Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Altraia
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von Altraia »

@ meikeefer,

Kein Problem, dazu sind wir ja hier ;-)
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Franzine
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von Franzine »

Danke für deinen Rat, Jusl.

Ja, du hast Recht, hinterher ist man immer schlauer, soweit bin ich jetzt auch.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich nicht von heute auf Morgen das Zufüttern lassen kann und nicht darf, sonst bekommt sie einfach zu wenig Nahrung. Die Vormittagsmahlzeit gegen 11 habe ich sie angelegt im Halbschlaf und sie hat die Brust genommen, ein paar Schlücke getrunken, ist dann wieder eingeschlafen, wieder aufgewacht,...etc. Ich konnte sie danach auch schlafend wieder in ihr Bettchen legen und sie hat dann noch bis 13.30 geschlafen und bekam dann Hunger.
Ich hab erst versucht, sie anzulegen, aber ich hatte wohl zu diesem Zeitpunkt keinen Milchvorrat mehr, so dass sie dann irgendwann ungeduldig wurde. Also hab ich Fertignahrung angerührt und mir die während sie angelegt war, langsam über die BW laufen lassen, so dass sie wenigstens das Gefühl hat, ihr Sauen ist nicht umsonst und da kommt was raus.

Aber irgendwann dauerte ihr das doch zu lange und der Hunger wurde brenzliger. Erst hab ich noch versucht, sie aus einem Becher (Kappe der Flasche) zu füttern, aber das hat nicht so gut geklappt, so dass viel daneben und auch wieder aus dem Mund gelaufen ist.
Letztendlich habe ich ihr dann nach einiger Anstrengung doch die Flasche gegeben und sie hat sich gute 120-140ml weggezogen. Genau kann ich das nicht sagen, da viel wegen dem Becher daneben gelaufen ist und auch beim über die BW laufen lassen ist einiges daneben gegangen.

Jetzt vor kurzem also nach ca. 1,5 Std habe ich sie wieder angelegt und sie hat gierig nach der BW geschnappt und erst einige Zeit schnell genuckelt und dann sogar noch einige wenige Schlucke getrunken. Als sie dann doch abdockte, hing sogar ein kleiner Milchtropfen an ihrem Mundwinkel und sie hat mich beim BW loslassen angelächelt.

Prompt musste ich wieder weinen, denn genau so sollte es sein. Eine zufriedene Milchschnute...
LG Sandra mit Jaja [07/10] und Clothilde [07/13]
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mayra
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von mayra »

Kleiner Tip: zufüttern an der Brust geht am einfachsten mit einem sog. BES = Brust-Ernährungs-Set. Die Handhabung solltest du dir am besten vor Ort zeigen lassen, sofern das möglich ist (von einer Stillberaterin)! Dann geht auch nichts mehr daneben und gleichzeitig wird die Milchbildung angeregt... :D

Das Set besteht aus einer Flasche, die um den Hals hängt, aus der Schläuche kommen, die an der BW befestigt werden... so kommt die Milch in den Mund deiner Kleinen. ;-)
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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prinzesschenmama
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von prinzesschenmama »

BES hatte ich auch gerade dran gedacht.. ist alerdings wohl etwas kompliziert, daher solltest du Dir das genau zeigen lassen.
Schau doch mal, ob es in deiner Nähe eine Stillberaterin gibt, die Du persönlich kontaktieren kannst oder eine Stillgruppe, die Du besuchen könntest.
Dann wärst Du nicht allein damit und hättest regelmäößigen Austausch und Begleitung. Eine Liste von Stillberaterinnen gibt es z.B. hier:
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=83
aber auch bei der La leche liga.

