bin ich normal?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

Lösche Benutzer 6804

Re: bin ich normal?

Beitrag von Lösche Benutzer 6804 »

greenie bird hat geschrieben:Daher nochmal die Frage: kennt jemand noch so ein Kind?
Ja, meins. :lol: Nur mit dem Unterschied, dass er erst 9 Monate alt ist und keine große Schwester hat (nur zwei ganz große Brüder, aber die leben nicht bei uns)

Und auch ich habe mich dafür entschieden die ersten drei Jahre seines Lebens zu Hause zu bleiben und "nur" Mama zu sein (Was heißt hier "nur"? Als ob das Urlaub wäre... ;) )

Ansonsten kann ich dir noch nicht viel schreiben, weiß ja noch nicht, wie ich mich fühle, wenn er mal 2 ist und mir dann evtl. sehnlichst die Zeit herwünsche, dass der KiGa anfängt oder so - aber das werde ich dann ja sehen. :)
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greenie bird
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Re: bin ich normal?

Beitrag von greenie bird »

Und im Notfall wären die beiden trotzdem ein tolles Team, ganz sicher.
oh ja, das war schon mit unserer Großen so. Sie hat ja nie wirklich ohne mich geschlafen und daher habe ich mich für ein Familienzimmer entschieden, dass wir nach der Geburt auch alle zusammen bleiben können, aber er hat mir sozusagen daraus einen Urlaub gemacht :)
Er hat sie die ganzen drei Tage mitgenommen und ich konnte mich erholen- klar haben sie mich besucht, aber ich hatte viel Zeit Schlaf nachzuholen und die beiden hatten eine schöne Zeit. Aber da war sie eben schon fast drei- der Altersabstand war auch absichtlich so gewählt ;)
Daher glaube ich auch, dass es diesmal auch mindestens so lange dauert bis der Kleine das kann/ will. Und das reicht mir auch, wir wollten die beiden und deshalb gebe ich auch alles dafür, damit es ihnen an nichts fehlt.

Jetzt muss ich puzzlen :)
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Chasu »

hach ja, mir gehts wie dir!!
ich mag unser familienbett, das stillen, das tragen immer da zu sein und so, nur hab ich auch oft diese gewissensbisse.... mach ich das richtig so? sollte ich das nicht doch lieber anders machen? vieleicht haben alle anderen recht und ich verzieh das kind? .... aber um ehrlich zusein, mir gehts soo gut so. ich hab nicht wie alle anderen das problem das sie abends nicht schlafen will oder tagsüber. ich hab kein problem damit das sie nicht essen will oder nicht trinken will (im gegenteil sie liebt wasser trinken überalles). ok sie schläft nicht durch aber naja egal irgendwann wird sie das auch schon noch machen.
wenn mir mal wieder ein guter ratschlag gegeben wird wie sie denn nun durchschlafen könnte frag ich die leute immer ob sie manchmal wach werden und was trinken... ganz viele sagen dann "ja ich hab ne flasche wasser am bett stehen" dann sag ich immer ok aber warum darf das baby keinen durst in der nacht haben wenn du auch durst hast in der nacht? tja die blicke müsstest dann sehen, hihi....
ich habe angefangen mich wenns geht nur noch mit gleichgesinnten zu unterhalten *g* bzw. mit familie und co. so gut es geht diese themen zu umgehen oder einfach zu lügen "schläft die kleine nun endlich in ihrem bett? - klar!" (muss ja niemand wissen das wir mit in ihrem bett schlafen ;) )
Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie man sich für ein Kind entscheidet, womöglich noch eine KiWu Behandlung durchläuft, jahrelang um ein Kind kämpft und nach ein paar Monaten muss sich das Baby dann ändern, weil seine Bedürfnisse nicht ins Leben passen oder eben anstrengend sind. Das ist mir so fremd, klar kann ich verstehen, dass Frau auch allein etwas unternehmen möchte, aber irgendwie alles zu seiner Zeit.
genau so seh ich das auch und das kann auch niemand verstehen. da kommt dann der spruch "du musst auch mal an dich denken" oder "denk an deine ehe" (find ich sehr frech... geht die doch nix an wnn und wie und überhapt ich mit meinem mann "zeit" verbringe!) auch schön ist "du bist nicht nur mutter sondern auch frau!" jo stimmt ja auch alles, aber ich kann doch auch das alles sein und mein kind dabei haben!

