Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnheit

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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prinzesschenmama
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von prinzesschenmama »

Also: ich finde den Großteil von dem was diese Dame da erzählt ziemlich bescheuert. :roll: Außerdem liegt es ja auch so wie Du es beschreibst völlig außerhalb ihrer Kompetenz, Euch in solchen Themen zu beraten! (Hoffe, du bezahlst nicht zuviel Geld dafür, ich finde das wirklich total unpassend, ohne jegliche Berechtigung "ERziehungsberatung" anzubieten)
Die meisten Aussagen sind schlichtweg fachlich falsch.
Aber: (auf die Gefahr hin, hier gleich gesteinigt zu werden)
M0NA hat geschrieben: Und man kann Kindern auch schlechte Schlafgewohnheiten antrainieren, die man dann nicht mehr ohne Weiteres abstellen kann. Wenn man etwas ändern möchte, dann sollte man das schnellstmöglich tun, denn je länger man wartet und je älter die Babies werden, desto schwieriger wird es. .
nach meiner bisherigen Erfahrung könnte da schon was dran sein. :? Also, ich befürchte ja, die Übergänge zwischen Aufwachen aus Hunger (selbstverständlich sollte bei den Kleinen dann zu jeder Zeit gestillt werden!) und angewöhntem Einschlafstillen oft so fließend ineinander übergehen. :oops: Bei Clara war es so ähnlich, sie hat 14 Monate lang imme rnur mit Brust geschlafen, meist hat sie nur gen uckelt ,a ber sie brauchte das zum einschlafen. das wurde immer schlimmer, bis ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten habe und sie nachts abgestillt habe. seitdem hat sie größtenteils durchgeschlafen. :?
Bei Merlin ist es jetzt ähnlich, er kann auch NUR mit Brust ein-bzw. weiterschlafen. Hier wird außer mir auch niemand anderes zum beruhigen akzeptiert, was mich auch zunehmend nervt. :oops:
Im Nachhinein ärger ich mich shcon, dass ich da nicht irgendwann früher angefangen habe, nicht immer postwendend die Brust anzubieten sondern mal hinzuschauen, ob es auch was anderes sein könnte. ich würde - wenn ich es nochmal entscheiden müsste- wohl versuchen, irgendwann das Schlafen udn das Stillen ein bißchen zu trennen. Also, erst stillen und dann erst schlafen legen (das heißt ja nicht, dass das Kind allein schlafen muss, man kann ja auch so kuscheln, tragen, singen,....)

Aber dasist nur meine persönliche erfahrung. wichtigste ist, dass Du Dich nicht verunsichern lässt! Dein Baby ist noch wirklich klein!! Hör auf Deine Intuition, du als Mama weißt am besten, was richtig ist. und solange es für beide , Mutter und Kind, passt, dann ist da auch kein Problem! :)
mit Mario 12.3.2000;*P.N.(2.`08) im Herzen; Clara Luna *13.12.2008 und Merlin Gabriel *18.7.2010- gestillt, getragen, Familienbett und seit 4/12 auch mit gebarftem Hund ;-)
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lilafrosch
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von lilafrosch »

Ich hab noch nicht die anderen antowrten gelesen, aber bestimmt wurde eh schon alles gesagt, was es zu sagen gibt :D

Gibts keinen anderen kurs in der naehe? Tu dir das nicht an. So ein geschwaetz.

Meine grosse wird 11 und ich kann dir versichern, dass sie durchschlaeft. Und das nicht erst seit einem jahr :D
Das kommt ganz von allein, irgendwann trinken sie nachts nict mehr soviel, irgendwann gar nicht mehr.

Aber ganz ehrlich... Ich trinke mindestens 2 mal wasser nachts, ohne dass das baby mich geweckt hat weils stillen will.
Und ich habe mir da nix angewoehnt, sonderm einfach durst ab und an. Wenn vollmond ist oefter und manchmal auch weniger.
Man ey, dass die immer alles wissen muessen und belehren muessen. Alle kinder sollen nach schema f funktionieren, aetzend.
Wenns fuer dich gut ist, lass deine maus wie sie ist und bleib wie du bist. Sie kann ja ihre kinder ganz viel rumtragen nachts ohne trinken Zu lassen.
Wenn es dir irgendwann zuviel wird mit dem naechtlichen stillen und du keinen rat mehr weisst, kannst du dich ja immer noch an sie wenden. :D
Liebe gruesse
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Dellyo
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von Dellyo »

