Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
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Kaba
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Sie schreibt doch im ersten Beitrag, dass sie verschiedene gesundheitliche Probleme hat und wohl nur theoretisch einer angepassten Arbeit nachgehen könnte.
Ganz ehrlich, nach der Beschreibung in deinem letzten Beitrag, pupu, würde ich evtl noch Kontakt zu Sozialberatung o.ä. in Deutschland und/oder Finnland vermitteln und mich dann raushalten. Es klingt schwierig, ihr kennt euch kaum und scheinbar will sie auch nicht wirklich Hilfe oder kann es nicht zulassen. Ich kann gut nachvollziehen, dass du helfen willst und würde auch sagen, mach alles was dir möglich ist, wenn ich denken würde, dass das ihre Lage wirklich verbessert. Der Eindruck entsteht bei mir aber irgendwie nicht..
Ganz ehrlich, nach der Beschreibung in deinem letzten Beitrag, pupu, würde ich evtl noch Kontakt zu Sozialberatung o.ä. in Deutschland und/oder Finnland vermitteln und mich dann raushalten. Es klingt schwierig, ihr kennt euch kaum und scheinbar will sie auch nicht wirklich Hilfe oder kann es nicht zulassen. Ich kann gut nachvollziehen, dass du helfen willst und würde auch sagen, mach alles was dir möglich ist, wenn ich denken würde, dass das ihre Lage wirklich verbessert. Der Eindruck entsteht bei mir aber irgendwie nicht..
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
- Dorkas
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
„Sitzend und mit Seheinschränkungen“ hatte Pupu geschrieben. Das schränkt die Suche natürlich schon ziemlich ein. Sowas wie ein Job im Verkauf, den man (zumindest hier) überall kriegt, fällt dann ja schonmal raus.
Dorkas mit dem Großen (11/2016) und der Kleinen (09/2019).
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Deswegen habe ich meine Nachfrage auch nochmal differenziert. Hat sich mit euren Kommentaren vermutlich überschnitten.
Liebe Grüße,
Mäusebaby mit ihrem Weihnachtswunderwunschkind (09/2015) und zwei **
"The only time you should look down on somebody is when you're trying to help them up."
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- Pupu
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Nein, sie ist nicht gesund. Sie ist sowohl körperlich eingeschränkt (lungenkrank, Lipödeme, eingeschränktes Sehvermögen) als auch neurodivers (ADHS und Autismus, wobei letzteres wohl nicht offiziell diagnostiziert ist) und hat wohl verschiedene Psychopharmaka aktuell zuhause. Ich denke, der Fatalismus und das schwarz-weiß-Denken sind stark durch die Neurodivergenz geprägt, aber dadurch kommt man halt auch mit Vernunft irgendwie gar nicht gut durch. Ich weiß leider weder ihren vollen Namen (nur Vornamen) noch ihre genaue Adresse, somit kann ich trotz mehrfacher Suizidandrohungen auch niemanden zu Hilfe rufen. Und selbst wenn - dann steht vielleicht die Polizei vor ihrer Tür, dann ist da wieder ne Sprachbarriere, dann gehen sie höchstwahrscheinlich unverrichteter Dinge wieder und es ist ja dann keine Kunst, zu wissen, wer da ungefragt in ihr Leben eingegriffen hat. Dann hat sie am Ende nur eine noch größere Wut und Hilflosigkeit und noch mehr Misstrauen, damit ist ja auch keinem geholfen. Aber es ist halt echt ne doofe Situation grad. Dieses häufig wiederholte "dann bring ich mich um, ich brauche JETZT Hilfe" triggert nämlich wiederum in meiner Neurodivergenz die Trotzreaktion von "ich will ja helfen, aber nicht so, diese Erpressung ist absolut ungerechtfertigt, ich kenn dich doch garnicht". Und dann fragt die rationale Hälfte meines Gehirns wieder, ob ich sie deshalb nicht ernst nehme, oder ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, dass es eher ein Schrei nach Aufmerksamkeit ist. Ich weiß auch gar nicht, wie ich reagieren soll? Vermutlich erhofft sie sich Nachrichten, in denen ich sie bitte, zu bleiben - aber das fühlt sich nicht authentisch an, ich kenne sie ja gar nicht? Ich war einfach nur freundlich zu ihr, habe ihr angeboten, ihr bei dem Versicherungskram zu helfen - und nun werde ich mit weinenden Sprachnachrichten inklusive Suiziddrohungen bombardiert. Sie hat mir quasi ungefragt die Verantwortung für ihr Leben in die Hand gedrückt und ich weiß nicht so recht, was ich damit jetzt anfangen soll. Einfach wegschauen fühlt sich falsch an, aber ich kann ihr schlicht nicht jetzt sofort helfen. Selbst wenn ich mich sofort zu ihr hinbeamen könnte - Versicherungen, Hausverwaltung, Ämter, all die Sachen, bei denen sie Hilfe möchte, sind ja zum Sonntag sowieso nicht auf. Also sitz ich nun da und weiß auch nicht so recht, wie ich jetzt reagieren soll. Unser Gesundheitssystem ist nicht so prall, also Suizidprävention ist wohl, dass man für ein paar Tage in die Geschlossene kommt und danach wieder auf sich allein gestellt ist. So gern ich das Problem auf andere abwälzen würde - ich fürchte, es würde auch nichts lösen, sondern die Situation nur verschlimmern.
