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Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 16.12.2011, 23:01
von jonale
Sagittaria hat geschrieben:Ach heerje, ich glaube, Du bist zuallererst einmal mit der momentanen Stillsituation unzufrieden.

Wenn ich Deine Schilderungen so höre, dann kann ich das auch echt nachvollziehen.

Wenn Mika tritt, boxt oder beißt, dann muss er runter und die Brust kommt weg, fertig! Er ist 1,5 Jahre alt und er versteht das sehr gut, dass er mir nicht weh tun darf!

Bitte wahre Deine Grenzen gegenüber Deinem Kind. Das Stillen soll beiden Partnern gefallen.

Im Sinne Deines Ungeborenen solltest Du Deine jetzige Stillbeziehungen in den Griff bekommen, so dass Du das Stillen wieder genießen kannst, so dass Du Dich auf die neue Stillbeziehung ohne negative Gedanken einlassen kannst.


kann hier nur unterschreiben.
habe meinen sohn ca. 2,5 jahre gestillt. meistens war es sehr anstrengend, auch mit 2 jahren im 2 std. takt nachts, tagsüber oft.....
ich hab einfach nicht auf mich und meine grenzen geachtet. war ziemlich erschöpft. ein halbes jahr nach dem abstillen wurde ich schwanger und konnte mir so garnicht vorstellen zu stillen. ich hab dann meine tochter knapp 5 monate gestillt. es war in ordnung so. ich konnte nicht mehr..
horche in dich hinein und achte auch auf dich. auch dir muß es gut gehen.

jonale

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 16.12.2011, 23:23
von Lösche Benutzer 1828
Kannst du das denn?
Ich koennte es nicht. Mein Kind an die Brust zu nehmen, war eim zweiten Kind so ein Drang, so normal. Ich haette gar nicht anders gekonnt. Wenn ich Kinder mit Flasche sehe, fuehlt sich das falsch an. Weint ein Neugeborenes in meiner Naehe, ist da sofort der Gedanke ans Stillen 8)

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 16.12.2011, 23:25
von Louise Odier
Sagittaria hat geschrieben:Ach heerje, ich glaube, Du bist zuallererst einmal mit der momentanen Stillsituation unzufrieden.

Wenn ich Deine Schilderungen so höre, dann kann ich das auch echt nachvollziehen.

Wenn Mika tritt, boxt oder beißt, dann muss er runter und die Brust kommt weg, fertig! Er ist 1,5 Jahre alt und er versteht das sehr gut, dass er mir nicht weh tun darf!

Bitte wahre Deine Grenzen gegenüber Deinem Kind. Das Stillen soll beiden Partnern gefallen.

Im Sinne Deines Ungeborenen solltest Du Deine jetzige Stillbeziehungen in den Griff bekommen, so dass Du das Stillen wieder genießen kannst, so dass Du Dich auf die neue Stillbeziehung ohne negative Gedanken einlassen kannst.

Guter Beitrag! :D
Ich würde da auch deutlicher werden und beißen und Co. unterbinden. Er wird sich sicherlich beschweren, wenn du ihm die Brust dann wegnimmst, das wird dann evtl. sehr anstrengend, aber er ist wirklich alt genug das zu verstehen. Wir hatten das hier auch mal ne kurze Zeit. Wenn du trotz allem nicht mehr kannst, dann würde ich an deiner Stelle eher darüber nachdenken den Großen langsam abzustillen, die kurze Stillpause zu genießen und dann nach der Geburt das kleine Mäusel zu stillen.
Ich persönlich fände es schade, wenn man aus Überzeugung ein Kind sehr lange stillt und das nächste dann gar nicht in den Genuss kommt. Aber du hast noch Zeit, deine Meinung wird sich womöglich noch ändern und zuallererst solltest du wirklich wieder etwas positives am stillen entdecken können, wenn dein Großer dich nicht mehr "malträtiert". :wink:
Ich drück dich und wünsch dir alles Gute!