Zum Thema Gewohnheit kann ich noch was sagen: Ich habe letzte Woche Mo angefangen, nach Pantley sanft vom Einschlafstillen zu entwöhnen. Die Methode ist zeitaufwendig, aber eben ohne Weinen. :) Jedenfalls nach ein paar Tagen war ein interessanter Effekt da - die Maus hat mittags plötzlich allein 1,5h geschlafen (sonst wurde sie nach 20-40min unruhig und ich musste sie kurz andocken). Einschlafen kann sie nach wie vor aber nur mit Stillen.
Mittlerweile ist aber wieder oft Genuckle angesagt, weil sie wieder zahnt, deswegen mach ich jetzt erstmal nicht weiter und der Mittagsschlaf klappt auch nimmer so gut. ;)

Aber was mir auffällt - sie macht jetzt nachts einen Unterschied zwischen richtig stillen (2-3x, 5 min kräftige Züge und dann dockt sie sich selbst ab) und nuckeln zur Beruhigung (nur kurz anzutzeln und nicht selber abdocken - wegen den Zähnen) - das war bei den anderen Zähnen nicht, da hat sie immer getrunken. Find ich auch interessant, ist für mich aber ein Hinweis, dass sie im Moment nachts noch was braucht - eben die 2-3x.

Und klar kann man den Kindern alles mögliche angewöhnen, aber mM nach auch wieder umgewöhnen und da kann man nicht pauschal sagen, je später, desto schwieriger, das ist individuell verschieden. Mein Kind wäre nie, nie, nie eingeschlafen, wenn ich sie wach ins Bett gelegt hätte, sie kommt total schwer runter. Das war schon von Anfang an so! Teilweise hat sie mit wenigen Wochen einen ganzen Tag nix geschlafen (selbst wenn wir nur einen ruhigen Tag daheim hatten!) und war abends völlig überdreht, da war ich heilfroh, wenn sie beim Stillen endlich eingeschlafen ist. :) Und es wird langsam besser, das merke ich. Wenn nicht grade die Zähne dazwischen pfuschen. :)
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lilafrosch
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von lilafrosch »

Dellyo hat geschrieben:Mein Kind wäre nie, nie, nie eingeschlafen, wenn ich sie wach ins Bett gelegt hätte, sie kommt total schwer runter. Das war schon von Anfang an so! Teilweise hat sie mit wenigen Wochen einen ganzen Tag nix geschlafen (selbst wenn wir nur einen ruhigen Tag daheim hatten!) und war abends völlig überdreht, da war ich heilfroh, wenn sie beim Stillen endlich eingeschlafen ist. :) Und es wird langsam besser, das merke ich. Wenn nicht grade die Zähne dazwischen pfuschen. :)
Meine genauso. Nie im leben wach ins bett :shock:
Jedes kind ist anders. Es gibt tatsaechlichnwelche mit denen man das machen kann, ich kenne zwei :D
Die sind aber auch tagsueber ganz friedliche gesellen und meckern kaum. Und meine dafuer staendig :lol:
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von M0NA »

Vielen Dank, Eure Antworten bestätigen mich in meinem Bauchgefühl. Aber leider lässt man sich halt grade beim ersten Kind sehr schnell verunsichern. Man möchte ja möglichst viel richtig machen und nicht in zwei Jahren mit irgendeinem Problem dastehen, wo man sich dann eingestehen muss, dass man wohl mal lieber auf Frau Kursleiterin mit ihrer langjährigen Erfahrung gehört hätte.
Ich bin wirklich mal gespannt, was die anderen beiden Mamis machen. Also ob sie versuchen das Umzusetzen, was heute gesagt wurde. Mich erstaunt´s ehrlich gesagt schon, dass unsere Hebamme diese Babygruppe so empfohlen hat (sie war sogar mit ihrem jüngsten Kind selbst dort). Eigentlich fand ich die Haltung meiner Hebamme zu den meisten Themen sehr vernünftig und kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, dass sie hinter sowas steht. Hab mir schon überlegt, ob ich sie mal drauf anspreche (ich muss eh nochmal mit ihr Telefonieren wegen einer Rechnung).
Nachdem mir Eure Sichtweise wieder etwas Mut gemacht hat, werde ich vermutlich einfach so weitermachen wie bisher. Ich habe unseren nächtlichen Stillrhythmus noch nie als Problem gesehen und bin absolut zufrieden so wie es ist. Meine Kleine schläft zwar auch meistens beim Stillen ein (vor allem nachts) und ich wecke sie natürlich dann nicht nochmal extra auf. Aber wenn ich sie dann hinlege, macht sie auch oft nochmal die Augen auf, schaut mich kurz an, lässt sich den Schnuller geben und schläft dann weiter. Mittags kann ich sie sogar oft wach hinlegen, wenn sie müde ist und sie schläft meistens ohne Einschlafstillen ein. Klar haben wir auch gute und schlechte Tage/Nächte und speziell an schlechten Tagen/Nächten bin ich oft sehr froh, dass wir das Stillen haben, wo sie sich beruhigt und endlich einschlafen kann oder sich ein paar Pupse lockern. Eigentlich sehe ich nicht, was daran schlecht sein soll. Von Dauernuckeln o. ä. sind wir mit einem nächtlichen Stillrhythmus von ca. alle 3 Stunden glaube ich sehr weit entfernt. Da ich noch nie im Liegen stillen konnte (hatte anfangs ziemliche Startschwierigkeiten mit dem Stillen und da ging´s sowieso nur sitzend), bin ich auch drauf bedacht, dass meine Maus zügig trinkt und ich sie dann wieder ablegen kann, damit ich auch wieder weiterschlafen kann.
Was mich echt getroffen hat, war die Aussage der Kursleiterin, was wir unseren Kindern mit dem nächtlichen Stillen antun und dass wir quasi schuld sind, wenn sie sich mit Bauchweh rumquälen. Man hat als Stillmama eh manchmal schon genug zu kämpfen mit den blöden Fragen Außenstehender, was die Mama denn wieder Falsches gegessen hat, dass die Milch schlecht ist, etc. blabla, dass mich das heute irgendwie echt mitgenommen hat. Manchmal fühlt man sich schon fast als Rabenmutter, weil man stillt, weil man seinem Kind damit das Durchschlafen verbaut, weil man ihm mit fünf Monaten immer noch ein "gescheites Essen" vorenthält, weil, weil.
LG, Nicole mit Glühwürmchen (04/2011)

