Direkt nach Geburt stillen?
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
- Zierbanane
- SuT-Legende
- Beiträge: 8587
- Registriert: 21.03.2008, 11:18
- Kontaktdaten:
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Wenn das Baby gerade erst geboren ist braucht es einige Minuten bis der Saugreflex am stärksten ist. Das habe ich bei den beiden letzten Kindern gemerkt. Ich wollte sie immer SOFORT danach anlegen, aber sie wollten erstmal nicht. Bin dann immer noch schnell duschen gegangen, wieder gekommen und schwupps gings dann. Das war dann so ca. 20-30min nach der Geburt. Dies hat mir auch die Hebi bestätigt und auch beim 3. Kind zu mir gesagt, als ich sofort anlegen wollte: "Das dauert jetzt bissel und furktioniert noch nicht sofort/unmittelbar nach der Geburt.".
- klimaforscherin
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 7128
- Registriert: 06.05.2010, 19:22
- Wohnort: bei der Pyramide
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Der Apgar-Test dauert ja keine 10 sek. und wenn das Kind keine (Atem-)Probleme hat (oder Sonstiges, z.B. grünes Fruchtwasser?) kann man sofort stillen. Sollte man auch!Naschkatze hat geschrieben:Wollte fragen, ab wann es möglich ist. Wann ist der beste Zeitpunkt? Als Mutter sollte man ja eigentlich drauf bestehen können. Oder muß zuerst untersucht werden?
Bei meinem 1. Kind waren schon ca 2h vergangen, da hat natürlich gar nix mehr geklappt, dementsprechend qualvoller Stilleinstieg.
Ich hatte einen KS und durfte erst eine halbe Stunde später zu meinem Kind, da ich ja erst zugenäht werden musste. (OP ist ja auch kalt...)
Derweil hatte mein Freund damit zu tun, unseren Sohn zu beruhigen, der schon an seiner Brust saugen wollte. Eine halbe Stunde Hunger!!
Niemand braucht gewaschen zu werden, es ist ja niemand "dreckig". Bei uns haben sie nur sporadisch mit einem Lappen und etwas Wasser das Blut abgewischt.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

-
jusl
- Jusl Almighty
- Beiträge: 16020
- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Idealerweise fasst niemand anderes das Baby an(!), bis das erste Stillen fertig ist. U1 und die ganze Wischmesswieg-Routine hat auf jeden Fall bis nach dem ersten Stillen Zeit, wenn nicht irgendwas medizinisches zwingend nötig sein sollte. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit für Stillprobleme steigt, wenn vor dem ersten Stillen vom Personal bereits am Kind herumgemacht wurde (z.B. wird mit Gummihandschuhfingern untersucht, ob Gaumen und Rachen verschlossen sind, was schon eine heftige Manipulation im kindlichen Mund darstellt).
Ätzenderweise muss man auch in guten Kliniken das Personal leider oft noch darauf hinweisen... "So, wir machen jetzt die U1!" - "Ich möchte mein Baby erst stillen und dann die U1." - "Auch gut!" ...ja, suuuper....
Übrigens: die U1 kann auch problemlos auf dem Körper der Mutter gemacht werden. "Baby klauen" nicht nötig
Aber man muss eben meist SELBST seine Wünsche äußern.
LG;
Julia
Ätzenderweise muss man auch in guten Kliniken das Personal leider oft noch darauf hinweisen... "So, wir machen jetzt die U1!" - "Ich möchte mein Baby erst stillen und dann die U1." - "Auch gut!" ...ja, suuuper....
Übrigens: die U1 kann auch problemlos auf dem Körper der Mutter gemacht werden. "Baby klauen" nicht nötig
LG;
Julia
- murkelchen
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1437
- Registriert: 18.07.2007, 08:37
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Meine wurden beide im Kreisssaal das erste Mal angelegt. Die Grosse war 20 Minuten, die Kleine ziemlich genau 45 Minuten alt.
Waschen, wiegen und der ganze Kram kam bei beiden erst hinterher.
LG von Jenni
mit
grosser Maus - 11/06
und
kleiner Maus - 02/10
mit
grosser Maus - 11/06
und
kleiner Maus - 02/10
- nwsurgeon
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 772
- Registriert: 24.09.2008, 09:05
- Wohnort: NRW
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Hallo,
meine Große wurde mir direkt nach der Geburt (im Geburtshaus) auf den Bauch gelegt, dann wurden wir von den Hebammen zum Kennenlernen allein gelassen (sie waren natürlich in Rufweite) eine wunderbare erste halbe Stunde alleine mit meinem Mann und Kind zusammen. Danach haben wir abgenabelt und die Plazenta wurde geboren. Dann habe ich sie das erste mal angelegt (mit Hebammenhilfe). Erst viel später wurde genäht und das Baby vermessen und angezogen, damit wir wieder nach Hause fahren konnten.
