also, ich versuch dir jetzt mal etwas ausführlicher zu antworten:
ich denke, grundsätzlich ist der podaegi eine sehr gute alternative zum korrekt gebundenen tragetuch. er bleibt für mich allerdings eine alternative.
vergleich zwischen pod und känguru-trageweise, anhand der tragemechanik:
beim känguru, was wir ja als optimalste (dh physiologischste) bindeweise erachten, wird die anhock-spreitz-haltung beim kind durch die mechanik im tuch unterstützt. der beutel vom känguru führt von unten (unter dem po des babys) rundherum nach oben. damit wird die anhockung ermöglicht und optimal unterstützt. die kniehkehlen werden sozusagen "nach oben geleitet". und die ganze wirbelsäule wird der länge nach gegen oben hin entlastet und gestützt. durch die flügel an den oberarmen wird sichergestellt, dass der nackenbereich und der ganze obere rückenbereich des tragetuches gut straffgezogen werden können, so dass eine optimale stützung vorhanden ist. (man sieht bei deinem bild gut, dass das bei dir so nicht der fall ist, ausführlicher gehe ich noch darauf ein) das strähnchenweise anziehen unterstützt alle diese punkte noch, va garantiert es, dass wirklich jeder bereich der wirbelsäule optimal gestützt ist.
beim pod sieht das ein bischen anders aus. zuallererst möchte ich darauf hinweisen, dass der pod klassischerweise nicht so gebunden wird wie auf deinem foto

im thread von montanara (oben verlinkt) sieht man auf den ersten bildern dass die träger UNTER den achseln nach vorne gehen und dann über die schultern HINTEN nach unten. das macht schon mal einen grossen unterschied zu der variante aus, welche du gebunden hast. es ist mit der klassischen methode schon mal viel einfacher, den nackenbereich fest zu bekommen. ausserdem kommen die träger, welche den beutel formen viel steiler von oben, somit wird eine anhockung noch besser unterstützt.
grundsätzlich sehe ich "tragemechanisch" zwei problemzohnen beim pod. einerseits die straffung im oberen rückenbereich. der nackenbereich kann eigentlich fast obtimal gestrafft werden. doch nur auf der breite der träger. da wo der träger beim rückenteil aufhört, entsteht ein spannungsverlust. (versteht das wer

) und die straffung kann nicht weitergeführt werden. je nach machart des pod ist das ein grösseres oder kleineres problem.
die zweite problemzone sehe ich unten, wo die träger den beutel formen. da gibt es immer ein "gewurstel". dadurch das die eine stoffbahn (vom rückenteil) nach unten verläuft und die träger den beutel formen indem sie von schräg oben her kommen. das ist physikalisch nicht optimal zu lösen. ausserdem müsste für eine möglichst physiologisch verlaufende mechantik ZUERST der beutel geformt werden und ERST DANN der zug des rückenteils nach oben erfolgen.
die letzte und allgemeine kritik am pod ist, wie schon von anderer seite angemerkt, dass nicht strähnchenweise festgezogen werden kann. es gibt darum stellen, die straffer sind und mechanisch mehr belastet und stellen, wo der zug plötzlich deutlich abfällt. vielleicht könnte das mittels einem wc-pod etwas gebessert werden, grundsätzlich bleibt das problem allerdings auch dann bestehen.
diese ausführung bezieht sich ausschliesslich auf den vergleich zwischen känguru (oder rucksack) und podaegi! mit einer wkt oder gar kt sieht das ganze natürlich schon wieder ganz anders aus...!
ich hoffe dir damit gedient zu haben, und das es einigermassen verständlich daher kommt
liebe grüsse
India