Naja, selbstverständlich kann sie versuchen, dauerhaft beim Kind zu bleiben und nach Bedarf zu stillen. Bestehen kann man auf vieles - die Frage ist, ob es was nützt; das steht halt leider auf einem anderen Blatt. Ich weiß von Frauen, die sich da weitgehend durchsetzen konnten, obwohl sich an den grundlegenden Strukturen in den KH-Abläufen überhaupt nichts geändert hatte (also andere Eltern, die gleichzeitig ein Baby dort hatten, wurden weiterhin so restriktiv behandelt). "Das ist mein Kind; ich geh hier nicht weg" - und daran war auch nicht zu rütteln. Den meisten gelingt dies so vermutlich nicht - dieses Standing haben einfach nicht alle Eltern, und manchmal sind die äußeren Umstände einfach ein zu großes Hinderniss. Vielleicht hilft es Deiner Freundin auch, sich bewusst zu machen, dass das Personal nicht aus Bösartigkeit so handelt. Personalmangel, Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen lassen oft nichts anderes zu (es kostet viiiiel mehr Zeit, jedem Mutter-Kind-Paar rund um die Uhr Känguruhn zu ermöglichen und beim Stillen-Lernen zu helfen, als alle Babys nach Schema F in Glaskisten aufzubewahren!). Das Personal ist oft ebenso unzufrieden mit der Situation wie die Eltern. Geduld und Durchhalten (und sich statt aufs Jetzt auf die nähere Zukunft zu konzentrieren!), mehr kann man als Mutter dann nicht tun. Aber vielleicht ist Deine Freundin auch eine Kämpferin, und setzt sich durch?!?
Du hast ja schon gute Ratschläge bekommen.Ich will nur kurz unsere Geschichte erzählen. O.kam 3 Wochen zu früh mit 2480g,also hat er auch Frühgeborenen Status bekommen mit Folgen er muss zugefüttert werden.2 Tage wurde er mit Spritze zugefüttert mit MuMi.Er nahm aber nicht zu und der Arzt meinte er soll Flasche bekommen mit Ersatzmilch Ich habe mich aber geweigert das zu machen,fand richtig blöd,hab aufgehört zu pumpen und hab einfach angelegt und sieh da es klappte alles wunderbar! Ich meine nur das die Kinder und die Mütter bekommen ja nicht mal nen Chance richtig zu machen Ich wünsche deine Freundin alles gute und es klappt alles wenn sie es will.
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alles wird gut. Meine Freundin ist gestern schon entlassen worden, der Kleine soll morgen entlassen werden. Seit gestern darf sie aber zumindest tagsüber immer bei ihm sein. Und ab morgen dann sowieso immer.
Also bisher läuft das Stillen wohl ganz gut. Er dockt problemlos an und saugt und schluckt auch gut. Einziges Problem ist, dass der Kleine beim Trinken immer sehr schnell einschläft, egal ob an der Brust oder an der Flasche. Nach dem Füttern, kurz bevor er einschläft, wickelt meine Freundin ihn. Danach nimmt er nochmal ein paar Schlucke hinterher. Leider meldet er sich auch nur alle zwei bis vier Stunden zum Trinken und läßt sich wohl zwischendurch auch nicht wirklich zum Trinken wecken. Selbst beim wickeln schläft er seelenruhig weiter. Im Halbschlaf trinkt er gar nicht. Auf meine Frage, wieviel Mahlzeiten der Kleine denn am Tag so hat, schätzte meine Freundin, dass es so sieben bis acht seien. Gut ist, dass er nur Muttermilch bekommt. Das was er aus der Flasche bekommt, hat meine Freundin vorher abgepumpt.
Sind das für ein Frühchen mit 2500g nicht ein paar zu wenig Mahlzeiten? Und wie könnte sie es ggf. schaffen, ihm noch mehr Milch zukommen zu lassen?
Das sind ja tolle Nachrichten!!! Wenn dich das beruhigt,wir sind auch nicht mehr als 6-8 Malzeiten gekommen.Aber O. hat sehr gut zugenommen.O. schlief auch erste 2 Monaten nur.
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Meine Freundin stillt seit ein paar Tagen voll!!! Die Milchpumpe ist eingemottet.
Das Zungenbändchen ist laut Stillberaterin zwar zu kurz, die Zunge kerbt sich sogar vorne ein, aber er dockt trotzdem völlig problemlos an. Da muß sie nochmal schauen.
ich habe jetzt nicht alles gelesen, habe aber auch 2 Frühchen. Der erste kam 30+1, da war die Klinik ähnlich wie du es beschreibst. Ich war damals so überfordert, daß ich es alles hingenommen habe und danach mit allem möglichen gekämpft habe. Ich kann nur raten, bei allen Fragen, die nicht zur vollen Zufriedenheit beantwortet werden, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Känguruh ist eigentlich sehr wichtig, aber in einer feindlichen Atmosphäre macht es sicherlich auch keinen SInn. Das Halten im Arm ist auch schon mal was.
Ja, das mit dem Anlegen: die Kleinen sind halt recht schwach und melden sich nicht, wenn sie Hunger haben, weil sie das selber nicht merken. Daher die strenge 4-Stunden-Folge. Gut, das muß man wohl akzeptieren, das kommt dann alles, wenn sie stärker werden. Aber da mein 2. Kind 34+4 mit 2.450 g kam, kann ich klar sagen, daß das bald der Fall sein wird. Vielleicht wenigstens 1 mal am Tag anlegen und notfalls eine zeitliche Beschränkung in Kauf nehmen? Die Krankenschwestern haben halt nun mal die Aufgabe, eine bestimmte Menge täglich ins Kind rein zu kriegen (deshalb auch wahrscheinlich die Magensonde). Die verstehen nichts vom Stillen. Auch dazu würde ich einen Arzt der Station fragen. Das Blöde ist sicherlich dabei, daß man das Kind immer wiegen muß, weil ja jeder Milliliter protokolliert werden muß. Und wenn die Milchmenge ausreicht, würde ich das schon sprudelnd nennen. Die Flasche wird in diesem Fall wohl sowieso eher wegen der Schwäche des Kindes favorisiert, da kriegt man halt schneller mehr rein ins Kind. Aber einmal am Tag sollte das nicht so schlimm sein. Und auch die Atemaussetzer sind nicht so schlimm. Eigentlich sind nur Bradykarien schlimm, das heißt ein totaler Abfall auch vom Herzen wegen fehlendem Sauerstoff (oder so, ich habe die nie kapiert, aber das sind die mit dem Panikalarm). Die sollte ein Kind besser überwunden haben, bevor es nach Hause kommt. Aber das kann ganz plötzlich kommen. Wichtig ist, daß deine Freundin sich nicht angewöhnt, nur auf den Monitor zu schauen, sondern auf das Kind! Die Ableitung ist nämlich auch oft einfach daneben, weil die Aufkleber nicht richtig sitzen oder so. Wenn das Kind grau oder weiß wird, ist es schlimm.
Eine Verlegung würde ich nicht in Betracht ziehen aus dem Grund, daß man dann von vorne versucht, sich mit einer Station und ihren Schwestern auseinander zu setzen, dort gelten andere Regeln, und es ist in jeden Fall eine Belastung für das Kind, auf die es sicherlich eine Reaktion zeigen wird. Außerdem bedeutet jede neue Station auch andere Bakterien, denn steril ist es ja dort nicht komplett, dafür sind zu viele Leute dort. Bestimmt ist bald alles so weit in Ordnung, daß das Kind nach Hause kann und in Ruhe das Stillen lernen kann genauso wie die Beziehung zur Mutter - das kann man alles nachholen, auch wenn es natürlich schöner wäre, wenn es gar keinen Nachholbedarf gäbe... Ich habe bei beiden Kinden etwa so lange für die Bindung und für das Stillen gebraucht, wie sie vorher von mir getrennt waren. Wichtig ist dabei die Unterstützung durch Familie, Freunde und Umwelt allgemein.
So, das war ein langer text, hoffentlich kann es helfen. Kopf hoch! Und weiter pumpen...