geht natürlich...
Mich würden Meinungen dazu interessieren.
Ich glaube, das verdient einen eigenen Thread.

Re: Was wissen die Stillberaterinen was Hebammen nicht wisse
Verfasst: 31.01.2012, 22:40
von Urania
honigbienchen hat geschrieben:Das ist auch immer ein wenig dessen, wie wichtig ein bestimmtes Thema für den Einzelnen (Arzt, Ärztin, Hebamme...) ist.
Wenn nach gewissem Grundwissen gerufen wird, finde ich das auch immer bißchen schwierig, denn dies muss auch von jemandem vermittelt werden und wenn jemand im Rahmen seiner Ausbildung zur Hebamme oder zur/zum Ärztin/Arzt dieses Thema nur in den Grundzügen vermittelt bekommen hat, von jemandem der vielleicht nicht auf dem neuesten Stand ist und dieser jemand es vielleicht auch nicht als so wichtig empfindet, naja, dann ist dies so. Schade vielleicht oder gar sicherlich, aber da ist der Punkt gefragt, den Lila ansprach, mit den eigenen Grenzen.
Wenn man sich mit einem Thema gut auskennen möchte, weil es einem wichtig ist, so muss man da selbst was reinstecken und sich das Wissen aneignen.
Ärzte und Hebammen haben schon ein gewaltiges Pensum an Wissen, was vorhanden sein muss. Wenn da nun eine/r dabei ist, dem das Stillen jetzt nunmal nicht "soooo" wichtig ist (!und das meine ich nicht wertend, sondern rein als Tatsache!), weil der Fokus vielleicht auf anderen Gebieten liegt, so ist dem so. Wünschenswert finde ich dann allerdings, wenn man weiß, wo man Frauen eben bei Stillfragen hinschicken oder verweisen kann.
Grundwissen finde ich immer schwierig. Was ist Grundwissen? Wo hört Grundwissen auf?

Na das simple eben.Ich müsste über 4 Lter trinken laut meine Hebamme um Milch zu steigern.Ich trank ja schon 3 und sie meinte ich muss noch mehr,dabei mit 3 Liter hatte ich kein Platz mehr für ein vernünftiges Essen

Oder ich muss pumpen .Sie hat mir immer das gefühl vermittelt das ich nicht genug tue um Milch zu erhalten.Dabei ist das doch so einfach,wenn mein Kind gerade nicht so viel stillt,reduziert es sich und wenn er wieder mehr will,dann kommt auch mehr. Dieses Gefühl führte bei mir fast zum versagen,obwohl alles i.O war. Mein Kind wird nie ein dickerchen und dabei bin ch nicht schuldig.Und pustekuchen hat sie mich an eine stillberaterin verwiesen,ich hab nicht mal gewusst das so was gibt bis ich SuT kennenlernte.
Re: Was wissen die Stillberaterinen was Hebammen nicht wisse
Verfasst: 01.02.2012, 22:41
von Miracleine
Das Problem ist ja auch nicht zwingend dass das Grundwissen nicht veremittelt wird, sondern dass es auch nicht auf den neuesten Stand gebracht wird.
Klar ist es bei den Hebis viel und komplex und bei den derzeitigen Bedingungen dürfte kaum noch Zeit für Fortbildungen bleiben.
Trotzdem ist es traurig, was man als frischgebackene Mama oft zu hören bekommt und was das auslösen kann. Die Folgen der Hebammenbetreuung bei meinem Großen schleppen wir noch heute mit uns rum.

Das zu erklären würde hier aber zu weit führen. Wenn man total verunsichert ist, weil eben nicht alles sofort perfekt klappt, hört man halt auf jeden Rat von Fachpersonal. Woher soll man als frischgebackene Erstlingsmama was von Stillberaterinnen oder den
Ausbildungsstand von Hebammen wissen?
Eine Hebamme muß nicht alles wissen. Aber ich sehe es auch so, dass sie bei Stillproblemen dazu stehen sollte, dass es eben nicht ihr Fachgebiet ist und dann weiter verweisen. Und auch in anderen Bereichen wie Schlafen oder Tragen sollte sie sich lieber, vor allem ungefragter, Kommentare enthalten, wenn sie da nicht auf dem aktuellen Ausbildungsstand ist. Sie muß es nicht alles wissen, sollte dann aber auch kein Halbwissen weitergeben.
Re: Was wissen die Stillberaterinen was Hebammen nicht wisse
Verfasst: 02.02.2012, 00:18
von wunderbabysmama
Als Grundwissen für Hebammen wäre wohl alles sinnvoll, was im normalen Wochenbett ohne große Komplikationen passiert.
Die Hebammen sind nun mal für die Wochenbettbetreuung zuständig und ich finde es auch gut, wenn da nicht x verschiedene Leute kommen für jedes Thema.
Also muss aber die Hebamme den normalen Verlauf des Stillstarts begleiten. Bei größeren Schwierigkeiten eine Stillberaterin dazu wäre dann sicher optimal.
Über z.B. Beikost braucht die Hebamme von mir aus nichts wissen, weil sie dazu ja nur selten gefragt wird. Das wäre dann sicher beim Kinderarzt wieder ganz gut aufgehoben, weil der bei den Vorsorgeuntersuchungen ja nach dem Still-und Essverhalten schauen soll. Bei Problemen könnte der wiederum Ernährungs- und Stillberatung empfehlen.
Also an sich finde ich ein Aufteilung in Fachgebiete sehr sinnvoll. Dann haben die Einzelnen wenigstens die Chance gut ausgebildet und auf dem aktuellen Stand zu sein.
Re: Was wissen die Stillberaterinen was Hebammen nicht wisse
Verfasst: 04.02.2012, 20:22
von honigtopf2010
Oje, ihr habt viele schlechte Erfahrungen mit euren Hebis gemacht. Das tut mir leid. Wir hatten ein stillverrücktes Duo, ohne das einige aus unserem Kurs sicher nicht gestillt hätten. Unsere Hebamme ist eine Fee und auch im 22. Monat noch Stillinstanz. Keine ausgebildete Stillberaterin aber äußerst kompetent. Ein Traum. Musste auch mal gesagt werden.