Zu den Fragen, an die ich mich erinnern kann: sie wohnt zur Miete in einer Einzimmerwohnung (und da ist wohl auch alles okay, Wohnung ordentlich, Miete bezahlt), und sie kommt ursprünglich wohl aus dem Rheinland.
Zu den Fragen, an die ich mich erinnern kann: sie wohnt zur Miete in einer Einzimmerwohnung (und da ist wohl auch alles okay, Wohnung ordentlich, Miete bezahlt), und sie kommt ursprünglich wohl aus dem Rheinland.
Lg aus Finnland von Pupu mit Wildgurke
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Dem schließ ich mich an.Kaba hat geschrieben: 22.02.2026, 16:09 Ganz ehrlich, nach der Beschreibung in deinem letzten Beitrag, pupu, würde ich evtl noch Kontakt zu Sozialberatung o.ä. in Deutschland und/oder Finnland vermitteln und mich dann raushalten.
Pupu, Pass auf dich auf! Deine Familie braucht deine Kapazitäten (auch).
Ich kann verstehen, dass du helfen möchtest, aber lass dich da nicht zu tief reinziehen!
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Was für andere der Ringsling, ist für mich der Onbuhimo!
Passwörter sind wie Unterhosen: Nie offen rumliegen lassen, regelmäßig wechseln, keinen Fremden ausleihen.
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- Mäusebaby
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Ich habe meine Freundin beim Job Center gefragt.
Wenn die Dame deutsche Staatsbürgerin ist und ihren gewöhnlichen Aufenthalt wieder nach Deutschland verlegt, hat sie grundsätzlich Anspruch auf existenzsichernde Leistungen.
Entscheidend ist dabei die Frage der Erwerbsfähigkeit: Kann sie mindestens 3 Stunden täglich arbeiten (egal in welchem Beruf)? Das ist die entscheidende juristische Schwelle. Nicht: „Findet sie tatsächlich einen Job?“, sondern „Könnte sie theoretisch 3 Stunden täglich irgendeine Tätigkeit ausüben?“
Wenn ja, ist das Job Center zuständig und sie kann Bürgergeld bekommen. Voraussetzungen:
sie ist (theoretisch) erwerbsfähig (≥ 3 Std./Tag) und sie ist hilfebedürftig (kein Vermögen, kein Einkommen). Die Leistungen:
Regelsatz (~560 €), Miete + Heizkosten werden übernommen, Krankenversicherung, ggf. Mehrbedarfe (z. B. bei anerkannter Behinderung).
Wenn sie weniger als 3 Stunden/Tag erwerbsfähig ist, ist das Sozialamt zuständig.
Da habe ich niemanden, den ich fragen kann, aber das kann sie (oder du) telefonisch in Deutschland also auf Deutsch erfragen. Je nachdem, wo sie hinziehen wollen würde.
Hat sie eigentlich Rentenpunkte in Deutschland gesammelt?
