Paleo Anybody? ;)
Moderator: britje
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Re: Paleo Anybody? ;)
Ich persönlich hänge mich überhaupt nicht an dem Begriff "Steinzeiternährung" auf. Es ist mir schnuppe. Wer weiß schon, was die alles so gegessen haben (manches will ich gar nicht wissen), das ist sicherlich auch einfach regional verschieden gewesen (und ich vermute, die haben keine Liegestütze gemacht
). Mir ist auch egal, ob sich das, was ich jetzt esse/mache paleo schimpft oder primal oder einfach nur "meine Ernährung". Mir ist wichtig zu schauen, was mir gut tut und was das Essen mit meinem Körper macht. Ein Kochbuch braucht man dafür sicherlich nicht und ich mag da auch keinem Trend folgen, brauche keine paleo-Nudeln oder Brote oder was weiß ich, nur damit ich weiterhin das essen kann, was ich bisher gegessen habe. Ich hätte genauso feststellen können, dass es die vegane Ernährung ist, die mir gut tut oder Rohkost oder oder oder. Es gibt da einfach so viel und es hilft nur, für sich selbst herauszufinden, was der Körper braucht. Die meisten Ernährungsideologien haben mehr Gemeinsamkeiten als man denkt und alles andere ist dann sicherlich sehr individuell.
LG fleur
mit kleinem König (10/09), Frau Mausezahn (05/11) und Milchvampir (09/14)
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Re: Paleo Anybody? ;)
Ich möchte hier auch gar keine große philosophische Diskussion lostreten, nur manche Kommentare stoßen mir halt nur sehr auf. Ich sehe das Leiden von Pflanzen nicht im entferntesten Sinn vergleichbar mit dem Leid- und Schmerzempfinden von Menschen und damit dem Leiden von anderen Tieren. Das hat einfach was mit Sinnesorganen, Nervensystem und überhaupt dem Sinn von Schmerzempfinden zu tun, nämlich vor dem Auslöser wegzulaufen, um sich zu schützen. Pflanzen fehlen sowohl diese Fähigkeit als auch all die Neurotransmitter, die bei Tieren (und uns) das Empfinden ausmachen.
Ich denke, ich kann schon von einer Selbstverständlichkeit reden, dass Tieren keine Gewalt angetan werden sollte (egal welche Ernährungsphilopsophie man verfolgt), genauso wie es für mich selbstverständlich ist, nicht zu vergewaltigen und Kinder zu missbrauchen. Auch wenn ich weiß, dass ich damit anderen "meine Werte überstülpe" und dies für einen leider nicht nur kleinen Teil der Menschen nicht selbstverständlich ist und auch nicht als wider deren Natur empfunden wird. Die Freiheit des Individuums hört da auf, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt.
Und ich denke auch, dass es nach wie vor umstritten ist, welches wirklich die ursprüngliche und artgerechte Ernährung des Menschen ist. Zig Generationen vor Beherrschung des Feuers ernährte sich die Menschheit roh. Viele Anhänger der Rohkost berichten von genau derselben Lebensenergie, Verbesserung ihres Gesundheitszustandes, Verringerung der nötigen Nahrungsaufnahme etc. Es ist daher die Frage, ob kochen und braten nun wirklich artgerecht ist.
Dass vegan im Laufe der Evolution höchstwahrscheinlich nicht vorkam, heißt ja widerum nicht, dass man sich damit nicht ausreichend und ausgewogen ernähren kann. Vegan bedeutet ja nicht zwangsläufig Soja oder glutenreiche Fertigprodukte. Man kann all diese Dinge genauso wie Zucker oder zuviel Salz dabei genauso weglassen und es bleibt immer noch viel übrig.
Ich denke, dass das tierliche Protein früher eher von Kleintieren sowie Würmern, Maden und Insekten stammte. Das Essen von Fleisch beim Menschen ist anscheinend viel mehr eine kulturelle als eine evolutionsbiologische Sache. Warum ekeln wir uns sonst vor dem Verzehr von Heuschrecken oder Hunden? In anderen Teilen der Welt ekeln sich Menschen vor dem Fleisch von Schweinen oder Rindern. Dem natürlichen Fleischfresser wäre die Beute wohl egal, manchmal reicht das sogar bis zum Kannibalismus.
