Abstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Luzia
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Re: Abstillen

Beitrag von Luzia »

Ich berichte mal, wie unser Abstillen ablief:
Aufgrund meiner Schwangerschaft wurde mir das Stillen sehr unangenehm. Zuerst haben wir die Stillzwischenmahlzeiten tagsüber abgeschafft. Das ging gut mit Spielen und Ablenken. Sie war etwa 14 Monate alt.
Zum Schlafengehen haben wir dann ein Fläschchen mit Kuhmilch ausprobiert. Die Flasche kannte sie schon lange, da sie neben dem Stillen regelmäßig abgepumpte Milch bekommen hatte. Da sie beim Stillen schon längere Zeit nicht mehr einschlief, klappte es bei uns mit der Flasche gut: austrinken, Schnuller, kuscheln, einschlafen. So schläft sie jetzt noch ein.
Nachts abstillen ging erstaunlicherweise mit Schnuller, viel streicheln und kuscheln ganz problemlos.
Zum Mittagsschlaf bekommt sie auch häufig eine Flasche Milch. Ich habe das Gefühl, dass ihr das ruhige Liegen auch dabei hilft, zur Ruhe zu kommen.
Fazit: Ich stille nicht mehr, habe jetzt aber einen kleinen Saug-Fan an der Flasche. :wink:

In meiner persönlichen Freiheit beschnitten fühle ich mich irgendwie immer noch, aber mit kleinem Kind ist das klar. Das ist nunmal so, ich kann daran nichts ändern, dafür kann ich mich an Sachen erfreuen, die man nirgendwo sonst hat, nur mit kleinem Kind. Die große Freiheit wird eines Tages wieder da sein. :D
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Sarie
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Re: Abstillen

Beitrag von Sarie »

Danke für die Antwort!
Leider mag mein Sohn KEINE andere Milch weder aus dem Beher noch aus der Flasche :(
Wasseflasche bringt nix... Saft ist zu schlecht für die Zähne


Jetzt noch mit Schnuller anfangen? Mein Mann befürwortet das auch, aber mein Sohn beißt meißt nur auf seine Schnuller.
Zjm Saugen hat er nie einen genommen.
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missdreamy83
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Re: Abstillen

Beitrag von missdreamy83 »

Hallo Sarie!

meine maus ist 13 monate alt wird noch genau so gestillt wie dein sohn. und ich denke auch schon ans abstillen. ich beginne mit märz 2012 eine ausbildung und mein freund übernimmt für 4 monate die karenz. ich möchte bis dahin voll abgestillt haben. in dieser ausbildung habe ich auch einen sehr großen paktikumteil und habe dann schichtdienst. außerdem möchte auch ich wieder am nachtleben mit meinen freundinnen teilnehmen (hört sich genauso egoistisch an.)ich denke, jetzt sind sie schon so "groß" und können auch wasser/tee gegen durst trinken.

ich hab auch mitn mittagsschlaf begonnen. heute ist tag nr 2. sie schreit und zieht mich aus und schreit und schreit und schreit, tobt und brüllt. das problem ist auch, dass meine maus keinen schnuller nimmt. sie brüllt wie am spieß wenn ich ihn nur in die hand nehme.
ich hab es die letzten zwei tage geschafft konsequent zu bleiben und nicht den busen auszupacken. es tat ssseeehhhrrr weh und ich war danach sooo fertig, dass ich selbst geschlafen habe. :-(
trotz schreien, brüllen, toben und weinen möchte ich es noch die ganze woche weiter versuchen. es blutet mir immer das herz, denn auch ich genieße unsere stillmahzeiten sehr!!

sie ist sooo traurig, wütend und verletzt weil ich ihr die brust nicht mehr gebe. ich nehme sie dann ganz fest in die arme - geb ihr dadurch halt - und sprech mit ihr. "ich versteh dich..du bist sooo traurig und wütend.....du darfst zornig sein, deine gefühle zeigen.....aber versuch auch mama zu verstehen. ich möchte das stillen reduzieren. und gemeinsam schaffen wir es..... während ich sie halte und mit ruhiger stimme auf sie "einrede" hutsche ich sie und sie beruhigt sich dann meist nach 10 min und schläft ein. im schlaf wimmert sie noch ein paar mal weiter und dann schläft sie tief und fest. und mein herz blutet!!!!!