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 16.12.2011, 23:39
von Atlasnaja
"Ich persönlich fände es schade, wenn man aus Überzeugung ein Kind sehr lange stillt und das nächste dann gar nicht in den Genuss kommt. "

Das kann ich bei meiner Vorschreiberin nur unterschreiben. Nicht, dass es dem Kind objektiv an etwas fehlen muss. Aber ich würde mich kennen. Hätte Kind 2 dann irgendeine Allergie so hätte ich mir immer Vorwürfe gemacht, dass ich ihm etwas nicht gegeben habe, was ich Nummer 1 gegeben habe.

Man wird sie nie gleich behandeln, aber in - für mich wichtigen Punkten, wie dem Stillen - möchte ich beiden das gleiche anbieten.

Ich würde ggf. nach meiner jetzigen Erfahrung eher Nummer 1 abstillen.

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 17.12.2011, 00:14
von kicka
kicka hat geschrieben:ich drück dich mal... würde an deiner stelle schon schauen, wie dein kleiner damit zu recht kommt, wenn du weniger/nicht mehr stillen würdest. wenn er es gut mitmacht, ist es doch gut und wenn nicht, dann würde ich vermutlich noch mal drüber nachdenken... ich weiss nicht, ob dir das hilft, aber ich würde so vorgehen...

ggggggggggggggglg kicka
Ich merke gerade, dass ich alles völlig falsch verstanden habe :oops: dachte, du meinst dass du den großen dann nicht mehr/weniger stillen möchtest, wenn das kleine da ist...

Vergiss meinen Beitrag ;)

gggggglg kicka

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 17.12.2011, 02:37
von wunderbabysmama
Das klingt ja wirklich unangenehm.

Für mich ist Stillen nach Bedarf ab einem gewissen Alter nicht nur am Bedarf des Kindes orientiert. Auch der Still-Bedarf der Mutter sollte eine Rolle spielen. Du tust dir und deinem Großen keinen Gefallen damit, wenn du aus Prinzip ihm deinen Körper überlässt ohne deine eigenen Gefühle ernst zu nehmen. Nicht zuletzt bist du auch darin ein Vorbild. Möchtest du ihm beibringen sich selbst zu opfern?

Manchmal fällt es mir auch schwer bei meiner Tochter (21 Monate) nein zu sagen. Sie stillt momentan nachts 3-5 mal und tagsüber immer wieder kurz, mindestens alle 3-4 Stunden.
Wenn ich weis sie ist müde, krank, hat nen anstrengenden Tag gehabt, dann habe ich selbst eher das Gefühl ich möchte ihr jetzt gerne das Stillen geben, weil es ihr gut tut.
Wenn sie aber aus Langeweile nuckeln will und das alle 10 Minuten, dann bin ich auch manchmal echt genervt. Oft passiert es mir, dass ich sie ohne nachzudenken stille, aber dann bin ich genervt und davon haben wir eigentlich nix. Ich merke immer wie gut es uns beiden tut, wenn ich anders reagiere. Wenn ich voller Überzeugung nein sage ohne negative Gefühle für sie und ohne Schuldgefühle, dann geht es ihr damit oft sehr sehr gut. Manchmal gebe ich ihr dann auf andere Weise Aufmerksamkeit, manchmal auch nicht.

Am Anfang ist es natürlich besonders schwer. Dann will das Kind stillen und hat es noch nie erlebt, dass es nicht immer darf, wenn es will. Dann kommt zum eigentlichen Still-Wunsch auch noch die Verunsicherung dazu. Aber meistens lernen die Kinder das sehr schnell, wenn nur die Mutter wirklich überzeugt davon ist, für alle zusammen das Beste zu tun.

Wenn du dein neues Baby erstmal kennen gelernt hast und du hast nach einigen Wochen wirklich einen ganz starken Widerwillen gegen das Stillen, dann könnte ich mir vorstellen, dass widerwilliges Stillen auch niemandem von euch gut tut. Aber das kannst du jetzt noch nicht wissen, also versuche lieber dich im Hier und Jetzt so wohl wie möglich zu fühlen und auf deinen Gefühle zu reagieren, die du in der jetzigen Stillsituation hast.

Alles Gute und berichte mal wie es euch geht!

