Halalela hat geschrieben:
Lila hat geschrieben:Ich habe übrigens meine Ausbildung nie fertig gemacht, war bisher für meine Arbeit überhaupt nicht notwendig. Ich habe sowohl bei der TsDD als auch bei ClauWi die Ausbildung begonnen, würde total gerne noch mal bei DD und / oder Lana rein schnuppern. Und vielleicht mache ich eine der beiden Ausbildungen doch noch fertig ... aber da keine festen Standards festgelegt sind und die Ausbildung nicht anerkannt ist, hat das Zertifikat in meinen Augen eher einen ideelen Wert

hast du GK und AK gemacht oder wie? Und was sagst du den Eltern, wenn sie dich danach fragen?....
dass die Ausbildung nicht anerkannt ist, wusste ich gar nicht

...ok dass es jetzt nicht staatlich anerkannt ist, war mir schon klar....aber einen gewissen Stellenwert hat es doch bestimmt oder wieso lässt man sich dann "ausbilden"....steh ich auf dem Schlauch???
Den Eltern ist das egal. Noch nie (!) hat jemand danach gefragt, sie sagen eher "aha?!" wenn ich erwähne, dass es Trageschulen gibt.
Warum beginnt man die Ausbildung? Hmm, ein Grund ist ganz klar, wenn man sich mit der Praxis noch mal auseinandersetzen möchte, wenn man die Theorie noch mal face-to-face vermittelt bekommen möchte, evtl. auch wenn man keine "Beraterkompetenzen" hat und diese im Kurs erlernen möchte ... wobei na ja. Vielleicht gibt es tatsächlich einige wenige, die dies machen, weil sie glauben, dass sie das Zertifikat brauchen, tatsächlich wäre dies in meinem Fall auch so, wenn ich es mit meinem zukünftigen Hauptberuf koppeln möchte ... dann ist es einfach besser, wenn ich sagen kann "zertifiziert" ... wobei ... wie gesagt ... jede(r) kann meines Wissens eine Trageschule eröffnen, ein paar Auflagen erfüllen und dann Zertifikate verteilen. Es gibt ja keinen anerkannten Dachverband, daher hat die Ausbildung für mich keinen so hohen Stellenwert, im Sinne ihrer faktischen Bedeutung, individuell mag dies anders sein.
Ich persönlich habe die Ausbildung damals angefangen, weil ich sie mir "gönnen" wollte, ich hatte bereits ein 3,5 Jahre altes Kind, dass nur getragen wurde, das zweite war mittlerweile ein Jahr. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es mehr zu wissen gibt als ich kann ... nun ja, es gab doch ein paar Sachen, nämlich das grundlegende Umdenken von "was kann ich" - "was werde ich vermitteln" - "was ist mein Auftrag"
In meinem Leben als Tragemutter habe ich meine Kinder nur mit Tuch - Ergo bzw. Tuch - Manduca getragen ... und ganz ehrlich auch als "Vollzeit-Tragemutter" habe ich nicht mehr gebraucht. Für die Arbeit als Trageberaterin habe ich mich mit den Tragehilfen auseinandergesetzt, aber so eine erste grobe Einschätzung kann ich mMn recht schnell abgeben, nur durch Bilder.
Wie man arbeitet ist letztendlich auch noch mal sehr von persönlichen Gewichtungen geprägt (vgl. andere beratende und begleitende Tätigkeiten) ... es handelt sich ja um keine statische Tätigkeit und eigentlich keine Diagnostik, sondern die Beratung ist etwas dynamisches und wird daher auch durch die Persönlichkeit, Kompetenz und Wertehaltung der Beraterin geprägt.
Bei ClauWi habe ich die Ausbildung angefangen, weil ich einen Bezug zum KG bekommen wollte und habe im GK das Hüftkg für mich entdeckt. Für die Beratung ist es allerdings weiterhin so, dass dies nicht notwendig war.
Ich mache fast nie Beratungen bei Trage-Cracks, die noch diesen und jenen Handgriff haben wollen oder diese und jene Tragehilfen kennenlernen wollen ... da hätte ich sie ... es geht in der Regel um die Basis und da ist z.B. ein Hüftkg für Anfänger oft gar nicht Thema.
D.h. viele Sachen, die ich habe (an Tragehilfen oder Tücherauswahl) oder die ich mittlerweile kann ... brauche ich im Beratungsalltag gar nicht wirklich. Ich finde es dennoch für mich als Beraterin wichtig, einen gewissen Standard zu haben und dazu gehört neben einer guten Ausstattung, nachdem das letzte Jahr gut lief, die Auseinandersetzung mit dem KG ... für mich ...
LG