Dann gib Acht, dass dieses Fläschchen für Dein Baby nicht zu einem ECHTEN Problem wird!.. Zufüttern per Flasche führt bei vielen Babys zu nennenswerten Stillproblemen, das liegt im Wesentlichen an den unterschiedlichen Trinktechniken, die für das Trinken aus der Brust und das Trinken aus der Flasche notwendig sind. Diese Unterschiede betreffen technisch gesehen v.a. Zungen- und Kieferstellung, Koordination von Saugen, Schlucken und Atmen und das Gewöhnungsgefühl im Mund. Viele Babys haben mit dem Wechsel Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten werden unter dem Begriff "Saugverwirrung" zusammengefasst. Diese Schwierigkeiten decken ein breites Spektrum ab, von leicht (z.B. "Hampeln" an der Brust, häufiges Loslassen,...) bis schwer (Stillen ohne Behandlung gar nicht mehr möglich). Als Stillberaterin ist die Behandlung von Saugverwirrung mein täglich Brot - und insbesondere diejenigen Mütter, die unnötig per Flasche zugefüttert haben und deren Babys daraufhin flaschebedingte Saugstörungen entwickelt haben, hadern im Nachhinein sehr damit.Vlt. Brauch ich das eine fläschen noch etwas zur beruhigung, bis ich sehe das das gewicht etwas besser ansteigt.
Wenn Du trotzdem gerne zufüttern willst, kann ich daher nur empfehlen, nicht per Flasche sondern mit einer stillfreundlichen Methode zuzufüttern. Mit der Wahl einer stillfreundlichen Methode bleiben einige Risiken unnötigen Zufütterns bestehen (z.B. Unverträglichkeitsreaktionen auf die künstliche Milch, Rückgang der Milchproduktion bei der Mutter, Unsicherheit bzgl. Milchversorgung des Babys, vorzeitiges Abstillen, Versagensgefühle usw.), aber zumindest das Risiko einer Saugverwirrung, also zufütterbedingter Saugstörungen beim Baby, ist damit ganz erheblich geringer.
Aber das wird Dir die Stillberaterin vor Ort sicherlich ebenfalls erklärt haben.
Ansonsten melde Dich einfach hier, wenn Du noch Fragen dazu hast.
LG
Julia