Habe ebenfalls in einer (wenn auch kein bißchen konservativen ) Bank zweimal ca. 1 Jahr lang abgepumpt - ebenfalls mit Unterstützung aller Beteiligten.
Hier also noch eine positive Stimme: Es geht, nur Mut!
klar passt das hier rein - muss ja nicht immer alles nur problembehaftet und schwierig sein hier
hallo übrigens von um-die-ecke, ich wohne bei bad oldesloe!
schön, dass deine einstellung so psitiv aufgenommen wurde, so fällt dir der wieder-einstieg bestimmt leicht(er).
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
Super, ich arbeite im Kindergarten und befürchte, dass es nächstes Jahr noch ein Drama geben könnte. Meine Chefin (wenn ich denn wieder in dem Kindergarten arbeite in dem ich bisher war), ist etwas speziell.
Ich habe zu dem Thema sowohl positives als auch Negatives zu berichten.
Als meine Tochter 9 Wochen alt war, fing ich wieder an vollzeit zu arbeiten (weil ich es musste, letzter Teil meines Medizinstudiums, sog. Praktisches Jahr).
Ich wurde meist etwas komisch angeguckt, und gefrasgt wieso ich nit Flasche geben würde, wäre ja eh besser (lustigerweise von den Kinder!krankenschwestern).
Auf der ersten Station, auf der ich fast 3 Monate war, gab es keinen geeigneten Raum zum ampumpen.
So bin ich dann in die Bibliothek der KLinik gegangen, die man jedoch nicht absperren konnte, und Schilder: bitte nciht stören, interessieren im medizinischen Alltag leider niemanden.
Sodass natürlich ständig jmd reinplatze während ich oben ohne mit den Trichtern der geliehenden elektrischen Pumpe dasaß. Das dieser "Stress" nciht gut für den Milchfluss war, muss man ja nicht erwähnen.
Dann also Planänderung .. einzige Ort der blieb: Männertoilette (da nur 1 Pfleger, 1 Arzt sonst nur Frauen .. dort "störte" ich also am wenigsten.
Dann kamen noch diverse Anfeindungen was meine Mumi bitte im Lebensmittelkühlschrnak zu suchen hätte. Hab das dann mal mit: "soll ich sie in dem Chemoschrank stellen, damit meine Tochter auch was davon hat?!?" oder "Was denkst du wo die Milch aus dem Tetrapak herkommt?" kommentiert.
Alles in allem, hab ich in der Zeit auf jedenfall mein Selbstbewusstsein ausgebaut.
Ich konnte mich auch wenn die Umgebung nti die tollste war mit einem kurzen tief Durchatmen zum Runterfahren und einem Bild meiner Tochter auf dem Schoß, auf dem Deckel der Toilettenschüssel im Männerklo niederlassen und entspannt abpumpen.
Nächstes großes Problem, ich hatte ja feste Zeiten zum Pumpen (nämlich die, zu denen Mäuschen zuhause die Milch bekam. Der ärztliche Beruf ist nun insbesondere in operativen Fächern nicht so gut planbar.
Auch an dieser Stelle stieß ich auf Widerstand, aber erfeulicherweise auch super oft auf genausoviel Verständnis (wobei es sicher anders wäre, wenn ich angestellte Ärztin mit Gehalt gewesen wäre .. denn so war ich nur kostenlose studentische Aushilfskraft). Da durfte ich dann aus dem OP abtreten, abpumpen und nach 30 Minuten wiederkommen, und wurde solange von einem zukünftigen Kollegen vertreten oder man kam ohne mich oder andere Hilfe aus.
Auf der nächsten Station dann durfte ich eines der Arztzimmer nutzen, ich hing ein Schild "Bitte nicht stören" auf und es Platzte nur einmal eine dieser besagten Kinderkrankenschwestern rein, aus reine Boshaftigkeit, weil sie genau wusste, dass ich Pumpe und kommentieret das ganze mit "igitt".
Dann passierte vor 4 Wochen, dass Beste, was passieren konnte: Meine Tochter verweigerte jede Form von Flasche .. egal ob mit frischer Mumi, mit welches aus dem Kühlschrank oder TK.
Da mein Kind schlecht verhungern konnte, ließ ich sie mir nun zum Stillen bringen. (Was in den Wochen zuvor ein zusätzliches Problem gewesen wäre, da sie immer sehr lange Trank .. bis zu 1h 45 min).
Mittlerweile kamen wir mit 30 -40 min inklusive Bäuerchen Kuscheln, evtl Wickeln und wd in die Babyschale verfrachten gut klar.
