besonders langes Langzeitstillen
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Baumfrau
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besonders langes Langzeitstillen
Hallo ihr Lieben!
Mich würde mal interessieren, ob hier auch Mamis unterwegs sind, die zu den "längeren Langzeitstillenden" gehören oder gehörthaben.
Die WHO empfiehlt ja zwei Jahre zu stillen. Seid ihr auf gutem Wege dahin, oder schon drüber hinaus?
Wie empfindet ihr die sich immer wieder ändernde Stillbeziehung?
Wie ist/war das Stillen in der Trotzphase?
Alles Liebe von der Baumfrau
Mich würde mal interessieren, ob hier auch Mamis unterwegs sind, die zu den "längeren Langzeitstillenden" gehören oder gehörthaben.
Die WHO empfiehlt ja zwei Jahre zu stillen. Seid ihr auf gutem Wege dahin, oder schon drüber hinaus?
Wie empfindet ihr die sich immer wieder ändernde Stillbeziehung?
Wie ist/war das Stillen in der Trotzphase?
Alles Liebe von der Baumfrau
Sternenkind 01/2015
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: besonders langes Langzeitstillen
Liebe Baumfrau,
die WHO empfiehlt 2 Jahre stillen und darüber hinaus, so lange Mutter und Kind es wünschen. Die 2 Jahre sind also die empfohlene Mindestdauer. Die meisten Kinder stillen sich zwischen 2 und 7 Jahren selbst ab, wenn sie nicht (un)bewusst vorher abgestillt werden.
Der Begriff Langzeitstillen ist nicht wirklich festgelegt. Oft wird er ab dem 2. Geburtstag verwendet, da sich nur sehr wenige Kinder vorher selbst abstillen.
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
die WHO empfiehlt 2 Jahre stillen und darüber hinaus, so lange Mutter und Kind es wünschen. Die 2 Jahre sind also die empfohlene Mindestdauer. Die meisten Kinder stillen sich zwischen 2 und 7 Jahren selbst ab, wenn sie nicht (un)bewusst vorher abgestillt werden.
Der Begriff Langzeitstillen ist nicht wirklich festgelegt. Oft wird er ab dem 2. Geburtstag verwendet, da sich nur sehr wenige Kinder vorher selbst abstillen.
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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- Teazer
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Re: besonders langes Langzeitstillen
Der Begriff Langzeitstillen (LZS) ist eigentlich irreführend, da er suggeriert, dass länger als "normal" gestillt wird. Tatsächlich praktizieren in Westeuropa und Nordamerika viele Kurzzeitstillen, da früher von Seiten der Mutter abgestillt wird. Dazu gehört nicht nur das bewusste, aktive Abstillen, sondern auch das oft unbewusste durch Schnullergabe, Gabe von Flüssigkeiten und hohen Beikostmengen.
Sprachlich zeigt das Wort LZS also eher unsere gesellschaftliche Norm und nicht die biologische Realität. Von daher gibt es tatsächlich weder normales oder "besonders langes" LZS, sondern nur eine Stillzeit, die entweder von der Mutter oder dem Kind beendet wird.
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Sprachlich zeigt das Wort LZS also eher unsere gesellschaftliche Norm und nicht die biologische Realität. Von daher gibt es tatsächlich weder normales oder "besonders langes" LZS, sondern nur eine Stillzeit, die entweder von der Mutter oder dem Kind beendet wird.
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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- Linda89
- Power-SuTler
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- Wohnort: Mühltal bei Darmstadt
Re: besonders langes Langzeitstillen
Hihi, ich dachte beim Titel auch eher, dass du nach leiten fragst, die Schulkinder stillen [emoji38]
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Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
- Linda89
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Re: besonders langes Langzeitstillen
Leiten = Leuten
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Donnerkind
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1011
- Registriert: 06.05.2013, 20:24
Re: besonders langes Langzeitstillen
Wahrscheinlich meinst Du so jemanden wie mich.
Die Große wurde nicht ganz vier Jahre gestillt (zum Schluss mit Stillabständen von ein oder zwei Wochen, da nur am WE morgens), die Mittlere gut 3 Jahre und der Kleine wird demnächst 3 und trinkt noch nachts und teilweise abends bei mir.
Ich für mich ganz persönlich kann behaupten, dass ich die Stillbeziehungen immer unkomplizierter fand, je älter das Kind wurde.
Was das Stillen mit der Trotzphase zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht so ganz. Meinst Du dass Kind gestillt werden möchte, die Mutter das aber gerade nicht mag und die Situation dann schwierig werden kann? Da versuche ich es dann entweder mit Ablenken (klappt aber nicht lange, Kind ist ja nicht vergesslich) und stille das Kind dann doch (aber nur, wenn ich nicht vorher gesagt habe, dass jetzt auf keinen Fall gestillt wird) oder zieh meine "Weigerung" mittlerweile dann wirklich durch. Wenn er gesund ist, braucht er nachmittags nicht mehr auf der Couch gestillt zu werden. Punkt. Aus. Neulich bei mehreren Tagen Durchfall hab ich ihn natürlich gestillt. Wird ihm nur gut getan haben.
