Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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DieKleineMausIstAusDemHaus14
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von DieKleineMausIstAusDemHaus14 »

Hallo,

vielen dank für eure lieben Worte! Heute Abend hat sie zum ersten Mal ein bisschen Vollkorngrießbrei gegessen. Natürlich nur bei Papa. Mir grauts vor Montag, wenn Papa wieder arbeiten geht.
Aber naja. Flüssigkeiten bekommen wir schlecht in sie rein. Das ist das Peoblem. Sie schlabbert wie ein Hund aus Gläsern, aber das wars auch schon. :mrgreen:
Wirklich viel landet dabwi nicht im Mund. Vllt 10 ml pro Mahlzeit. Dann will sie die Brust...
Aber gut. Es wird. Ich lasse sie nicht verhungern, weil sie ohnehin nicht nehr auf 4 nasse Windeln täglich kommt und höchstens noch 50 g pro Woche zunimmt.
Aber wir intensivieren all unsere Bemühungen und hoffen, dass wir bald abstillen können.
Unsere Zeit ist wohl einfach gekommen. :(
Ich bin stolz dass ich mein wundervolles Baby 7 Monate lang fast vollstillen konnte.
Aber ich will sie auch nicht unnötig belasten. Sie soll endlich besser zunehmen und ohne Weinen wieder auf dem Bauch liegen können.
Am meisten wird es mir fehlen, wie sie mich beim Stillen immer angeschaut hat und dann manchmal, wenn ich gelächelt hab, so lachen musste, dass ihr die Brust aus dem Mund fiel.
Fertig macht es mich, sie nicht mehr dran zu lassen, ich hab solche Angst, dass sie denkt ich hab sie nicht mehr so lieb, oder dass sie irgendetwas falsch gemacht hat und dafür bestraft wird. Das mscht mich total fertig. :roll:

Liebe Grüße und danke!
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tania
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von tania »

aber entschuldige, dass ich nochmal nachfrage: das ist wirklich einwandfrei diagnostiziert? ich hab ehrlich gesagt noch nie von einem fall gehoert, wo ein laktoseintolerantes baby SIEBEN MONATE von muttermilch gelebt hat. das ist ja normalerweise nach den ersten wenigen tagen diagnostiziert.

ich persoenlich wuerde auf hieb- und stichfester diagnose bestehen (und einem zufreidenstellenden ernaehrungsplan) ehe ich abstille.
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deidamaus
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von deidamaus »

tania hat geschrieben:aber entschuldige, dass ich nochmal nachfrage: das ist wirklich einwandfrei diagnostiziert? ich hab ehrlich gesagt noch nie von einem fall gehoert, wo ein laktoseintolerantes baby SIEBEN MONATE von muttermilch gelebt hat. das ist ja normalerweise nach den ersten wenigen tagen diagnostiziert.

ich persoenlich wuerde auf hieb- und stichfester diagnose bestehen (und einem zufreidenstellenden ernaehrungsplan) ehe ich abstille.
Das kann ich unterschreiben. Von Geburt an laktoseintolerante Babys überlebenden meist ohne Spezialnahrung nicht, da sie so massive Durchfälle bekommen, dass sie dehydrieren.

Ein Gentest auf LI kann nämlich auch bei normaler LI gemacht werden, d.h. die LI bricht irgendwann im Laufe des Lebens aus, ist aber als Baby noch nicht da. Das ist z.B. bei mir der Fall. Und ich vertrage heutzutage auch null Laktose.

Und 50g Zunahme die Woche ist normal für ein 7 Monate altes Baby. Die durchschnittliche wöchentliche Zunahme sollte im 6-12ten Lebensmonat 40-110g betragen.