was mich aber am meisten trifft ist wenn behauptet wird das man selber egoistisch ist oder einen "schaden" hat weil man sich selber um sein kind kümmern möchte... meine eigene mutter! hat mich als egoistisch bezeichnet weil ich noch immernicht abgestillt hab, weil schließlich will sie ja auch mal füttern. oder ich mach die kleine absichtlich abhängig von mir damit sich garkein anderer kümmern KANN... :roll: das hat mich sehr getroffen und hab lange drüber nachgedacht.

ich möcht dir noch sagen, das du sicher alles richtig machst wenn du nur nach deinem gefühl gehst! egal ob du dann etwas änderst oder alles so lässt wie es ist, solange dein gefühl dir sagt "so ist es richtig" dann ist es das auch!!!! auch wenn die ganze welt was anderes sagt.
LG
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Luzia »

Lauretta hat geschrieben:Übrigens schließen viel Tragen, langes Stillen und Familienbett nicht aus, dass man als Mutter auch arbeiten oder ausgehen kann :wink:
Das Familienbett ist bei uns einzig und allein aus dem Grund entstanden, weil ich arbeiten musste, dazu fitt sein wollte und folglich nachts nicht aufstehen wollte. :wink: Welche Überlegungen noch dahinter stecken, habe ich erst später mitbekommen.

Ich habe in meinem Alltag immer so viel geplant, dass für mich die Umstellung zum Kind mit der plötzlich daherkommenden Unplanbarkeit eine riesige Umstellung war. Darüber, ob ich mein Kind verziehe, mache ich mir keinerlei Gedanken. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie nicht ewig getragen werden will und in angemessenem Alter auch aus unserem Familienbett ausziehen wird. Und dass ich mit meinen Ansichten auf einem guten Weg bin, sehe ich z.B. hier im Forum.
Unsere Kleine wurde von Anfang an während meiner Arbeitszeiten vom Papa betreut. Vielleicht sehe ich auch unbewusst Dinge wie langes Stillen, Tragen und Familienbett als eine Art Ausgleich zu meinem Dasein als berufstätige "Rabenmutter", die einfach weniger gemeinsame Zeit mit ihrem Kind verbringt als die Vollzeithausfrau. Und Tragen ist einfach sehr praktisch. :D
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Re: bin ich normal?

Beitrag von greenie bird »

Aus genau diesem Grund habe ich das bei meiner Großen auch gemacht, ich hatte keine großartigen Gedanken, sondern wollte einfach nicht ständig aufstehen, Kind aus dem Bett heben, stillen, wieder hinlegen. So hat sich das entwickelt.

Wäre der kleine Knopf allerdings etwas ausgeglichener, würde ich wahrscheinlich nicht zweifeln. Ich habe bisher so ziemlich alles intuitiv gehandhabt und würde das auch weiter so machen. Nur neuerdings lerne ich eben immer mehr Mütter kennen, die ihr Kind schon so früh 'erziehen' wollen, worin ich ja gar keinen Grund sehe.

Meine Eltern haben sich schon an strikte Regeln gehalten und so bin ich aufgewachsen, ich war mit einem Jahr in der Krippe und weil ich abends nicht liegen blieb, wurde ich angebunden. Das kam dann irgendwann mal raus und meine Eltern finden daran wahrscheinlich bis heute nichts verkehrtes, aber ich möchte das nicht machen. Es waren Ausnahmen an die ich mich erinnern kann, wozu ich in den Schlaf begleitet wurde.

Zur Zeit empfinde ich das irgendwie als Mehrheit der Eltern aber eben genau den anderen Weg einschlagen, weil es entweder jemand sagt oder es in einem Buch steht und das lässt mich zweifeln. Müssen so viele Kinder heutzutage- oder auch vor 30 Jahren schon, so wie ich- sofort die Strenge erfahren und auf sich selbst gestellt in elektrischen Wiegen, neben Nachtlichtern und Babyfonen schlafen, damit sie glücklich werden?
Warum scheint das logischer zu klingen oder fortschrittlicher als seine Kinder einfach so wie sie sind aufzunehmen?
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Luzia »

Das Leben muss für die meisten Menschen planbar sein. Stillen nach festem Rhythmus und Einschlafbegleitung durch Musikmobile sind das. Kinder so zu nehmen, wie sie sind, ist nicht planbar. Vielleicht brauchen viele Menschen wegen dieser Planbarkeit, die alle Lebensbereiche durchzieht bzw. durchziehen soll, ein Kind, welches genau so funktioniert, wie man's gerne in seiner Familienplanung (schönes Wort übrigens in diesem Zusammenhang :wink: ) hätte.
Meine Eltern erzählen mir auch immer mit Freude, wie sie mich drei Abende zum Einschlafen brüllen lassen haben, bevor das problemlos funktioniert hat. :roll:
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Re: bin ich normal?

