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Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 10.11.2011, 22:17
von Gartenprinzessin
Richtig gestillt nicht, aber als mein kleiner Neffe zur Welt kam, hatte er große Probleme zu verstehen wie man saugt. Meine Schwester wollte Flasche geben und er hat nichts trinken wollen (ambulante Geburt, daher keine professionelle Hilfe). Da hab ich ihn dann einfach angelegt, weil es mir einfach logischer war, dass er es da wohl bestimmt besser kann. Meine Schwester wollte nicht, damit die Milch nicht einschießt. Er hat es auch sofort kapiert und gesaugt und dann hat es auch am Fläschchen geklappt.
Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 10.11.2011, 22:29
von rosarot
Nein das könnte ich mir auch nie vorstellen, ich finde das irgendwie etwas sehr intimes und möchte auch nicht dass irgendjemand mein Kind stillt.
Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 10.11.2011, 22:36
von kÜRBISHEXE
nein, aber merlin wurde schon mal von einer sehr guten freundin *winkzuivonne* gestillt

Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 10.11.2011, 22:42
von Daria
hab ich einmal gemacht. allerdings nicht wirklich gestillt sondern eher beruhigungs-saugen-lassen. das war meine nichte und meine schwägerin war kurz zum markt und baby liess sich nicht beruhigen. ich habe sie gefragt und sie fand das okay. ICH fand es erst komisch, aber ich glaube, das liegt daran, dass das fremde baby einfach ein ungewohntes saugverhalten hat.
und andersrum haben wir das auch fast erlebt. als lotti geboren wurde, war theo bei einer freundin, die ihr kind auch noch gestillt hat. die fragte auch, ob sie ihm das anbieten soll, wenn er danach fragt. ich fand das in ordnung, sie auch. er wollte aber nicht - fand er wohl nicht "mama" genug

Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 10.11.2011, 22:48
von miss_undercover
Ja, das Kind unserer besten Freunde, die auch Taufpaten unserer Jüngsten sind.
Der Vater war mit der Kleinen, die zu dem Zeitpunkt 5 Monate alt war, bei uns zu Besuch. Die Mutter sollte pünktlich zum Stillen kommen, dann blieb ihr Bus liegen, sie rief vom Handy aus an, dass es mindestens noch eine halbe Stunde dauern würde, die Kleine schrie und saugte alles an, mir schoss die Milch ein (meine eigene Tochter war da gerade vier Wochen alt) und ich fragte vorsichtig unseren Freund, ob ich vielleicht ...? Ihm stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, und es war wirklich gar keine Sache, die Kleine dockte an als ob nichts anders wäre als sonst, ich weiß noch dass ich registrierte, dass sie kräftiger saugte als mein Neugeborenes, aber nicht so kräftig, wie ich es vom Stillen meiner zweijährigen Großen in Erinnerung hatte. Als die Mutter des Mädchens ankam hatte sie Tränen der Rührung in den Augen und sagte, es sei für sie ein wertvolles Geschenk, zu wissen, dass ihre Kleine dank meiner Milch nicht weinen musste. Ich selbst war von diesem intensiven Dankbarkeitsgefühl ziemlich überfordert, weil ich es einfach normal und keine große Sache fand.
Und dann habe ich noch einen kleinen Jungen, dessen Mutter ich aus dem Geburtsvorbereitungskurs meiner Jüngsten kannte, eine zeitlang pumpgestillt. Die Mutter stillte den Jungen und wollte, dass er - auch aufgrund eines erhöhten Neurodermitisrisikos - in den ersten 6 Monaten nur Muttermilch bekam, musste aber bereits nach wenigen Wochen wieder arbeiten gehen und den Jungen für ganze Tage beim Vater lassen. Sie pumpte ab, bekam aber nicht genug zusammen, um die Abwesenheit zu überbrücken, und erzählte in der Rückbildungsgymnastik einmal total traurig, dass sie nun wohl doch mit Pre-Milich ergänzen müsste. Es war kurz vor ihrem Geburtstag, und sie sagte so halb im Spaß: Mein größter Geburtstagswunsch wäre, dass mir eine andere Mutter was von ihrer Milch abgibt. Das hab ich dann gemacht. Immer eine Woche lang gesammelt und eingefroren und ihr mitgebracht, und so kamen sie ganz ohne Pre-Milch durch die Zeit und der Kleine machte keinen Unterschied zwischen ihrer und meiner Milch. Fand ich auch ganz normal und wunderte mich, dass meine Hebamme sagte, von so einem Deal habe sie noch nie gehört.
Meine eigenen Töchter wurden nie von jemand anderem gestillt. Ich hätte kein Problem damit gehabt und hatte mit anderen stillenden Müttern, die ab und zu auf sie aufpassten, auch die entsprechende Vereinbarung getroffen, dass sie sie natürlich stillen könnten. Es hat sich aber nie ergeben.
Liebe Grüße
Nora
PS: Kicka, völlig OT, aber trotzdem: Das Foto ist superschön geworden!
Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 10.11.2011, 23:37
von seelenkind
Ja, hab ich. Wir haben häufiger auf die Kinder von Freunden aufgepasst, je ein Jahr älter und ein Jahr jünger als unsere Maus. Der Große war die Sorte Baby, die einem Lust auf eine eigenes Kind macht; seine kleine Schwester dagegen war ein High-Needs-Baby, brauchte/ braucht extrem viel Nähe und Zuwendung, nimmt keinen Schnuller und keine Flasche, als sie bei uns war, durfte ich ihr nicht mal den Rücken zudrehen, ohne, dass es ein Riesengeschrei gab. Natürlich hab ich sie gestillt, die einzige Alternative wären wohl Oropax gewesen.
Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 10.11.2011, 23:56
von gute.hexe
Nein. Ich würde es auch einfach so nicht versuche. Nur in einem Notfall wäre es in Ordnung für mich, ob ich ein anderes Kind stille oder mein Kind fremdgestillt wird.
Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 11.11.2011, 00:16
von Semiralinda
Habe ich (noch) nie gemacht, aber warum nicht? Ammen taten ja früher auch nix anderes
@Kicka: was ist denn der aktuelle Anlass? Hab ich da was verpasst?
Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 11.11.2011, 06:26
von Johana
Ja,schon zwei mal

Re: Schon mal ein "fremdes" Kind gestillt?
Verfasst: 11.11.2011, 06:44
von klimaforscherin
miss_undercover, das sind ja schöne Geschichten!
Kicka, sprichst du von deinem Neffen?
Meine kleine Nichte würde ich auch Stillen. Habe ich noch nie.
Andere Kinder wohl nur in Notfällen.