Für mich wäre das kein Zustand. Ich habe einmal einen Menschen, der mir schon vorher sehr viel bedeutet hat, durch so eine suizidale Phase begleitet. Für jemanden Fremden würde ich das nicht machen. Eher riefe ich bei der Polizei an und würde denen sagen, sie müssen halt einen Dolmetscher mitnehmen. Da bin ich vielleicht egoistisch, aber meine Ressourcen sind mir lieb und teuer und gehören mir, meiner Familie und meinen Freund*innen.
Wenn die Dame deutsche Staatsbürgerin ist und ihren gewöhnlichen Aufenthalt wieder nach Deutschland verlegt, hat sie grundsätzlich Anspruch auf existenzsichernde Leistungen.
Entscheidend ist dabei die Frage der Erwerbsfähigkeit: Kann sie mindestens 3 Stunden täglich arbeiten (egal in welchem Beruf)? Das ist die entscheidende juristische Schwelle. Nicht: „Findet sie tatsächlich einen Job?“, sondern „Könnte sie theoretisch 3 Stunden täglich irgendeine Tätigkeit ausüben?“
Wenn ja, ist das Job Center zuständig und sie kann Bürgergeld bekommen. Voraussetzungen:
sie ist (theoretisch) erwerbsfähig (≥ 3 Std./Tag) und sie ist hilfebedürftig (kein Vermögen, kein Einkommen). Die Leistungen:
Regelsatz (~560 €), Miete + Heizkosten werden übernommen, Krankenversicherung, ggf. Mehrbedarfe (z. B. bei anerkannter Behinderung).
Wenn sie weniger als 3 Stunden/Tag erwerbsfähig ist, ist das Sozialamt zuständig.
Da habe ich niemanden, den ich fragen kann, aber das kann sie (oder du) telefonisch in Deutschland also auf Deutsch erfragen. Je nachdem, wo sie hinziehen wollen würde.
Hat sie eigentlich Rentenpunkte in Deutschland gesammelt?
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Liebe Grüße,
Mäusebaby mit ihrem Weihnachtswunderwunschkind (09/2015) und zwei **
"The only time you should look down on somebody is when you're trying to help them up."
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- joko
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Das muss aber, soweit ich weiß, geprüft werden. Also es muss mindestens ein Gutachten erstellt werden und das dauert.Mäusebaby hat geschrieben: 22.02.2026, 17:00 Wenn sie weniger als 3 Stunden/Tag erwerbsfähig ist, ist das Sozialamt zuständig.
Ich schließe mich ansonsten Mäusebaby an. Es klingt überfordernd und belastend, achte auf deine Ressourcen und pass gut auf dich auf..
"Fasst frischen Mut; so lang ist keine Nacht, dass endlich nicht der helle Morgen lacht." (Macbeth/Shakespeare)
- Larala
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Aus dem einen EU-Ausland ins andere: Hier in Holland gibt es teils von der Stadt bezahlt, teils ehrenamtlich Unterstützung dabei, die passende Hilfe zu finden. Wir machen das teilweise auf meiner Arbeit. Da kommt jemand mit einem komplizierten Problem und wir schauen, welches die zuständige Instanz ist und unterstützen die Person dabei, dort einen Antrag zu stellen, gehen eventuell zu Terminen mit etc. Vielleicht gibt es sowas in Finnland auch?
Dann würde ich die Dame dorthin verweisen, und ansonsten schließe ich mich den anderen an: Halt dich da größtenteils raus. Dass du helfen willst, ziert dich, aber Helfen fängt damit an, dass die andere Person um Hilfe bittet.
Dann würde ich die Dame dorthin verweisen, und ansonsten schließe ich mich den anderen an: Halt dich da größtenteils raus. Dass du helfen willst, ziert dich, aber Helfen fängt damit an, dass die andere Person um Hilfe bittet.
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17
- rueckenwind
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
Ich empfinde das eher als gesunde, "normale" Reaktion. Du kennst sie nicht persönlich, sie setzt dich unter Druck oder versucht es zumindest.Pupu hat geschrieben: 22.02.2026, 16:45 Dieses häufig wiederholte "dann bring ich mich um, ich brauche JETZT Hilfe" triggert nämlich wiederum in meiner Neurodivergenz die Trotzreaktion von "ich will ja helfen, aber nicht so, diese Erpressung ist absolut ungerechtfertigt, ich kenn dich doch garnicht".