Danke, mein Schatz, dass Du mich erziehst und mich Geduld lehrst.
Danke, dass Du mir zeigst, wie grenzenlos Vertrauen, wie bedingungslos Liebe sein kann.
Danke, dass es Dich gibt...
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von Aurora »

So ein quatsch. :roll:

Laß dich nicht verunsichern. Such dir am besten eine andere gruppe - ich hab damals auch ähnliche erfahrungen gemacht wie du, mit dem ersten baby. Hab dann die babygruppe verlassen und bin zu einer LLL Stillgruppe, dort hab ich mich rundum wohl gefühlt und "normal" :lol:
LG von Aurora mit Sohn (12/05), Tochter (10/09) und Babysohn (03/13)

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Kate
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von Kate »

M0NA hat geschrieben: Da ich noch nie im Liegen stillen konnte (hatte anfangs ziemliche Startschwierigkeiten mit dem Stillen und da ging´s sowieso nur sitzend), bin ich auch drauf bedacht, dass meine Maus zügig trinkt und ich sie dann wieder ablegen kann, damit ich auch wieder weiterschlafen kann.
.
Probier es nochmal. Und wenn's nicht klappt, nochmal.

Ich hab das am Anfang auch überhaupt nicht hingekriegt. Bis mir eine Mutter vorgeschwärmt hat, dass sie nachts nur im Liegen stillt, da dachte ich, dass es doch hinzukriegen sein muss. Nach wenigen Versuchen hat es gut geklappt.

Es lohnt sich wirklich, denn so kann man wahrscheinlich (geht nicht allen so) weiterschlafen, sobald das Kind angedockt hat und wird gar nicht erst richtig wach.

Ich freue mich, dass du wieder gestärkt bist. Mach weiter so.

Sehe gerade die Antwortvon Aurora. Das mit der LLL Stillgruppe kann ich auch wärmstens empfehlen. Das Zusammensein unter "Normalen" :wink: tut echt gut und bestärkt
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von eiskatzerle »

Was mich echt getroffen hat, war die Aussage der Kursleiterin, was wir unseren Kindern mit dem nächtlichen Stillen antun und dass wir quasi schuld sind, wenn sie sich mit Bauchweh rumquälen.
Das ist ein Mythos der sich hartnäckig hält:
Die Idee, dass Babys in regelmäßigen Zeitabständen gestillt werden müssen, stammt ursprünglich aus dem Mittelalter. Damalige Gelehrten meinten, dass zu häufiges Stillen zu Verdauungsproblemen führe, da sich angeblich große Milchmengen im Magen stauen. Der Gedanke, dass sich frische Milch mit unverdauter Milch im Magen mischt und dadurch Koliken verursacht, stammt von Ettmuller aus dem Jahre 1703 und entbehrt jeglicher Grundlage. Heute schätzt man, dass Muttermilch innerhalb von anderthalb Stunden verdaut wird. Seit der Industrialisierung wurde die Notwendigkeit, den Alltag nach der Uhr zu richten, auf die Säuglingspflege mit ausgedehnt. Außerdem verfestigte sich am Anfang des 20. Jahrhunderts der Gedanke, dass Kinder verzogen werden, wenn man auf ihr Schreien durch Hochnehmen oder Stillen reagiert. Da sich mittlerweile das Gegenteil herausgestellt hat, spricht nichts mehr gegen Stillen nach Bedarf. Das Baby kann immer an die Brust angelegt werden, unabhängig davon, ob es zuletzt vor 10 Minuten, 1 Stunde oder längerer Zeit gestillt wurde.
Quelle: http://www.still-lexikon.de/40_welche_faktoren.html

