Re: tausend fragezeichen im kopf
Verfasst: 28.06.2011, 14:02
Liebe Avarna,
vielen Dank für Deinen liebgemeinten Zuspruch, aber Deinen als allgemein gültig formulierten inhaltlichen Schlussfolgerungen muss ich deutlich widersprechen:
Selbstverständlich gibt es junge Säuglinge "die am gedeckten Tisch verhungern"! (falls Du mit "gedecktem Tisch" ein reichliches Milchangebot meinst - in diesem Fred hier geht es um Neugeborene!). Es gibt kranke Babys, schwache Babys, Babys mit schweren Saugstörungen, außerdem Mütter mit physiologisch oder pathologisch bedingt verringerter Milchbildung, die vielleicht zunächst gar nicht bekannt ist bzw. bemerkt wird. "Zufriedenheit" ist KEINESWEGS automatisch mit Sattheit gleichzusetzen -genauso wenig wie "Unzufriedenheit" immer Hunger bedeutet. Dehydrierte, schwer mangelernährte Babys wirken im Allgemeinen ganz besonders "zufrieden" - sie schlafen nämlich möglicherweise den ganzen Tag.
Angebot und Nachfrage pendeln sich zweifellos gut aufeinander ein - aber eben NUR DANN, wenn dies auch möglich ist (gut stillendes Baby, Mutter mit normaler Milchbildung, keine med. Besonderheiten die das Stillen beeinträchtigen und natürlich ein gute Handhabung des Stillens (im Allgemeinen: Stillen nach Bedarf)). Eben diese Voraussetzung ist leider nicht immer gegeben. Und gerade bei auftauchenden Hinweisen auf mögliche Probleme MÜSSEN eben diese erstmal überprüft werden, anstatt sie einfach als gegeben anzunehmen. Das wäre ja sonst, als ginge man mit Beschwerden zum Arzt, aber der antwortet nur: "Nee, Sie haben bestimmt nichts, denn normalerweise sind Menschen ja gesund."
LG
Julia
vielen Dank für Deinen liebgemeinten Zuspruch, aber Deinen als allgemein gültig formulierten inhaltlichen Schlussfolgerungen muss ich deutlich widersprechen:
Selbstverständlich gibt es junge Säuglinge "die am gedeckten Tisch verhungern"! (falls Du mit "gedecktem Tisch" ein reichliches Milchangebot meinst - in diesem Fred hier geht es um Neugeborene!). Es gibt kranke Babys, schwache Babys, Babys mit schweren Saugstörungen, außerdem Mütter mit physiologisch oder pathologisch bedingt verringerter Milchbildung, die vielleicht zunächst gar nicht bekannt ist bzw. bemerkt wird. "Zufriedenheit" ist KEINESWEGS automatisch mit Sattheit gleichzusetzen -genauso wenig wie "Unzufriedenheit" immer Hunger bedeutet. Dehydrierte, schwer mangelernährte Babys wirken im Allgemeinen ganz besonders "zufrieden" - sie schlafen nämlich möglicherweise den ganzen Tag.
Angebot und Nachfrage pendeln sich zweifellos gut aufeinander ein - aber eben NUR DANN, wenn dies auch möglich ist (gut stillendes Baby, Mutter mit normaler Milchbildung, keine med. Besonderheiten die das Stillen beeinträchtigen und natürlich ein gute Handhabung des Stillens (im Allgemeinen: Stillen nach Bedarf)). Eben diese Voraussetzung ist leider nicht immer gegeben. Und gerade bei auftauchenden Hinweisen auf mögliche Probleme MÜSSEN eben diese erstmal überprüft werden, anstatt sie einfach als gegeben anzunehmen. Das wäre ja sonst, als ginge man mit Beschwerden zum Arzt, aber der antwortet nur: "Nee, Sie haben bestimmt nichts, denn normalerweise sind Menschen ja gesund."
LG
Julia