trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
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- Leah_Lion
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
Ich sage nicht mal zu Leuten was, die ich gut kenne. Ich finde das total übergriffig. Ich erzähle höchstens von mir (warum ich bspw. dieses und jenes Tuch habe oder welche Trage ich mir gekauft habe und warum). Meine Freundin z.B. hatte diese scheußliche Cybex Trage. Ich kam immer mit meinen Tüchern. Ihr Mann wollte mich darauf hinweisen, dass man ja die ersten 3 Monate nicht sitzend tragen sollte wegen des Rückens (deswegen hatten die die Cybex Trage). Daraufhin hab ich nur erklärt, warum das Unsinn ist. Letzte Woche haben wir uns getroffen und sie kam mit einem Tuch (nach 10 Monaten!) und erklärte mir, dass diese unsägliche Trage so blöd gedrückt hätte, dass sie die Nase davon voll hatte. Und was soll ich sagen, sie kam mit der DKT aber es sah echt gut aus. Ich habe ihr nur gesagt, dass ich ihr den Rucksack zeigen kann (denn zumindest theoretisch hab ich ihn drauf, hehe), wenn sie mag, da ihr Baby doch recht schwer und groß fürs vorne tragen ist. Aber mehr würde ich da nie machen.
Ich bin z.B. erst vorgestern auch einkaufen gewesen und musste Kind schlafend aus dem Auto in den Sling kriegen. Dementsprechend hing der auch drin. War mir aber egal, ich wollte nur schnell was kaufen. Was wäre denn, wenn da jemand käme und sagt, wie schrecklich das gebunden ist. Ich würde doch total schlechte Laune kriegen. Oder einmal ist mir mein Sohn mit 4 Monaten fast aus dem Känguru gefallen, weil er sich immer so durchgebogen hat, dass der Beutel flöten ging. Er hing nur noch auf dem Tuchkreuz und ich musste bis zur Haltestelle ausharren, um neu zu binden. Da haben sicherlich auch alle gedacht, ich bin dafür bisschen zu doof. Und ehrlich gesagt, ist das auch der Grund, warum ich ungern mit Rucksack raus gehe (bin noch in der Übungsphase) - dann steh ich irgendwo, Kind muss raus und ich kriegs nicht hin, wieder ordentlich neu zu binden - das ist mir dann total unangenehm, eben genau wegen der wertenden Blicke (obwohl sich hier sicher kaum jemand überhaupt damit auskennt).
Genauso mit der Beratung. Die Leute müssen dafür offen sein, sonst kommen sie sowieso nicht. Ich würde dafür sorgen, dass es eine gute und informative Internetseite gibt und evtl. Werbung auslegen bei Hebammen etc. Man kann auch Trageberatungen anbieten z.B. in Apotheken und sowas für einen kleinen Obulus von 3€ oder sowas. Die Leute damit ein bisschen interessiert machen und dann betonen, dass eine eingehende Beratung und üben total wichtig ist. Wer es gut findet, wird wiederkommen, die andern tragen lieber weiter Manduca oder was auch immer oder gar nicht.
Eine Bekannte von uns hat mich immer während ihrer Schwangerschaft total übers Tragen ausgefragt, ich habe ihr alles gezeigt, was ich habe, vorgebunden, mein Tuch ausgeliehen, sie sagte immer jaja und toll toll. Und fährt trotzdem ihr Kind weiter im Kinderwagen und legt es in den Laufstall. So ist es eben. Es ist die Eintscheidung jedes einzelnen und da würde ich mich nicht aufdrängen.