Bei meiner Kleinen hat meine Hebamme (die gleiche wie bei der ersten Geburt) das Baby aufgefangen (ich habe neben dem Bett gestanden) und auf den Boden gelegt. Ich habe sie dann selber aufgenommen (ein magischer Moment) mich mit ihr ins Bett begeben und sie mir auf die Brust gelegt. Ich habe sie dann kurz drauf angelegt, als ich das Gefühl hatte der richtige Zeitpunkt sei da. Erst deutlich danach wurde ich genäht. Als meine Große (zusammen mit meinen Eltern) dann eintraf hat sie zusammen mit dem Papa die Nabelschnur durchtrennt. Leider mußten wir das Baby baden, denn das Fruchtwasser war ziemlich grün und das Kind deutlich mit Stuhlgang verschmiert, dabei hat dann auch die frisch gebackene große Schwester geholfen. Die U1 hat die Hebamme dann beim Anziehen mit erledigt.
Mein einziger Rat an alle Schwangeren für einen guten Stillstart (und Geburt) sucht Euch vorher eine Hebamme der Ihr vertraut, mit der Ihr all diese Punkte klären könnt (was Ihr wollt und was Euch wichtig ist) und die in Momenten Eures Lebens wo ich sehr verletzlich seid für Euch und Eure Interessen eintritt. Ich persönlich könnte mich nicht auf die Geburt einlassen, wenn ich von mir unbekannten Menschen umgeben bin.
Alles Liebe
meine Große wurde mir direkt nach der Geburt (im Geburtshaus) auf den Bauch gelegt, dann wurden wir von den Hebammen zum Kennenlernen allein gelassen (sie waren natürlich in Rufweite) eine wunderbare erste halbe Stunde alleine mit meinem Mann und Kind zusammen. Danach haben wir abgenabelt und die Plazenta wurde geboren. Dann habe ich sie das erste mal angelegt (mit Hebammenhilfe). Erst viel später wurde genäht und das Baby vermessen und angezogen, damit wir wieder nach Hause fahren konnten.
Bei meiner Kleinen hat meine Hebamme (die gleiche wie bei der ersten Geburt) das Baby aufgefangen (ich habe neben dem Bett gestanden) und auf den Boden gelegt. Ich habe sie dann selber aufgenommen (ein magischer Moment) mich mit ihr ins Bett begeben und sie mir auf die Brust gelegt. Ich habe sie dann kurz drauf angelegt, als ich das Gefühl hatte der richtige Zeitpunkt sei da. Erst deutlich danach wurde ich genäht. Als meine Große (zusammen mit meinen Eltern) dann eintraf hat sie zusammen mit dem Papa die Nabelschnur durchtrennt. Leider mußten wir das Baby baden, denn das Fruchtwasser war ziemlich grün und das Kind deutlich mit Stuhlgang verschmiert, dabei hat dann auch die frisch gebackene große Schwester geholfen. Die U1 hat die Hebamme dann beim Anziehen mit erledigt.
Mein einziger Rat an alle Schwangeren für einen guten Stillstart (und Geburt) sucht Euch vorher eine Hebamme der Ihr vertraut, mit der Ihr all diese Punkte klären könnt (was Ihr wollt und was Euch wichtig ist) und die in Momenten Eures Lebens wo ich sehr verletzlich seid für Euch und Eure Interessen eintritt. Ich persönlich könnte mich nicht auf die Geburt einlassen, wenn ich von mir unbekannten Menschen umgeben bin.
Alles Liebe
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
Nur noch selten hier unterwegs.
Nur noch selten hier unterwegs.
-
pinefloat
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3454
- Registriert: 14.05.2008, 16:18
- Wohnort: Ba-Wü
Re: Direkt nach Geburt stillen?
war bei uns genauso! Ich wurde währenddessen versorgt, habe da aber nicht viel von mitbekommen, weil der kleine Mann auf/an meiner Brust einfach jegliche Aufmerksamkeit bekommen mussteSuperNova hat geschrieben:Ich hab alle meine Kinder direkt nach der Geburt gestillt - sobald sie dazu bereit waren, die erste Stunde haben sie erstmal mit Ankommen verbracht.