Viel Erfolg!!
mit Mario 12.3.2000;*P.N.(2.`08) im Herzen; Clara Luna *13.12.2008 und Merlin Gabriel *18.7.2010- gestillt, getragen, Familienbett und seit 4/12 auch mit gebarftem Hund ;-)
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jusl
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von jusl »

Ich hab erst versucht, sie anzulegen, aber ich hatte wohl zu diesem Zeitpunkt keinen Milchvorrat mehr
Die Ursache dafür, dass es nicht geklappt hat, war sicherlich einfach die Tatsache, dass zur Zeit generell eher wenig Milch kommt (nachts und am Morgen ist der Prolaktinspiegel (Prolaktin= Milchbildungshormon) normalerweise am höchsten).
Grundsätzlich ist es so, dass der Hauptteil der Milch immer WÄHREND DES STILLENS selbst gebildet wird. Die Brust muss sich nicht zwischen den einzelnen Stillmahlzeiten auffüllen wie eine Flasche, deshalb gibt es auch keinerlei empfohlene Mindestabstände oder sowas. Diese Tatsache ist besonders wichtig zu wissen, falls Du Dich dafür entscheidest, demnächst Deine Milchproduktion wieder zu steigern.
Also hab ich Fertignahrung angerührt und mir die während sie angelegt war, langsam über die BW laufen lassen, so dass sie wenigstens das Gefühl hat, ihr Sauen ist nicht umsonst und da kommt was raus.
Das war eine gute Idee, "an der Brust" zuzufüttern! :D Allerdings ist es so, dass ein gut angelegtes Baby mit Lippen und Zunge einen dauerhaften Saugschluss(!) hält. Es kann also so eigentlich keine Milch in den Mund des Babys gelangen. Um effektiv an der Brust zufüttern zu können, muss die Milch die Mundhöhle des Kindes erreichen, ohne dass es seinen Saugschluss dafür lösen muss. Ein mögliches Stillhilfsmittel, was exakt dieses leistet, ist das schon von mehreren Usern hier erwähnte Brusternährungsset ("BES"). Hierbei hängt eine Flasche um den Hals der Mutter, und von dieser Flasche gehen zwei dünne, weiche Schläuchlein ab, die an der Brust/am Warzenvorhof mit Pflastern fixiert werden und beim Stillen in den Mund des Kindes ragen. Das Kind trinkt gleichzeitig aus der Brust (und stimuliert sie so auch zu weiterer Milchbildung!) und bekommt dabei die noch nötige Zusatznahrung über den Schlauch.
Als sie dann doch abdockte, hing sogar ein kleiner Milchtropfen an ihrem Mundwinkel und sie hat mich beim BW loslassen angelächelt.
:wink: Also, das hört sich doch wirklich so an, als ob Eure Stillzeit für Euch BEIDE noch lange nicht vorbei ist! :wink:

Wenn Du weitere Infos oder Tipps zum Weiterstillen brauchst, wirst Du hier sicherlich fündig. ;-)

LG,
Julia
Franzine
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von Franzine »

Ok, dann weiß ich ja, wieso da soviel daneben gelaufen ist beim drüberträufeln. ;-)

Kurz nach 14h hat sie dann offenbar richtig Hunger bekommen und hat nochmals 50ml getrunken, nachdem sie mich angelächelt hat mit ihrer Milchschnute.
Dazwischen waren wir unterwegs und als wir nach Hause kamen hab ich sie erneut wechselseitig anglegt. Irgendwann ist sie dann darüber an der Brust eingeschlafen.
Ich hatte das Gefühl, sie nuckelt viel, aber schluckt nur ganz selten. Nun ist die Frage, ob es an der Milchmeng liegt, oder daran, dass sie nicht richtig saugt. Wobei das in der Nacht ja klappt und sie nachts beim Stillen trinkt und dann auch satt wieder einschläft.

Eben hab ich sie erneut angelegt und beim draufdrücken auf die BW schoss auch ein kleiner Strahl raus. Das ganze wieder wechselseitig und wieder hatte sie ne kleine Milchschnute auch wenn sie wieder nur wenige Schlucke gemacht hat.
Danach kam dann der Hunger und sie hat 85ml aus der Flasche getrunken.

