Langes Stillen - Suche Austausch

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Lily90
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Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Lily90 »

Hallo ihr Lieben!

Ich schreibe hier, da ich auf der Suche nach Kontakten bin um mich auszutauschen. Unser Kind ist jetzt fast 4 Jahre alt und ja, wir stillen noch.
Sind hier Mamas die ebenfalls länger stillen als über die gefühlte "normale" Zeit?

Mit dem Thema wird hier in der Gegend nicht wahnsinnig offen umgegangen. Anfangs habe ich es noch angesprochen, selbst da, gab es nicht wahnsinnig viele Mütter die gestillt haben. Ich hab es bei den Eltern hier aufgegeben nach jemanden zu suchen bzw. überhaupt darüber zu sprechen. Und irgendwie fühl ich mich damit mittlerweile alleine, da mir ja doch immer mal etwas durch den Kopf geht. Ich möchte jetzt nicht mit dem Kinderarzt/ Familie anfangen :wink: Es ist ja eigentlich auch nur ein Thema der eigenen Familie und doch hab ich ab und an das Bedürfnis mich austauschen zu können, wie andere damit leben. Stillgruppen gibt es hier zwar, aber die Kinder sind viel jünger.

Ich würde mich über Antworten von euch freuen!

Viele liebe Grüße
Laramie
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Laramie »

Hallo!

Ich stille mein Kind erst 22 Monate aber spüre schon viel Widerstand innerhalb der eigenen Famile, so dass es mir immer schwerer fällt. Daher wollte ich dir einfach sagen, dass ich es toll finde, dass du immer noch stillst, obwohl du selbst sagst, dass in deiner Gegend nicht sehr offen mit dem Thema umgegangen wird! Ich tausche mich gerne mit dir aus, aber vermutlich bist du auf der Suche nach gleichgesinnten die schon wesentlich länger stillen :)

Liebe Grüße
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Valeska
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Valeska »

Ich hab meine Große bis zum vierten Geburtstag gestillt und muss ehrlich sagen, dass ich da nicht mehr wirklich Bedarf an Austausch hatte 😅 Worüber würdest du denn reden wollen?
Ich hab mindestens das letzte Jahr nur noch so 1x täglich abends gestillt und es gab eigentlich nie einen Grund, darüber zu reden. Ich hab halt entschieden, was für mich passt und hätte das auch nicht mit sonstwem diskutieren wollen. Besprochen hab ich es vielleicht noch mit meinem Mann, als es um Dinge wie nachts Abstillen ging, schließlich war er da ja auch irgendwie betroffen.

Meine Familie wusste es, da kamen aber eh nie doofe Kommentare. Im Kindergarten z.B. wusste es vermutlich niemand, weil ich nie Anlass hatte, darüber zu reden. Wobei ich keine Ahnung hab, vielleicht hat das Kind ja davon erzählt. Wenn, dann wurde ich aber nie drauf angesprochen. 🤔 Beim Kinderarzt war es nach dem zweiten Lebensjahr glaub nie wieder Thema. Was meine damalige Gyn angeht, hatte ich das Kind schon mit 1,5 abgestillt, weil die mich sonst damals nicht gegen Corona geimpft hätte 😜. Meiner Hebi in der zweiten Schwangerschaft hab ich es erzählt, aber da war das kind ja auch "erst" zweieinhalb und die Hebi hat das ganz selbstverständlich hingenommen (obwohl selbst so Alterklasse ca. 50).
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Valeska
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Valeska »

Hier im Forum gibt es noch Bereiche, die du wohl noch nicht siehst, wo sich Mütter mit größeren Stillkindern tummeln ;-)
Valeska mit Adventkind 2019 und Spätsommerkind 2022

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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Schnecke106 »

Ich habe die Große bis 2,5 Jahre gestillt, dann abgestillt, weil ich wieder schwanger war und es meinem Gyn wegen Vorgeschichte zu heikel war. Rumpelwicht habe ich dann bis 3,5 Jahre gestillt, dann hat er sich leider urplötzlich abgestillt.

Gelegentlich habe ich mit Freundinnen gesprochen, die Ärzte, die es wussten (Kinderärztin, Frauenarzt, Hausärztin) haben es kommentarlos zur Kenntnis genommen und eigentlich nichts dazu gesagt und wenn dann sehr neutral, ich habe das zum Glück also durchweg positiv erlebt.

Familie wusste es auch und hat sich nicht negativ geäußert, allenfalls die erweiterte Familie, wenn es doch mal zur Sprache kam, dann aber von der Generation 65+.
Muggel (August 2015)
Rumpelwicht (Mai 2019)

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Lily90
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Lily90 »

Vielen lieben Dank, für eure Antworten.