Heute morgen war ich mal wieder sehr dankbar, dass er noch ein Stillkind ist (und mein Mann fand das wohl auch nicht verkehrt): Er wachte um kurz nach 5 auf, war auch schon recht munter, ich stillte ihn - und wir schliefen beide noch mal zwei Stunden. Ohne Stillen wäre das nicht gegangen.
Die Große wurde nicht ganz vier Jahre gestillt (zum Schluss mit Stillabständen von ein oder zwei Wochen, da nur am WE morgens), die Mittlere gut 3 Jahre und der Kleine wird demnächst 3 und trinkt noch nachts und teilweise abends bei mir.
Ich für mich ganz persönlich kann behaupten, dass ich die Stillbeziehungen immer unkomplizierter fand, je älter das Kind wurde.
Was das Stillen mit der Trotzphase zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht so ganz. Meinst Du dass Kind gestillt werden möchte, die Mutter das aber gerade nicht mag und die Situation dann schwierig werden kann? Da versuche ich es dann entweder mit Ablenken (klappt aber nicht lange, Kind ist ja nicht vergesslich) und stille das Kind dann doch (aber nur, wenn ich nicht vorher gesagt habe, dass jetzt auf keinen Fall gestillt wird) oder zieh meine "Weigerung" mittlerweile dann wirklich durch. Wenn er gesund ist, braucht er nachmittags nicht mehr auf der Couch gestillt zu werden. Punkt. Aus. Neulich bei mehreren Tagen Durchfall hab ich ihn natürlich gestillt. Wird ihm nur gut getan haben.
Heute morgen war ich mal wieder sehr dankbar, dass er noch ein Stillkind ist (und mein Mann fand das wohl auch nicht verkehrt): Er wachte um kurz nach 5 auf, war auch schon recht munter, ich stillte ihn - und wir schliefen beide noch mal zwei Stunden. Ohne Stillen wäre das nicht gegangen.
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
-
Baumfrau
- gut eingelebt
- Beiträge: 24
- Registriert: 03.06.2015, 21:52
Re: besonders langes Langzeitstillen
@ Teazer: Danke für deine Ausführungen! Ich hatte bei der Wahl meines Titels tatsächlich eher die gesellschaftliche Norm im Kopf, da mir diese im Alltag ausschließlich begegnet. Das hier im Forum offenbar eine andere Norm vorherrscht freut mich sehr!! Anderorts werde ich als Mutter, die ihr Kind nach einem Jahr noch viel stillt wohl bereits als "Langzeitstillende" betrachtet...

Bei meiner einjährigen Tochter ist es momentan manchmal so, dass sie anfängt rumzuturnen beim Stillen, was mir unangenehm ist, weshalb ich sie dann abdocke. Für sie bedeutet das offensichtlich die gemeinste "Bestrafung", denn sie macht dann ein unglaubliches Theater. Ich erkläre ihr dann meist, dass ich es nicht mag, wenn sie beim Stillen aufsteht oder ähnliches und lasse sie wieder weitertrinken. Wenn sie dann weitermacht, dann lasse ich sie erst einmal nicht mehr an die Brust.
Das beruhigt mich zu lesen, dass du es eher unkomplizierter fandest und findest, mit etwas älteren Kindern! Zumidest abends, wenn meine Kleine schon müde ist, aber noch zu unruhig zum einschlafen, scheint es mir gerade eher etwas schwieriger als davor.
Ich habe dann mal weiterphantasiert, dass sich der Unmut meiner Kleinen möglicherweise noch viel mehr steigern wird, wenn sich ihr Wille noch weiter entwickelt, was doch in den sogenannten Trotzphasen der Fall ist...
Ich finde es aber auch einfach interessant weitere Ausführungen von Langzeitstillenden zu lesen, weil ich selbst vor habe noch lange zu stillen, aber niemanden in meinem Umfeld kenne, der das auch so macht oder gemacht hat.
Ja genau, vielen Damk für deine Antwort!Donnerkind hat geschrieben:Wahrscheinlich meinst Du so jemanden wie mich.
Ja, auch hier war meine Frage so gemeint, wie du sie verstanden hast!Donnerkind hat geschrieben: Was das Stillen mit der Trotzphase zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht so ganz. Meinst Du dass Kind gestillt werden möchte, die Mutter das aber gerade nicht mag und die Situation dann schwierig werden kann? Da versuche ich es dann entweder mit Ablenken (klappt aber nicht lange, Kind ist ja nicht vergesslich) und stille das Kind dann doch (aber nur, wenn ich nicht vorher gesagt habe, dass jetzt auf keinen Fall gestillt wird) oder zieh meine "Weigerung" mittlerweile dann wirklich durch. Wenn er gesund ist, braucht er nachmittags nicht mehr auf der Couch gestillt zu werden. Punkt. Aus.