Was den natürlichen Umgang mit der Natur angeht, so kann ich den in der Tier"produktion" absolut nicht erkennen. Schon allein die heutigen Rassen sind allesamt Qualzüchtungen. Kühe mit krankhaft riesigen Eutern verglichen mit uns Menschen wie Dolly Buster. Hühner, die bis zur schmerzhaften Osteoporose permanent Eier legen, anstatt wie natürlicherweise nur zu einer bestimmten Jahreszeit, nämlich der Brutzeit. Männliche Küken, die nach der Geburt vergast oder geschreddert werden, weil die Schwestern auf Hochlegeleistung gezüchtet sind und die Brüder zum "Fleischansatz" nichts taugen. Das alles hat mit Natur NICHTS mehr zu tun. Und diese Rassen werden auch in der Biohaltung eingesetzt. Artgerechtes Leben für Tiere für eine so genannte artgerechte Ernährung des Menschen gibt es nicht.
Die einzige Alternative wäre ausschließlich Fleisch von Wildtieren, ohne Zucht, ohne Haltung, ohne künstliche Vermehrung. Doch was den ethischen Aspekt angeht, weiß man auch nicht, welcher Familienverband gerade auseinander gerissen wird, wenn ein Jäger mit der Waffe abdrückt.
Ich denke, ich kann schon von einer Selbstverständlichkeit reden, dass Tieren keine Gewalt angetan werden sollte (egal welche Ernährungsphilopsophie man verfolgt), genauso wie es für mich selbstverständlich ist, nicht zu vergewaltigen und Kinder zu missbrauchen. Auch wenn ich weiß, dass ich damit anderen "meine Werte überstülpe" und dies für einen leider nicht nur kleinen Teil der Menschen nicht selbstverständlich ist und auch nicht als wider deren Natur empfunden wird. Die Freiheit des Individuums hört da auf, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt.
Und ich denke auch, dass es nach wie vor umstritten ist, welches wirklich die ursprüngliche und artgerechte Ernährung des Menschen ist. Zig Generationen vor Beherrschung des Feuers ernährte sich die Menschheit roh. Viele Anhänger der Rohkost berichten von genau derselben Lebensenergie, Verbesserung ihres Gesundheitszustandes, Verringerung der nötigen Nahrungsaufnahme etc. Es ist daher die Frage, ob kochen und braten nun wirklich artgerecht ist.
Dass vegan im Laufe der Evolution höchstwahrscheinlich nicht vorkam, heißt ja widerum nicht, dass man sich damit nicht ausreichend und ausgewogen ernähren kann. Vegan bedeutet ja nicht zwangsläufig Soja oder glutenreiche Fertigprodukte. Man kann all diese Dinge genauso wie Zucker oder zuviel Salz dabei genauso weglassen und es bleibt immer noch viel übrig.
Ich denke, dass das tierliche Protein früher eher von Kleintieren sowie Würmern, Maden und Insekten stammte. Das Essen von Fleisch beim Menschen ist anscheinend viel mehr eine kulturelle als eine evolutionsbiologische Sache. Warum ekeln wir uns sonst vor dem Verzehr von Heuschrecken oder Hunden? In anderen Teilen der Welt ekeln sich Menschen vor dem Fleisch von Schweinen oder Rindern. Dem natürlichen Fleischfresser wäre die Beute wohl egal, manchmal reicht das sogar bis zum Kannibalismus.