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 17.12.2011, 07:23
von mama2008
giraffchen84 hat geschrieben: Ich will ihm soweit die entscheidung überlassen, wann er aufhört - nun hab ich mich schon aufs lange stillen eingelassen, jetzt will ich das auch so durchziehen.
Ich bin jetzt in der 11. Woche schwanger und mache mir momentan verquere gedanken: ich sehe mich (momentan) nicht in der lage, zwei kindern stillenderweise gerecht zu werden und eigentlich auch nicht, einem voll stillenden :( auch nicht, mich direkt wieder auf so eine "lange" stillbeziehung einzulassen.
Ich hätte niemals geglaubt, das grade ich (sonst stillmafia) darüber nachdenke, nur minimal oder nicht zu stillen und es macht mich traurig :( ich hab aber das gefühl, ich hab einfach schon "alles gegeben", durch das ganze gestille und getrage bin ich total schlank etc, einfach nach 18 monaten irgendwie mal müde und kann irgendwie nicht mehr sehr viel geben.
hr. hummel hat "nur" eineinhalb jahre gestillt. es gibt immer wieder phasen, in denen ich darüber traurig bin, dass wir nicht länger gestillt haben. ob ich ihn in einer form zum abstillen "gebracht" hab, ohne es selbst zu bemerken.
dann wiederrum denke ich mir, besonders wenn ich hier im forum (niemand persönlich gemeint und überspitzt formuliert) von "ausgelaugten langzeitstillmama´s oder tandemstillmama´s" lese oder das zeitweise "nervende stillverhalten" dass es bei uns doch so gut war wie es war. wir haben die stillzeit bis auf die schwierigen phasen sehr genossen.

ich persönlich könnte mir unter keinen umständen vorstellen, mein baby nicht zu stillen.
dennoch könnte ich mir vorstellen, dass ich mein größeres noch stillkind abstille. ich finde, eine stillbeziehung sollte auf beiderseitiger zufriedenheit basieren und wenn ich als mama das so nicht mehr möchte, dann ändere ich das.
ich finde auch, du solltest jetzt nicht abwarten, ob sich deine ansichten/empfindungen ändern, denn es belastet dich und dann solltest du es verändern. ich fände es schade, wenn du vieleicht in ein paar monaten dann so unzufrieden/frustriert bist, dass dein baby nicht in den genuß des stillens/ voll stillens kommen würde.
ich wünsch dir alles liebe.

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 17.12.2011, 19:52
von giraffchen84
Hallo ihr alle,

vielen, vielen lieben Dank für eure Antworten, Erfahrungen und Meinungen - hat mir total gut getan das zu lesen.
Jetzt komme ich auch endlich zum Atworten, die letzten Tage war ich einfach zu müde :roll:

Ihr habt recht, es war für mich auch immer das einzig Richtige, ein Baby zu stillen, und wenn das Mäusel da ist, wird das wahrscheinlich so eine Art Reflex sein.
Wahrscheinlich werde ich wie letztes Mal auch erstmal anfangen ;)
Ich habe allerdings wirklich Zweifel, ob ich es wieder so lange möchte - obwohl auch das sich im Prinzip richtig anfühlt.

Mein Sohn ist ein ganz wunderbares, unendlich geliebtes Kind und ich würde ihn auch nicht anders haben wollen als er ist - aber ich denle momentan immer: Oh mein Gott, noch so eins, das schaffe ich nicht.
Er war und ist immer in allem sehr extrem, ließ sich NIE ablegen (recht hat er ja auch...), wollte NIE mal 5min ruhig auf meinem Schoß verbringen etc etc. Und unsere Stillbeziehung fand ich eben auch sehr extrem - wir hatten eine sehr sehr lange Zeit, wo er nachts immer alle halbe Stunde wach war und gestillt hat, das ging ungefähr 8 Monate lang. Diese Zeit wirkt irgendwie noch bei mir nach.
Er war da 8 Monate alt und bis 16 Monate ging es - und 8 Monate ist ja meist die Zeit, wo die Babys schon abgestillt sind :P :wink:

Das tagsüber stillen war für mich nie das Problem, aber nachts nochmal so oft, das schaff ich nicht.....momentan wird er nachts zwar manchmal wach, schläft dann aber kuschelnd wieder ein, so dass ich nicht erst alles "auspacken" muss.

