Einschlafstillen stundenlang

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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MadameMim
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von MadameMim »

Ich glaube, ich weiß genau, welche Grenze du meinst. Die Grenze, an der man ganz viel Zuspruch braucht, dass man alles richtig macht und es besser wird, weil man sonst denkt, dass man an irgendeinem Punkt vielleicht irgendwas falsch gemacht hat und es nie endet und man auf jeden Fall mal was anderes probieren sollte, weil man ja so viele Leute kennt, deren Kinder schon mit 6 Monaten problemlos ein- und durchschliefen. Dass man nie wieder einen ruhigen Abend verbringen wird, sondern ewig mit dem Kind ans Bett gefesselt sein wird. :D

Mein Mann ist gestern von der Arbeit nach Hause gekommen und berichtete von einer Kollegin, die er gestern das erste Mal getroffen hat und mit der er gleich ins Gespräch über genau dieses Thema gekommen ist. Sie hat zwei Kinder, die beide genau wie unser Sohn total schlechte Ein- und Durchschläfer waren. Die auch keinen Schnuller genommen haben und stattdessen die Brust als Schnullerersatz benutzten, was teilweise in endlosen Stillsessions endete, bis sie nur noch genervt war (wie gut kenne ich das!). Die auch in ganz üblen Phasen nicht weiterwusste und in der Not dann das Kind auch mit über einem Jahr noch in die Tragehilfe genommen und auf dem Pezziball in den Schlaf gehüpft hat. Beide Kinder haben sich mit 2,5 von allein abgestillt und schlafen problemlos. Das hat mir so viel geholfen! Allein zu wissen, dass eine Frau das zwei Mal mitgemacht hat und trotzdem fröhlich geblieben ist. :D Überspitzt gesagt, aber so denke ich manchmal.
Ich kenne leider kaum Mütter (persönlich), die wirklich noch über das erste Jahr hinaus stillen. Ich selbst war auch ein Flaschenkind, und meine Mutter leidet zwar mit mir, wenn Abend und / oder Nacht mal wieder hart waren, kennt das aber überhaupt nicht, dass ein Kind schlecht schläft. Bei meinem Bruder und mir war alles immer ganz problemlos. Und sowas hört man leider zuhauf... "still doch ab, dann will er nachts auch nicht mehr an die Brust" oder "lass es doch einfach mit dem Einschlafstillen, er gewöhnt sich schon dran!". Kennst du vielleicht auch?

Ich fühle jedenfalls ganz stark mit dir. Heute abend wird es bei uns sicher auch wieder ein Drama. Mir hilft immer, wenn mein Mann einfach in der Nähe ist, er muss nicht einmal was sagen oder machen.
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Sakura
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von Sakura »

hi jospittler,

wir hatten gestern auch so einen abend. was meistens hilft (nicht immer): nach dem einschlafen und abdocken noch eine gute weile WARTEN!!! kinder sind nicht sofort im tiefschlaf, und solange sie nur leicht schlafen, merken sie schneller, dass mama geht. gestern abend hat aber auch das nicht funktioniert, als ich mich gaaaaaaanz allerleisestens aus dem bett rollte und nochmal umdrehte, blickten mich schon wieder zwei große augen an :shock:

ich habe dann ziemlich genervt den papa rangelassen, und wirklich: nach 15 minuten gebrüll war dann ruhe. papas können das manchmal echt gut!
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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MadameMim
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von MadameMim »

Stimmt Sakura, warten hilft meistens. Den richtigen Moment zum Abdocken abpassen, dann den richtigen Moment zum wegdrehen abpassen, dann kurz warten, dann ganz leise raus aus dem Bett. Ich finde, dass man als Mama auf jeden Fall Spionage-Qualifikationen erwirbt. ;)

Ich bin ein bisschen neidisch, dass das bei so vielen Kindern funktioniert, vom Papa beruhigt zu werden. Wenn wir das versuchen, schreit der Kleine NOCH lauter (man glaubt gar nicht, dass das noch geht), so dass ich am liebsten Ohropax an alle Nachbarn verteilen würde. Und er hört leider auch nicht auf. "Nicht die Mama!"... :roll:
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Sakura
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von Sakura »

wie lange schreit denn dein kleiner, wenn der papa es versucht? (nach der uhr!!!). ich habe festgestellt, dass die differenz zwischen der gefühlten und tatsächlichen schreizeit echt groß ist!!! hat dein mann es schon mal 20 minuten lang versucht?

und ja, spionagequalitäten *grins*
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MadameMim
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von MadameMim »