Was den natürlichen Umgang mit der Natur angeht, so kann ich den in der Tier"produktion" absolut nicht erkennen. Schon allein die heutigen Rassen sind allesamt Qualzüchtungen. Kühe mit krankhaft riesigen Eutern verglichen mit uns Menschen wie Dolly Buster. Hühner, die bis zur schmerzhaften Osteoporose permanent Eier legen, anstatt wie natürlicherweise nur zu einer bestimmten Jahreszeit, nämlich der Brutzeit. Männliche Küken, die nach der Geburt vergast oder geschreddert werden, weil die Schwestern auf Hochlegeleistung gezüchtet sind und die Brüder zum "Fleischansatz" nichts taugen. Das alles hat mit Natur NICHTS mehr zu tun. Und diese Rassen werden auch in der Biohaltung eingesetzt. Artgerechtes Leben für Tiere für eine so genannte artgerechte Ernährung des Menschen gibt es nicht.
Die einzige Alternative wäre ausschließlich Fleisch von Wildtieren, ohne Zucht, ohne Haltung, ohne künstliche Vermehrung. Doch was den ethischen Aspekt angeht, weiß man auch nicht, welcher Familienverband gerade auseinander gerissen wird, wenn ein Jäger mit der Waffe abdrückt.
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Re: Paleo Anybody? ;)
Ich geb dir teilweise total recht. Genau wie du habe ich es früher auch gesehen.
Deshalb kann ich deine Gedanken verstehen, teile einige davon noch, aber jetzt eben aus einer anderen Perspektive. Obwohl meine Grundwerte gleich geblieben sind.
Das, was ich WIRKLICH gelernt habe ist, dass ich jedem Menschen sein Recht auf seine Anschauung lasse. Und wenn mich wer fragt, dann antworte ich. Aber ich versuche nicht (mehr) zu überzeugen.
Letztendlich hat jeder Mensch einen anderen Körper und andere Gefühle und andere Werte (wobei ich grundsätzlich bei der Auffassung dass meine Freiheit bei der des anderes endet, dabei).
Bezüglich Ernährung hab ich einfach nur den Vergleich an meinem eigenen Leib: gesunde vegane, gesunde vegetarische und gesundes Paleo. Und ich fühle mich mit letzterem einfach am wohlsten, hab reine Haut, keine Blähungen oder Verdauungsprobleme mehr, mehr Energie, weniger Körperfett, mehr Muskelmasse, keine Heißhungerattacken mehr, weniger PMS (ganz weg ist's leider noch nicht), enorm viel besseren Schlaf,... mir geht's einfach besser.
Und ich hab lange überlegt ob es mir wieder schlechter gehen soll, damit mein ethisches Gewissen wieder beruhigt ist oder ob es noch andere Wege gibt - vielleicht nicht so perfekt, aber auch nicht so schlimm wie es gerade generell so ist.
Ich glaube wenn es mehr Paleos gäbe, würde das - so komisch das klingt - auch den Tieren und der Umwelt besser bekommen. Ich glaube nicht dass es realistisch ist, dass alle Menschen immer vegan sind.
Insekten und Co zu Essen halte ich übrigens für eine gute und sinnvolle Entwicklung in der Ernährung, bei der der Westen sehr nachhinkt.
Deshalb kann ich deine Gedanken verstehen, teile einige davon noch, aber jetzt eben aus einer anderen Perspektive. Obwohl meine Grundwerte gleich geblieben sind.
Das, was ich WIRKLICH gelernt habe ist, dass ich jedem Menschen sein Recht auf seine Anschauung lasse. Und wenn mich wer fragt, dann antworte ich. Aber ich versuche nicht (mehr) zu überzeugen.
Letztendlich hat jeder Mensch einen anderen Körper und andere Gefühle und andere Werte (wobei ich grundsätzlich bei der Auffassung dass meine Freiheit bei der des anderes endet, dabei).
Bezüglich Ernährung hab ich einfach nur den Vergleich an meinem eigenen Leib: gesunde vegane, gesunde vegetarische und gesundes Paleo. Und ich fühle mich mit letzterem einfach am wohlsten, hab reine Haut, keine Blähungen oder Verdauungsprobleme mehr, mehr Energie, weniger Körperfett, mehr Muskelmasse, keine Heißhungerattacken mehr, weniger PMS (ganz weg ist's leider noch nicht), enorm viel besseren Schlaf,... mir geht's einfach besser.