sie schläft auch nur 1 h... mit dem stillen hab ich es oft auf 1,1/2 geschafft und hab auch dazwischen immer wieder gestillt (wenn sie wach wurde) das geht jetzt nicht mehr.
die flasche nimmt sie mir auch nicht wenn es heißt schlafen gehen... :-( ich werd es weiterversuchen und dir berichten....

ach ja...letzte woche freitag war ich am abend weg!!!! es tat sooo gut! wir haben es zu hause schon ein paar mal versucht, dass mein freund sie mit der flasche hinlegt. - immer ohne erfolg. sie wusste genau, dass ich im WZ sitze! und diesesmal hat es wunderbar geklappt. ich war weg und habe mich von ihr verabschiedet. mein freund gab ihr abendessen und dann machte er das flascherl. zuerst versuchte meine mama ihr die flasche zu geben, dann mein freund. beide ohne erfolg. dann hatten sie die idee und legten die maus ins bett gaben ihr die flasche selbst in die hand....sie hat alles ausgetrunken, gab die flasche zurück und schlief ein!!! <3 !!!

ich wünsche euch viel erfolg!! ich werde dir weiter berichten!!
lg
Ganz liebe Grüße, Kerstin!

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Nachtfrau
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Re: Abstillen

Beitrag von Nachtfrau »

Ich würde das nicht als Scheitern bezeichnen. Offenbar ist das Stillen Deinem Sohn noch sehr, sehr wichtig. Das hast Du verstanden und ihm gegeben, was er so dringend braucht, anstatt stur auf Deinem Willen zu beharren. Das ist in meinen Augen kein Scheitern, sondern ein Zeichen dafür, dass Du eine Mutter bist, die Ihr Kind ernst nimmt.
Dein Kind ist noch so klein, noch ein Baby. Es ist ganz normal dass das Stillen noch eine absolut zentrale Bedeutung hat. Dreimal täglich stillen ist in dem Alter wirklich wenig, finde ich. Vielleiucht erwartest Du da ein bisschen viel. Wenn Du unbedingt meinst, mit zwei Jahren abgestillt haben zu müssen, dann ist das doch noch so lang hin. Warte doch einfach erstmal noch eine Zeit ab und versuche es dann vorsichtig nochmal. In zwei, drei, fünf Monaten kann sich bei so kleinen Kindern extrem viel ändern.

Und weißt Du, nicht das Stillen schränkt die persönliche Freiheit stark ein, sondern die Mutterschaft. Wenn Du abstillst, heißt das noch lange nicht, dass Dein Kind sich plötzlich problemlos von Deinem Freund ins Bett bringen lässt. Da macht er es sich sehr einfach und schiebt Dir die Schuld dafür in die Schuhe, dass er keine Lust hat, eigene Strategien für sich und sein Kind zu finden.

Vielleicht kannst Du es mal mit kloeterschen Augen betrachten. In den Kloetersbriefen wird betont, wie wichtig Konsequenz ist. Nur wird Konsequenz anders definiert als üblich, nämlich so: Es wird sich konsequent nach dem gerichtet, der am meisten leidet.
Wer leidet mehr? Du wenn Du Dein Kind weiter einschlafstillst? Oder Dein Kind, wenn es nicht mehr einschlafstillen darf?
Du, wenn Du deine persönliche Freiheit länger als geplant einschränken musst? Oder Dein Kind, wenn es noch weniger stillen darf?

