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Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 17.09.2011, 22:39
von jusl
Letzte Nacht lags aber nicht am eiskalten Enzug, so etwas mache ich nicht. Ist das so rübergekommen?
Nein.
Die zwei Stillberaterinnen (einmal AFS und einmal IBCLC), die ich zu dem Thema mal befragt hatte, waren eben jeweils (unabhängig voneinander) der Meinung, es würde sich dadurch bessern. Ob sie auch dieses Buch gelesen hatten oder woher kommt das?
Keine Ahnung.

Aber ich denke, ein Kind, welches so reif ist, dass es das Abschaffen des Einschlafstillens gut akzeptiert, ist eben gleichfalls so reif, dass sich ungefähr zur selben Zeit seine Schlafphasen verlängern. Ich sehe da weniger einen Ursache-Wirkung-Zusammenhang als einfach das mehr oder weniger gleichzeitige Auftreten zweier neuer, entwicklungsreife-bedingter Verhaltensweisen.
So ähnlich wäre: "Weil wir kürzlich Beikost eingeführt haben, wachsen jetzt die Zähnchen besser". Zeitliche Korrelation ist kein sicherer Hinweis auf Kausalität
LG
Julia
Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 17.09.2011, 22:52
von greenie bird
meine Tochter hat zuerst das Einschlafstillen 'abgeschafft' wachte dann aber noch 3-5 Mal nachts auf. Etwas später habe ich es dann reduziert (immer nur kurz nuckeln lassen- denn mehr war es für sie auch nicht mehr), weil meine BW in der Ss sehr empfindlich wurden und ich das Gefühl hatte ab ca. der 20 SSW, keine Milch mehr zu haben. Und aus dem weniger wurde schnell nichts mehr- da war sie allerdings 'schon' 2,5 Jahre. Ohne weinen.
Beim Zwerg kann ich mir auch noch gaaaaaaaar nicht vorstellen, dass er jemals ohne auskommen wird, denn er wacht auch sehr häufig auf, ich bin aber umso erleichterter ihn nach langen Schrei-Monaten mit dem Stillen beruhigen zu können und schaffe es daher noch nicht ab. Ich bin auch allein und von mir akzeptiert er auch nichts anderes, irgendwann wird sich das lösen....
Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 07:24
von Piet
klimaforscherin hat geschrieben:Ob sie auch dieses Buch gelesen hatten oder woher kommt das?
Die Sache mit der "Einschlafassoziation" ist doch eine ganz weit verbreitete Theorie.
Wie war denn die letzte Nacht?
Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 07:43
von murkelchen
Bei uns war es tatsächlich so, dass mit dem Einschlafstillen auch das Wiedereinschlafstillen vorbei war so dass sie nun alleine weiterschläft (oder einmal ruft, weil sie den Schnuller nicht findet).
ABER: Sofia hat sich komplett selbst abgestillt, als sie 13 Monate alt war und da schlief sie dann eben auch durch. Ich denke, sie war dann einfach bereit. Ich war's irgendwie nicht und das obwohl ich dachte, dass ich garantiert nicht länger stillen wollen würde, als ein Jahr.

Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 11:03
von Jet
Ich hatte mich mal mit einer spielplatzbekannten über das Thema unterhalten. Sie hat ihren Sohn konsequent nicht einschlafgestillt. Die Nächten waren trotzdem schrecklich. Das wurde wohl erst besser, als sie abgestillt hat.
Wenn ich das hier alles so lese, bin ich mir wieder total unsicher, ob ich nachts abstillen soll. Auf der anderen Seite will ich schon Ende des Jahres abstillen, da wir gern ein zweites Kind möchten. Beim ersten hatte ich große Schwierigkeiten in der Schwangerschaft, so dass stillen kaum möglich wäre.
Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 12:10
von klimaforscherin
jusl hat geschrieben: Ich sehe da weniger einen Ursache-Wirkung-Zusammenhang als einfach das mehr oder weniger gleichzeitige Auftreten zweier neuer, entwicklungsreife-bedingter Verhaltensweisen.
So ähnlich wäre: "Weil wir kürzlich Beikost eingeführt haben, wachsen jetzt die Zähnchen besser". Zeitliche Korrelation ist kein sicherer Hinweis auf Kausalität
Vermutlich gibts da keine Studien hierzu um es zu beweisen oder zu widerlegen, ob es jetzt stimmt oder so eine Sache ist wie mit dem Reiben der Münze am Fahrkartenautomaten

. Das stelle ich mir auch recht aufwändig vor: 1000 Kinder, bei denen das Einschlafstillen belassen wird und 1000, bei denen es abgeschafft wird...
So ist es wohl bei Erziehungswissenschaftlern: einer schreibt eine Theorie vom anderen ab, die irgendjemand mal aus eigenen Erfahrungswerten gebastelt hat.
Ist das so?
Piet hat geschrieben:Die Sache mit der "Einschlafassoziation" ist doch eine ganz weit verbreitete Theorie.
Wie war denn die letzte Nacht?
Stimmt, so hiess das, mir war der Name entfallen!
Danke der Nachfrage. Heute durfte ich bis 7 Uhr schlafen. Whow! Man muss tatsächlich hier nur mal jammern, und dann gehts wieder.

Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 14:11
von Sakura
hi klimaforscherin,
bei unserem lieben 24-stunden-baby (und ich will mich nicht beschweren und will sie im nichts in der welt wieder hergeben, aber sie ist nun mal anstrengender als alle babies, die ich je kannte) war das buch schlafen statt schreien lebensverändernd. und doch. ich habe einen deutlichen unterschied gemerkt, ob sie mit tittie im mund einschläft, oder ob sie allein einschläft. mit tittie im mund eingeschlafen wacht sie immer wieder auf, sobald ihr die BW aus dem mund rutscht, oder ann eben in der nächsten leichtschlafphase. wenn sie allein einschläft, dann schläft sie wesentlich besser. klar, sie will dann trotzdem 5-100 mal stillen. aber sie ist ruhiger, und die schlafphasen sind teilweise länger.
wenn sie mit tittie im mund einschläft, und es beim ersten aufwachen nicht findet, dann fängt sie an, ganz schrecklich zu weinen. vor müdigkeit, vor verwirrung, vor ärger.... und lässt sich nicht beruhigen. wenn sie ohne tittie im mund eingeschlafen ist, lässt sie sich nachts viel besser beruhigen. sie schläft nicht annähernd durch, aber ich habe das gefühl, dass sie tiefer und besser schläft, und auch mal ein paar schlafzyklen hintereinander durchschläft, wenn sie ohne BW im mund einschläft. (ich hatte übrigens den gleichen eindruck in den wenigen nächten, in denen wir es geschafft haben, dass sie den schnuller nimmt. sie IST dann damit besser eingeschlafen, hat aber schlechter weitergeschlafen. denn der schnuller fällt nun mal irgendwann raus).
aber natürlich NICHT ohne stillen. abends und nachts stille ich sie vor JEDEM einschlafen, aber ich achte darauf, dass ich sie abdocke, ehe sie eingeschlafen ist. außer nachts manchmal, wenn ich schneller wieder einschlafe als sie fertig getrunken hat. und dann kommen regelmäßig diese szenen, dass ihr die BW aus dem mund rutscht, und sie dann zu schreien anfängt. ganz langgezogenes müdigkeits-motzen, aber ganz verzweifelt, und keine chance, sie wieder zu beruhigen. und da sie eine selten-trinkerin ist, die dann manchmal eben auch einfach satt ist, kann ich sie zwar meistens mit stillen beruhigen, aber eben nicht immer. und dann gute nacht. bzw. eben nicht
also, was ich sagen will: für uns trifft es zu. nicht im sinne von: baby schläft durch. nicht annähernd. aber ich würde behaupten, dass das zuckerpüppi BESSER schläft, wenn sie allein einschläft.
Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 20:13
von maionn
ich hab auch grad mal wieder ein dauernuckelproblemchen - ganz abstillen kommt nicht in frage und das einschlafstillen abschaffen mag ich auch nicht. ich genießeces, es geht schnell auvh in stressigen situationen (heute während einer 6 stunden zugfahrt mit turbulenten fahrgästen DIE rettung) und mein aufgedrehtes kind kommt einfach schneller zu sich. hat jemand schonmal probiert einfach nachts nach dem wiedereinschlafen kurz bevor das kindlein richtig schläft die brust zu mopsen? mia wird bestimmt protestieren aber evtl. klappts nach ein paar tagen? wir erwarten im mai unser 2. baby und ich schiebe gerade echt panik weil das oft oder dauerstillen der sehr häufiges stillen (10 mal/ nacht) seit monaten einfach nicht besser werden will.....
Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 20:28
von Nanthia
Also bei uns macht es nachts keinen Unterschied. Aber tags schläft er deutlich länger am Stück, seitdem ich den Paentlyentzug mit ihm übe. Manchmal dreht er sich jetzt schon allein weg und schläft.
Wir konnten durch Anwendung der Tips aus " No cry, nap solution" unsere Tagesschläfchen von max. 40 min auf bisweilen 2,5 h verlängern.
Ich habe auch mal wieder Zeit für mich und fürs Haus und viel wichtiger: mein Kleiner ist tagsüber fröhlich wie nie.
Unsere Nächte sind seit der OP sehr anstrengend. Egal ob Einschlafstillen oder nicht.
Re: Schlafen und Einschlafstillen
Verfasst: 18.09.2011, 20:52
von Sakura
maionn hat geschrieben:hat jemand schonmal probiert einfach nachts nach dem wiedereinschlafen kurz bevor das kindlein richtig schläft die brust zu mopsen?
ja, hier. wenn kind so protestiert, dass sie wacher wird, dann lasse ich ihr ganz schnell wieder das tittie. mittlerweile kann ich sie abdocken, ehe sie schläft. dann nehme ich sie hoch, und wiege sie sanft in meinen armen - dazu setze ich mich auf im bett. uff, wird immer schwerer, so einen wonneproppen hochzustemmen. wenn sie sich dann in meinen armen beruhigt, dann lege ich sie vorsichtig ab, und sie schläft wieder ein. schau halt, dass du noch eine andere methode hast, dein kind zu beruhigen als nur die brust.
maionn hat geschrieben:wir erwarten im mai unser 2. baby und ich schiebe gerade echt panik weil
naja. bis mai ist ja noch mehr als einhalbes jahr, und dein kind ist bis dahin mehr als ein halbes jahr älter und reifer.