Zu wenig Milch, Vollstillen noch möglich?

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Junimama
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Zu wenig Milch, Vollstillen noch möglich?

Beitrag von Junimama »

Hallo,

ich wende mich an dieses Forum, weil ich mittlerweile schon fast verzweifelt bin. Meine Tochter ist heute genau 2 Monate alt und wir mussten schon seit Tag 2 nach der Geburt zufüttern, da sie nicht satt wurde. Ich habe unter der Geburt 1,6 L Blut verloren (Oxytropf während Geburt). Es wurde u.a. von meiner Stillberatung davon ausgegangen, dass deswegen die reichliche Milchbildung ausblieb. Jedoch war es damals bei meinen Sohn (6/22) auch schon so (KS und Oxytropf unter der Geburt). Mein Sohn hat relativ schnell die Flasche bekommen. Diesmal hatte ich mir schnell eine IBLCC gesucht und wurde untersucht und beraten. Es hieß ich könnte mit meinem Brustgewebe Vollstillen und man verschrieb mir Domperidon. Das nehme ich seit fast 8 Wochen. Die Kleine wird über ein Brusternährungsset (BES) zugefüttert. Ich sollte vor dem Zufüttern immer 4 Brüste stillen. Das klappt leider nicht mehr so gut, weil sie an der Brust meckert, wenn kein Schlauch vom BES dran ist. Außerdem habe ich das Gefühl sie macht den Mund nicht mehr so weit auf, da ihre Technik anscheinend ausreicht, um Nahrung aus dem Schlauch zu bekommen. Ich pumpe auch ab manchmal, um die Nachfrage an der Brust zu erhöhen, aber es kommt einfach immer zu wenig raus…nicht mal 20 ml aus beiden Brüsten.

Das Problem ist nun, dass sie leider nicht so gut zunimmt, dass man die PRE einfach reduzieren könnte. Außerdem hat sich meine Stillberatung von uns verabschiedet (hatten Kontakt per SMS) und meldet sich einfach nicht mehr. Ich weiß einfach nicht weiter und denke fast wir kommen nicht drumherum, dass wir bald die Flasche geben müssen wie bei meinem Sohn. Gibt es noch eine Chance Vollstillen zu können oder zumindest annähernd?

* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Zufüttern mit PRE über BES, ca. 8 x täglich mit ca. 50-60 ml
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen in jeder Wachphase. Ich versuche sie zunächst an die Brust (ohne Schlauch) anzulegen. Da stillt sie nur sehr kurz, beschwert sich schnell. Versuche es mittlerweile auch im Laufen, da stillt sie etwas länger. Aber wenn ich versuche 4 Brüste zu stillen, trinkt sie an einer Seite max. 2 Minuten. Danach mache ich das BES dran. Manchmal ist sie trotzdem noch unruhig an der Brust. Da weiß ich nicht so recht warum. Vielleicht geht es ihr nicht schnell genug? Aber entweder sie schläft an der Brust ein oder der Behälter ist leer und sie wirkt aber zufrieden. Wenn nicht, mache ich ihr noch etwas. Der Abstand der Stillmahlzeiten liegt bei 3 Stunden, nachts 4 Stunden (muss sie wecken).
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Stuhlgang ca. alle 2 Tage, Pipi 6-10 am Tag
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Direkt nach der Geburt habe ich sie Stillen können. Sie musste nur kurz aus dem Zimmer für 30 Minuten, da ich aufgrund des Blutverlustes kollabiert bin. Danach lag sie immer nackt auf meiner Brust und hat viel getrunken. Am 2. Tag nach der Geburt hat sie sich an der Brust nicht mehr beruhigen können und es wurde geraten (auch von Stillberatung im KH) zuzufüttern. Ich hatte auch keinen richtigen Milcheinschuss. Die Brüste waren mal etwas gespannt, aber dass die Milch geflossen wäre, kann ich nicht sagen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nein
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Hebamme, KA und bis vor kurzem Stillberatung
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter?
Medikamenteneinnahme?
Nein, Domperidon
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ähnlich, aufgrund der schnellen Gewichtsabnahme schon zufüttern im KH mit Flasche. Zu Hause dann Verweigerung der Brust und schnelles Abstillen.

