Das, was Inken schreibt, habe ich bisher auch so erlebt.
Grundsätzlich möchte ich sagen, daß es eh schwierig sein dürfte, eine Schädigung, die beim (jungen) Erwachsenen auftritt, tatsächlich auf das ein oder andere Ereignis in der Kindheit zurückzuführen.
Da kommt so viel zusammen.
Veranlagung des Kindes - was dem einen schadet, kann das andere ewig lang tolerieren. Summe der Belastungen - folgt auf suboptimales Tragen vielleicht eine Kindheit vorm Fernseher mit zu schwerem Schulranzen? Wie sieht die Freizeitgestaltung aus? Halten sich Sitzen und Bewegung die Waage? Wo bewegt sich das Kind - weicher oder fester Untergrund?
Ich denke, das könnte man noch eine ganze Weile so fortführen.
Die Art des Tragens - nämlich stark angehockt und leicht gespreizt, ist die einzig logische Schlussfolgerung aus der Anatomie des Säuglings, leicht nachzuvollziehen aus den Behandlungsmethoden der Hüftdysplasie. Der (im Schlaf bzw. beim Neugeborenen) gerundete Rücken ergibt sich ganz automatisch beim Anhocken durch die gelenkige Verbindung von Wirbelsäule und Becken.
Auch die Erkenntnisse aus der Erwachsenenmedizin sprechen da eine deutliche Sprache. So ist man seit einigen Jahren weg gekommen von der Empfehlung, sich möglichst aufrecht zu halten hin zum Rat, eine gesunde Mischung aus aufrechter Haltung und entspannendem "Herumlümmeln" zu praktizieren.
Die Erkenntnisse über Entwicklung und Aufbau von Hüftgelenken, Wirbelsäule und Bandscheiben sind nicht geheim und überall nachlesbar.
Was mir hingegen schon häufig begegnet ist, das ist, daß gewisse Rückschlüsse nicht unbedingt gezogen werden von Fachleuten. Zeigt man sie hingegen auf, erntet man zustimmendes Nicken - ist ja alles logisch
Heißt im Klartext, daß der unschlagbare Vorteil des Tragetuches und die genaue Wahl der Tragehilfe (ncht überspreizt, aber auch nicht mit herabhängenden Beinen) so logisch ist, daß es eigentlich keine Ärzte mehr braucht, die das unterschreiben. Nett ist das aber natürlich trotzdem - der Deutsche (?? kommt mir manchmal so vor

) fährt auf chefisches Abnicken einfach ab
Ähm, Faden verloren, wollte noch was schreiben.
Egal.
Gut informiert ist auch der Osteopath Alexander Klawunde aus Dresden, gib mal bei Suchmaschinchen ein, kommt gleich die Adresse
Doch, jetzt hab ichs wieder! Ich denke, wenn wir uns anschauen, WIE doch so manche Kinder transportiert werden, dann kann man manches Mal nur noch auf Schadensbegrenzung plädieren. Ich zitiere hier gern das, was Dr. Biedermann (KiSS-Spezialist) zu mir sagte, als ich ihn fragte: Hauptsache Tragen und bloß nicht in einen Buggy setzen. Ihm selbst sei die Art der Tragehilfe da völlig egal.
Okay, ich sollte ihn mir mal vornehmen
Wie gesagt, ich selbst sehe das komplett anders - denn "Hauptsache Tragen" muss heutzutage eben nicht mehr eine schlechte Tragehilfe sein, der Markt hat sich in den letzten Jahren erfreulicherweise mit wirklich guten und erschwinglichen Produkten gefüllt. Und nur, weil etwas vielleicht im ersten Moment nicht unbedingt schadet, muss ich es doch nicht machen, denke ich. Zumindest würden das die meisten Eltern bei anderen Dingen auch so sehen: ein Schlückchen Likör schadet auch als einmalige Gabe sicherlich keinem Kind. Und trotzdem würde niemand sagen, naja, dann mach halt, so lange es nicht zu oft und zu lange ist...

Aber DAS schreibst Du sicherlich nicht im Heft
Lass uns einfach telefonieren, wenn Du magst!
Liebe Grüße Alex