Bei meiner einjährigen Tochter ist es momentan manchmal so, dass sie anfängt rumzuturnen beim Stillen, was mir unangenehm ist, weshalb ich sie dann abdocke. Für sie bedeutet das offensichtlich die gemeinste "Bestrafung", denn sie macht dann ein unglaubliches Theater. Ich erkläre ihr dann meist, dass ich es nicht mag, wenn sie beim Stillen aufsteht oder ähnliches und lasse sie wieder weitertrinken. Wenn sie dann weitermacht, dann lasse ich sie erst einmal nicht mehr an die Brust.
Das beruhigt mich zu lesen, dass du es eher unkomplizierter fandest und findest, mit etwas älteren Kindern! Zumidest abends, wenn meine Kleine schon müde ist, aber noch zu unruhig zum einschlafen, scheint es mir gerade eher etwas schwieriger als davor.
Ich habe dann mal weiterphantasiert, dass sich der Unmut meiner Kleinen möglicherweise noch viel mehr steigern wird, wenn sich ihr Wille noch weiter entwickelt, was doch in den sogenannten Trotzphasen der Fall ist...
Ich finde es aber auch einfach interessant weitere Ausführungen von Langzeitstillenden zu lesen, weil ich selbst vor habe noch lange zu stillen, aber niemanden in meinem Umfeld kenne, der das auch so macht oder gemacht hat.
Sternenkind 01/2015
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luna24
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 03.02.2010, 22:42
Re: besonders langes Langzeitstillen
Ich habe vier Jahre gestillt und fand es wirklich unkompliziert. Letzten Endes ist es ein Teil der Beziehung wie andere auch und ich fand es definitiv leichter mit meinem Sohn in Sachen Stillen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen als wenn es um Gummibärchen im Supermarkt oder die zweite/dritte Kugel Eis oder ähnliches ging.
- Morgaine47
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3740
- Registriert: 04.11.2010, 22:40
- Wohnort: Zwischen Sinsheim und Mosbach
Re: besonders langes Langzeitstillen
Es gibt immer mal wieder anstrengende Phasen. Aber die wären sicher auch ohne Stillen anstrengend, das würde sich nur anders äußern.
Kurz vom Handy
Kurz vom Handy
LG
Morgaine
Große Tochter *17.09.2007
Kleiner Sohn *14.08.2010
Minimädchen *06.06.2014
Live long and prosper - ClauWi-Trageberaterin (GK Mai 2011 & MK Juni 2012)
Morgaine
Große Tochter *17.09.2007
Kleiner Sohn *14.08.2010
Minimädchen *06.06.2014
Live long and prosper - ClauWi-Trageberaterin (GK Mai 2011 & MK Juni 2012)
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Lösche Benutzer 6191
Re: besonders langes Langzeitstillen
Ich gehör hier auch her
Der Mittlere darf seit - ich weiß gar nicht genau...nicht ganz einem Jahr? nicht mehr. Weil es mir zu viel wurde. Also Stillte er bis ca. 5,5 Jahre und würde es noch heute. Fragt gelegentlich danach und sagt, er wolle wieder stillen, wenn das neue Baby da sei...aber ich glaube nicht, dass ich das erlauben werde. Hochstens vielleicht mal, wenn ich gleich explodiere
Der Kleine wird in ein paar Tagen 3 und könnte gut ohne. War auch Anfang der Schwangerschaft kurz abgestillt, aber es ist ihm wichtig. Und ich finds nicht schlimm oder schlecht oder so. Er wird also noch ne Weile dürfen.
Meine Kinder sind glaub einfach so
Und ich geh offen mit dem Thema um. Finds nicht schlimm oder so. Und ich hatte zumindest offen mir ins Gesicht, noch keine negativen Kommentare.
Der Mittlere darf seit - ich weiß gar nicht genau...nicht ganz einem Jahr? nicht mehr. Weil es mir zu viel wurde. Also Stillte er bis ca. 5,5 Jahre und würde es noch heute. Fragt gelegentlich danach und sagt, er wolle wieder stillen, wenn das neue Baby da sei...aber ich glaube nicht, dass ich das erlauben werde. Hochstens vielleicht mal, wenn ich gleich explodiere
Der Kleine wird in ein paar Tagen 3 und könnte gut ohne. War auch Anfang der Schwangerschaft kurz abgestillt, aber es ist ihm wichtig. Und ich finds nicht schlimm oder schlecht oder so. Er wird also noch ne Weile dürfen.
Meine Kinder sind glaub einfach so
Und ich geh offen mit dem Thema um. Finds nicht schlimm oder so. Und ich hatte zumindest offen mir ins Gesicht, noch keine negativen Kommentare.