Ich wäre sehr dankbar hier eine Unterstützung zu erhalten, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Ich bedanke mich schon mal fürs Lesen ;-)

Gewichtsentwicklung:
24.06.26 (Geburt) 3590 g KH
26.06.26 3306 g (KH)
27.06.26 3350 g (eigene Waage)
04.07.26 3470 g (eigene Waage)
14.07.26 3640 g (eigene Waage)
25.07.26 3820 g (eigene Waage)
05.08.26 4110 g (eigene Waage)
15.08.26 4300 g (eigene Waage)
22.08.26 4450 g (eigene Waage)
Zwei Junikäfer 💙 6/22 🩷 6/26
Tintentupf
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Re: Zu wenig Milch, Vollstillen noch möglich?

Beitrag von Tintentupf »

Hallo,

ich wollte dich jetzt nicht einfach so weg klicken.

Bei mir hatte ich das BES spätestens an der zweiten Seite laufen. Allerdings mit der langsamsten Einstellung.
Zum Milch anregen habe ich jedesmal nach gepumpt oder zwischendurch gepumpt. Allerdings bin ich mir auch jetzt noch nach zwei Kindern unschlüssig was besser ist. (Also nach Pumpen oder zwischendrin) Nachts war ich auch jedes Mal 1x draußen - da bekam ich mindestens die Hälfte der benötigten Menge für den nächsten Tag. (Ich hatte allerdings auch bei beiden Kindern einen maximalen zufutterbedarf von 200)

Habt ihr das Zungenbändchen kontrollieren lassen? Gibt es da jemand bei euch in der Nähe? (Online z.b. auf Facebook finde ich unverschämt teuer, die KiA hat es bei uns nicht erkannt und die Hebamme hat gemeint, sie kann es nicht einschätzen) Wir haben eine Fachkraft in der Nähe gefunden und sind dann ins (2 Stunden entfernte ZungenbandZentrum zum Lasern gefahren) seit dem ging es Berg auf - auch wenn immer nur Minimalzunahme.
Beim Großkind ging es ohne Zungenband trennen, da lag es wahrscheinlich am Kaiserschnitt.

Liebe Grüße
Liebe Grüße,

Tintentupf mit Valentinsspatz 2020 und Aprilhase 2026
Junimama
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Re: Zu wenig Milch, Vollstillen noch möglich?

Beitrag von Junimama »

Hey, danke für deine Antwort! Eigentlich trinkt sie gut, wurde mir immer wieder gesagt. Pumpen ist schwierig, da wir eine Kontaktschläferin hier haben ;-) Aber unregelmäßig und in jeder freien Minute probiere ich es. Nur leider kann ich nicht so viel pumpen…
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Tintentupf
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Re: Zu wenig Milch, Vollstillen noch möglich?

Beitrag von Tintentupf »

Hallo,

ich habe hier auch zwei Kontaktschläfer. Bei mir funktioniert ganz gut: Pumpen wenn eine Seite getrunken wird oder Pumpen im Tragetuch. (Habe ich auber auch erst jetzt beim zweiten Kind festgestellt) Aber den Pumpbh habe ich jetzt lieben gelernt. Beim ersten hätte ich ihn fast entsorgt, dieses Mal ging es total gut.

Wobei ich sagen muss, die größte Menge habe ich nachts pumpen können.
Gerade wenn ich direkt danach gepumpt habe, habe ich eine Menge von 10-30 ml bekommen.

Worauf du achten musst, ob du die passenden Hauben bzw. Einsätze hast. Ich musste mir bei Amazon Einsätze kaufen, da selbst die 19er Medela zu groß waren. Dann kam ein bisschen mehr Milch raus.
Liebe Grüße,

Tintentupf mit Valentinsspatz 2020 und Aprilhase 2026
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