Ich bin z.B. erst vorgestern auch einkaufen gewesen und musste Kind schlafend aus dem Auto in den Sling kriegen. Dementsprechend hing der auch drin. War mir aber egal, ich wollte nur schnell was kaufen. Was wäre denn, wenn da jemand käme und sagt, wie schrecklich das gebunden ist. Ich würde doch total schlechte Laune kriegen. Oder einmal ist mir mein Sohn mit 4 Monaten fast aus dem Känguru gefallen, weil er sich immer so durchgebogen hat, dass der Beutel flöten ging. Er hing nur noch auf dem Tuchkreuz und ich musste bis zur Haltestelle ausharren, um neu zu binden. Da haben sicherlich auch alle gedacht, ich bin dafür bisschen zu doof. Und ehrlich gesagt, ist das auch der Grund, warum ich ungern mit Rucksack raus gehe (bin noch in der Übungsphase) - dann steh ich irgendwo, Kind muss raus und ich kriegs nicht hin, wieder ordentlich neu zu binden - das ist mir dann total unangenehm, eben genau wegen der wertenden Blicke (obwohl sich hier sicher kaum jemand überhaupt damit auskennt).
Genauso mit der Beratung. Die Leute müssen dafür offen sein, sonst kommen sie sowieso nicht. Ich würde dafür sorgen, dass es eine gute und informative Internetseite gibt und evtl. Werbung auslegen bei Hebammen etc. Man kann auch Trageberatungen anbieten z.B. in Apotheken und sowas für einen kleinen Obulus von 3€ oder sowas. Die Leute damit ein bisschen interessiert machen und dann betonen, dass eine eingehende Beratung und üben total wichtig ist. Wer es gut findet, wird wiederkommen, die andern tragen lieber weiter Manduca oder was auch immer oder gar nicht.
Eine Bekannte von uns hat mich immer während ihrer Schwangerschaft total übers Tragen ausgefragt, ich habe ihr alles gezeigt, was ich habe, vorgebunden, mein Tuch ausgeliehen, sie sagte immer jaja und toll toll. Und fährt trotzdem ihr Kind weiter im Kinderwagen und legt es in den Laufstall. So ist es eben. Es ist die Eintscheidung jedes einzelnen und da würde ich mich nicht aufdrängen.
- Johana
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
Leute auf der Straße anzusprechen weil sie schlecht gebunden haben..., das finde ich auch SEHR übergriffig. Ich finde, Sabsi hat das gut formuliert, Beratung nur mit Auftrag
!
LG
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- linomama
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
ich muss das nochmal klarstellen: ich sage niemandem, dass er schlecht gebunden hat. ich gehe wirklich sehr freundlich auf die leute zu, sage auch, dass ich es toll finde, dass sie tragen, sage etwas von sut und tb...ich stoße wirklich niemanden vor den kopf!! ich habe das nur so ausgedrückt, weil ich nicht noch tausend andere worte schreiben wollte, es war also für euch krass formuliert. aber darum ging es garnicht. ich bin wirklich kein trampeltier, was das ansprechen anbelangt.
aber trotzdem schon einmal vielen dank für eure beiträge. das stimmt, vielleicht wird man irgendiwe abgeklärter, je länger man trägt und ich befinde mich noch in der bekehrer-phase. aber wir sind hier auch keine großstadt und die tragenden kann man wirklich an zwei händen abzählen, erst recht die mit tuch. um so mehr elan habe ich bei denen, die mit tt tragen, es ihnen noch bequemer zu gestalten für eine lange tragezeit. das wünschen wir doch allen. und viele wollen auch lange tragen...aber dann ist es doch zu unbequem, das kind zu schwer etc. ich habe zum beispiel noch niemanden mit bb angesprochen, da ich denke, ist die überzeugungsarbeit eine noch schwierigere.
und auch wenn es das internet gibt: viele sind nicht so freakig wie wir und verbringen stunden bei sut. manche informationen bleiben einem auch immer noch verborgen, obwohl es so einfach ist, an sie heranzukommen.