Und ich hab lange überlegt ob es mir wieder schlechter gehen soll, damit mein ethisches Gewissen wieder beruhigt ist oder ob es noch andere Wege gibt - vielleicht nicht so perfekt, aber auch nicht so schlimm wie es gerade generell so ist.
Ich glaube wenn es mehr Paleos gäbe, würde das - so komisch das klingt - auch den Tieren und der Umwelt besser bekommen. Ich glaube nicht dass es realistisch ist, dass alle Menschen immer vegan sind.
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Bright Berry
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Re: Paleo Anybody? ;)
Natürlich hat jeder das Recht auf seine Anschauung und seine Meinung. Nur finde ich es erschreckend und traurig, dass es in Bezug auf Tiere immer nach dem Motto geht, jeder darf seine Anschauung auch durchsetzen und ausleben, während es in anderen Bereichen Grenzen gibt.
Beispiel, was ich meine. Was ist mit rechtsextremen Personen? Die haben andere Werte. Sagen wir da auch, die haben halt ihre Anschauung, ich möchte die nicht überzeugen? Und finden wir es ok, wenn sie ihre Werte ausleben auf Kosten anderer? Nein, wir setzen Grenzen, zeigen Solidarität mit ihren Opfern, gehen vielleicht auf Demos, diskutieren etc. Wir akzeptieren ihre Gewalt nicht.
Was ist mit Pädophilen? Die haben eine andere Anschauuug, dürfen sie sie ausleben, ist das für uns ok? Nein, wir setzen Grenzen, auch wenn diese Personen nicht mal etwas für ihre Neigung können, aber wir schützen die Opfer.
Warum wird bei Tieren immer mit anderem Maß gemessen? Mit Toleranz den Ausbeutern gegenüber und bloß nicht überzeugen wollen, damit ich meine Werte keinem anderen aufzwinge. Ich lehne die Gewalt zwar ab, aber ob andere sie ausüben bleibt ihnen selbst überlassen???
Das verstehe ich nicht.
Was in Zukunft realistisch sein wird, kann wohl niemand sagen. Ich denke auch, dass ich es nicht erleben werde, dass der Großteil der Menschen vegan lebt. Aber ich denke auch Paleo wird sich nicht durchsetzen, sondern wohl oder übel immer mehr Kunstnahrung, an der sich immer mehr Industrieunternehmen dusselig verdienen.
Ich denke, dass Menschen in durchaus naher Zukunft dazu gezwungen werden, sich hauptsächlich pflanzlich zu ernähren, da die Ressourcen, Milliarden Tiere durchzufüttern einfach nicht ausreichen. All das Getreide, die Hülsenfrüchte und das Trinkwasser stehen nicht mehr zur Verfügung. Es gibt nicht mehr genug Land für diese Acker- und Weideflächen. Vielleicht zieht der Mensch die Notbremse noch rechtzeitig, bevor der letzte Regenwald dafür gerodet wurde und die Erde zur Wüste wird. Realistisch ist das aber leider wohl auch nicht und wird unsere Enkel und vielleicht sogar schon unsere Kinder vor massive Probleme stellen.
Beispiel, was ich meine. Was ist mit rechtsextremen Personen? Die haben andere Werte. Sagen wir da auch, die haben halt ihre Anschauung, ich möchte die nicht überzeugen? Und finden wir es ok, wenn sie ihre Werte ausleben auf Kosten anderer? Nein, wir setzen Grenzen, zeigen Solidarität mit ihren Opfern, gehen vielleicht auf Demos, diskutieren etc. Wir akzeptieren ihre Gewalt nicht.
Was ist mit Pädophilen? Die haben eine andere Anschauuug, dürfen sie sie ausleben, ist das für uns ok? Nein, wir setzen Grenzen, auch wenn diese Personen nicht mal etwas für ihre Neigung können, aber wir schützen die Opfer.