Mein Problem ist wohl immer das "schlechte Gewissen". Ich will ihm nichts vorenthalten, was er brauchen könnte - oder ihn zu etwas bringen, was er nicht will oder was er nicht sagen kann, das er es nicht will. Deshalb hab ich das wohl auch nachts so lange mitgemacht. Als wir dann sehr langsam damit aufgehört haben, war er auch einige Zeit lang immer sehr wütend, wenn er nicht durfte. :(

Momentan stillt er noch morgens, mittags, abends (wobei ich auch nicht weiß, wie ich ihn ohne Stillen denn zum Schlafen kriegen sollte, klappt ja manchmal nochnichtmal mit....).
Für mich persönlich ist die Zeit morgens noch die, die ich mit ihm sehr genieße. Die anderen Zeiten empfinde ich eher als lästig, da ich mich immer mit ihm hinlegen "muss" und blöderweise selbst mit einschlafen - meine Tage werden also relativ kurz und unproduktiv :wink:
Mir wäre es ausserdem total lieb, wenn mein Mann ihn auch mal abends ins Bett bringen könnte...

ANDERERSEITS: Er ist ja auch noch so klein :( Manche stillen in dem Alter ja auch noch deutlich öfter. Ich bin da hin und hergerissen, blöderweise ist meine Brust wegen der SWS super empfindlich geworden und er geht auch nicht zimperlich mit mir um. Er verfällt immer wieder in den "Schraubzwingen-Biss". Aua.

Oh mann....bin hin und her gerissen....

ganz liebe Grüße

giraffe


und kicka: Den Beitrag vergesse ich, den Drücker nehm ich trotzdem, okay :wink:

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 17.12.2011, 21:36
von Sakura
liebes giraffchen,
giraffchen84 hat geschrieben:Ich habe allerdings wirklich Zweifel, ob ich es wieder so lange möchte
du musst ja jetzt nicht die entscheidung treffen, dein zweites kind wieder so lange zu stillen. du musst jetzt gar nichts entscheiden. wenn du willst, dann freu dich auf das erste anlegen, darauf, dass dein kind ein paar tage lang kolostrum erhält... und dann kannst du neu entscheiden. und wenn du dein kind 3 monate gestillt hast, kannst du neu entscheiden. du kannst dich jeden tag zum abstillen entscheiden.

giraffchen84 hat geschrieben:Er war und ist immer in allem sehr extrem, ließ sich NIE ablegen (recht hat er ja auch...), wollte NIE mal 5min ruhig auf meinem Schoß verbringen etc etc. Und unsere Stillbeziehung fand ich eben auch sehr extrem - wir hatten eine sehr sehr lange Zeit, wo er nachts immer alle halbe Stunde wach war und gestillt hat
hm... ich kann dich SEHR gut verstehen. aber wie gesagt. du musst jetzt nichts entscheiden. alles ist gut so, wie es ist. wie es wird, weiß keiner. genieße den tag. morgen ist ein anderer tag.

ganz liebe grüße
S. :-)

Re: Das erste stillen, das zweite weniger/ nicht?

Verfasst: 17.12.2011, 21:50
von rosarot
Bei mir war es dass ich den ersten 2 jahre gestillt habe, bei der kleinen ist dann ganz viel schief gelaufen so dass ich da mit 3 monaten aufgegeben habe.
Ich hab ein sehr schlechtes gewissen gehabt dass sie jetzt nicht die tolle Muttermilch mehr bekommt aber ich konnte damals nicht mehr und das Kind war auch glücklicher.
Ich denke jetzt wäre es wichtig die jetzige Situation für dich optimal zu lösen damit du dannn an die zweite Stillbeziehung gestärkt gehen kannst. und ohen große abneigung und gedanken dass man dass kind dann später nicht mehr abgestillt bekommt :wink: