Mein Mann ist gestern von der Arbeit nach Hause gekommen und berichtete von einer Kollegin, die er gestern das erste Mal getroffen hat und mit der er gleich ins Gespräch über genau dieses Thema gekommen ist. Sie hat zwei Kinder, die beide genau wie unser Sohn total schlechte Ein- und Durchschläfer waren. Die auch keinen Schnuller genommen haben und stattdessen die Brust als Schnullerersatz benutzten, was teilweise in endlosen Stillsessions endete, bis sie nur noch genervt war (wie gut kenne ich das!). Die auch in ganz üblen Phasen nicht weiterwusste und in der Not dann das Kind auch mit über einem Jahr noch in die Tragehilfe genommen und auf dem Pezziball in den Schlaf gehüpft hat. Beide Kinder haben sich mit 2,5 von allein abgestillt und schlafen problemlos. Das hat mir so viel geholfen! Allein zu wissen, dass eine Frau das zwei Mal mitgemacht hat und trotzdem fröhlich geblieben ist.
Ich kenne leider kaum Mütter (persönlich), die wirklich noch über das erste Jahr hinaus stillen. Ich selbst war auch ein Flaschenkind, und meine Mutter leidet zwar mit mir, wenn Abend und / oder Nacht mal wieder hart waren, kennt das aber überhaupt nicht, dass ein Kind schlecht schläft. Bei meinem Bruder und mir war alles immer ganz problemlos. Und sowas hört man leider zuhauf... "still doch ab, dann will er nachts auch nicht mehr an die Brust" oder "lass es doch einfach mit dem Einschlafstillen, er gewöhnt sich schon dran!". Kennst du vielleicht auch?
Ich fühle jedenfalls ganz stark mit dir. Heute abend wird es bei uns sicher auch wieder ein Drama. Mir hilft immer, wenn mein Mann einfach in der Nähe ist, er muss nicht einmal was sagen oder machen.