Warum wird bei Tieren immer mit anderem Maß gemessen? Mit Toleranz den Ausbeutern gegenüber und bloß nicht überzeugen wollen, damit ich meine Werte keinem anderen aufzwinge. Ich lehne die Gewalt zwar ab, aber ob andere sie ausüben bleibt ihnen selbst überlassen???
Das verstehe ich nicht.
Was in Zukunft realistisch sein wird, kann wohl niemand sagen. Ich denke auch, dass ich es nicht erleben werde, dass der Großteil der Menschen vegan lebt. Aber ich denke auch Paleo wird sich nicht durchsetzen, sondern wohl oder übel immer mehr Kunstnahrung, an der sich immer mehr Industrieunternehmen dusselig verdienen.
Ich denke, dass Menschen in durchaus naher Zukunft dazu gezwungen werden, sich hauptsächlich pflanzlich zu ernähren, da die Ressourcen, Milliarden Tiere durchzufüttern einfach nicht ausreichen. All das Getreide, die Hülsenfrüchte und das Trinkwasser stehen nicht mehr zur Verfügung. Es gibt nicht mehr genug Land für diese Acker- und Weideflächen. Vielleicht zieht der Mensch die Notbremse noch rechtzeitig, bevor der letzte Regenwald dafür gerodet wurde und die Erde zur Wüste wird. Realistisch ist das aber leider wohl auch nicht und wird unsere Enkel und vielleicht sogar schon unsere Kinder vor massive Probleme stellen.
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Re: Paleo Anybody? ;)
Das stimmt so nicht. Ich esse Fleisch. Aber ich habe ganz klare Grenzen! Ich beziehe mein Fleisch von einem Ökohof in Brandenburg, wo einmal pro Woche ein Schwein und alle zwei Wochen eine Kuh vor Ort (!) geschlachtet wird. Die Kühe und Schweine leben in Herden, die Kälbchen sind bei den Müttern. Ich kaufe KEIN Fleisch aus konventioneller Haltung. Es regt mich wirklich auf, wenn jemand so gar nicht bereit ist, hier zu differenzieren. Und Vergleiche mit Pädophilie und Nazitum finde ich unmöglich, sorry.Bright Berry hat geschrieben:Natürlich hat jeder das Recht auf seine Anschauung und seine Meinung. Nur finde ich es erschreckend und traurig, dass es in Bezug auf Tiere immer nach dem Motto geht, jeder darf seine Anschauung auch durchsetzen und ausleben, während es in anderen Bereichen Grenzen gibt.
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Re: Paleo Anybody? ;)
P.S. Mir fällt gerade auf, Bright Berry, dass wir quasi dieselbe Diskussion schon im Vegan leben Threat hatten. Damals wurde ich mehr oder weniger gebeten, diesen zu verlassen, da es sich um einen Threat für Veganer handelt und man nicht das Für und Wider von Veganismus vs. Fleischessen diskutieren möchte. Das habe ich auch sofort akzeptiert. Dies hier ist ein Austauschthread für Paleos...von daher sollten wir es jetzt vielleicht auch dabei belassen, dass Du anderer Meinung bist 
@Nuala: Es sei denn, Du hast Lust, weiter auf dieser Ebene zu diskutieren....ich will ja hier nicht eigenmächtig eine Diskussion abwürgen.
@Nuala: Es sei denn, Du hast Lust, weiter auf dieser Ebene zu diskutieren....ich will ja hier nicht eigenmächtig eine Diskussion abwürgen.
