Langzeitstillen und Anthroposophie

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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finn
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von finn »

Unserer anthroposophischer Kinderarzt findet es glaub ich auch nicht so toll. naja, mittlerweile gibt er sich Mühe, auch die Vorteile zu sehen - zumindest habe ich das Gefühl. Wir reden nicht oft darüber, weil mich seine Meinung zum Stillen (genauso wie zum Schlafen) nicht wirklich interessiert.

Interessanterweise habe ich aber in unserer Waldorf-Krabbelgruppe mehr Mütter getroffen, die lange stillen (sprich mindestens 1,5 jahre) als anderswo. Keine Ahnung.
Liebe Grüße von mir mit den Jungs (12/06 und 10/09)
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blueberry
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von blueberry »

Lalumama hat geschrieben: Man soll wohl nach 9 Monaten abstillen, weil sonst die Seele der Mutter ins Kind übergeht, irgendwie!? :roll: Naja.
Das kenne ich auch als die offizielle Begründung von anthroposophischer Seite :? . (Wobei ich auch die Erwiderung "Dann lieber meine Seele als die einer Kuh" dazu schon öfter gehört habe :wink: )
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Seerose
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von Seerose »

blueberry hat geschrieben: (Wobei ich auch die Erwiderung "Dann lieber meine Seele als die einer Kuh" dazu schon öfter gehört habe :wink: )
:shock: :schlapplach:
__________________________________________________

Liebe Grüße,
Seerose
Lösche Benutzer 1828

Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Seerose hat geschrieben:
blueberry hat geschrieben: (Wobei ich auch die Erwiderung "Dann lieber meine Seele als die einer Kuh" dazu schon öfter gehört habe :wink: )
:shock: :schlapplach:
das ist klasse :mrgreen:

ich habe so einige Probleme mit manchen Meinungen der Antroposophen.....aber es ist ja keine Religion,sondern eine Meinung. Die kann man teilen, muss man aber nicht. Und ich tue das ganz gewiss nicht - und esse auch weiterhin gerne Kartoffeln und Tomaten 8)
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Shiwa
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von Shiwa »

blueberry hat geschrieben: Das kenne ich auch als die offizielle Begründung von anthroposophischer Seite :? . (Wobei ich auch die Erwiderung "Dann lieber meine Seele als die einer Kuh" dazu schon öfter gehört habe :wink: )
Die ist ja klasse, merke ich mir bis zur nächsten U, mal sehen was er dann sagt... :mrgreen:
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klimaforscherin
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von klimaforscherin »

Sandküste hat geschrieben: ich habe so einige Probleme mit manchen Meinungen der Antroposophen.....aber es ist ja keine Religion,sondern eine Meinung. Die kann man teilen, muss man aber nicht. Und ich tue das ganz gewiss nicht - und esse auch weiterhin gerne Kartoffeln und Tomaten 8)
Und was ist mit Kartoffeln und Tomaten? Mögen die Antroposophen auch nicht gerne? Weils Nachtschattengewächse sind? Weil sie aus Amerika kommen?
Grüße
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von Muschelsucherin »

klimaforscherin hat geschrieben:
Sandküste hat geschrieben: ich habe so einige Probleme mit manchen Meinungen der Antroposophen.....aber es ist ja keine Religion,sondern eine Meinung. Die kann man teilen, muss man aber nicht. Und ich tue das ganz gewiss nicht - und esse auch weiterhin gerne Kartoffeln und Tomaten 8)
Und was ist mit Kartoffeln und Tomaten? Mögen die Antroposophen auch nicht gerne? Weils Nachtschattengewächse sind? Weil sie aus Amerika kommen?
Richtig, weil es Nachtschattengewächse sind, soll man sie nicht so oft essen.

Dabei muss man aber auch beachten zu welcher zeit Rudolf Steiner das schrieb. Kartoffeln waren damals ja ein "Arme-Leute-Essen" und selbstverständlich ist es nicht gesund tagein tagaus Kartoffeln zu essen.
Deswegen forderte er die Leute auf mehr Getreide zu essen.


Zu den Stillempfehlungen kann ich Anna nur zustimmen.

Die Leiterin unserer Baby- und Kleinkindgruppe (in die LaLeMi auch geht) meinte aber zu mir auch mal, dass man so lange stillen soll wie Mutter und Kind das wollen.
Ihre Meinung schwankt da immer ein bisschen, glaube ich. :wink:
Wahrscheinlich, weil sie oft länger gestillte Kinder erlebt und sieht, dass es ihnen gut tut und es ganz natürlich ist. Dagegen steht dann die Theorie.
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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Muschelsucherin
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von Muschelsucherin »

Vergessen:
Man "darf" sehr wohl Kartoffeln und Tomaten essen. Es ging nur um die Häufigkeit bzw. um eine vollwertige abwechslungsreiche Ernährung.
In unserem Waldorf-Kinderfrühstückstreff gibt es regelmäßig Tomaten. :wink:
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von carrymeclose »

Also ich kann ja verstehen, dass jemand es seltsam findet Kinder über 2 zu stillen (bevor ich Mutter war und selber lz stillte fand ich das evtl auch merkwürdig. Nun stille ich meine 2 jährige und kanns mir gar nicht anders vorstellen). Auch wenn ich es richtig finde, so kann ich sogar nachvollziehen wenn es jemand aus irgend einem Grund falsch finden würde (ist ja nur ne Meinung).

Aber wie ein Arzt es falsch finden kann ein Kind nicht zumindest das erste Jahr zu stillen, das kann doch wohl echt nicht sein. Denn da brauchen die Kinder es ja wirklich gesundheitlich noch. Das wir stattdessen Kuhmilch oder Kunstmilch geben, kanns ja auch nicht sein
leben in UK mit Tochter (Jan '09) und Sohn (Nov '10)
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Re: Langzeitstillen und Anthroposophie

Beitrag von Joyfullmom »

Ich habe auch nicht vorgehabt mein Kind unbedingt 3 Jahre zu stillen. Ich wolle sie überhaupt stillen, weil es bei meinem Sohn damals nicht geklappt hatte. Weiter hatte ich nicht gedacht. Mittlerweile finde ich es theoretisch ok so lange zu stillen, wie es beiden gut tut.

Er hat das nicht so anthroposophisch begründet. Er meinte, das Kind müsse sich entwickeln und wenn ich es stille, halte ich es im Babystadium fest. So ungefähr.

Wisst ihr, WAS mich wirklich wütend macht? Er hat da so seine Theorie, und schaut überhaupt nicht an, was er vor seinen Augen hat. Und zwar die wunderbare Stillbeziehung, die ich zu meiner Tochter habe. Wie gut wir miteinander sind, was für ein tolles Kind sie ist. Und das finde ich so unprofessionell. Wichtig ist doch nicht, wie lange gestillt wird, sondern wie die Beziehung zischen Mutter und Kind ist. Es gibt gewiss Mütter, die ihr Kind nicht loslassen können, oder wo die Beziehung warum auch immer gestört ist. Aber wehe diese Mutter stillt noch, dann wird es auf das Stillen zurückgeführt. Wisst ihr was ich meine?
Großer Burder (98), Wintermädchen (2010), Junibaby (2012) und Lillebror(2014)
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