Da würde ich nochmal nachforschen und nach den genauen Gentestergebnissen fragen.
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DieKleineMausIstAusDemHaus14
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von DieKleineMausIstAusDemHaus14 »

Hallo,

mhh....der Gen-Test zeigt natürlich nur, ob man die genetische Veranlagung hat, LI zu bekommen.
Man unterteilt hier grundsätzlich in 3 mögliche Befunde:
LCT-13910 TT : kein Hinweis auf genetische LI ( ca 40% der Bevölkerung)
LCT-13910 TC : kein Hinweis auf genetische LI ( ca 45% der Bevölkerung)
LCT-13910 CC : HINWEIS - genetische Veranlagung für LI ( ca 15 % der Bevölkerung)
Dass das nichts darüber aussagt, ob das akut für Probleme bei Hannah Lea sorgt, ist mir klar.
Dennoch habe ich nun beim Füttern des Abendbreis (es klappt :D ) gemerkt, dass sie beim Anrühren mit laktosefreier Milch danach nicht krampft, weint, pupst und rülpst.
Es ist wirklich auffällig.
Und das ist immerhin Vollkorngriesbrei von Frau Holle, wo man ja annehmen sollte, dass eine solche "umstellung" eher Probleme macht als die bekannte Muttermilch.
Es bleibt nur noch die Möglichkeit, dass Hannah Lea aufgrund eines unreifen Darms (das haben Kleinkinder auch sehr oft) vorübergehend im ersten Lebensjahr Probleme mit Laktose hat und dies nochmal vorüber geht, bevor es dann irgendwann entgültig zurückkommt.
Aber vorübergehend abzustillen und dann wieder zu beginnen... :|
Ich lag die ganze Nacht wach und überlegte. Ich hab mich für Folgendes entschieden:
Ich werde das Stillen reduzieren und schauen, ob nur abends/nachts und morgens tillen vllt. klappt. Mittags und Nachmittags würde ich versuchen so schnell wie mgl völlig zu ersetzen. Mal sehen, ob und wie sehr ihr das hilft.
Bzgl. Zunehmen/Abnehmen: Hannah Leas Kurve geht in ihrem Pass schon radikal nach unten von wohlgenährt auf untergewichtig.
Sie wiegt jetzt mit fast 8 Monaten 6200 g.
Auch an Länge hat sie eingebüßt. Als sehr großes Kind hatte sie natürlich Vorsprung, abe rist nun schon länger 70 cm groß, was langsam wieder "normal" ist.
Eine "Gedeihstörung" liegt also schon vor.
Aber ich denke so ist es für mich ok. Sollte es ihr nicht besser gehen mit meinem Plan, werde ich wohl völlig abstillen müssen und dann auch Spezialnahrung kaufen müssen, denn es ist ein Unterschied, ob man den Brei mit Kuhmilch anrührt (das soll man ja jetzt mal wieder so machen ab 6 Monaten), oder ALLES mit Kuhmilch gibt (angenommen man stillt voll ab).
Da stimme ich euch zu und bin auch nicht einversanden mit der Meinung meines Kinderarztes.
sonst ist er aber ein sehr guter arzt. Warum das spät diagnostiziert wurde?
Er ist sehr fürs Stillen und meinte "An irgendwas in der MuMi kanns nicht liegen." und "sie ist eben ein zierliches Kind." Ich wollte genau das auch hören.
Das war unser Fehler. :?
Ich danke euch sehr für eure Anteilnahme.

Liebe Grüße

dieKleineMaus
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deidamaus
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von deidamaus »

Zwei Gedanken von mir:
- Mach doch mal den Abendbrei mit Mumi.
- Magst du mal die Gewichtsdaten hier Posten?

Ich finde deinen Plan gut. Vielleicht geht es ihr ja damit besser.

Liebe Grüße
Deidamaus
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von Linda89 »

Ich hätte noch einen völlig durchgeknallten Vorschlag, falls sowas geht: Kann man Abstilltabletten (so wie wenn man direkt nach der Geburt gar nicht stillen will) nehmen, wenn man schon angestillt hat? Dann könntest du "Abstillen" und mit dem Brusternährungsset Spezialnahrung füttern.