Die Antwort kannst Du nur Du wissen, und von dieser Antwort würde ich mein weiteres Vorgehen abhängig machen. Für mich persönlich klingt es aber so, als ob Dein Kind im moment noch deutlich mehr leiden würde.
LG Nachtfrau

mit der Großen (1/95), dem Mittleren (1/03), dem Mini (3/11) und der winzigen Enkelmaus (9.2.12)

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WiLada
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Re: Abstillen

Beitrag von WiLada »

Miss dreamy,
Bis März ist doch noch so eine lange Zeit. Es tut mir beim lesen auch schon weh wie du sagst sie zieht dich aus und schreit dabei - ganz ehrlich. Ich wuerde ihr noch etwas Zeit geben und wer weiß vielleicht klappt es in einem halben Jahr besser. Außerdem akzeptieren es fast alle Kinder, dass sie nicht stillen können wenn die Mama weg ist. Sie ist dann fast zwei Jahre und versteht viel mehr als jetzt und isst auch vermutlich mehr mit.
Mit Herzlichkeit(10), Heiterkeit(8), Sonnenschein(2) , Geschwisterchen (6/21) , und einem kleinen Sternchen (10SW 2017)
Luzia
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Re: Abstillen

Beitrag von Luzia »

Sarie hat geschrieben:Jetzt noch mit Schnuller anfangen? Mein Mann befürwortet das auch, aber mein Sohn beißt meißt nur auf seine Schnuller.
Zjm Saugen hat er nie einen genommen.
Mit über einem Jahr würde ich wohl auch nicht mehr mit Schnuller anfangen. Unsere Tochter hatte mit wenigen Tagen einen, da sie ein immenses Saugbedürfnis hatte. Außerdem war ich nach wenigen Wochen wieder berufstätig, und der Papa zu Hause hat halt keine Brust zum Nuckeln. :wink:
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Kinsale
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Re: Abstillen

Beitrag von Kinsale »

Ich kann noch nicht von Abstillerfahrungen berichten - das vorweg!
missdreamy83 hat geschrieben:ich hab auch mitn mittagsschlaf begonnen. heute ist tag nr 2. sie schreit und zieht mich aus und schreit und schreit und schreit, tobt und brüllt. das problem ist auch, dass meine maus keinen schnuller nimmt. sie brüllt wie am spieß wenn ich ihn nur in die hand nehme.
ich hab es die letzten zwei tage geschafft konsequent zu bleiben und nicht den busen auszupacken. es tat ssseeehhhrrr weh und ich war danach sooo fertig, dass ich selbst geschlafen habe.
trotz schreien, brüllen, toben und weinen möchte ich es noch die ganze woche weiter versuchen. es blutet mir immer das herz, denn auch ich genieße unsere stillmahzeiten sehr!!
Meins blutet mit :cry: Lass Euch Zeit- Euch beiden! Bis März ist noch so viel Zeit. Bis dahin ist Dein Kind ein ganzes Stück größer, verständiger und weniger auf das Stillen angewiesen. Bis dahin wird er vermutlich ohnehin von sich aus weniger stillen, wenn nicht wird er verstehen, dass er eben nicht stillen kann, weil Du nicht da bist. Und selbst wenn es dann so ein Drama gibt wie jetzt (was ich für sehr unwahrscheinlich halte!), dann wird es für ihn weniger unverständlich sein. Aber dass Du da bist und er nicht trinken darf, das kann so ein kleiner Kerl nicht nachvollziehen.

Sarie, Du schreibst, dass Dein Sohn bei Deiner Mutter ohne Stillen einschläft :wink: Merkst Du was? :wink: Wie wäre es denn ihn für ein Festival in der Nähe einfach mal einen Tag lang bei ihr zu lassen und am späten Abend wieder zu kommen? Wenn er abends ohne Dich nicht einschlafen kann, wird Deiner Mutter schon was einfallen. Tragen, spielen, egal was.
Dafür musst Du doch nicht abstillen! Zumindest nicht, wenn Du das Stillen eigentlich noch genießt.

Könnte es vielleicht sein, dass es garnicht so sehr das Stillen an sich ist, was Dich nervt, sondern mehr, dass Du Dich angebunden und eingeschränkt fühlst? Vielleicht kannst Du immer mal wieder (am besten regelmäßig!) was für Dich tun. Einen Abend die Woche oder so. Papa und Kind oder Oma und Kind kommen meist besser klar als man denkt :wink:
Und wenn Du mit 2 (oder sonstwann) abstillen willst (und Dein Sohn das bis dahin noch nicht selber getan hat) kannst Du das ja immer noch machen. Bis dahin wird er auf jeden Fall viel mehr Verständnis dafür haben.
Und Du vielleicht mehr (innere) Klarheit, die es Dir selbst auch leichter machen wird.

