Das ganze nicht als Frage zu formulieren ist ein guter Hinweis, klappt allerdings nur selten bei uns. Regelmäßig heißt es "ich putze mir nicht die Zähne!!!!" und meine Antwort geht eigentlich immer in die Richtung "ich verstehe, dass du da manchmal keine Lust dazu hast. Aber es muss leider sein, da gibt es keine Alternative. Zähneputzen gehört einfach dazu.". Ok, es gibt manchmal Spielraum mit dem Zeitpunkt, weswegen das Kind vielleicht verwirrt ist. Aber dasselbe beim Händewaschen, wenn man von draußen reinkommt. Absolut kein Verhandlungsspielraum, es wird erst gespielt/gegessen, wenn das erledigt ist. Trotzdem regelmäßige Rebellion inkl dramatischen Wutanfällen. Auch im Bereich des "Gewöhnlichen"?
In der Vorschau lese ich, beeilen und dann eventuell für was schönes Zeit haben. Klappt hier nie! Das hab ich immer darauf geschoben, dass das Zeitverständnis noch nicht da ist. Beispiel: Kind mag sich morgens nicht umziehen. Ich versuche den alten "wer zuerst umgezogen ist hat gewonnen" Trick. Zieht manchmal. Oft ist es dann aber einfach so, dass das Kind trotzdem keine Lust hat. Ich bei der Hälfte dann sage "Schau mal, ich bin bald fertig. Wenn du gewinnen willst, dann fang besser schonmal an dich umzuziehen". Irgendwann habe ich dann gewonnen und dann geht der Frust los: "Aber ICH wollte gewinnen!!! Heul brüll heul!"

Analog dann für "Wenn wir uns schnell umziehen schaffen wir noch eine Runde xy Spiel" - allgemeines Getrödel und Verweigerung, teilweise trotz Hilfsangeboten unsererseits - und dann große Aufregung, wenn es das Spiel dann nicht mehr gibt, weil zu spät. Und das obwohl er die Uhrzeiger schon ganz gut zuordnen kann und weiß, wann wir zur Kita aufbrechen müssen.
FloppyDisc, jaaaa, das war / ist wohl unser großer Fehler. Man meint es gut und versucht an schweren Tagen besonders auf die Wünsche des Kindes einzugehen, aber das dann wieder abzubrechnen ist quasi unmöglich.. Würde mich nicht wundern, wenn ich morgen eine Diskussion a la "Aber ich will noch ein Buch!!!!" Bekomme

kann ich dann aber irgendwie besser einordnen, wenn ich weiß, dass ich es verbockt habe.