Ist nur eine Idee und wahrscheinlich viel zu durchgeknallt... Auf jeden Fall möchte ich dir einen Drücker dalassen, wenn das okay ist!
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von deidamaus »

Linda89 hat geschrieben:Ich hätte noch einen völlig durchgeknallten Vorschlag, falls sowas geht: Kann man Abstilltabletten (so wie wenn man direkt nach der Geburt gar nicht stillen will) nehmen, wenn man schon angestillt hat? Dann könntest du "Abstillen" und mit dem Brusternährungsset Spezialnahrung füttern.
Das klappt leider nicht. Das Saugen an der Brust führt dann unweigerlich dazu, dass Milch gebildet wird.
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von stoffifan »

DieKleineMausIstAusDemHaus14 hat geschrieben:
Sie wiegt jetzt mit fast 8 Monaten 6200 g.
Auch an Länge hat sie eingebüßt. Als sehr großes Kind hatte sie natürlich Vorsprung, abe rist nun schon länger 70 cm groß, was langsam wieder "normal" ist.
Das hört sich ja alles nicht so toll an bei euch und ich möchte dir auch einen Drückdr da lassen. Aber ich würde in dem Alter nicht unbedingt sofort von einer Gedeihstörung ausgehen.

Mag sein, dass die Tendenz gewichts- und größentechnisch nach unten zeigt, aber in dem Alter ist mein Zwerg auch nur in ganz extremen Wachstumsschüben gewachsen. Bei ihm ist dann mehrmals hintereinander über 5-6 Wochen wirklich nichts passiert um dann innerhalb von 1-2 Wochen mehrere Zentimeter zu wachsen und 500g zuzunehmen. Und von der Tendenz her kamen wir auch aus dem Bereich wohl genährt in den ersten Wochen bis auf die untere Perzentile bei den nächsten Us. Die Messungen bei den Us sind halt nur eine kurze Momentaufnahme und wenn sie zufällig kurz vor einem oder kurz hinter einem Wachstumsschub stattfinden, kann man nur schwer eine Tendenz erkennen. Dazu müsste man sehr regelmäßig messen. Nichtsdestotrotz muss natürlich geklärt werden ob eine Gedeihstörung vorliegt und ob sie durch Laktoseintoleranz ausgelöst wird.

Ich drücke die Daumen, dass ihr trotzdem noch weiter stillen könnt.
Lillemor
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von Lillemor »

Hm, aber die Idee mit dem BES Spezialnahrung zu füttern ist doch gut. Das Kind erhält dann nur einen Teil Bauchweh machende Mumi, wird satt und kann an der Brust sein. wäre das nicht wert, es auszuprobieren?
:4: Lillemor mit zwei Töchterchen (Sommer 2013 und Frühling 2017)
conil
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Re: Brauche dringend Hilfe-Tips zum zügigen Abstillen :(

Beitrag von conil »

Hallo,
Also ich bin keine Kinderärztin, habe aber Medizin studiert und war auch eine Zeit lang in der Gastroenterologie und habe Praktikum bei einem Kindergastroenterologen gemacht. Kurz, ich bin kein Profi, weiß aber in etwa wovon ich rede.
Die Symptome, die du schilderst passen nicht so richtig zu einer laktoseintoleranz. Laktose ist ein Zucker, der bei laktoseintoleranz (also beim fehlen des Enzyms laktase) nicht gespalten werden kann. Dadurch kann der Zucker nicht aufgenommen werden und "zieht" sich Wasser aus den darmzellen. Das sorgt für Durchfall. Verstopfung ist da eher ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz habt ihr offensichtlich ein Problem. Ihr braucht unbedingt einen vernünftigen Arzt. Einen Kindergastroenterologen. Den gibt es in größeren Kliniken. Oft auch in Praxen. Selbst eine weite Fahrt lohnt sich da. Die Ursache der Verstopfung wird man am ehesten durch eine Darmspiegelung bekommen.
Ich würde mir jetzt als allererstes eine weitere Meinung eines Kindergastroenterologen holen, bevor ich abstille. Auch Ärzte irren...
Da die Probleme mit dem Bauch erst nach Einführung der Beikost begonnen haben, tippe ich eher darauf, dass die Ursache da liegt...
L mit C 07/14, J 11/16 und H 06/20
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