aber trotzdem schon einmal vielen dank für eure beiträge. das stimmt, vielleicht wird man irgendiwe abgeklärter, je länger man trägt und ich befinde mich noch in der bekehrer-phase. aber wir sind hier auch keine großstadt und die tragenden kann man wirklich an zwei händen abzählen, erst recht die mit tuch. um so mehr elan habe ich bei denen, die mit tt tragen, es ihnen noch bequemer zu gestalten für eine lange tragezeit. das wünschen wir doch allen. und viele wollen auch lange tragen...aber dann ist es doch zu unbequem, das kind zu schwer etc. ich habe zum beispiel noch niemanden mit bb angesprochen, da ich denke, ist die überzeugungsarbeit eine noch schwierigere.
und auch wenn es das internet gibt: viele sind nicht so freakig wie wir und verbringen stunden bei sut. manche informationen bleiben einem auch immer noch verborgen, obwohl es so einfach ist, an sie heranzukommen.
liebe grüße von linomama mit kleinem sausemann (06/09) und der milchraupe (05/13)
clauwi-trageberaterin (gk 02/2011 und ak 11/11)
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tigerlily
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
jetzt mal allgemein zum thema "beratung ohne auftrag" - finde ich, wie die meisten hier, auch sehr grenzwertig. Ich möchte mich einfach nicht ungefragt irgendwo einmischen.
Ich versuche noch nicht mal in meinem Freundeskreis zu "missionieren" - entweder fragen sie mich direkt oder nicht. Die meisten tun es aber nicht - ich glaube einfach, dass es schwieriger ist, Rat von einer Freundin anzunehmen als ggf. von einer "unabhängigen dritten" - weil eben die freundin nicht als "unwissender" als ich daherkommen will. In ganz wenigen Fällen gebe ich mal, wenn sie mit "schlechten" Tragen dahergekommen sind, mal kleine Hinweise, dass es geeignetere Tragen gibt als den BB, aber das wird dann auch nicht unbedingt zu Herzen genommen - eben weil ungefragte Einmischung nicht immer gut ankommt, schon gar nicht im Freundeskreis.
Tja, und wenn ich mich also schon im Freundeskreis raushalte, dann erst recht bei Fremden. Ich spreche nie jemanden an, und wenn er mit Gesicht nach vorne kopfüber im BB trägt
. Ich finde einfach, es geht mich nichts an und ich bin nicht hier um die Welt zu verbessern. Ich möchte keinen ungefragt vor den Kopf stoßen. lar, wenn es sich irgendwie ergeben würde im gespräch, würde ich im laufe dessen schon was sagen. aber bewusst das gespräch drauf lenken? nö. Ich renne auch nicht zur Flaschenmama und hake nach warum sie nicht stillt und zeig ihr auf, dass sie noch relaktieren könnte... Sicherlich nicht ein toller 1:1-Vergleich, aber eben auch ein Eingriff in die Privatsphäre.
ich freue mich über jede mutter, jedes elternpaar die interessiert zu mir kommt und denen erzähle und zeige ich gerne alles. da weiß man ja, dass sie wirklich offen sind für das was man ihnen zu dem
Thema zu sagen hat und auch was damit anfangen... wenn man "ohne Auftrag" berät, bekommt die andere Person es sicher das ein oder andere mal in den falschen hals, ist pikiert oder verletzt, denn letztendlich haben auch die BB-Mamas mit TT-Mamas eins gemeinsam: es wollen und tun alles das beste für ihr Kind. Wenn nun also jemand kommt und sagt: "das machst du aber falsch" (auch wenn es nett verpackt ist), kann es verletzen und verunsichern.
Ich finde ja auch, dass - so wichtig korrektes Tragen auch ist - es manchmal schade, dass in den Foren es ja gar so weit geht, dass tragewillige und sich informierende Mütter verunsichert werden, ob sie alles richtig machen mit dem Tragen, dass dabei vergessen wird, dass es überhaupt schön ist, dass sie tragen wollen bzw. ihr Kind tragen und eben auch korrekt binden wollen bzw. die passende Tragehilfe dafür suchen... und sich dann so viele Gedanken machen ob der Tuchstrang nun wirklich 100% perfekt angezogen ist oder sich Sorgen machen, wenn eine - eigentlich recht ordentliche für sie passende - Trage noch weiter auseinandergenommen bzw. "zerrissen" wird. Das verunsichert ungemein und nimmt wiederum die Freude am Tragen - wo eben (wie auch schon hier erwähnt) man eh oft Pech haben kann, dass man sich dumme Kommentare von der Außenwelt anhören muss, wenn sein Kind trägt.