Ich an deiner Stelle würde ihr wohl einige Ansprechpartner heraussuchen, sowohl vor Ort als auch ggf in Deutschland und ihr, wenn sie mir eigentlich sympathisch ist und ich Kapazitäten habe, noch anbieten, dass sie sich bei Verständigungsproblemen mit diesen Institutionen in Finnland noch einmal an mich wenden kann, allerdings nicht, bevor sie selbst konkrete Schritte gegangen ist.
Auf Suizidandrohungen hin würde ich immer auch mitteilen, dass es dann meine Aufgabe ist, die Polizei zu informieren (sofern nicht erwünscht ist, dass ich konkrete Unterstützung bei der Suche nach professioneller Hilfe leisten). Es liegt nicht im Rahmen deiner Möglichkeiten und Fähigkeiten, die Ernsthaftigkeit solcher Ankündigungen einzuschätzen - wenn es darum geht, sich alles von der Seele zu reden, dann kann man, m W.n. auch aus dem Ausland, die Telefonseelsorge anrufen und bekommt dort ein offenes Ohr von Menschen, die darin geschult sind und selbst Supervision erhalten.
Liebe Pupu, es ehrt dich, dass du helfen möchtest (und als Initialen Impuls kann ich das auch sehr gut nachempfinden) - aber bei allem, was du schreibst, mache ich mir, ehrlich gesagt, am meisten Sorgen um dich, deine Ressourcen und dein Wohlbefinden. Und empfinde tatsächlich auch ein bisschen Ärger über eine dir fremde Person, die dich damit belastet, droht und gleichzeitig nicht bereit ist, Hinweise an- und (professionelle) Angebote wahrzunehmen.
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
- Mirimama
- Dipl.-SuT
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Re: Rückzug nach Deutschland - wie geht das?
So wie du von dieser Frau schreibst, erinnert mich das total an meine Mutter, die, wie ich glaube, eine histrionische Persönlichkeitsstörung und auch adhs hat. Dieses dramatische und drängende Auftreten ist belastend und ich finde es umso wichtiger, sich dann nicht unter Druck setzen zu lassen.
Auch wenn sie Einschränkungen hat: Sie ist ja erwachsen und trägt für sich selbst die Verantwortung. Sie hat sich für so einen weitreichenden Schritt wie eine Auswanderung entschieden und nun möchte sie zurück und benötigt Hilfe. Das ist nachvollziehbar in ihrer Situation, funktioniert aber nur in Ton und Vorgehen so, dass die helfende Person da mitgehen kann. Nicht auf Biegen und Brechen und mit Druck und Drohung. Ich würde ruhig und bedächtig helfen, wenn möglich, aber in meinem Tempo. Selbst wenn sie einen Suizid begehren würde, liegt das nicht in deiner Verantwortung. Das soll jetzt nicht herzlos klingen, nur so wie es wohl ist. Wenn sie so massiv psychisch angegriffen ist, bräuchte sie ja ganz andere Hilfe als Informationen über das Sozialsystem. Wenn sie aber tatsächlich einen Neuanfang wagen möchte, wird das auch in ein paar Tagen noch möglich sein. Dann wird sie jetzt diese Geduld eben aufbringen müssen.
Auch wenn sie Einschränkungen hat: Sie ist ja erwachsen und trägt für sich selbst die Verantwortung. Sie hat sich für so einen weitreichenden Schritt wie eine Auswanderung entschieden und nun möchte sie zurück und benötigt Hilfe. Das ist nachvollziehbar in ihrer Situation, funktioniert aber nur in Ton und Vorgehen so, dass die helfende Person da mitgehen kann. Nicht auf Biegen und Brechen und mit Druck und Drohung. Ich würde ruhig und bedächtig helfen, wenn möglich, aber in meinem Tempo. Selbst wenn sie einen Suizid begehren würde, liegt das nicht in deiner Verantwortung. Das soll jetzt nicht herzlos klingen, nur so wie es wohl ist. Wenn sie so massiv psychisch angegriffen ist, bräuchte sie ja ganz andere Hilfe als Informationen über das Sozialsystem. Wenn sie aber tatsächlich einen Neuanfang wagen möchte, wird das auch in ein paar Tagen noch möglich sein. Dann wird sie jetzt diese Geduld eben aufbringen müssen.
Ich und my little lovers of life (07/11, 07/14, 07/17 und 02/22)