Liebe Grüße,
A. und der Schnuff 07/09 und Märzmaus 03/12
A. und der Schnuff 07/09 und Märzmaus 03/12
-
Katinka81
- gut eingelebt
- Beiträge: 30
- Registriert: 01.08.2010, 22:27
- Wohnort: Nordhessen
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Dem kann ich nur zustimmen. Ich dachte mit dem Krankenhaus vor Ort eine gute Wahl getroffen zu haben und nach Kreißsaalbesichtigung und Gespräch hatte ich ein gutes Gefühl. Die Realität der Geburt und auch des Stillstarts sah leider anders aus. Unser Kind ist (für Hebamme und Ärzte bequemerweise) im Bett zur Welt gekommen ohne dass nochmal jemand gefragt hätte, wie ich mir das vorstelle (z.B. Geburt in Gebärwanne, die auch vorhanden gewesen wäre). Als unsere Tochter da war, war von der ruhigen Zeit im Kreise unserer Familie und dem späten Abnabeln, was im Vorgespräch betont wurde, nicht mehr viel übrig. Unsere Krümeline lag kurze Zeit auf meinem Bauch und guckte mich mit ihren großen Augen an. Dann wurde mein Mann zum Durchschneiden der Nabelschnur gebeten und kurz danach war waschen der kleinen Maus angesagt.nwsurgeon hat geschrieben: Mein einziger Rat an alle Schwangeren für einen guten Stillstart (und Geburt) sucht Euch vorher eine Hebamme der Ihr vertraut, mit der Ihr all diese Punkte klären könnt (was Ihr wollt und was Euch wichtig ist) und die in Momenten Eures Lebens wo ich sehr verletzlich seid für Euch und Eure Interessen eintritt. Ich persönlich könnte mich nicht auf die Geburt einlassen, wenn ich von mir unbekannten Menschen umgeben bin.
Für mich begann da dann schon die Prozedur des Nähens. Anlegen war im Kreißsaal gar kein Thema. Unser Stillstart war sehr schwierig. Eigentlich klappte es erst nach 5 Tagen und auch hier waren die Mitarbeiterinnen des Krankenhauses wenig hilfreich, denn jede erzählte mir was anderes und ständig grabschten sie an mir und der Kleinen herum. Richtig "funktioniert" hat es dann erst zu Hause mit unserer Nachsorgehebamme.
Ich dachte echt, eine gute Wahl getroffen zu haben, musste aber wie beschrieben feststellen, mich da arg getäuscht zu haben. In der Situation "Geburt" und auch in der Zeit danach war ich aber erstmal so verunsichert (die Kleine ist unser erstes Kind), dass ich auch nicht äußern konnte, was für mich "schief" lief. Beim nächsten Kind soll das anders werden.
Katinka mit Maikrümeline (*05/10) und Bauchzwerg (Termin: Ende 08/12)
-
LillysMum
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 89
- Registriert: 13.05.2010, 00:01
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Mein Sohn kam zuhause auf die Welt und als er da war,suchte er von alleine die Brust und erst viel später wurde die U1 gemacht
(ach,war das schöööööööööööööön)
- Mupfelchen
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2446
- Registriert: 11.08.2010, 22:24
- Wohnort: NRW
Re: Direkt nach Geburt stillen?
Ich habe meinen Kleinen auch leider erst 2-3 Stunden nach der Geburt anlegen könne, da ich letztendlich leider einen Notkaiserschnitt bekommen hab und dann 1,5 Stunden im Überwachungsraum lag usw.
In der Zeit war der Kleine zwar beim Papa, aber zum Glück noch nicht angezogen (nur schon gewaschen). Als ich dann dazu geschoben wurde, wurde er mir auch sofort auf den Bauch geleg und hat tortz der langen Wartezeit sofort gesucht und gefunden und zur freude aller kurz fleißig genuckelt. Er war allerdings auch recht geschafft und so wurd er mir kurz drauf auch wieder weg genommen um angezogen zu werden und die Formalitäten zu erledigen. Danach hatten wir ihn fast immer 24 Stunden bei uns- Das stillen hat eigentlich gut geklappt, nur in den ersten 2 Tagen wollt er nicht so, da er noch Fruchtwasser im Bauch hatte und ihm dadurch sehr schlecht war und er immer gespuckt hat. Aber die Schwestern haben sich sehr darum bemüht, das es klappt und das er trotzdem trinkt.