Sogar mal eine ganze Stunde lang... er hat sich nicht beruhigt, hat immer wieder geweint. :/ Dabei macht es keinen Unterschied, ob ich mit im Zimmer bin oder nicht. Aber natürlich hast du recht, es fühlt sich immer viel, VIEL länger an. Deshalb ist es auch ganz besonders schwer auszuhalten, wenn man nebenan mindestens 30 Minuten lang das Kind schreien hört. Hilfe! Unser Sohn ist aber auch ein besonders anhängliches Mamakind, das muss man dazu sagen. Sobald ich in der Nähe bin, wetzt er mir hinterher, auch, wenn Papa gerade schön mit ihm spielt. Und wird dann schnell weinerlich, wenn ich den Raum verlasse. Sobald ich daneben stehe, während er auf dem Arm meines Mannes sitzt, muss er sofort zu mir, er stürzt sich regelrecht rüber. Also bleibt die Aufgabe des Zubettbringens wohl vorerst meine. ;)
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von L-Mama »

Nur kurz: ich kenne auch niemanden der über ein Jahr gestillt hat... Dafür haben hier viele Kinder mit vier noch einen Schnuller und werden dafür von den Eltern permanent dumm angemacht.

Hier ist gerade ein bisschen Chaos, nach der kurzen Nacht hat sie jetzt auf Mittagsschlaf auch keine Lust. Kaum war ich nach 20 Minuten Stillen, sie schlief, weg, da rief sie (hätte länger warten sollen Sakura!), sonst war das nie ein Problem. Mal sehen, ich probiere es nachher nochmal. Sie schläft eh immer so spät am Nachmittag, da sitzte ich den ganzen Nachmittag hier im Haus. Freue mich, wenn alles wieder seinen gewohnten Gang geht und ich endlich mal wieder eine Stunde für mich ganz alleine habe.

Schön zu lesen was Ihr alles schreibt, habe gerade nicht den Kopf darauf einzugehen, aber habe es dankend und lächelnd und mit Freude aufgenommen!!
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Sakura
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von Sakura »

Jospittler hat geschrieben: nach der kurzen Nacht hat sie jetzt auf Mittagsschlaf auch keine Lust.
jo, der grund, warum ich hier gerade das forum zuspamme: sahnemäusel macht auch gerade mittagsschlaf - im tuch. alles andere hat sie brüllend abgelehnt. für spazieren gehen steht mir die sonne zu hoch, hausarbeit geht nicht, da sahnemäusel extremst geräuscempfindlich... daher sitze ich jetzt hier seit zwei stunden und surfe im netz...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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EhMibima

Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von EhMibima »

Hi, Josplitter: Meine Kleine ist Jahrgang 09/09 und hat vorhin von ihren 2Std. Mittagsschlaf anderthalb Std. gestillt und bei uns sieht es auch immer wieder nach Vollstillen aus. Bei uns sind das immer wieder Zeiten wo sie ein bisschen kränkelt oder manchmal etwas quietschig ist(Zähne?). Was dahintersteckt weiß ich manchmal erst nachher. Aber es sind immer nur Phasen in denen ich dann in wenigen Tagen trotz Kleinkind mehrere Bücher durchlese.

Oh, und es gibt auch hier Tage an denen ich nachmittags auch nicht rauskomme weil der Mittagsschlaf eigentlich ein Nachmittagsschlaf ist ;)
L-Mama
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von L-Mama »

Hm wir stecken immer noch mittendrin, sie hat leichtes Fieber, stillt permanent wie neugeboren, reagiert auf jedes Geräusch, ich kann nur ganz heimlich ipod surfen, schläft zu wenig, läßt mich nicht eine Minute allein sein. Ich versuche entspannt zu bleiben, bin offen gesagt froh wenn es vorbei ist. Es scheint das Sprechen zu sein.

Wißt ihr was mich am meisten nervt? Das Gefummel an der anderen Brustwarze. Sie ist nicht davon abzubringen und es fühlt sich alles mega überreizt an.

Sorry, bin einfach irgendwie verspannt von dem wochenlangen Rumsitzen und Liegen wegen Stillen, ich hatte schon mal mehr Energie dafür. Ich weiß warum Männer nicht stillen können!!!
L-Mama
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Re: Einschlafstillen stundenlang

Beitrag von L-Mama »

Will aber gar nicht das Forum mit schlechter Laune zumüllen! Fast immer ist das Stillen ja gut und praktisch und toll! Ich würde es wieder machen!!
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