S. mit Töchtern (März 2012 und Dezember 2015)
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Re: Paleo Anybody? ;)
Mich regt das Nicht-Differenzieren ebenso auf. Zumal ich jahrelang selbst vegan/vegetarisch gelebt habe, aber immer war mir die "Überheblichkeit", die "moralische Keule" ein Dorn im Auge (ich habe auch die Kontakte zu Veganern gemieden). Zum einen überzeugt man so ja niemanden von seiner Anschauung, zum anderen sehe ich es nicht so, dass die vegane Lebensweise nun das Nonplusultra ist und die Lösung aller Probleme und gleichzeitig leben alle gesund und ethisch korrekt.LottiBerlin hat geschrieben:Das stimmt so nicht. Ich esse Fleisch. Aber ich habe ganz klare Grenzen! Ich beziehe mein Fleisch von einem Ökohof in Brandenburg, wo einmal pro Woche ein Schwein und alle zwei Wochen eine Kuh vor Ort (!) geschlachtet wird. Die Kühe und Schweine leben in Herden, die Kälbchen sind bei den Müttern. Ich kaufe KEIN Fleisch aus konventioneller Haltung. Es regt mich wirklich auf, wenn jemand so gar nicht bereit ist, hier zu differenzieren. Und Vergleiche mit Pädophilie und Nazitum finde ich unmöglich, sorry.Bright Berry hat geschrieben:Natürlich hat jeder das Recht auf seine Anschauung und seine Meinung. Nur finde ich es erschreckend und traurig, dass es in Bezug auf Tiere immer nach dem Motto geht, jeder darf seine Anschauung auch durchsetzen und ausleben, während es in anderen Bereichen Grenzen gibt.
Ansonsten bin ich auch dafür, dass es wieder um das eigentliche Thema geht, denn ich bin mir sehr sicher, dass sich Menschen, die sich für welche Lebensweise auch immer entschieden haben (also wirklich aktiv entscheiden), sich viel mit dem Thema, dem Für und Wider auseinandergesetzt haben und dann ihre Entscheidung getroffen haben.
LG fleur
mit kleinem König (10/09), Frau Mausezahn (05/11) und Milchvampir (09/14)
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Re: Paleo Anybody? ;)
Weil Fleisch zu essen für den Menschen artgerecht ist. Sorry. Ich wollte es auch lange nicht wahrhaben, hab mich immer nur von ethischen Seite der Ernährung zugewandt, aber ich habe einen Körper und möchte dass es ihm gut geht, jetzt und in 60 Jahren auch noch. Das mag egoistisch klingen, aber dieser Egoismus ist allen Lebewesen eigen, vor allem auch den Tieren. Jeder so gut wie er kann, wie es geht. Gesunde Fortpflanzung, artgerechtes Leben.Bright Berry hat geschrieben:Natürlich hat jeder das Recht auf seine Anschauung und seine Meinung. Nur finde ich es erschreckend und traurig, dass es in Bezug auf Tiere immer nach dem Motto geht, jeder darf seine Anschauung auch durchsetzen und ausleben, während es in anderen Bereichen Grenzen gibt.
Beispiel, was ich meine. Was ist mit rechtsextremen Personen? Die haben andere Werte. Sagen wir da auch, die haben halt ihre Anschauung, ich möchte die nicht überzeugen? Und finden wir es ok, wenn sie ihre Werte ausleben auf Kosten anderer? Nein, wir setzen Grenzen, zeigen Solidarität mit ihren Opfern, gehen vielleicht auf Demos, diskutieren etc. Wir akzeptieren ihre Gewalt nicht.
Was ist mit Pädophilen? Die haben eine andere Anschauuug, dürfen sie sie ausleben, ist das für uns ok? Nein, wir setzen Grenzen, auch wenn diese Personen nicht mal etwas für ihre Neigung können, aber wir schützen die Opfer.
Warum wird bei Tieren immer mit anderem Maß gemessen? Mit Toleranz den Ausbeutern gegenüber und bloß nicht überzeugen wollen, damit ich meine Werte keinem anderen aufzwinge. Ich lehne die Gewalt zwar ab, aber ob andere sie ausüben bleibt ihnen selbst überlassen???
Das verstehe ich nicht.
Es ist nicht artgerecht wenn Fleisch- oder Mischköstler sich vegan ernähren.
Der Tiger handelt nicht wertfrei wenn er die Antilope erlegt.
Der Mensch handelt nicht wertfrei wenn er Fleisch von ARTGERECHT (!!!!) lebenden Tieren isst.
Wiegesagt - bei Massentierhaltung, Tiertransporten, Billigfleisch und Fleisch in Massen sind Paleos mit Veganern völlig einer Meinung.