Valeska -
Ja im Grunde geht es mir nicht groß anders. Wie schon geschrieben, es ist ein Thema der Familie. Was mich mittlerweile einfach beschäftigt bzw. was ich als etwas schwierig empfand, war das Gespräch mit unserem Arzt. Ich hab mich bisher nicht wahnsinnig verunsichern lassen, ob im Krankenhaus, Familie, Freunde usw. warum auch?! Haben halt unser Ding gemacht, obwohl ich schon manchmal dachte ich bin im verkehrten Film. Ich durfte mir einen Vortrag von ihm anhören, dass ich sie abhängig von mir mache, die Kinder sobald sie Zähne haben nicht mehr stillen müssen, warum ich das tu, ich soll ihr doch anders die Nähe geben - sie wird nie aufhören, wenn ich es nicht beende, es wäre ja schön...wieso solle sie damit aufhören, sie soll doch selbstständig werden oder nicht?! Jetzt spricht sie noch nicht viel, ist sehr schlank, relativ klein (ich war als Kind genauso) und ist halt ziemlich anhänglich. Es kommt mir so vor als ob sie mir die Schuld daran geben, dass sie so ist wie sie eben ist und schieben das größtenteils auf das Stillen. Es wäre nicht normal. Ich hab mich das erste mal irgendwie total angegriffen gefühlt. Ich weis nicht warum mir das so nahe ging, hab ich doch alle immer reden lassen. Aber wie du schreibst, gab es bei dir nicht solche "Probleme".
Genau. Ich glaube um die Gruppen zu sehen und reinzukommen, brauch ich 100 Beiträge? War es nicht so?!

Laramie -
Danke! Ich freu mich trotzdem über deine Rückmeldung und Antwort. Nein kein Problem, falls dich etwas in die Richtung beschäftigt, können wir gerne darüber schreiben, falls du magst. Ich hatte auch Phasen bis jetzt, die nicht so ganz einfach waren - auch durch andere und hätte mir einfach gewünscht zu hören, dass es anderen Müttern auch so ähnlich geht die länger stillen. Die Phasen gingen meist vorbei, aber da waren sie ja trotzdem manchmal.

Viele liebe Grüße
kjoi
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von kjoi »

Ich habe unser 2. Kind bis 3,5 Jahre gestillt, dann war ich schwanger und habe abgestillt. Unser 3. Kind habe ich dann noch länger gestillt. Ich weiß nicht mehr wie lange, aber vermutlich bis 5,5 Jahre oder so. Mich hat es nie gestört, irgendwie war es einfach so und dann habe ich aber abgestillt. Er spricht heute manchmal davon und möchte gerne nochmal nuckeln. Ich aber definitiv nicht mehr. 8) Aber er hat es als Nähe sehr genossen, wobei er kuscheln natürlich auch mag.

Ich hatte auch immer mal Momente, in denen mir das Stillen vorgeworfen wurde, auch im Kindergarten. Auf der anderen Seite wurde mir dann immer gesagt, wie toll meine Kinder auf andere eingehen können und so geduldig mit deren Bedürfnissen umgehen usw. Ich habe das auch - neben vielen anderen Dingen - darauf geschoben, dass ich auch mit dem Stillen ihr Bedürfnis erfüllen konnte und sie es eben auch erfahren haben, dass man auf sie achtet. Das geht natürlich durch viele andere Dinge auch! Aber den Jungs war stillen wirklich wichtig.
Unser 2. Kind war übrigens sehr anhänglich und brauchte viel Nähe und ihm das alles zu geben hat meiner Meinung nach dazu geführt, dass er heute so ein selbstbewusster Teeanger ist, der eben nicht mehr ängstlich ist, sondern sehr selbständig.
Ich finde eine Meinung anderer zum Stillen häufig übergriffig ehrlich gesagt. Stillen ist ein Weg unter vielen, dem Kind Selbstbewusstsein zu geben. Und wann Ihr aufhört, ist einfach eure Sache.
Ich bin Mama eines Mädchens (03/09) und zwei Jungen (06/11 und 08/15).
Norrsken
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Norrsken »

Lily90 hat geschrieben: 14.01.2025, 17:59 Vielen lieben Dank, für eure Antworten.

