Hallo jaloca,
ich komme mal aus der Mitleseecke und gebe meinen Senf dazu - vielleicht ist ja was dabei, was für Dich/Euch anwendbar ist. Habe auch gerade gesehen, dass unsere Zwerge nur zwei Wochen auseinander sind
Was Babysitten angeht: Ich hab das die Tage auch zweimal probiert, es ging beide Male tierisch in die Hose. Ich musste zweimal zum Zahnarzt (jeweils ca eineinhalb Stunden), in der Zeit hat eine gute Freundin, die meinen Kleinen seit Geburt regelmäßig sieht, ihn bei uns zuhause betreut. Beide Male hat er fürchterlich geweint und hat sich auch nicht beruhigen lassen, sondern ist dann quasi k.o. gegangen - ganz fürchterlich. Im Nachhinein würde ich einiges anders machen - zb, wie oben auch schon geschrieben wurde, die beiden wirklich "eingewöhnen", indem sie schrittweise immer mehr Zeit allein miteinander verbringen, mit mir in Rufbereitschaft. So haben wir das jetzt auch bei den Großeltern gemacht (undogmatisch, hat sich einfach so ergeben) - und das funktioniert gut.
Zu der Sache mit dem "Repertoire"...das finde ich auch wichtig. Ist ja wirklich so, dass jeder sich seine eigenen Beruhigungsstrategien erarbeiten muss. Haben Deine Eltern denn eine Methode, dein Mädchen zum einschlafen zu bringen - also irgendetwas, das zuverlässig funktioniert? Bei meinem Freund ist das zB die Federwiege, er trägt zwar manchmal auch, aber eher, wenns gar nicht anders geht

Ihr habt ja auch was in der Art, eine Hängematte, richtig? Habt ihr mal versucht, sie mit Bespaßung daran zu gewöhnen? Also nicht erst, wenns schon brennt, sondern wenn sie gute Laune hat? Ich hab am Anfang den Fehler gemacht, den kleinen Mann reinzulegen, wenn er schon am Weinen war - nach kurzer Zeit mochte er sie dann nicht mehr. Wir haben das dann eine Zeitlang ganz gelassen (bestimmt einen Monat lang oder so) und ihn dann immer mal wieder reingelegt, wenn er gut gelaunt war und, was für ihn wichtig war, ihn dabei bespaßt...also was erzählt, vorgesungen etc. - gerne auch im Takt der Wippe

Inzwischen liebt er sie, und sie ist als Schlafmittel unverzichtbar geworden - zb wenn beim Stillen nicht funktioniert, was in letzter Zeit immer öfter der Fall ist.
Was mir zum Thema "Repertoire" noch eingefallen ist: Machen Dein Mann und euer Kind einen Kurs zusammen? Ich könnte mir vorstellen, dass das einiges an Input gibt

...mir selbst fällt auch immer wieder auf, wie "eingefahren" ich in meinen Beruhigungs-/Bespaßungsmethoden bin...muss mich selbst oft daran erinnern, dass Stillen kein Allheilmittel ist - sprich: Ablenken/Bespaßung funktioniert hier inzwischen meist genausogut, wenn nicht sogar besser.
Ach ja, noch zur Betreuung...ich persönlich würde auf jeden Fall den Schnuller dalassen. Selbst wenn er sonst nicht genutzt wird (ist bei uns auch so, Schnuller ist absolutes Notfallprogramm und auch nur für die Situationen, wo Stillen nicht geht) - bei meiner Freundin wurde er dann doch genommen. Finds auch den Betreuungspersonen gegenüber fairer - die haben schließlich keine Brust

(vielleicht würde noch das Brusternährungsset aus "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" in Frage kommen

)
Und, schlussendlich, zum Brei: Gemüse funktioniert hier auch nicht gut. Seitdem gibts eigentlich nur noch Obst-Getreide-Brei in Variationen, meistens Apfel oder Birne in Kombi mit irgendwas anderem (Kürbis ging gut, Karotte auch). Gemüsebrei gibts zwar auch, aber ich geh nicht mehr davon aus, dass er das auch isst

Ajo, und zur eingefrorenen MuMi: Ich hab selbst nie abgepumpt, mein "Vorrat" beträgt also exakt null ml...

mach Dir darüber keinen Kopf, für den Brei ist die ja nur optional, nicht zwingend notwendig.
So, mehr fällt mir nicht ein - ist eh lang genug geworden
Ah, doch, eins noch: Du schreibst, dass Deine Kleine den Mund beim Essen nicht richtig aufmacht. Habt ihr irgendwas, was sie richtig lecker findet? Dann würde ich das Mundaufmachen damit "trainieren" - sprich, mit dem Löffel vor dem Mund warten, bis sie ihn richtig aufmacht, und dann erst rein damit.
Jetzt ist aber wirklich Schluss

Liebe Grüße und sorry für den Roman!!