@linomama: wenn du auf positive resonanz stößt, ist doch schön. was spricht denn gegen einen TB-kurs und in Deiner Umgebung Trageberatungen anzubieten? Da es Dir nicht schwer fällt fürs Tragen zu werben, wirst Du es sicherlich auch hinbekommen für Deine Trageberatungen zu werben. Und was eine (offene) Gruppe betrifft, wie sie Dir vorschwebt: wie wäre das z. B. in einer Hebammenpraxis, einem Mütterzentrum, Jugendzentrum oder ähnliches? Ich denke auch nicht, dass es abschreckend ist, wenn man einen Obulus nimmt für den Gruppenbesuch.
Ich versuche noch nicht mal in meinem Freundeskreis zu "missionieren" - entweder fragen sie mich direkt oder nicht. Die meisten tun es aber nicht - ich glaube einfach, dass es schwieriger ist, Rat von einer Freundin anzunehmen als ggf. von einer "unabhängigen dritten" - weil eben die freundin nicht als "unwissender" als ich daherkommen will. In ganz wenigen Fällen gebe ich mal, wenn sie mit "schlechten" Tragen dahergekommen sind, mal kleine Hinweise, dass es geeignetere Tragen gibt als den BB, aber das wird dann auch nicht unbedingt zu Herzen genommen - eben weil ungefragte Einmischung nicht immer gut ankommt, schon gar nicht im Freundeskreis.
Tja, und wenn ich mich also schon im Freundeskreis raushalte, dann erst recht bei Fremden. Ich spreche nie jemanden an, und wenn er mit Gesicht nach vorne kopfüber im BB trägt
ich freue mich über jede mutter, jedes elternpaar die interessiert zu mir kommt und denen erzähle und zeige ich gerne alles. da weiß man ja, dass sie wirklich offen sind für das was man ihnen zu dem
Thema zu sagen hat und auch was damit anfangen... wenn man "ohne Auftrag" berät, bekommt die andere Person es sicher das ein oder andere mal in den falschen hals, ist pikiert oder verletzt, denn letztendlich haben auch die BB-Mamas mit TT-Mamas eins gemeinsam: es wollen und tun alles das beste für ihr Kind. Wenn nun also jemand kommt und sagt: "das machst du aber falsch" (auch wenn es nett verpackt ist), kann es verletzen und verunsichern.
Ich finde ja auch, dass - so wichtig korrektes Tragen auch ist - es manchmal schade, dass in den Foren es ja gar so weit geht, dass tragewillige und sich informierende Mütter verunsichert werden, ob sie alles richtig machen mit dem Tragen, dass dabei vergessen wird, dass es überhaupt schön ist, dass sie tragen wollen bzw. ihr Kind tragen und eben auch korrekt binden wollen bzw. die passende Tragehilfe dafür suchen... und sich dann so viele Gedanken machen ob der Tuchstrang nun wirklich 100% perfekt angezogen ist oder sich Sorgen machen, wenn eine - eigentlich recht ordentliche für sie passende - Trage noch weiter auseinandergenommen bzw. "zerrissen" wird. Das verunsichert ungemein und nimmt wiederum die Freude am Tragen - wo eben (wie auch schon hier erwähnt) man eh oft Pech haben kann, dass man sich dumme Kommentare von der Außenwelt anhören muss, wenn sein Kind trägt.
