Nächtliches Stillen als Gewohnheit

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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stjaerna
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Re: Nächtliches Stillen als Gewohnheit

Beitrag von stjaerna »

Liegt das an unseren März/april babys 2009? Ich reihe mich ein.
Mich belastet es manchmal sehr, manchmal weniger.
Ich wollte auch schon einige male "was ändern", bin aber nicht konsequent genug bzw. habe zu viel angst davor und lasse es daher lieber gleich....
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Leesha
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Re: Nächtliches Stillen als Gewohnheit

Beitrag von Leesha »

@Sterngucker und Stjaerna

Da bin ich aber froh, dass ich nicht alleine bin. Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob ich etwas falsch mache oder ob meine Kleine noch "Normal" ist. :?
Bei allen anderen scheint ja das problemlos zu klappen. Gut, dass ihr geschrieben habt!

Unsere Nächte sind immernoch mit viel Stillen und mittlerweile auch dauernuckeln verbunden. Sie muß irgendwie immer die Brust im Mund haben. Wenn ich mich wegdrehe, dann wacht sie sofort auf und will Mumu.
Ich habe meiner Kleinen neulich auch gesagt, dass sie in der Nacht schlafen soll. Was sagt sie: "Nein, Mumu!" :shock:

Ich habe einer Freundin von mir die Schlafsituation geschildert (ist auch eine SuT-lerin) und sie hat mich auf eine ganz neue Idee gebracht.
Ich werde das Stillen am Tag umstellen. Bisher war es so, dass wir am Tag zum einschlafen und meistens gar nicht oder max. 2 x noch gestillt. Manchmal wollte sie auch mehr, aber das will ich nicht mehr. Aber immer ging die Initiative von ihr aus und ich habe entweder "ja" oder "nein" dazu gesagt. Nun möchte ich gerne 2 feste Zeiten für das Stillen einführen. Da geht dann die Initiative von mir aus. Ich biete ihr das Stillen an. Einmal nach dem Vormittagsschlaf und einmal am Nachmittag. So kommt auch ein bißchen Struktur in unseren Stillalltag. Was ich mache, wenn sie zwischendurch stillen will, weiß ich noch nicht so genau. Kommt wahrscheinlich auf die Situation drauf an und auf den Grund warum sie Stillen will.

Ich denke auch, dass sie noch ein großes Stillbedürfniss hat. Am Tag konnte es sein, dass sie es selber vergisst, um es dann in der Nacht nachzuholen. Das will ich jetzt ändern, dadurch dass ich ihr das Stillen am Tag anbiete. Dann bekommt sie das Stillen auch am Tag und ist für sie nicht nur mit einschlafen und Schlafen verbunden.
Vieleicht werden dann die Nächte von alleine besser.

Ich werde für die nächsten 1 bis 2 Wochen mit den Nächten und Einschlafstillen alles so lassen wie bisher. Dann hat sie sich vieleicht an unsere festen Stillzeiten gewöhnt und evtl. verinnerlicht, dass Stillen mit der Mama zusammenhängt.

Ich möchte dann schon versuchen, dass sie einschlafen auch ohne Stillen kann. Wenn sie ohne Stillen einschlaft, ist meine Hoffnung, dass sie in der Nacht, dass wieder einschlafen auch besser akzeptiert. Als erstes würde ich versuchen, ihr das einschlafstillen am Tag abzugewöhnen. Vieleicht tut sie sich am Tag nich so schwer damit, als in der Nacht. Vieleicht akzeptiert sie es ja besser, wenn sie weiß, dass sie nach dem Schlafen gestillt wird. Das machen wir ja jetzt auch schon,ist also dann etwas vertrautes.
Wenn wir das geschafft haben, würde ich das Einschlafstillen am Abend versuchen abzuschaffen. Da muß ich jetzt anfangen, ein anderes Abendritual einzuführen. Bis jetzt war es so, dass sie im Bett war und dann gleich gestillt hat und dabei eingeschlafen ist.
Ich habe ihr jetzt auch schon vorgelesen und gesungen und dann gestillt. Wenn die Bestandteile Geschicht und Singen im Abendritual bleiben und "nur" das Stillen wegfällt, hoffe ich dass ihr die Umstellung nicht so schwer fällt. In den letzten Tagen, wollte sie aber manchmal keine Geschichte, sondern nur Mumu. :? Dann habe ich beim einschlafstillen gesungen.
Erst wenn das einschlafen ohne stillen klappt, werde ich versuchen das Stillen in der Nacht zu reduzieren.