Alles Liebe!
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Kate
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Re: Abstillen

Beitrag von Kate »

Kinsale hat geschrieben:Ich kann noch nicht von Abstillerfahrungen berichten - das vorweg!
missdreamy83 hat geschrieben:...
Meins blutet mit :cry: Lass Euch Zeit- Euch beiden! Bis März ist noch so viel Zeit. Bis dahin ist Dein Kind ein ganzes Stück größer, verständiger und weniger auf das Stillen angewiesen. Bis dahin wird er vermutlich ohnehin von sich aus weniger stillen, wenn nicht wird er verstehen, dass er eben nicht stillen kann, weil Du nicht da bist. Und selbst wenn es dann so ein Drama gibt wie jetzt (was ich für sehr unwahrscheinlich halte!), dann wird es für ihn weniger unverständlich sein. Aber dass Du da bist und er nicht trinken darf, das kann so ein kleiner Kerl nicht nachvollziehen.

Sarie, Du schreibst, dass Dein Sohn bei Deiner Mutter ohne Stillen einschläft :wink: Merkst Du was? :wink: Wie wäre es denn ihn für ein Festival in der Nähe einfach mal einen Tag lang bei ihr zu lassen und am späten Abend wieder zu kommen? Wenn er abends ohne Dich nicht einschlafen kann, wird Deiner Mutter schon was einfallen. Tragen, spielen, egal was.
Dafür musst Du doch nicht abstillen! Zumindest nicht, wenn Du das Stillen eigentlich noch genießt.

Könnte es vielleicht sein, dass es garnicht so sehr das Stillen an sich ist, was Dich nervt, sondern mehr, dass Du Dich angebunden und eingeschränkt fühlst? Vielleicht kannst Du immer mal wieder (am besten regelmäßig!) was für Dich tun. Einen Abend die Woche oder so. Papa und Kind oder Oma und Kind kommen meist besser klar als man denkt :wink:
Und wenn Du mit 2 (oder sonstwann) abstillen willst (und Dein Sohn das bis dahin noch nicht selber getan hat) kannst Du das ja immer noch machen. Bis dahin wird er auf jeden Fall viel mehr Verständnis dafür haben.
Und Du vielleicht mehr (innere) Klarheit, die es Dir selbst auch leichter machen wird.

Alles Liebe!
Kinsale, ich wollte das gleiche schreiben, hätte es aber nie so schön formulieren können.

Daher mag ich voll und ganz bei dir unterschreiben und zitiere es nochmal, weil ich vieles so wichtig finde.


Hin und wieder weg zu sein, bedeutet nicht, dass man abstillen muss oder eine Mahlzeit schon vorher gestrichen haben muss. Die Kinder merken genau, wenn Mama nicht da ist, und können dann auch mal eine längere Zeit ohne Stillen auskommen. Und fühlen sich dennoch geborgen, gerade, wenn sie sonst die Sicherheit haben, dass Mama und Mamamilch immer für sie da ist.
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
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Nachtfrau
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Re: Abstillen

Beitrag von Nachtfrau »

Kate hat geschrieben: Hin und wieder weg zu sein, bedeutet nicht, dass man abstillen muss oder eine Mahlzeit schon vorher gestrichen haben muss. Die Kinder merken genau, wenn Mama nicht da ist, und können dann auch mal eine längere Zeit ohne Stillen auskommen. Und fühlen sich dennoch geborgen, gerade, wenn sie sonst die Sicherheit haben, dass Mama und Mamamilch immer für sie da ist.
Das kann ich nur bestätigen! Wenn man ein kleines Stillkind hat, kann man sich gar nicht vorstellen, wie es mit einem größeren Stillkind ist. Wenn ein Baby sehr an der Brust hängt, kann man sich nicht vorstellen, wie das je anders werden soll, ohne dass man als Mutter aktiv etwas dafür tut. Aber selbständigwerden funktioniert ganz von allein. Selbständigkeit entwickeln Kinder aus sich selbst heraus, das ist ein ganz starkes Bedürfnis. Dieser Prozess kann am besten gefördert werden, indem man dem Kind viel Sicherheit vermittelt. Je zuverlässiger und stabiler die Basis, desto leichter fällt dem Kind das Selbständigwerden. Das erscheint zunächst mal paradox, aber so funktioniert es tatsächlich. :) Ich kann das gern noch etwas näher erklären.