@linomama: wenn du auf positive resonanz stößt, ist doch schön. was spricht denn gegen einen TB-kurs und in Deiner Umgebung Trageberatungen anzubieten? Da es Dir nicht schwer fällt fürs Tragen zu werben, wirst Du es sicherlich auch hinbekommen für Deine Trageberatungen zu werben. Und was eine (offene) Gruppe betrifft, wie sie Dir vorschwebt: wie wäre das z. B. in einer Hebammenpraxis, einem Mütterzentrum, Jugendzentrum oder ähnliches? Ich denke auch nicht, dass es abschreckend ist, wenn man einen Obulus nimmt für den Gruppenbesuch.
lg,
tigerlily
mit 3 Jungs (*2000, *2003, *2006)
Trageberaterin, Trageschule NRW, Grundkurs
Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?
(aus "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier)
tigerlily
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Fleurette
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
Ich spreche zwar andere Tragemamas auf der Straße an, aber nicht weil sie vielleicht schlecht gebunden haben. Kürzlich habe ich z. B. eine Mama mit Kind im Tuch auf dem Rücken in der Stadt getroffen, was hier wirklich eine Seltenheit ist. Da habe ich das einfach mal gesagt. So kommt man dann vielleicht ins Gespräch, und wenn es sich ergibt und die Mutter interessiert ist, gebe ich auch meine Karte weiter. Aber jemanden anquatschen, weil er/sie schlecht gebunden hat, würde ich nicht. Das fällt bei mir unter die Kategorie - entschuldigung - klugsch... 
Liebe Grüße von Fleurette
- minalusch
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
Ich finde es klasse, dass ihr soviel Energie habt die schöne Idee des Tragens in die Welt zu senden. Und ja ihr habt ja Recht wenn ihr die anderen an den Vorteilen einer guten Bindeweise, oder einer passenden Tragehilfe teilhaben lassen wollt. So soll es möglichst noch lange bleiben
Aber sinnvoll ist es alle mal zu überlegen wie diese Motivation und diese Ideologie die besten Früchte trägt. Ansprechen muss man jemanden um Gehör zu finden, doch sollten wir überlegen wen, wann und wo.
Ich glaube fremde Leute auf der Strasse fühlen sich überrannt, dort sind sie wohl nicht so aufnahmefähig für all das Schöne was wir weitertragen und vermitteln wollen. Auch Freunde möchten nicht einfach so belehrt werden, zumindest geht es mir so. Aber der Satz wurde von euch ja schon mehrfach zitiert: "Keine Beratung ohne Auftrag".
Linomama, wenn du Trageberaterin bist, ist es ganz sinnvoll sich zu überlegen wie man wahrgenommen werden möchte. Wenn du die professionelle Ansprechpartnerin für das Thema "Babys und Kleinkinder tragen" sein willst, dann brauchst du auch ein solches Auftreten. Aber da kann jede und jeder seinen eigenen Weg finden.
Austoben kann man sich ja in Informationsangeboten, die gerne nicht nur Mütter ansprechen, sondern vielleicht auch Ärzte, Hebammen, etc. da sind der Phantasie und deinem Engagement wenig Grenzen gesetzt.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich sobald ich ein schön gebundenen Tuch sehe, nicht umhin kann als dem Tragenden zu sagen wie schön ich das finde
Aber sinnvoll ist es alle mal zu überlegen wie diese Motivation und diese Ideologie die besten Früchte trägt. Ansprechen muss man jemanden um Gehör zu finden, doch sollten wir überlegen wen, wann und wo.
Ich glaube fremde Leute auf der Strasse fühlen sich überrannt, dort sind sie wohl nicht so aufnahmefähig für all das Schöne was wir weitertragen und vermitteln wollen. Auch Freunde möchten nicht einfach so belehrt werden, zumindest geht es mir so. Aber der Satz wurde von euch ja schon mehrfach zitiert: "Keine Beratung ohne Auftrag".