Wir haben es auch meist geschafft während der Arbeitszeit nur einmal zu stillen. Sie trinkt nun auch nur 3-5 mal in 24 h, und lässt mich 12 std am Stück schlafen *freu*
Also alles in Allem, muss ich sagen: Arzt ist sicherlich ein Beruf in dem es schwer ist über längere Zeit viel zu Stillen.
Wenn ich nun mein Examen abgelegt habe und offiziell ins Berufsleben einsteige, werde ich sehen, wie sich das machen lässt, da ich Maus überlassen möchte, wie lange/oft sie stillt.Bisher haben wir aber Wege gefunden, mit denen alle Beteiligten ganz zufrieden gewesen sein dürften.
Ich finde es allgemein schade, dass nicht mehr geeignete Stillorte gibt auf Arbeit/in der Öfffentlichkeit. Also ich stille überall, dass is mir völlig egal, nur so ein bisschen Ruheoase ist ganz nett. Fand es im Globus z.B. komisch, dass der Stillort so eine winzige Umkleidekabine ist .. ganz so, als ob man sich Verstecken müsste.
Abpumpen ist da etwas anderes, dabei werde ich nicht gerne Beobachtet .. im KH lag meine Tochte in einem Zimmer mit ienem älteren Jungen, dessen Vater war den ganzen Tag dort, also auch, wenn ich Pumpte .. allerdings hatte er so eine rücksichtsvolle Art, dass mich seine Anwesenheit beim Pumpen nicht gestört hat.
Mir macht das was ich hier lese sehr viel Mut, da ich diese Woche noch ein Gespräch mit meinem Chef habe und ihn auch davon überzeugen darf, dass ich regelmäßig abpumpen möchte. Arbeite nur 4 Stunden und das auch nicht jeden Tag aber spätestens nach 3 Stunden möchte ich kurz pumpen für meinen kleinen.
So nun bin ich mal gespannt was dabei rauskommt. Denn ich arbeite fast nur mit Männern, was vieles erleichtert, zusammen und mir fällt auch kein Ort ein wo ich abpumpen könnte.
Ich bin gespannt und drückt mir bitte die Daumen, dass alles gut verläuft!
bei mir ist/wäre das schwieriger, weil meine arbeit von meinem zu hause 35km entfernt ist
meine chefs sind aber auch sehr tolerant.
wann stillst du denn dein kind noch?
wollte auch erst nach 1 jahr wieder teilzeit arbeiten...möchte jetzt aber doch lieber 2 jahre zu hause blieben, hoffe das geht. hab 2 jahre angemeldet aber gesagt, dass ich nahc 1 jahr wahrsch. wieder komme...
glg
Großer Spatz *4/11
Goldene Mitte *12/17
Kleine Maus 3/21
Roxy89 hat geschrieben:hallo,
hört sich ja super an
bei mir ist/wäre das schwieriger, weil meine arbeit von meinem zu hause 35km entfernt ist
meine chefs sind aber auch sehr tolerant.
wann stillst du denn dein kind noch?
wollte auch erst nach 1 jahr wieder teilzeit arbeiten...möchte jetzt aber doch lieber 2 jahre zu hause blieben, hoffe das geht. hab 2 jahre angemeldet aber gesagt, dass ich nahc 1 jahr wahrsch. wieder komme...
glg
Roxy, bei uns sind es sogar 60km Fahrtweg, aber da die Planung so war, dass der Kleine in einer Krippe in der Nähe meiner Arbeitsstelle untergebracht werden sollte, wäre das gegangen. Ich hätte sogar zweimal 45 Minuten Stillzeit in Anspruch nehmen können.
Aber nun bin ich wieder schwanger und habe vom Arzt ein individuelles Beschäftigungsverbot verordnet bekommen, so dass die ganze Planung letztlich nicht in der vorgesehenen Form greifen wird. Das ist wohl aufgrund diverser Komplikationen auch besser so. Zumindest sieht das auch mein Chef so und freut sich für uns mit.
Ich stille den Kleinen momentan nach Bedarf, das sind so 4 bis 5 mal in 24 Stunden - feste Uhrzeiten gibt es nicht. Halt nach dem Aufwachen, vor dem Mittagsschlaf, nach dem Aufwachen, vor dem Einschlafen und einmal in der Nacht oder so. Und manchmal auch noch zwischendrin mal kurz, wenn es z.B. besonders warm ist oder irgendetwas war (Impfung, Kinderarzt, Schreck oder ähnliches).
Aber nun weiß ich wenigstens, dass es mit dem Stillen auch beim zweiten Kind in der Firma schon einmal keine Probleme gibt. Das ist doch auch viel wert.
GLG
Danica
mit drei Jungs, *2010, *2012+2013, *2013,
Mann, Katern und Hund
"Genau so wie man beim Weben das Ende der prächtigen Fäden, mit denen gewebt wurde, erreicht,
so ist das Leben der Menschen." - Buddha