Ich finde es hat wenig Sinn das ausgerechnet mit Paleos (von denen einige selbst vegan waren!) zu diskutieren. Wir waren dort. Ich empfinde mich jetzt einen Schritt weiter, weil ich MEHR in die Überlegung was ich esse, miteinbeziehe, als ich das früher getan habe.
Wir ernähren uns bedeutet und ethisch - aber artgerecht. Und das bedeutet Kompromisse.
Wer diese Kompromisse nicht machen möchte, muss das nicht. Ich bin da sehr tolerant.
Mein Vorschlag wäre: ich habe BEIDES probiert. Ich war 13 Jahre lang vegetarisch und immer wieder über Monate hinweg vegan. Ich kenne beides am eigenen Leib. Ich habe mir viele Gedanken gemacht und das aus MEHREREN Perspektiven.
Wenn du auf dem selben Punkt bist, ebenfalls beides über mindestens 2-3 Monate ernst- und gewissenhaft ausprobiert hast, auch Literatur zur Ernährung aus anderen Perspektiven unvoreingenommen (!) gelesen hast - DANN reden wir weiter, ok?
Ansonsten sehe ich uns hier einfach nicht auf demselben Niveau.
Fazit: Ethisch gesehen hast du VÖLLIG recht!!! Das meinte ich mit "edler Gesinnung". Und ich kenne alle Argumente, weil ich selbst damit in den Kampf gezogen bin früher.
Biologisch-medizinisch sehe ICH den Sachverhalt anders als du.
Und biologisch-persönlich fühle ICH mich einfach wohler in mir, wenn ich auf Getreide/Hülsenfrüchte/pflanzliche Öle vermeide und in Maßen Tierliches aus artgerechter Haltung konsumiere.
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Re: Paleo Anybody? ;)
Hallo,
Hat jemand Tipps für den Umstieg auf Paleo bzw. was hat euch vielleicht gerade am Anfang besonders geholfen? Wie macht ihr das mit dem Frühstück? Das ist so für mich die größte Umstellung. Gibt es vielleicht auch Seiten/Bücher, die euch besonders geholfen haben?
Hat jemand Tipps für den Umstieg auf Paleo bzw. was hat euch vielleicht gerade am Anfang besonders geholfen? Wie macht ihr das mit dem Frühstück? Das ist so für mich die größte Umstellung. Gibt es vielleicht auch Seiten/Bücher, die euch besonders geholfen haben?
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Re: Paleo Anybody? ;)
Hallo!Meerila hat geschrieben:Hallo,
Hat jemand Tipps für den Umstieg auf Paleo bzw. was hat euch vielleicht gerade am Anfang besonders geholfen? Wie macht ihr das mit dem Frühstück? Das ist so für mich die größte Umstellung. Gibt es vielleicht auch Seiten/Bücher, die euch besonders geholfen haben?
Was geholfen hat am Anfang war Konsequenz. Auf keinen Fall Cheat-Days, das macht nur dass alles viel länger dauert und du den Unterschied nicht merkst. Sobald du ihn merkst, bist du von allein konsequent, weil das Gefühl ist einfach soooo gut.
Umstellung Frühstück: Fasten nach Lean-Gains, dh. 16 Stunde Esspause, 8 Std. Essfenster (in 24 Std.).
Das tut EXTREM gut (der Körper kommt einmal täglich runter, kann ausruhen und richtig verdauen) und ist SEHR gesund. Dh. in der Praxis: Frühstück weglassen. Viele frühstücken instinktiv eh nicht gern, das passt also. Wenn es die anfangs schwerfällt: 14 Std. Fasten, das geht eigentlich problemlos.
Wenn du frühstücken musst oder willst: Eierspeise, Omlette, Reste vom Vortag, Salat... man gewöhnt sich dran. Ab und zu Obstsalat oder Pfannkuchen.
Der beste Blog ist mMn von Sascha Fast: Omproved Eating, allerdings schon fortgeschritten und viel mehr als nur Paleo. Der Standart-Blog (Klassiker) ist 360Paleo.
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