Seit dem hatten wir eigentlich keine Probleme mehr, da er mit einem sehr kräftigen Saugreflex ausgestattet ist und immer Hungrig ist
In der Zeit war der Kleine zwar beim Papa, aber zum Glück noch nicht angezogen (nur schon gewaschen). Als ich dann dazu geschoben wurde, wurde er mir auch sofort auf den Bauch geleg und hat tortz der langen Wartezeit sofort gesucht und gefunden und zur freude aller kurz fleißig genuckelt. Er war allerdings auch recht geschafft und so wurd er mir kurz drauf auch wieder weg genommen um angezogen zu werden und die Formalitäten zu erledigen. Danach hatten wir ihn fast immer 24 Stunden bei uns- Das stillen hat eigentlich gut geklappt, nur in den ersten 2 Tagen wollt er nicht so, da er noch Fruchtwasser im Bauch hatte und ihm dadurch sehr schlecht war und er immer gespuckt hat. Aber die Schwestern haben sich sehr darum bemüht, das es klappt und das er trotzdem trinkt.
Seit dem hatten wir eigentlich keine Probleme mehr, da er mit einem sehr kräftigen Saugreflex ausgestattet ist und immer Hungrig ist
Großer Mupf 01/2010 und Minimupf 02/2013
-
mrbutton
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 173
- Registriert: 05.08.2010, 13:32
- Wohnort: Essen
Re: Direkt nach Geburt stillen?
ach, da werd ich ja echt neidisch, wenn ich hier so manches lese!
hatte letzte tage nochmal überlegt und bin mir ziemlich sicher, dass ich meinen sohn am abend seiner geburt zum ersten mal angelegt habe. ich war auch nach dem überraschenden kaiserschnitt mittags und vom schlafmangel total fertig, als ich ihn zum ersten mal in den armen hatte, war er schon angezogen, vermessen usw. dann auf dem zimmer kam erstmal die familie und ich hab mich zwischendurch immer mal gefragt, wie das nun mit dem stillen klappen könnte. hab mich aber auch komischerweise nicht getraut, es einfach zu versuchen. auch, weil im nachbarbett so eine kommunikative mutter war und ich mich beobachtet fühlte. irgendwann, als es schon dunkel war, kam eine schwester, die meinte, ob wir es nun mal mit dem anlegen versuchen sollten. sie hat das alles (bei der nachbarin auch) gemacht, aber mein sohn wollte nix trinken. nachts meinte sie dann, dass ihm wahrscheinlich übel wäre, ihm sei mehrmals fruchtwasser hochgekommen.
wir hatten eigentlich keine größeren probleme und mittlerweile stille ich sehr gerne, was ich vorher nie geahnt hätte (dachte eher, aus gesundheitlichen gründen muss man 6 monate durchhalten).
was viele aber schon geschrieben haben: beim nächsten kind würde ich es auch anders machen und nicht so passiv (obwohl ich sowas eigentlich gar nicht ausstehen kann) und unsicher auf die hilfe von sich widersprechenden schwestern warten
hatte letzte tage nochmal überlegt und bin mir ziemlich sicher, dass ich meinen sohn am abend seiner geburt zum ersten mal angelegt habe. ich war auch nach dem überraschenden kaiserschnitt mittags und vom schlafmangel total fertig, als ich ihn zum ersten mal in den armen hatte, war er schon angezogen, vermessen usw. dann auf dem zimmer kam erstmal die familie und ich hab mich zwischendurch immer mal gefragt, wie das nun mit dem stillen klappen könnte. hab mich aber auch komischerweise nicht getraut, es einfach zu versuchen. auch, weil im nachbarbett so eine kommunikative mutter war und ich mich beobachtet fühlte. irgendwann, als es schon dunkel war, kam eine schwester, die meinte, ob wir es nun mal mit dem anlegen versuchen sollten. sie hat das alles (bei der nachbarin auch) gemacht, aber mein sohn wollte nix trinken. nachts meinte sie dann, dass ihm wahrscheinlich übel wäre, ihm sei mehrmals fruchtwasser hochgekommen.
wir hatten eigentlich keine größeren probleme und mittlerweile stille ich sehr gerne, was ich vorher nie geahnt hätte (dachte eher, aus gesundheitlichen gründen muss man 6 monate durchhalten).
was viele aber schon geschrieben haben: beim nächsten kind würde ich es auch anders machen und nicht so passiv (obwohl ich sowas eigentlich gar nicht ausstehen kann) und unsicher auf die hilfe von sich widersprechenden schwestern warten
Ich mit L. (03.10) und A. (08.11) und M. (06.14)