Jetzt schläft sie gerade auf meiner Schulter ein.


Wie erkenne ich, dass sich meine Milchmenge steigert und wieder auf dem alten level ist? Wie lange kann sowas dauern? Nachts beim Stillen merk ich meist den MSR einsetzen, aber tagsüber gar nicht.

Oh man, so viele Tränen hab ich heute deshalb vergossen, ... Wenn ich das mal vorher gewusst hätte!

Braucht man so ein BES unbedingt, oder kann ich das nicht auch auf dem Wege rückgängig machen, wie ich das eingeführt habe? Ich habe eine Handmilchpumpe von Avent, reicht die aus? Oder reicht vielleicht auch der Reiz des saugenden Kindermundes aus, um die Menge zu erhöhen, wenn er nur oft genug angelegt wird?
LG Sandra mit Jaja [07/10] und Clothilde [07/13]
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jusl
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von jusl »

Wie erkenne ich, dass sich meine Milchmenge steigert und wieder auf dem alten level ist?
Das erkennst Du an mehreren Dingen - wobei "Milchmenge steigern" und "weniger zufüttern" da wirklich buchstäblich Hand in Hand gehen: Um die Milchmenge zu steigern ist es nötig weniger zuzufüttern, und um weniger zufüttern zu können, muss man die Milchmenge steigern ;-) - klingt kompliziert, aber konkret kann das z.B. so aussehen:

* Du bietest ab sofort Dein Baby sehr häufig die Brust an. Konsequent, aber ohne Zwang, ohne Stress. Nachts sowieso, so wie Ihr es gewohnt seid, und tags spätestens alle 2 Stunden. Es ist nicht schlimm, wenn es nicht immer klappt, oder Dein Baby mal länger schläft/dabei einschläft usw, aber die Faustregel "alle zwei Stunden anbieten" am besten immer im Hinterkopf behalten.

* Sobald Du das Gefühl hast, dass Dein Baby auch tagsüber 1-2 mal ganz gut gestillt hat, begrenzt Du die Menge der zugefütterten Milch ein wenig. Du könntest z.B. die Flasche - als Beispiel - statt 5 mal täglich nur noch 4 mal täglich anbieten. Oder - ebenso als Beispiel - anstatt der vielleicht gewohnten 120 ml nur noch 100 ml anbieten. Auf diesem Level bleibt's dann etwa 4-7 Tage, und dann käme der nächste Schritt, also z.B. nur noch 3 Fläschchen anstatt 4 oder z.B. jedesmal nur noch 75 ml statt 100 ml als Zufüttermenge anbieten. Die nach und nach verringerte Zufüttermenge erhöht die Nachfrage an der Brust, und die Brust passt sich - unter der Voraussetzung dass Dein Baby korrekt angelegt ist und ausreichend lang trinken darf - der neuerdings erhöhten Nachfrage wieder an.
Wie lange kann sowas dauern?

Das ist individuell - es gibt mehrere Faustformeln dafür. Eine besagt z.B.: "Jede Woche kann insgesamt etwa eine Stillmahlzeit mehr gestillt werden als in der Woche davor." Bekommt ein Baby also fünf zugefütterte Mahlzeiten täglich, kann man mit ca fünf Wochen rechnen, bis man wieder beim Vollstillen ist. Eine andere Regel bezieht sich auf den Zeitraum, in dem nicht (oder fast nicht) mehr gestillt wurde und besagt, dass ungefähr eine Woche pro Monat, der nicht mehr gestillt wurde, plus eine zusätzliche Woche gerechnet werden muss, um wieder eine ausreichende Milchmenge zu bilden. Da Dein Baby nachts ja noch gut trinkt, würde ich - ohne jede Garantie ;-) - schätzen: Irgendwas zwischen zwei und sechs Wochen dürfte realistisch sein.

Während dieser Zeit sollte das Gewicht des Babys regelmäßig kontrolliert werden. Das gibt die nötige Sicherheit und Bestätigung, dass das Kind genug bekommt. Dazu sollte das Baby einmal wöchentlich (gleicher Tag/ungefähr gleiche Uhrzeit) auf einer geeichten, guten Babywaage gewogen werden, immer nackig oder immer mit (leerer) Windel und den gleichen Kleidungsstücken.

Dass Dein Baby grundsätzlich genug Milch bekommt, erkennst Du an folgenden Punkten:
* Es nimmt ausreichend zu. Informationen zur Gewichtszunahme bei jungen Babys findest Du hier
* Es hat mindestens vier gut nasse Windeln täglich.
* Es hat mehrmals täglich Stuhlgang (dann jeweils meist kleinere Portionen) oder alle paar Tage (einmal alle 10 Tage ist durchaus normal), aber dann eine große Ladung.
* Es hat feuchte Augen und feuchte Mundschleimhaut.
* Es ist in seinen Wachphasen fit und munter.
Braucht man so ein BES unbedingt, oder kann ich das nicht auch auf dem Wege rückgängig machen, wie ich das eingeführt habe?
Es ist möglich, es so rückgängig zu machen; das BES ist dafür nicht zwingend nötig. Der Einsatz des BES ist einfach dann sehr sinnvoll, wenn ein Baby (und das trifft auf viele junge Babys zu) Schwierigkeiten hat oder entwickelt, zwischen Brust und den noch notwendigen Zufütter-Fläschchen zu wechseln UND die Mutter mit stillfreundlichen Zufüttermethoden nicht gut zurechtkommt UND sie vielleicht auch nicht gut abpumpen kann.
Ich habe eine Handmilchpumpe von Avent, reicht die aus?
Das kann durchaus sein, probier es aus! Es kann sein, dass Du mit dem Pumpen an nur EINER Seite zu viel Zeit brauchst, und/oder der Saugreiz zu gering ist für größere Effekte... dann wäre ein Doppelpumpset oder eine zweite Handpumpe sinnvoll.
Oder reicht vielleicht auch der Reiz des saugenden Kindermundes aus, um die Menge zu erhöhen, wenn er nur oft genug angelegt wird?
Auch das ist möglich; das hängt v.a. von der "Performance" des Kindes beim Stillen ab. Wenn es intensiv saugt, lang genug stillt (10-15 Minuten sollten es in dieser Zeit mind. sein), häufig genug stillt (mindestens 10-12 Mal in 24 Stunden) und eine korrekte Stilltechnik hat, kann dies ausreichen, um die Milchbildung ohne weitere Hilfsmittel innerhalb einiger Wochen wieder auf Vollstillniveau anzukurbeln. Viele Babys schaffen dies aber (noch) nicht, sie müssen noch etwas üben, brauchen Hilfe beim Lernen, werden zu schnell müde oder ärgern sich irgendwann über die (noch) geringe Milchmenge - dann wäre der Einsatz entsprechender Hilfsmittel sinnvoll.

Hast Du schon entschieden, ob Du es angehen willst? Falls ja: Hast Du vielleicht sogar schon eine Vorstellung davon, wie Du vorgehen möchtest?

LG,
Julia
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tigger
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von tigger »

vielleicht wäre tags zum zufüttern noch ein BES gut? dann wäre nochmal der saugreiz für die brust (zusätzlich zum pumpen) da u das baby merkt, dass wieder milch kommt, sie wird satt, kann sich an den geschmack der mumi gemischt mit kunstmilch gewöhnen u wenn die milch mehr wird, langsam das zufüttern reduzieren?
u wg der großen brust: das kenn ich, stille aber überall, ohne dass man viel sieht (ausser dem schwabbelbauch... :oops: ). ein guter still- bh ist da seeehr wichtig, find ich! ich hab von anita zwei mit bügel, die sind sehr gut u halten die form.
Liebe Grüße von MIR!
mit Schulmädel S *10/2005, Sandwich- Mädel M *05/2007, kleiner großer Schwester R *05/2010 und kleinem Baby- Bruder J *28.04.2012
Franzine
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von Franzine »

Danke für deine Atwort und die realistische Einschätzung.

Gestern Abend gab es die letzte Flasche mit 80ml, die sie getrunken hat um ca18.30/19.00h, danach hat sie geschlafen bis halb 1 und ich hab sie dann beim Aufwachen angelegt, sie hat wohl ganz gut Milch abbekommen und ist dann wieder eingeschlafen bis halb 3, dann hab ich sie wieder angelegt und ich hab gehört, wie sie gierig geschluckt hat. Sie ist dann auch erneut eingeschlafen nachdem ich ihr die zweite Brust angeboten habe und sie dort nur genuckelt hat.

Mir ist aber generell aufgefallen, dass der Zug mit dem sie saugt anders, viel schwächer geworden ist. Das heißt, dass sie wohl nachts auch nicht mehr richtig zieht, sondern sich die Milch einfach in den Mund spritzen lässt. :(
Sie nuckelt zwar und macht auch einige Versuche loszusaugen, aber irgendwie scheint entweder keine Lust zu haben, oder dockt nach einigem Nuckeln wieder ab, wenn wir tagsüber versuchen zu stillen.
Bei dem andocken tagsüber schnappt sie auch zu wie ein kleiner Hai und nuckelt dann fleißig, aber dockt dann auch wieder ab, lächelt mich an, meckert manchmal, lächelt wieder, schnappt wieder zu, etc... So komme ich natürlich nicht auf Saugminuten am Stück. Und irgendwann ist dann Schluss mit lustig und sie will was zu essen haben. In dem Moment nutze ich dann die Flasche.


Wie kann man denn einem Baby beibringen, wieder richtig zu saugen? Klappt das überhaupt? Ich bin total niedergeschlagen, seit ich das gestern bemerkt habe und hab mir wieder mal die Augen aus dem Kopf geheult.
Das ist dann wohl die "gerechte Strafe" für meine eigene Blödheit! :cry:

Ich frag mich dann auch in den verzweifelten Momenten, ob das alles einen Sinn hat, wenn sie offenbar so dankbar aus der Flasche trinkt, wenn sie Hunger hat, oder ob ich sie damit vielleicht quäle, wenn ich sie wieder zu richtigem Saugen bringen will.
Ich würde so gerne die Zeit zurück drehen, damit ich den bescheuerten Fehler rückgängig machen kann, aber das geht leider nicht. Ich hab auch erst gestern gemerkt, dass ich das Stillen offenbar mehr brauche als sie, denn es hat mir nach dem KS geholfen wieder auf die Beine zu kommen, es hat mich auf eine Art "geheilt", wenn man es denn so sehen möchte und ich hab es weggeworfen und hab erst jetzt, vielleicht viel zu spät gemerkt, dass das so ist...


Ich habe mich außerdem gerade per eMail an eine Stillberaterin der LLL hier in meiner Stadt gewendet und hoffe, dass ich schnell eine Antwort bekomme.

Wie ist das mit den Stillberaterinnen? Übernimmt die KK die Kosten, oder zahlt man das selbst? Wenn ja, wieviel?
LG Sandra mit Jaja [07/10] und Clothilde [07/13]
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Milchmaedchen
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Re: Erst vollgestillt, dann teilgestillt, nun traurig... :-(

Beitrag von Milchmaedchen »

Wenn das Geld bei euch eine größere Rolle spielt (so kommt es mir vor), halte dir ein wenig vor Augen, dass Flaschennahrung über die nächsten 4 Monate sicher teurer sein wird als ein BES oder die Beratung durch eine Stillberaterin. Bild
Liebe Grüße vom Milchmädchen
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