Das ist meine neuste Theorie. Ich werde es einfach mal ausprobieren. Aber ich werde mich da nicht unter Druck setzten. Wenn es klappt ist es gut, aber wenn nicht ist es auch nicht schlimm. Dann haben wir wenigstens Struktur beim Stillen am Tag eingeführt, was mir auch gut tut.
Mal schauen, wie es läuft.
Viele Grüße!

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stjaerna
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Re: Nächtliches Stillen als Gewohnheit

Beitrag von stjaerna »

Viel ERfolg :-)

Ich bin zu energielos um wirklich viel zu ändern... fürchte ich.Wir haben ein Ritual abends, allerdings auch eins, dass MIT Stillen geht. Erst ohne, dann erzähle ich ihr BEIM Stillen vom Tag. und bete, auch beim stillen... nhm... vll. mal VOR dem stillen probieren, guter impuls!
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Leesha
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Re: Nächtliches Stillen als Gewohnheit

Beitrag von Leesha »

Ich hole diesen Thread noch einmal hoch um zu erzählen, wie es jetzt bei uns ausschaut. Ich habe meine Kleine im November 2011 in der Nacht abgestillt und die Nächte sind immer besser geworden und nun schläft sie sogar durch! :D
Ich hatte ja immer gehofft, das sie sich nachts irgendwann von alleine abstillt oder wenigstens weniger stillt. Aber dem war nicht so. Im Gegenteil, die letzten 2 Wochen bevor ich sie nachts abgestillt habe, wurden die Abstände immer kürzer, d.h. sie wollte alle 1,5 Stunden gestillt werden.

Es gab auch Anzeichen, dass sie wirklich bereit zum nächtlichen Abstillen ist. Ohne diese Anzeichen, hätte ich es nicht gemacht.
Da war z.B. das der Opa sie ins Bett bringen konnte. Er ist mit ihr rumgelaufen und sie ist eingeschlafen.
Am Tag ist sie einfach so mit kuscheln neben mir eingeschlafen. Eigentlich hatte ich sie immer in den Schlaf gestillt und ohne einschlafstillen ist sie auch am Tag nicht eingeschlafen.

Ich hatte damals im November ein gutes Bauchgefühl, dass nun auch sie bereit fürs nächtliche abstillen ist. Das war mir ganz wichtig.

Ich bin es dann aber auch anders angegangen, wie davor. Ich habe einen ziemlich eindeutigen Schnitt gemacht. Ich habe meiner Kleinen erklärt, dass es im Bett keine Mumu mehr geben wird, sondern nur noch auf dem Sofa. Das hat bedeutet, dass sie von einem Tag auf dem anderen kein einschlafstillen mehr hatte, da ich aufgepaßt habe, dass sie mir beim Stillen auf dem Sofa nicht einschläft. Ich habe ihr gesagt, dass sie nach dem Sandmann Mumu auf dem Sofa bekommt. Sie kann dann Tschüß zur Mumu sagen und sie ist erst wieder da, wenn Aufstehzeit ist.
Ich denke, dass es für uns so am besten war. Es war klar und eindeutig und das hat für uns am besten gepaßt.
Die ersten 3 Nächte waren schon hart. Aber ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass sie weint, weil ihr ein Grundbedürfniss nehme. Ich war mir bewußt, dass ich ihr eine liebgewordene Gewohnheit wegnehme. Das sie darüber wütend und traurig war habe ich ihr auch zugestanden. Ich bin bei ihr geblieben, bis sie sich so weit beruhigt hatte, dass sie es akzeptiert hat, wenn ich mit ihr gekuschelt habe und ihr (als Ersatz fürs Stillen) etwas vorgesungen habe.
Nach den 3 Nächten sind die Schlafphasen stückweise länger geworden.
Mittlerweile schläft sie durch und wenn sie in der Nacht wach wird, kuschelt sie sich an mich, legt sich auf meinen Arm und schläft weiter. :D
Viele Grüße!

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posy
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Re: Nächtliches Stillen als Gewohnheit

Beitrag von posy »

Das liet sich toll! Danke für deinen Bericht!
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
Chenjila

Re: Nächtliches Stillen als Gewohnheit

Beitrag von Chenjila »

Das liest sich wirklich schön und macht mut, wenn es bei uns soweit ist (zwar kein Still-Kind, aber auch unser kleiner Zwerg liebt nachts seine Flaschenmilch und ich glaube, wir beide sind noch lange nicht bereit, dieses Ritual aufzugeben...) :)
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