Linomama, wenn du Trageberaterin bist, ist es ganz sinnvoll sich zu überlegen wie man wahrgenommen werden möchte. Wenn du die professionelle Ansprechpartnerin für das Thema "Babys und Kleinkinder tragen" sein willst, dann brauchst du auch ein solches Auftreten. Aber da kann jede und jeder seinen eigenen Weg finden.
Austoben kann man sich ja in Informationsangeboten, die gerne nicht nur Mütter ansprechen, sondern vielleicht auch Ärzte, Hebammen, etc. da sind der Phantasie und deinem Engagement wenig Grenzen gesetzt.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich sobald ich ein schön gebundenen Tuch sehe, nicht umhin kann als dem Tragenden zu sagen wie schön ich das finde
Grüße Minalusch ~ Trageberaterin ClauWi (GK/AK) ~ Tragenetzwerk e.V.
mit Pü dem bücherliebenden Wirbelwind(12/07) und dem Botschafter Mo vom Volke der Klitzekleinen (12/09)
Neulich da besucht mich ein - ziemlich halbes Doppelschwein ~ und sagt miau - ich bin vom Affenstorch die Frau ~ und bin verwandt - mit dem weisst schon Krokofant ~ pruste gerne mit Spinat - (jeden Tag ne gute Tat) ~ halte meinen kleinen Rüssel - gern in deine Puddingschüssel ~ neulich da besucht mich ein - ziemlich halbes Doppelschwein ~ (Jürgen Spohn)
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- Schneekugel
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
ich hab lange nach gedachte was ich davon halten würde. Hab aber schon verstanden, dass du nicht mit der Holzhammermethode auf die Leute losläufst
Ich für meinen Teil muss aber sagen, mich würdest du wohl zimlich verunsichern und ich würde das Tragen nachher lassen in der Öffentlichkeit, allenfalls sogar ganz. Würde dir aber im ersten Moment auch danken und es 'nett' finden.
Bei mir weiss ich auch, dass ich oft nicht genügend anziehe, einfach auch weil sie es nicht mga solange sie rumhüpfen will, ich ziehe dann einfach nach wen sie schläft.
Anfangs wollte ich zB auch nicht ans Tragen im Grünen, weil ich Angst hatte ich werde kritisiert und viel korrigiert. Als ich fragte bekam ich liebe Tipps und das wars, für mich stimmts so, oft weiss ich nämlich selber was gerade nicht so toll ist. Aber eben ich binde auch so, wies mir und meiner Tochter bequem ist. Und mit ihrem Bewegungsdrang mag sies nicht ganz eng, neben dem das ichs oft nicht hinbekomme weil sie sich so bewegt
Als TB kannst du ja zB auch mit Hebammen zusammen arbeiten, und so zB im GVK shcon mal eine erst Info geben und deine Flyer verteilen. Oder in allen Kinder-/Babyläden was auflegen auch Kinderärzte wären eine Idee allenfalls. oh und Gynis
Ich für meinen Teil muss aber sagen, mich würdest du wohl zimlich verunsichern und ich würde das Tragen nachher lassen in der Öffentlichkeit, allenfalls sogar ganz. Würde dir aber im ersten Moment auch danken und es 'nett' finden.
Bei mir weiss ich auch, dass ich oft nicht genügend anziehe, einfach auch weil sie es nicht mga solange sie rumhüpfen will, ich ziehe dann einfach nach wen sie schläft.
Anfangs wollte ich zB auch nicht ans Tragen im Grünen, weil ich Angst hatte ich werde kritisiert und viel korrigiert. Als ich fragte bekam ich liebe Tipps und das wars, für mich stimmts so, oft weiss ich nämlich selber was gerade nicht so toll ist. Aber eben ich binde auch so, wies mir und meiner Tochter bequem ist. Und mit ihrem Bewegungsdrang mag sies nicht ganz eng, neben dem das ichs oft nicht hinbekomme weil sie sich so bewegt
Als TB kannst du ja zB auch mit Hebammen zusammen arbeiten, und so zB im GVK shcon mal eine erst Info geben und deine Flyer verteilen. Oder in allen Kinder-/Babyläden was auflegen auch Kinderärzte wären eine Idee allenfalls. oh und Gynis
Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!