Beitrag von Teazer »

Chasu hat geschrieben:meine eigene mutter! hat mich als egoistisch bezeichnet weil ich noch immernicht abgestillt hab, weil schließlich will sie ja auch mal füttern.
Funktioniert auch super beim Thema Tragen vs. Kinderwagen. :lol:
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: bin ich normal?

Beitrag von greenie bird »

es gibt auch tatsächlich hebammen, die als pro argument für das nicht-stillen die bessere vater kind beziehung bringen, wenn der denn die flasche gibt.
vielleicht kann mein mann seine beziehung wett machen wenn er dann den brei gibt ;)

schade ist da ganze aber schon, denkt ihr denn dass eher die mehrheit der mütter ihre kinder so behandeln oder dass sie das nur sagen?

wie geht ihr damit um, wenn sich erst nette kontakte so entwickeln, brecht ihr den kontakt ab oder spart ihr diese themen aus? meist schließt sich das aber alles irgendwie aus...entweder gibt es die, die stillen und neben ihren kindern schlafen, diese dann meist auch tragen und eben die, die flaschen füttern, eigene zimmer bevorzugen und selten oder gar nicht tragen. kennt ihr auch 'mischansichten'- ich kenne nur eine.

klar fahren wir nun auch öfter mit dem wagen, weil ich einfach nicht mehr schaffe ihn so lang zu tragen.
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bin ich normal?

Beitrag von gadjodilo »

Hier wurde schon so viel geschrieben, hab auch fast alles gelesen ;-)
Mein Kleiner ist auch so einer, ich erkenne in deinem Bericht auf jeden Fall viele Dinge die bei uns auch so sind, der Körperkontakt, das unruhig sein, ein Schlafminimalist der derzeit nur einschlafgestillt wird und sein Papa verlässt sich da auch lieber auf Mama bei so manchem, und ich sehe das so wie du, er hat seinen Job, ich meinen und ich war bis jetzt auch nie länger als 11/2 Stunden (wenn Omi mit ihm auf Spaziergang ist) von ihm getrennt und ich würde länger auch gar nicht geniessen können.
Und ja ich kenne das dass man sich in Frage stellt wenn im Umfeld bereits viele Baby's abgestillt sind alleine (durch-)schlafen und meinem Mann wurde auch schon mit halber Entrüstung geraten ich solle doch mal Flasche geben, wir könnten doch so gar nix mehr unternehmen?!? Darüber reg ich mich dann ein bissel auf und frag mich wieso es so schwer zu verstehen ist.

Für mich ist die Art wie ich für mein Kind da sein will ein Teil meiner Philosophie, wie ich das Leben halt sehe, ich glaube fest daran dass wir zivilisierten Menschen uns in etwas verfahren haben und uns so selbst versklaven, kaputt machen... Stillen z.b. ist neben allen bekannten positiven Dingen auch eines der wenigen ganz ursprünglichen, natürlichen in unserer industrialisierten Welt und einer der Gründe wieso es mir so wichtig ist und ich es so sehr mag...
Ich kapiers auch nicht, wieso scheinbar alle so darauf aus sind ihre Babys möglichst schnell am "funktionnieren" zu haben.

Mir ist wichtig auf meine Instinkte hören zu dürfen, ich habe auch Mamis in meinem Bekanntenkreis die meinen Weg nicht teilen, die aber auch liebevoll mit ihren Kindern umgehen, ich vermeide da halt über meine inneren Überzeugungen zu sprechen und übe mich in Toleranz. Nur wenn mir jetzt jemand daher käme und berichten würde wie toll ihr 6monatiges jetzt durschläft, nach "nur" einigen Nächten schreien lassen würde ich nicht drum rum kommen und meine Meinung dazu mehr oder weniger nett zu äussern ;-)
Meistens merke ich aber dass Eltern die schreien lassen gut finden sowieso noch andere "Macken" haben, so rein menschlich gesehn, und ich die dann lieber meide.
Liebe Grüsse
Caro mit Minimax *08.2010
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Beitrag von gadjodilo »

Hach ja, fast vergessen, für mich bist du auch normal! Nur die Norm sind wir wohl nicht. :-)
Liebe Grüsse
Caro mit Minimax *08.2010
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