Valeska -
Ja im Grunde geht es mir nicht groß anders. Wie schon geschrieben, es ist ein Thema der Familie. Was mich mittlerweile einfach beschäftigt bzw. was ich als etwas schwierig empfand, war das Gespräch mit unserem Arzt. Ich hab mich bisher nicht wahnsinnig verunsichern lassen, ob im Krankenhaus, Familie, Freunde usw. warum auch?! Haben halt unser Ding gemacht, obwohl ich schon manchmal dachte ich bin im verkehrten Film. Ich durfte mir einen Vortrag von ihm anhören, dass ich sie abhängig von mir mache, die Kinder sobald sie Zähne haben nicht mehr stillen müssen, warum ich das tu, ich soll ihr doch anders die Nähe geben - sie wird nie aufhören, wenn ich es nicht beende, es wäre ja schön...wieso solle sie damit aufhören, sie soll doch selbstständig werden oder nicht?! Jetzt spricht sie noch nicht viel, ist sehr schlank, relativ klein (ich war als Kind genauso) und ist halt ziemlich anhänglich. Es kommt mir so vor als ob sie mir die Schuld daran geben, dass sie so ist wie sie eben ist und schieben das größtenteils auf das Stillen. Es wäre nicht normal. Ich hab mich das erste mal irgendwie total angegriffen gefühlt. Ich weis nicht warum mir das so nahe ging, hab ich doch alle immer reden lassen. Aber wie du schreibst, gab es bei dir nicht solche "Probleme".
Genau. Ich glaube um die Gruppen zu sehen und reinzukommen, brauch ich 100 Beiträge? War es nicht so?!

Laramie -
Danke! Ich freu mich trotzdem über deine Rückmeldung und Antwort. Nein kein Problem, falls dich etwas in die Richtung beschäftigt, können wir gerne darüber schreiben, falls du magst. Ich hatte auch Phasen bis jetzt, die nicht so ganz einfach waren - auch durch andere und hätte mir einfach gewünscht zu hören, dass es anderen Müttern auch so ähnlich geht die länger stillen. Die Phasen gingen meist vorbei, aber da waren sie ja trotzdem manchmal.

Viele liebe Grüße
Das mit dem abhängig machen ist ja ein sehr gängiges Vorurteil. Ich finde dazu den Artikel von Herbert Renz-Polster zum langen Stillen sehr empfehlenswert, hier der Link zur Kurzfassung: https://www.kinder-verstehen.de/meine-t ... rzfassung/

Vielleicht kannst du ihn deinem Kinderarzt mal empfehlen, wenn er wieder darauf rumreitet …

Kinder sind halt einfach unterschiedlich. Manche stillen mit großer Begeisterung bis ins Vorschulalter, bei anderen wird es schon früher von alleine uninteressant. Mein Kind ist z.B. mit 2,5 Jahren noch genauso stillbegeistert wie als Baby. Gleichzeitig ist es eher extrovertiert, nur selten anhänglich und laut Kita verfügt es für sein Alter über eine gute Selbstregulation (letzteres hat mich überrascht, denn zuhause wird bei jeden Frust Mamamilch verlangt 😅).
mit kleinem Erkunder (08/22) und Bauchbewohner (ET 03/26)
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Jamelek
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von Jamelek »

Ich habe Kind Klein bis kurz vor seinem 5. Geburtstag gestillt. Damals dann nur noch zum Einschlafen und 1 bis 2 Monate vorm 5. Geburtstag lief es dann von alleine aus. Bzw. erst war er so erkältet, dass er nicht stillen konnte und dann waren wir durch damit.
Für uns war es optimal so, er hat sich von alleine abgestillt, wie ich es mir gewünscht habe.
Ich glaube es hat zu diesem Zeitpunkt niemand mehr gewusst, dass wir noch stillen. Nicht, weil ich es geheim halten wollte, aber mit 2, 3 Jahren war ich dann schon hier der Alien als Stillmama und da das Stillen dann nur noch nachts stattfand ist wohl in meinem Umkreis jeder davon ausgegangen, dass ich mittlerweile abgestillt habe.
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erdbeerbrot
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Re: Langes Stillen - Suche Austausch

Beitrag von erdbeerbrot »

Der Kleine hat Ü3 noch relativ offen gestillt, also auch vor der Schwiegerfamilie oder auch mal kurz auf dem Spielplatz oder so. Kurz danach hat er sich aber abgestillt. Ich war wegen Arbeit 1,5Wochen oder so von ihm getrennt, danach hat er noch so nen Monat oder so gestillt und dann das Interesse verloren. Er meinte auch, dass er sich nicht mehr daran erinnert. Ich weiß aber ehrlich gesagt auch schon nicht mehr, ob ich davor das stillen begrenzt hatte. Nachts hatte ich auf jeden Fall so ein halbes Jahr davor abgestillt. Ob er noch einschlafstillen durfte, weiß ich auch gerade nicht mehr :oops:

Den Großen hatte ich mit ca 3 abgestillt, weil es mir unangenehm wurde und mit dem Tandemstillen auch einfach viel. Danach durfte er dann ab und zu ausnahmsweise nochmal. Er redet ab und zu noch übers Stillen und würde es auch noch probieren wollen, aber ich hab da keinen Bedarf mehr.
Mit 12/2017 und 06/2020
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