eine mutter, die zwiegespalten ist - zb weil sie einerseits gern weniger stillen möchte, andererseits aber spürt, wie sehr ihr kind das stillen noch braucht - ist außerdem für ein kleines kind (auch für ein größeres, aber dann geht es nicht mehr so sehr "ums nackte überleben") höchst beängstigend. es versteht ja schonmal gar nicht, wieso ihm plötzlich die brust verweigert wird. und obendrein spürt es diese ambivalenz. es kann gar nicht anders, als verzweifelt versuchen, die mutter dazu zu bringen, seine welt wieder in die gewohnten bahnen zu lenken und sein sicherheitsgefühl wieder herzustellen.
wenn die mutter nun immer wieder ohne für das kind nachvollziehbaren grund die brust verweigert, wird sie für ihn uneinschätzbar und unverlässlich. völlig nachvollziehbar, dass es in panik gerät. eine zuverlässige, sichere mutter ist für ein kleines kind überlebensnotwendig!
deswegen ist es so wichtig, dass die mutter, die ein größeres baby oder kleinkind abstillen möchte, sich ohne zweifel klar ist, dass sie auch wirklich abstillen will UND dass ihr kind das verkraften kann. nur so kann sie ihrem kind die sicherheit vermitteln, die es benötigt, um zu kooperieren. wenn man sich nicht wirklich sicher ist, (zum beispiel weil sie eben merkt, wie wichtig ihrem kind das stillen noch ist) ist es besser, erstmal weiterzustillen - und zwar ohne damit zu hadern(!). so zu tun, als sei man sich sicher, funktioniert übrigens nicht, man muss es wirklich SEIN.

es ist richtig, dass eltern stabilität, stärke und sicherheit vermitteln sollten. das bedeutet aber nicht, dass man auf biegen und brechen seinen kopf gegen den willen des kindes durchsetzen muss, sondern dass man eben entscheidungen mit innerer überzeugung und sicherheit trifft. man darf diese innere klarheit nicht mit härte verwechseln. bei seinen entscheidungen die bedürfnisse ALLER beteiligten zu berücksichtigen und auch mal zurückzurudern, wenn man merkt, dass einer zu sehr leiden würde, immer flexibel zu bleiben, das sind keine zeichen von schwäche, sondern gehören zum sicherheit vermittelnden rahmen für das kind unbedingt dazu. wenn es nicht nur weiß, dass mama weiß, was zu tun ist, sondern auch, dass seine gefühle ernst genommen und auf seine bedürfnisse eingegangen wird, dann, ja dann kooperieren kinder auf ganz wundersame weise. :)
LG Nachtfrau

mit der Großen (1/95), dem Mittleren (1/03), dem Mini (3/11) und der winzigen Enkelmaus (9.2.12)

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Kinsale
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Re: Abstillen

Beitrag von Kinsale »

Kate hat geschrieben:
Kinsale, ich wollte das gleiche schreiben, hätte es aber nie so schön formulieren können.

Daher mag ich voll und ganz bei dir unterschreiben und zitiere es nochmal, weil ich vieles so wichtig finde.


Hin und wieder weg zu sein, bedeutet nicht, dass man abstillen muss oder eine Mahlzeit schon vorher gestrichen haben muss. Die Kinder merken genau, wenn Mama nicht da ist, und können dann auch mal eine längere Zeit ohne Stillen auskommen. Und fühlen sich dennoch geborgen, gerade, wenn sie sonst die Sicherheit haben, dass Mama und Mamamilch immer für sie da ist.
Danke, das freut mich! :D
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