Stillen, Pille und Depression...

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Bianca86
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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von Bianca86 »

Da würde ich dir dringend raten die Schilddrüse checken zu lassen. Mein PMS verschwand mit den Schilddrüsenmedikamenten und die Blutung wurde auch schwächer. Wenn ich merke, dass ich depressiv werde, musste immer die Medikamentendosis erhöht werden und alles war wieder gut. Mir gings ohne Pille zwar auch besser (die kann sich auch negativ auf die Schilddrüse auswirken), aber richtig gut wurde es erst durch korrekte Schilddrüseneinstellung.
Grüße, Bianca mit Tochter (Februar 2011) und Sohn (August 2014)
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danica
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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von danica »

Also, Agnus castus reduziert die Milchmenge, das würde ich nicht nehmen.

Ich selber habe sehr lang die Cerazette genommen und keine Probleme mit einer depressiven Symptomatik oder so gehabt. Da sie keine Östrogene enthält, ist sie die einzige Pille, die während der Stillzeit genommen werden kann, weil die Milchmenge nicht beeinflusst wird. Alles andere hormonelle, auch der NuvaRing, beeinflusst über Östrogen die Milchmenge. Die einzige Alternative, die ich kenne, ist das Implanon, ein Stäbchen mit dem Wirkstoff der Cerazette, aber in geringerer Dosierung, das in den Oberarm eingespritzt wird und dort drei Jahre lang liegen bleiben kann und in der Zeit zuverlässig verhütet. Das ist aber eher keine Lösung, wenn Du glaubst, dass es von den Hormonen in der Cerazette kommt. (Dafür gibt es allerdings keine Hinweise in Studien oder ähnlichem, zumindest nach meiner Kenntnis nicht!)

Ich würde auch die Schilddrüse untersuchen lassen und evtl. ins Sonnenstudio gehen, falls es sich um eine Saisonbedingte Depression handelt - dann fehlt Dir einfach Sonnenlicht. Tu Dir etwas Gutes, das hilft....
GLG
Danica

mit drei Jungs, *2010, *2012+2013, *2013,
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Bianca86
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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von Bianca86 »

In der Packungsbeilage stehen Stimmungsschwankungen schon als Nebenwirkung (häufig) und Kopfschmerzen sogar sehr häufig.
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cosima83
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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von cosima83 »

Unbedingt die Schildrüsenwerte checken lassen! Das sollte bei Verdacht auf eine depressive Störung und hormonellem Ungleichgewicht immer geschehen, da die Schildrüsenhormone die Psyche ungemein beeinflussen. Oft reicht Tyroxin (Schildrüsenhormon) um die Welt wieder zurecht zu rücken.
Dir die Cerazette zu verschreiben war die Holzhammermethode, es gibt sicherlich andere Möglichkeiten.
Bist du bei einem Hausarzt in Behandlung?
Wenn ja, dann lass dich zur weiteren Diagnostik und medikamentösen Einstellung zu einem Radiologen (wenn Schildrüsenwerte auffällig) bzw. Neurologen (wenn Schildrüse unauffällig aber Depression weiterhin vorhanden) überweisen.
Ich hab das nauch alles durch und muss aufgrund einer endogenen Depression leider dauerhaft Medis schlucken, das ist mit Schwangerschaft und Stillen jedoch vereinbar, wenn du und das Kind sorgfältig überwacht werdet. Der KiA sollte auch Bescheid wissen, der hat dann auch ein Auge auf eventuelle Aufmerksamkeiten (es gibt aber eigentlich keinen Grund zur Sorge, da die Datenlage bisher eindeutig zeigt das moderne Antidepressiva die Kinder nicht dauerhaft beeinflussen).

Alles Gute! :)
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Bubo
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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von Bubo »

Danke alle!
Hab noch keinen Hausarzt hier, muss mich schnell bei einem anmelden.

5. Tag ohne Pille, es geht schon ein ganz bisschen besser.
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danica
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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von danica »

Bianca86 hat geschrieben:In der Packungsbeilage stehen Stimmungsschwankungen schon als Nebenwirkung (häufig) und Kopfschmerzen sogar sehr häufig.
Bianca, Stimmungsschwankungen und eine handfeste Depression sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Es gibt Frauen, die unter der Pille launisch werden, keine Frage, sogar ziemlich viele, aber a) meist nur am Anfang und b) vorübergehend!
GLG
Danica

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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von Bianca86 »

Das ist mir schon klar, dass das zwei Paar Schuhe sind. a) und b) kann ich aber nicht zustimmen. Meiner Erfahrung nach kann JEDE Pille Depressionen begünstigen. Deswegen rate ich da immer zuerst zum Absetzen.
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manja
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Re: Stillen, Pille und Depression...

Beitrag von manja »

Ich hatte mich intensiv mit Mönchspfeffer beschäftigt und bin zu dem Schluß gekommen, dass es NICHT geht in der Stillzeit. Man setzt es auch mit pos. SS-Test ab und nimmt es nicht weiter.
Ich würde die Cerazette mal absetzen. Was soll die denn den zyklus beeinflussen? Ich dachte, dass geht nur mit den Östrogen/Gestagen-Pillen? Ich hatte davon Dauerblutungen. Wäre es nicht schlauer, zu den drei Zeitpunkten im Zyklus, wie in der KiWu-Sprechstunde, die Hormone bestimmen zu lassen und dann mal genau schauen, was eigentlich los ist? Viel ist auch normal nach der SS und pendelt sich wieder ein. Vielleicht ist es am besten, gar nichts zu machen.
Ich finde die Idee der anderen, die Schilddrüse checken zu lassen, sehr gut. Ich hatte selbst Probleme und es WAR die Schilddrüse.
LG manja
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