N 06/2009
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- minalusch
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
Ich gehe mit dir konform in dem Gedanken, dass wir Freude am Tragen vermitteln wollen. Tragen soll Spass machen, aber auch hilfreich sein und gesund. Ich glaube "das Freude haben am Tragen" einer längerfristigen Betrachtung bedarf. Nur wenn die Tragende und der Tragling sich wohlfühlen, bleibt die Freude am Tragen bestehen.tigerlily hat geschrieben: Ich finde ja auch, dass - so wichtig korrektes Tragen auch ist - es manchmal schade, dass in den Foren es ja gar so weit geht, dass tragewillige und sich informierende Mütter verunsichert werden, ob sie alles richtig machen mit dem Tragen, dass dabei vergessen wird, dass es überhaupt schön ist, dass sie tragen wollen bzw. ihr Kind tragen und eben auch korrekt binden wollen bzw. die passende Tragehilfe dafür suchen... und sich dann so viele Gedanken machen ob der Tuchstrang nun wirklich 100% perfekt angezogen ist oder sich Sorgen machen, wenn eine - eigentlich recht ordentliche für sie passende - Trage noch weiter auseinandergenommen bzw. "zerrissen" wird. Das verunsichert ungemein und nimmt wiederum die Freude am Tragen - wo eben (wie auch schon hier erwähnt) man eh oft Pech haben kann, dass man sich dumme Kommentare von der Außenwelt anhören muss, wenn sein Kind trägt.
Da frag ich mich dann, wie ich das erreichen kann. Und da gibt es für mich nur einen Weg. Die Bindeweise, bzw. die Tragehilfe muss ganz individuell zum Tragenden und zum Tragling passen. Das wiederum kann ich nur erreichen in dem ich versuche beides perfekt abzustimmen. Und schon sind wir bei der Perfektion, die nicht abschrecken soll, sondern als Werkzeug für den individuellen Weg dient.
Ich denke Perfektion stört nur dann, wenn sie wie eine Mauer vor einem plötzlich erscheint. Nutzt man sie aber als Licht an dem man sich orientieren kann, dann ist sie eine große Hilfe um die Freude am Tragen möglichst lange zu behalten, oder vielleicht erst zu erlangen.
Hier gibt es viel Wissen und Informationen, die auf den ersten Blick erschlagend wirken mögen. Aber lasst uns dann doch lieber den Weg dadurch weisen, als auf zu hören alles mit einem kritischen Blick zu beleuchten.
Einen Blick auf sich selbst und sein eigenes Tragen auch mal kritisch zu werfen, sollte nicht schaden, sondern hoffentlich am Ende in einem Wohlfühlergebnis enden. Falls jemand das nicht alleine schaffen sollte, gibt es hier genügend Hilfe auf dem Weg dort hin.
Grüße Minalusch ~ Trageberaterin ClauWi (GK/AK) ~ Tragenetzwerk e.V.
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Annealt
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
Liebe tigerlily,
mit diesem Absatz habe ich Schwierigkeiten:
Dass solche Informationen auch verunsichern können ist mir klar, trotzdem ist es für mich nicht der richtige Weg, die Informationen deswegen vorzuenthalten und Eltern, die mich um Rat fragen stattdessen mit suboptimalen Lösungen - wieder plakativ - abzufertigen. Unsicherheit kann man nämlich auch nachhaltig beseitigen, indem man alle Fragen klärt und die Eltern bestärkt.