Zum Angewöhnen:
Klar hat das nächtliche Stillen auch was mit Gewohnheit zu tun und ja, es ist auch so, daß Säuglinge ab einem bestimmten Alter die nächtliche Nahrung eigentlich nicht mehr bräuchten. Trotzdem sehe ich diese Extraportion Muttermilch in der Nacht durchaus als sinnvoll an, eben wegen dem ganzen Wachstum. Kinder brauchen viel viel Energie und können diesen Bedarf durch zusätzliche nächtliche Mahlzeiten viel leichter decken. Und wenns kein Problem ist, warum ihnen dann verweigern.
Ein paar Passagen aus den Downloads der Webseite "Kinder Verstehen" von Renz-Polster:
(...)gestillte Säuglinge, die bei ihrer Mutter schlafen, nehmen immerhin ein Drittel mehr Kalorien zu sich als die, die im eigenen Bett schlafen!
(...)Dass schon junge Säuglinge „durchschlafen“ können, wird gerne so begründet: Mit etwa sechs Monaten sei der Stoffwechsel des Babys so stabil, dass das Kind ohne nächtliche Nahrungszufuhr auskomme. Der Blutzucker sinke jetzt nicht mehr wie beim ganz jungen Säugling zwischen den Mahlzeiten ab, das Kind bleibe nun auch ohne regelmäßige Kalorienzufuhr im „grünen Bereich“.
So einleuchtend die Begründung erscheint: das Einzige, was sie wirklich aussagt, ist, dass nächtliche Nahrungspausen jetzt keine gesundheitlichen Probleme mehr verursachen. Sie geht nicht darauf ein, ob es dem Säugling möglicherweise einen (Überlebens)vorteil verschafft, wenn er nachts zusätzliche Nahrung zu sich nimmt.
Und genau das ist aus evolutionärer Sicht zu vermuten: das Gehirn braucht noch über die ganzen ersten zwei bis drei Jahre ein erkleckliches Kalorien-Plus, um sein anfängliches Turbo-Wachstum zu „finanzieren“. Unter den knappen Bedingungen, die in der Frühgeschichte der Menschheit die Regel waren, war da ein nächtlicher Zuschlag sicherlich willkommen – auch nach dem ersten Lebenshalbjahr. Kein Wunder, wenn der Schlaf dem Rechnung trägt, indem er noch eine ganze Weile locker gefügt und damit offen für „günstige Gelegenheiten“ bleibt.
Tatsächlich zeigt die moderne Schlafforschung, dass bei voll gestillten Säuglingen die Häufigkeit des nächtlichen Aufwachsens in den ersten sechs Monaten praktisch nicht abnimmt – obwohl der Blutzucker zwischen den Mahlzeiten immer weniger fluktuiert. Ja, die Mehrzahl der Säuglinge wacht im ganzen ersten Lebensjahr in praktisch jeder Nacht mindestens einmal, oft mehrmals auf.((14)) Unabhängig davon, ob dies unter heutigen Bedingungen noch Sinn macht, scheint sich der Schlaf erst wieder mit etwa drei bis vier Jahren wirklich fest zu fügen – also in dem Alter, in dem das Hirnwachstum sich deutlich verlangsamt (übrigens ist dies in etwa auch das Alter, in dem Kinder unter den Lebensbedingungen einer Jäger- und Sammler-Ökologie von der Brust entwöhnt wurden)
Erik - 03.01.2010
Aaron - VET am 22.12.2011

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Ronia
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von Ronia »

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das Gehirn eines Babys vor allem in der Nacht wächst und dementsprechend auch Nahrung braucht. Deswegen wachen Babys auch häufiger auf. Stillen hilft dabei dem Baby als auch der Mutter zum weiterschlafen, denn die "Nachtmilch" ist anders zusammengesetzt als die "Tagmilch".

Und zu dem Studententest: Diese wurden extra geweckt zum Essen. Ich denke, dass niemand sein sechs-Monate altes Baby extra wecken würde zum Stillen.

Durchschlafen wird aber auch von vielen Experten mit 5 Stunden beziffert und nicht die ganze Nacht.
+ Sohn (*06) & Sohn (*10)
Aurora
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Re: Heute in der Babygruppe... nächtliches Stillen/Gewohnhei

Beitrag von Aurora »

Das hab ich auch schon mal gehört/gelesen, daß nächtliches stillen sogar wichtig bzw. optimal ist für die gehirnentwicklung.
Von wegen "babies brauchen nachts keine nahrung".
LG von Aurora mit Sohn (12/05), Tochter (10/09) und Babysohn (03/13)

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