Re: so viele Frauen keine Milch mehr, Mythos oder Wirklichke
Verfasst: 25.01.2012, 09:53
wie schon chrissi hier beschreibt ist das mit Grund. Die meisten Frauen gehen sehr blauäugig, fast naiv zum Thema Stillen hinein. Die Haltung ist meist, das wird schon klappen...chrissi hat geschrieben:Wenn ich das Forum und meine IBCLC nicht gehabt hätte, hätt ich beim zweiten auch nicht stillen "können". ES gibt noch soooooooooooo viele Hebammen die mindestens 2-3 Stündige Pausen empfehlen, damit das Baby kein Bauchweh bekommt. Und da das den Clusterphasen natürlich nicht gerecht wird während Schüben, ist das Kind unzufrieden und nach der ersten Flasche Kustmilch natürlich papsatt und zufrieden, umkehrschluss: Milch zu wenig.
Das Problem ist, dass die meisten, die zu wenig Wissen haben, sich zu schnell verunsichern lassen.
Welche Mutter will das ihr Baby verhungert?
Gerade in der Anfangsphase von 6-8 Wochen ist es oft fatal mal ein Fläschen zu geben, mal weniger zu pumpen usw... Da wird diese empfindliche Zeitspanne, in der sich die Milchproduktion für die gesamte Stillzeit einstellt ganz schön aus dem Gleichgewicht gebracht...
Manchmal sind es kleine Veränderungen, die alles wieder ins Lot bringen, manchmal ein richtiger Kraftakt. Dann ist es von der Frau abhängig, wieviel Willen sie hat, noch mitzumachen, welche Betreuung sie hat und wie ihr Partner/Umwelt dazu steht.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten, wenn es zu kompliziert wird oder die ganze Geschichte nicht in 2 Tagen behoben ist, keine Lust mehr haben weiter zu machen... Ich kann es ihnen nicht verübeln. Aber hätten sie schon in der Schwangerschaft, die richtigen Infos gehabt, hätte vl die eine oder andere mehr gekämpft, mehr Widerstand bei falschem Handeln des Fachpersonals entgegen gebracht...
Sehr selten, haben die Frauen von Natur aus zu wenig Milch. Oft liegt es am falschen Management, Teilwissen, kein Wissen zum Stillen in schwierigen Phasen... von seitens der Frau und auch von dem Fachpersonal...