mit diesem Absatz habe ich Schwierigkeiten:
Ich sehe es nämlich anders. Für mich widersprechen sich "optimales Tragen" und "Freude am Tragen" eben gerade gar nicht. Zudem denke ich, dass jemand, der gut informiert ist über die Faktenlage und der genau weiß, was er tut, viel besser in der Lage ist, sich gegen "dumme Kommentare" zu verteidigen als jemand, der - plakativ gesprochen - sagt "die Trageberaterin hat gesagt, die Trage ist ok für mein Kind", aber nicht so genau beurteilen kann, auf welcher Grundlage diese Einschätzung getroffen wurde.tigerlily hat geschrieben: Ich finde ja auch, dass - so wichtig korrektes Tragen auch ist - es manchmal schade, dass in den Foren es ja gar so weit geht, dass tragewillige und sich informierende Mütter verunsichert werden, ob sie alles richtig machen mit dem Tragen, dass dabei vergessen wird, dass es überhaupt schön ist, dass sie tragen wollen bzw. ihr Kind tragen und eben auch korrekt binden wollen bzw. die passende Tragehilfe dafür suchen... und sich dann so viele Gedanken machen ob der Tuchstrang nun wirklich 100% perfekt angezogen ist oder sich Sorgen machen, wenn eine - eigentlich recht ordentliche für sie passende - Trage noch weiter auseinandergenommen bzw. "zerrissen" wird. Das verunsichert ungemein und nimmt wiederum die Freude am Tragen - wo eben (wie auch schon hier erwähnt) man eh oft Pech haben kann, dass man sich dumme Kommentare von der Außenwelt anhören muss, wenn sein Kind trägt.
Dass solche Informationen auch verunsichern können ist mir klar, trotzdem ist es für mich nicht der richtige Weg, die Informationen deswegen vorzuenthalten und Eltern, die mich um Rat fragen stattdessen mit suboptimalen Lösungen - wieder plakativ - abzufertigen. Unsicherheit kann man nämlich auch nachhaltig beseitigen, indem man alle Fragen klärt und die Eltern bestärkt.
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tigerlily
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben
nein, das mach ich schon nicht; also sagen, dass ich eine trage oder tragevariante ok finde, nur damit die eltern weiter glücklich tragen und bloß um keine evtl. verunsichernde kritik anzubringen. in meinen beratungen geht es nicht um "suboptimal" - ich sehe immer zu, dass ich mit den eltern gemeinsam das optimale für sie finde, am besten mit TT, aber sonst auch mit mei tai oder TH.
ich meinte es eher so, dass auch manchmal auch umschlagen kann mit dem vielen informieren: dass manchmal einige mütter manchmal so verunsichert sind in anbebracht der angestrebten "perfektion" und dann auf das eigene gefühl - ob es sich nun gut gebunden anfühlt bzw. gut gebunden aussieht oder nicht - nicht mehr vertrauen, so dass eben auch ein stück der eigenen intuition verloren gehen kann, in dem wunsch es alles (mehr als) richtig machen zu wollen.
der teil meines beitrages passte vielleicht nicht 100% zum thema, aber es ist eben eine sache, die mir manchmal auffällt.
ich meinte es eher so, dass auch manchmal auch umschlagen kann mit dem vielen informieren: dass manchmal einige mütter manchmal so verunsichert sind in anbebracht der angestrebten "perfektion" und dann auf das eigene gefühl - ob es sich nun gut gebunden anfühlt bzw. gut gebunden aussieht oder nicht - nicht mehr vertrauen, so dass eben auch ein stück der eigenen intuition verloren gehen kann, in dem wunsch es alles (mehr als) richtig machen zu wollen.
der teil meines beitrages passte vielleicht nicht 100% zum thema, aber es ist eben eine sache, die mir manchmal auffällt.
lg,
tigerlily
mit 3 Jungs (*2000, *2003, *2006)
Trageberaterin, Trageschule NRW, Grundkurs
Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?
(aus "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier)
tigerlily
mit 3 Jungs (*2000, *2003, *2006)
Trageberaterin, Trageschule NRW, Grundkurs
Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?
(aus "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier)

